Beiträge von plattyplus

    Gibt es hier eine Schule, die die Handynutzung in der Pause erlaubt?

    Also bei uns am Berufskolleg hängen in der Pause alle Schüler vorm Handy. Wir haben sogar extra ein so leistungsfähiges WLAN in der Schule, daß alle Schüler-Smartphones im WLAN hängen können (und das auch dürfen).

    Damit bekommen wir die 1 Gbit-Anbindung der Schule dann schon gut ausgelastet. ;)

    Aber das ist auch das Problem von allen anderen E-Mobilen. Alles viel zu teuer und unpraktisch, bei ich die Bikes noch sinnvoller finde also ein Auto.

    Ja, ein VW ID.3 mit ausreichend großer Batterie (77kWh) kostet auch 57.000€ und dabei ist die Batterie so schwer, daß es nur ein 4-Sitzer ist, weil es dem Fahrzeug an Zuladung mangelt. Außerdem bekommt man für das Fahrzeug keine Anhängerkupplung. :(

    Mit dem Gedanken habe ich offen gestanden auch schon gespielt, war aber mangels Motorradführerschein eher bei den Rollern bis 45km/h. Da fehlen mir aber bisher jegliche Erfahrungen.

    Da würde ich aber eher auf eine "elektrische 125er" setzen, also sowas hier:

    --> https://www.zeromotorcycles.com/de-de/model/zero-s

    Den Hobel kann man in Deutschland auch mit dem B196-Führerschein fahren. Dafür benötigt man nur den PKW-Führerschein und ein paar Fahrstunden, keine extra Prüfung, keinen extra Erste-Hilfe Kurs usw. ...

    Wenn der Fahrlehrer sagt, daß er dich fit dafür hält das Ding zu fahren, darfst du.

    Vorteil der 125er ist, daß man damit auch auf die Autobahn und auf die Kraftfahrstraße darf. Die 125er eignen sich zwar nicht für die Autobahnlangstrecke, da fehlt es ihnen an Power, aber wenn es darum geht über die Rhein- oder Weserbrücken zu kommen bzw. in Hamburg durch den Elbtunnel, spielen sie ihre Vorteile aus. An der letzten Autobahnauffahrt vor der Brücke/dem Tunnel rauf auf die Autobahn und direkt danach wieder runter. Mit der 125er geht das, mit dem 45km/h Roller nicht.

    Würde ich mit einem 45km/h Roller zu meiner Verlobten fahren wollen, ich hätte gut 25km Umweg, weil ich den 1km Autobahn bzw. Kraftfahrstraße mit dem Ding nicht fahren darf und das die einzigen Brücken hier sind.

    Aber jetzt muss ich bei dem Wachstum doch nochmal nachfragen: es ist doch schon so, dass die RV irgendwie auf eine pyramidenförmige Verteilung angewiesen ist, i.e. mehrere junge tragen eine alte Person. Klar geht das auch mit Wegsterben, aber wenn alle Jungen alt werden, braucht man doch mehr Junge oder hab ich da einen Denkfehler?

    Du hast einen Denkfehler. Es fehlt nämlich die Betrachtung der zu erwartenden Rentendauer und die Dauer der Einzahlung. Wenn jeder Bürger 30 Jahre in die Rentenkasse einzahlen würde, um dann weitere 30 Jahre Rente zu bekommen, würde bei einer gleichbleibenden Bevölkerung ein Beitragszahler einen Rentner finanzieren.

    Jedoch ist es bei uns so, daß man durchschnittlich mit 15 Rentenjahren rechnen kann (statistische Lebenserwartung minus Renteneintrittsalter) und man dafür 45 Jahre eingezahlt hat. Bei gleichbleibender Bevölkerung würden also drei Beitragszahler einen Rentner finanzieren, weil die Einzahlphase dreimal so lang ist wie die Auszahlphase.

    Das Problem aber sind heute die gebrochenen Erwerbsbiographien und die versicherungsfremden Leistungen, die die Rentenversicherung zu bezahlen hat.

    Im Kreise der Kollegen haben bei uns an der Schule alle PV-Anlagen einen angeflanschten Heizstab im Warmwasserspeicher, weil es sich wirtschaftlich nicht rechnet den Strom zu verkaufen und dafür dann Gas einkaufen zu müssen. Da „entsorgt“ man die Energie, die man in den Spitzen zuviel produziert, lieber in der Warmwasserbereitung.

    Es gibt ja inzw. auch PV-Anlagen für die reine Warmwasserbereitung. Da hat der Heizstab die Maximalleistung der Solarzellen (bzw. geringfügig größer) und wird mit der Gleichspannung direkt aus den Zellen ohne Wechselrichter und Steuerungselektronik dazwischen versorgt.

    Anstelle der Wärmepumpe und Solarthermie würde ich auch mal gucken, wie es mit Photovoltaik und elektrischem Heizstab (=„Tauchsieder“) im Wasserspeicher im Keller aussieht. Klar ist der Wirkungsgrad nicht so toll, aber der Heizstab ist günstig, so daß man die PV-Anlage wesentlich größer dimensionieren kann.

    Bei den ganzen Vorschlägen hier denke auch an die Lieferzeiten. Als im November mein Klempner unsere Gasheizung gewartet hat, meinte er nur: Wenn in diesem Winter etwas kaputt geht, kann ich den Leuten nur ein Bau-Heizgerät in die Bude stellen. Sowohl Wärmepumpen als auch Gasheizungen haben Lieferzeiten von mehreren Monaten bis zu 2 Jahren.

    Ich würde gern zur Arbeit zB mit ÖPNV oder Fahrrad. Problem ist: 20km Entfernung aber ÖPNV braucht 3h eine Tour weil es keine direktverbindung gibt.

    Bei mir ähnlich: Müßte ich mit dem ÖPNV zur Arbeit fahren, ich müßte abends um 21 Uhr abfahren, um gegen 23 Uhr an der Schule zu sein und dort dann vorm Haupteingang bis 7 Uhr campieren. :daumenrunter:

    Was bei mir noch erschwerend hinzukommt: Sie haben die alten Bahntrassen abgebaut, um daraus Fahrradschnellwege zu machen. Die Eisenbahn verschafft ja kaum Steigungen, daher die Idee mit den Fahrradwegen. Jetzt sag den Aktivisten mal, daß man die Fahrradwege wieder einstampfen muß, um Gleise zu verlegen. :teufel:

    Ich habe vergessen auf Absatz 4 zu verweisen. Es ist aus meiner Sicht ein Widerstandsrecht, das diese ausüben. Was natürlich sehr weit um die Ecke gedacht ist, ich weiß.

    Ich würde Artikel 20 Absatz 4 genau andersrum sehen. Die Klimakleber wollen die Ordnung der Bundesrepublik beseitigen, indem sie ihre illegalen Aktionen starten, und die PKW-Fahrer leisten den im Grundgesetz gerechtfertigten Widerstand, indem sie die Kleber von der Straße reißen und wegzerren.

    Die Argumentationslinie ist mir zwar auch zu weit hergeholt, als das ich sie nutzen würde, aber wenn sich die Aktivisten darauf berufen, sollen sie auch mal die Gegenrede hören.

    Sofortmaßnahmen, deren Umsetzung insbesondere beim Tempolimit sehr einfach zu realisieren wäre und für deren Nichtumsetzung es keinen plausiblen Grund gibt.

    Du weißt aber schon, daß unsere PKW-Industrie ein wesentlicher volkswirtschaftlicher Faktor ist und deren Produkte im Ausland auch deswegen gekauft werden, weil sie in einem Land ohne Tempolimit konstruiert wurden? „German Autobahn approved“ ist dort eine Qualitätsaussage, eben weil die ganze Welt weiß, daß wir kein Tempolimit haben.

    Weil ein Festhalten an veralteten Technologien nicht unbedingt die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes erhält. Die Vorreiterrolle mag ungemütlich erscheinen, kann aber auch Wettbewerbsvorteile für die Zukunft generieren.

    Es sieht doch eher so aus, daß der Kram bei uns entwickelt wird, jedoch China und die USA den wirtschaftlichen Vorteil daraus ziehen.

    Warum z.B. müssen die chinesischen Firmen nicht auch Zwangs-Joint-Ventures mit europäischen Firmen eingehen und ihr Wissen preisgeben, wenn sie Elektrofahrzeuge auf den europäischen Markt bringen wollen?

    Seph

    Das wollte ich Dir nicht unterstellen. Ich habe Deinen Beitrag einfach so gelesen, daß der Faktor Zeit eben nicht schadenrelevant ist und wollte mit meinem Beitrag zum Ausdruck bringen, daß durch die vorsätzlichen Blockaden in Summe ein ganz gewaltiger Schaden entsteht. Daher auch meine Frage, ob man eine Sammel- bzw. Musterfeststellungsklage auch gegen die Umweltaktivisten führen kann, an die sich dann alle blockierten PKW-Fahrer anhängen können, Vgl. die Klagen gegen VW beim Diesel-Skandal.

    Miss Othmar

    Ich hatte das schon auf die Arbeitgeber der LKW-Fahrer bezogen, auch wenn das wohl nicht so rübergekommen ist.

    Zur Frage des Schadensersatzes, muss man erst einmal drauf schauen, was für eine Art Schaden denn überhaupt entstanden sein soll. Der reine Zeitverzug ist noch kein solcher.

    Ich sehe einen Zeitverzug schon als einen Vermögensschaden, zumindest bei den Berufskraftfahrern, die Stundenlohn bekommen. Auch sind Folgeschäden, z.B. Konventionalstrafen wegen einer nicht rechtzeitigen Lieferung ein Vermögensschaden.

    Inwieweit unserem Arbeitgeber ein Schaden entsteht, wenn wir nicht rechtzeitig zur Arbeit kommen, können wir auch erörtern.

    Stichwort "kleine Leute": Es war bereits bei Friday for Future so, und setzt sich auch bei den Klimaklebern fort, dass vor allem junge Frauen aus gutem Hause, sei es eine Greta Thunberg oder eine Luisa Neubauer, die treibenden Kräfte sind. […] Bei Leuten, die aus einfachen Verhältnissen kommen und einfach schauen, dass sie mit ihren 1,5 Gehältern sich und die 2 Kinder, vielleicht noch irgendwelche Schwiegereltern im Hintergrund, durch den Tag kriegen, kommt dabei einfach an: "Diesen Schnöselkindern ist mal wieder langweilig, also gehen sie uns normalen Leuten mal wieder auf die Nerven."

    Ich muß bei den Sprüchen von den beiden Mädels immer nur an Marie Antoinette denken: „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie Kuchen essen! “

    Gleichwohl können die mit der Blockade verbundenen Kosten auferlegt werden. Mit Selbstjustiz hat das jedenfalls alles nichts zu tun.

    Ich denke halt an die Blockade der Berliner Stadtautobahn. Da man auf einer Autobahn nicht wenden oder parken darf, können die blockierten Autofahrer den Blockadeort nicht verlassen. Wie sieht es in diesem Zusammenhang mit dem Straftatbestand der Freiheitsberaubung aus?

    Könnten die Autofahrer gegen die Klimakleber eine Sammelklage einreichen, um ihre Ansprüche auf Schadenersatz durchzusetzen?

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