Was wäre denn deine Vorstellung davon, wie das dann aussähe? Und was wäre die Alternative, wenn es sich nicht von alleine "einpendelt"? Mir fällt dazu tatsächlich nichts ein.
Meine Gedanken dazu:
- Ausweitung des §183 StGB auf alle Geschlechter oder wahlweise dessen ersatzlose Abschaffung. Ich wäre für die Ausweitung.
- Die/der Gleichstellungsbeauftragte wird im Betrieb von dem Geschlecht gestellt, das unterrepräsentiert ist. Aktuell muß eine Gleichstellungsbeauftragte per Gesetz immer weiblich sein, auch in einer Grundschule mit 98% Frauenanteil.
- Anpassung der Aufsichtenregelung bei Klassenfahrten. Wenn Schülerinnen da nur von Lehrerinnen beaufsichtigt werden dürfen, sollten Schüler auch nur von Lehrern beaufsichtigt werden dürfen. Aktuell gilt nur der erste Teil der Regelung.
- Die Quotenregelung bei Beförderungen sollten nur bei neuen Beförderungen gelten und nicht auf die Gesamtanzahl. Wenn ich höre, daß bis zum Jahr 2035 (Datum fast beliebig ersetzbar) die Vorstandsposten paritätisch besetzt sein sollen, heißt das doch, daß bis dahin nur noch Frauen befördert werden dürfen, um das zu schaffen. Für die aktuelle Generation der Männer bedeutet dies, daß sie nie eine Chance auf eine Karriere haben werden. Bis auch sie wieder Posten bekommen können, sind sie schon kurz vor der Rente und zu alt.
- Der Satz in den Stellenausschreibungen: „Bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt“, sollte in Frauenberufen durch „Bei gleicher Qualifikation werden Männer bevorzugt“, ersetzt werden. Ich denke da gerade an den ganzen Grundschulbereich, in dem Männer extrem unterrepräsentiert sind.
Und die Täter sind in der überwätigenden Mehrheit Männer. Und solange das so ist, kann sich der Umgang damit nicht entspannen.
Ich denke, daß es auch häufig andersrum läuft, also das Frauen sich an Jungen vergreifen, die Dunkelziffer da aber noch weitaus höher ist, eben weil die Gesellschaft es den Frauen weniger zutraut und Frauen in den Bereichen wesentlich mehr Rechte haben. Da dürften manche Dinge dann als „übertriebene Mütterlichkeit“ abgetan werden, die andersrum als eine glasklare Belästigung eingestuft würden.
Außerdem ist die gesellschaftliche Hürde für Jungen/Männer weitaus höher als für Mädchen/Frauen, wenn es darum geht solche Fälle publik zu machen. Schließlich gelten Männer bei uns als das „starke Geschlecht“, auch wenn sie zum Tatzeitpunkt vielleicht erst 3, 5 oder 10 Jahre alt waren.