Das hat dazu geführt, dass ich ernsthaft darüber nachdenke, ob ich diesen Beruf langfristig weiter ausüben möchte oder kurzfristig die Reißleine ziehe und bereits am Montag das Gespräch mit der Schulleitung suche, um über eine Kündigung zu sprechen.
Ich schreibe inzw. manchmal zurück, dass ich 450 Schüler vor der Nase habe und mich deswegen um manche Kleinigkeiten gar nicht kümmern kann, weil das einfach meine Arbeitszeit nicht her gibt. Da kommt dann auch oft keine Rückfrage mehr. Viele Eltern und auch Ausbildungsbetriebe denken, dass ich maximal eine Klasse unterrichte und deswegen praktisch unendlich viel Zeit für jeden Einzelfall habe. Wenn sie feststellen, dass dem gerade nicht so ist, weckt das so manche auf.
Und ja, 450 Schüler klingt viel und ist auch viel, aber denkt mal an den Religionslehrer, der mit jeweils einer Stunde durch alle Klassen gejagd wird, dann ahnt ihr vielleicht woher diese Zahl kommt. In der Klasse, in der ich Klassenlehrer bin, habe ich auch nur zwei Wochenstunden.