Beiträge von plattyplus

    Geht es bei Wehrpflicht primär darum, dass die jeweilige Generation, die aktiv im Wehrpflicht ist, im Kriegsfall die Verteidigung übernimmt, oder geht es um Vorbereitung für den Fall der Fälle, selbst wenn dieser in 10 oder 20 Jahren eintritt?

    Meiner Ansicht nach geht es darum, dass alle in der Lage sind eine Waffe in die Hand zu nehmen und dann auch rudimentär eine Idee haben, wie man damit umgehen muss. Nicht umsonst sind in einem Kriegsfall ja alle männlichen Bürger bis zum 45. Lebensjahr sofort wehrpflichtig und, wenn diese gefallen sind, alle bis zum Alter von 60. Also ja, es geht ganz klar um den Fall der Fälle, der dann ggf. auch erst in 30 Jahren eintritt.

    Die gleiche Intention gab es ja auch in der DDR. Dort haben die Schulklassen auf dem Wandertag die NVA besucht und jeder durfte/musste auf der Schießbahn mit dem AK-47 fünf Schuß abfeuern. Hintergedanke war ganz klar, dass wirklich jeder zumindest rudimentär wußte wie so eine Kalaschnikov funktioniert.

    Ja, kann man, sollte man (vielleicht) auch, aber einfordern kann es niemand von uns.

    Und genau sehe ich das Problem im Beamtentum von uns Lehrern generell. Alle Gesetze werden von oben bis zum Anschlag ausgereizt. Sei es bei der Besoldung, wo es exorbitante Kinderzulagen gibt, weil das ruhestandsfähige Grundgehalt nicht angepasst werden soll, sei es bei den Pausen, den Arbeitszeiten, …

    Aber, in Deutschland hat sich eine Macht immer weiterentwickelt. Diese Macht ist viel mächtiger als alle Parteien und Politiker zusammen...Die Bürokratie!

    Ich halte es da mit Helmut Schmidt: „Es gibt Situationen, die so im Handbuch nicht vorgesehen sind.“

    Das war seine Antwort auf die Frage, wie er denn bei der Sturmflut in Hamburg die Bundeswehr im Inneren einsetzen konnte, wo der Bundeswehreinsatz im Inneren damals generell verboten war. Der Einsatz im Katastrophenfall wurde erst aufgrund der Vorkommnisse in Hamburg später ins Grundgesetz aufgenommen.

    Die Wehrpflicht muss ja noch beschlossen werden. Für die Erstellung der Infrarstruktur braucht es auch noch Jahre.

    Der Bundestag müsste nur feststellen, dass wir den Spannungsfall haben. Schon wäre die Wehrpflicht in vollem Umfang wieder da.

    Und was die Infrastruktur angeht: In den 1950ern hat die Adenauer-Regierung die Wehrpflicht in 2 Jahren (1955-57) eingeführt. Man muss nur wirklich mal wollen. Also nicht labern sondern einfach mal machen!

    Mein Unverständnis für dein "Opfer bewusst in Kauf nehmen" lasse ich aber bestehen.

    Mein Mindset ist halt: So viele wie nur möglich durchbringen.

    Und nein, bevor ich mich in mein Schicksal ergebe, werde ich kämpfen, auch wenn ich nur eine Chance von 0,01% habe. Wer kämpft, der kann verlieren. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren, im Zweifelsfall sogar sein eigenes Leben.

    Falls Putin-Russland die RestNATO angreifen würde: Hat unsere Bevölkerung das richtige mentale Mindset für die Verteidigung? Hält unsere Bevölkerung geschlossen zusammen? Ein paar Steuergroschen mehr für die Bundeswehr auszugeben und dann unseren Soldaten "So, es ist Krieg! Macht mal! Euer Job!" zuzurufen, würde nicht genügen...

    Ich glaube nicht, dass wir das richtige Mindset haben. Hätten wir es, würden wir wie in der DDR bei den Bundesjugendspielen den Schlagballwurf mit Handgranaten-Attrappen machen. Dann würden wir mit allen Schülern üben wie man ein G3 bedient. Es gäbe die Wehrpflicht für wirklich alle und jeden. Nach dem Wehrdienst würde jeder das G3 samt 50 Schuß Munition mit nach Hause nehmen, wie es über Jahrzehnte in der Schweiz üblich war. Im Chemie-Unterricht würde geübt Molotow-Cocktails zu bauen.

    Das wir nicht bereit sind für sowas habe ich vor einigen Monaten erfahren, als uns die Polizei erklärt hat, wie wir uns bei einem Amok-Fall verhalten sollen. Bei der Bundeswehr hat man gelernt: Wenn wir durch ein feindliches Schußfeld laufen müssen, laufen wir alle gleichzeitig. Gewiß wird der Feind einige Treffer erzielen, aber dann muss er nachladen und in dem Moment kann der Rest der Gruppe entkommen. Die Verluste sind so jedenfalls am geringsten. Sollten alle einzeln rennen, sind die Verluste am größten.

    Aber sag das, was du damals als Wehrpflichtiger gelernt hast, heute mal. Verluste wissentlich in Kauf zu nehmen, um mehr Leute zu retten, ist nicht en vogue. Entsprechend stießen der Einwände der Kollegen, die ihre Wehrdiensterfahrung auf den Amokfall projeziert haben, auf komplettes Unverständnis bei Polizei und Kreisverwaltung.

    Gleiches gilt für die Tiefflüge mit Eurofightern etc., die hier bei mir in der Gegend stattfinden. Da regen sich die Leute über ruhestörenden Lärm auf. Für mich ist das der Sound der Freiheit, auch wenn sie mir in nur 150ft (=50m) über den Kopf donnern.

    Welche Straftat begeht denn eine SL durch Anordnung einer Veranstaltung bis 22 Uhr?

    Wenn sie vorsätzlich die Ruhezeiten mißachtet, ist es eine Straftat, die mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet wird. Mißachtet sie die Ruhezeit hingegen nur fahrlässig, ist es eine Ordnungswidrigkeit, die mit 15.000€ Bußgeld bewährt ist.

    Das gilt übrigens auch für die normalen Pausen während der Dienstzeit.

    Ich frage ich sowieso warum jede Schule eine didaktische Jahresplanung selber anfertigen soll. Warum kommt sowas nicht gleich aus dem Ministerium und fertig? Das hätte auch den Vorteil, dass Schüler einfacher die Schule wechseln könnten, weil der Stoff wirklich überall identisch ist. Die DDR hat sowas damals hinbekommen, da war Bildung aber auch Bundes- und nicht Länderhoheit.

    Bei uns gab es früher beim Marktkauf immer Tankgutscheine, wenn man da donnerstags eingekauft hat. 3ct/Liter Kraftstoff. Bin dann zum Edeka gefahren, habe für 15ct ein Kaugummi gekauft, zusammen mit der Kassenbon den Gutschein bekommen und habe damit dann 90 Liter getankt. Also 15ct ausgeben, um damit 2,70€ einzusparen... also 2,55€ Gewinn...

    Meine erste Fachkonferenz Englisch an der vorletzten Schule daurte bis kurz nach 23 Uhr.

    Habt ihr für die Konferenz beim LBV Nachtzulage beantragt? Wer zwischen 20 und 6 Uhr (am nächsten Morgen) mehr als eine Stunde arbeitet, hat ein Anrecht auf die Nachtzulage.

    Mal gucken wie schnell die SL solchen Konferenzen dann einen Riegel vorschiebt, wenn dadurch zusätzliche Kosten entstehen und sie sich ggf. Vorm LBV dafür rechtfertigen muss.

    Also ich sehe im Gaza-Streifen ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und mit der Hamas auch eine Staatsgewalt. Der Staat mag klein sein, aber im Vgl. zum Vatikan in Rom ist er immer noch riesig.

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