Es sind im Todesfall so viele Dinge zu klären, dann ist es erleichternd, wenn man sich um diese Fragen keine Gedanken machen muss.
Das denke ich auch.
Als meine Omi gestorben ist, wußten wir alle von ihr: "Wenn der Tag X kommt, liegt oben auf dem Regel im Abstellraum ein Karton, den macht ihr sofort auf."
Als es dann soweit war, haben wir den Karton geöffnet und darin war:
- Ein grünes Abendkleid, in dem sie beigesetzt werden wollte.
- Ein Zettel für den Pastor, welche Lieder gespielt werden sollten etc.
- Eine Kopie des Testaments, das Original war beim Amtsgericht hinterlegt
- 10.000,- DM in bar, um die Bestattung zu bezahlen, das Testament wird ja erst viel später eröffnet.
- Der Wunsch der alten Dame an uns, dass wir bei der Beisetzung den Sarg aus der Kirche zum Friedhof rüber tragen sollten. Sie wollte nicht auf dem "Bollerwagen" gefahren werden.
Da war also wirklich alles geregelt.
Und so sind wir dann zwei Tage vor der Beisetzung zum Bestatter und haben dort mit einem leeren Sarg geübt wie man so einen Sarg mit 8 Mann auf den Schultern trägt. Die Kleinen nach vorn, die Großen nach hinten, Körnerkissen auf die Schultern, ... und alle bitte im Gleichschritt, weil man so nah hintereinander geht, dass man sich sonst gegenseitig in die Hacken tritt. Aber wenn es der Wunsch der alten Dame war, macht man das. ![]()