Beiträge von plattyplus

    Du hast aber ja nicht nur 2 Kinder gehabt, sondern vermutlich auch eine andere Lebensführung, nachdem du vorher nicht studiert hast, sondern bereits voll berufstätig warst. Das ist dann einfach etwas völlig anderes alsdie Situation, in der sich die Mehrheit der Anwärter :innen befindet und darf man nicht vergessen.

    Du sagst damit nichts weiter als: "Der OBASler ist was Besseres und der Referendar soll sich gefälligst, über die Brotkrumen, die vom Teller fallen, auch noch freuen, denn schließlich ist er in der niedrigsten Kaste!"

    Wie an anderen Stellen schon mehrfach gehabt: Gleiches Geld für gleiche Leistung und gleiche Übernahmegarantie. Ansonsten muß ich jedem Studenten empfehlen nicht auf Lehramt zu studieren, wenn er an die Schule will, sondern sehr mich gezwungen ihm anzuraten von vornherein den Weg Quereinstieg zu wählen. Und ja, ich habe auch im Referendariat ordentlich draufgebuttert. Ohne Kinder hat man ja keine Sozialpunkte und wird quer durchs Bundesland verschickt, was in der Folge in den 2 Jahren auch nicht gerade günstig war.

    Seit unsere Infektionsschutzbeauftragte bei der alljährlichen Belehrung was von "Läusinnen und Läusen bei Schülerinnen und Schülern" erzählt hat, fällt es mir zunehmend schwerer gendergerechte Sprache zu verwenden. Wirklich verbindliche Regelungen könnten mir helfen.

    Sehr geehrte Damen und Herr:innen,

    ... :sterne:

    Mal ganz ehrlich: So lange die Dudenredaktion nicht ein verbindliches Genderzeichen eingeführt hat und dabei dann bitte auch das dritte Geschlecht berücksichtigt, mache ich erst einmal gar nichts. Wie handhaben das eigentlich die Deutsch-Kollegen, wenn es um die Korrektur der Klassenarbeiten geht? Gibt es da schon etwas Verbindliches? Wenn nein, sollten wir hier kein Faß aufmachen.

    Oder ist es etwa das Ansinnen der Gender-Verfechterinnen die Sprache so kompliziert zu machen, daß unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund mit dem ganzen Kram gar nicht mehr klar kommen und gleich kapitulieren?

    Aber dieses Modell: Zwei Eltern in Vollzeit, Kind 1 Jahr alt, ist höchst problematisch.

    Das Modell funktioniert nur, wenn es noch eine Großfamilie im Hintergrund gibt, die sich um das Kind kümmern kann. Ich rede da von den Großeltern und/oder Tante/Onkel. Aber da man heute natürlich immer und überall der Arbeit hinterher ziehen muß, so daß eine Familie sich heute auf die Kernfamilie (also Eltern und Kinder) beschränkt, funktioniert das eben nicht mehr.

    Oder anders: Meiner Mutter haben sie vor über 40 Jahren auch vorgeworfen eine Rabenmutter zu sein, weil sie nach dem Mutterschutz sofort wieder vollzeit gearbeitet hat. Da war aber besagte Großfamilie im Hintergrund.

    Manche meiner Auszubildenden werden auch schon während der Ausbildung Mutter. Da ist es heute genau das gleiche Spiel. Wenn es da die Großfamilie im Hintergrund gibt, funktioniert das. Wenn aber die Großeltern 200km weit weg wohnen, wird es mehr als problematisch.

    Mimi_in_BaWue

    Das Problem ist halt, daß manche Leute die Kisten auf den Bürgersteig stellen. Wie es in dem vom Dir verlinkten Artikel schon heißt:

    "Wer ein Bußgeld umgehen möchte, müsste für seine "Zu verschenken"-Kiste einen Antrag zur Sondernutzung des öffentlichen Bürgersteigs stellen, erklärt das Ordnungsamt."

    So lange ich die Kiste also auf mein eigenes Grundstück stelle, direkt an die Kante zur Straße bzw. zum Bürgersteig, ist das alles kein Problem.

    Wenn man die benachteiligten Schulen wirklich vernünftig versorgen wollte, müsste man ganz andere Maßnahmen ergreifen, sodass der Nachteil durch Vorteile aufgewogen würde.

    Was schwebt dir da vor? Die Schülerklientel auf alle Schulen verteilen, so daß es keine Brennpunktschulen mehr gibt?

    OBAS sagt mir beispielsweise gar nichts.

    OBAS ist das "Referendariat" des Seiteneinsteigers. Wer also mit einem Dipl.-Zeugnis und nicht mit dem 1. Staatsexamen an die Schule kommt, macht 1,5 Jahre OBAS, bezahlt nach TV-L 13 und der bodenständige Referendar bekommt nur die Anwärterbezüge.


    Denn so bekommen die Schulen auch die schlechteren Bewerber:innen, die dann mehr Geld erhalten.

    So läuft das doch in NRW mit den OBASlern und den bodenständigen Referendaren schon seit Jahren. Ich kann jedem, der Als Lehrer in die Schule will, nur dringenst empfehlen sein Studium auf die freie Wirtschaft auszurichten und dann den Seiteneinstieg mittels OBAS zu machen, eben weil Letzterer sehr viel besser bezahlt wird und man sich nicht auf Gedeih und Verderb dem einen Arbeitgeber mit einem Lehramtsstudium ausliefert.

    Dank OBAS bekommen in NRW die Schulen die schlechteren Bewerber, eben weil diese eigentlich nicht für den Schuldienst ausgebildet wurden, die dann dafür aber während des Vorbereitungsdienstes noch ca. das dreifache Gehalt einstreichen und eine Übernahmegarantie erhalten, auch wenn sie ihren Vorbereitungsdienst mit der Note 4,0 abschließen.

    Und im Obas verdient man mehr, aber die Belastung ist halt auch deutlich höher.

    Wenn der Refi aber dank der geringeren Bezahlung noch einen Nebenjob haben muß, um sich das Referendariat überhaupt leisten zu können, ist da die Belastung auch nicht wirklich besser, nur sieht man es halt in der Schule nicht. Und ja, wir hatten zahlreiche Referendare mit Nebenjob an unserem Studienseminar.

    bei dem ''Hals und Beinbruch'' nicht nur als Synonym für ''viel Erfolg'' steht, sondern auch Programm ist. :zahnluecke:

    Also mit einem gebrochenen Bein kann ich dienen, aber für den gebrochenen Hals (-wirbel) ist mein Kollege zuständig.

    Nach der Vorübung in der Aula kann man bei uns beiden dann auch Physik mal live erleben. So ein Segelflugzeug hat ja einen Passagiersitz. :pirat:

    --> Segelkunstflug - Helferfliegen

    Dabei muß ich irgendwie gerade an meinen allerersten Looping überhaupt denken.

    • Fluglehrer von hinten: "Wir machen gleich einen Looping. Also du drückst gleich die Nase runter, holst Fahrt auf bis auf 180km/h und dann ziehst du in der ersten Viertel-Drehung den Steuerknüppel voll durch. Im zweiten Viertel läßt du das Höhenruder etwas nach. Im dritten Viertel ziehst das Höhenruder wieder langsam durch und das vierte Viertel geht wieder mit voll durchgezogenem Höhenruder."
    • Ich: "Ja wie, ich soll?"
    • "Fluglehrer: "Ja, nur zu. Du schaffst das schon."

    Das war dann man allererster Looping überhaupt in so einem Ding, ich hatte noch nicht einmal einen Looping in einer Achterbahn mitgemacht, und dann gleich persönlich am Knüppel. ... und wir sind rum gekommen, auch wenn der Looping wohl eher ein Ei war denn ein Kreis, weil ich das Höhenruder im zweiten Viertel zu sehr nachgelassen habe.

    Ich hatte vor vielen Jahren rund 950 € netto.

    Ich war damals bei 850,- € netto samt Zweitwohnsitz, weil ich quer durchs Bundesland verschickt wurde. Ich denke, daß da gerade die Bayrischen Refis wirklich die A***-Karte gezogen haben, wenn sie alle par Monate die Einsatzschule wechseln müssen und da dann durchs ganze Bundesland verschickt werden.

    Dabei hat sich die Stadt, in die sie mich geschickt haben, gleich so richtig bei mir sympatisch gemacht. Zitat des Einwohnermeldeamts Bochum: "Was ihr Erst- und was ihr Zweitwohnsitz ist, entscheiden wir!"

    Ansparen konnte ich im Ref nichts, was echt schlecht war für den Umzug, der direkt nach dem Ref erfolgen musste. Da musste ich mir dann Geld von meinen Eltern leihen, das ich aber schnell zurück zahlen konnte.

    Sei froh. Bei mir stand nach dem Referendariat 1,5 Jahre Hartz 4 an. Da man im Ref. ja Beamter auf Widerruf ist, hat man ja bei einer Nicht-Übernahme nicht einmal in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt, bekommt kein ALG 1 sondern schlägt gleich auf ALG 2 durch.

    kleiner gruener frosch

    Dann sollen sie bei den Refis doch auch so ein Auswahlverfahren durchführen und zwar vorab, also noch vor dem Studium, bevor sich ein Student durch die Studiengangswahl „Lehramt“ selber der Alternativen beraubt, zieg Jahre seines Lebens investiert und somit am Ende des Studiums dem einen staatlichen Arbeitgeber mehr oder minder hilflos ausgeliefert ist.

    Ich finde das ref sollte besser bezahlt werden, vor allem wenn man schon mitten im Leben steht.

    Ich finde, daß man die Unterscheidung zwischen Referendariat und OBAS abschaffen sollte. Also auch die Referendare machen die paar wenigen Stunden mehr und bekommen dafür gleich eine Bezahlung nach TV-L 13. Außerdem wird das Referendariat nur noch mit "bestanden" oder "nicht bestanden" abgeschlossen verbunden mit einer Übernahmegarantie bei bestandenem Ref.

    Das Studium stellt halt bei Lehrern keine vollwertige Ausbildung dar, erst das Ref ergibt die volle Lehrbefähigung und damit ein Anrecht auf höhere Besoldung (und ja, ich klammere hier bewusst Quereinstiegskonzepte aus).

    Dann muß man im Umkehrschluß aber auch sagen, daß das Studium für den Quereinsteiger (OBAS) keine volle Lehrbefähigung darstellt und auch diese Leute sich zuerst durchs Referendariat quälen müssen. Aber da hat das Land ja selber eingesehen, daß man zu dem Hungerlohn dann gar keinen Quereinsteiger mehr bekommt, drum wird gleich ab dem ersten Tag anständig gezahlt und nachher auch alles übernommen. Note 4,0 reicht dem OBASler.

    Für mich wird das Ref deutlich zu schlecht bezahlt. Wenn man bedenkt, dass man schon ein Studium abgeschlossen hat. Vor allem wenn man überlegt, wie hoch die Besoldung anschließend ist.

    Ich habe während des Referendariats noch parallel nachts bei BoFrost im Tiefkühllager Ware kommissioniert, um mir das Referendariat überhaupt leisten zu können. Andere Referendare waren am Kellnern. Das alles haben zwar unser Studienseminar und auch die Schulen nicht gerne gesehen, weil es dem Ansehen der Lehrerschaft schaden würde, daß die Refis. noch parallel Geld ranschaffen müssen, aber wenn der Dienstherr nicht bezahlen will, dann kommt halt genau so etwas dabei raus.

    Ich kann mich noch zu gut an das Gezeter der Schulleitung erinnern, als ich damals einen Berechtigungsschein für eine Sozialwohnung beantragt habe. Das würde dem Ansehen der Schule schaden... und die Bezüge wären doch wohl alle mehr als ausreichend. Ja klar sind sie das, wenn man die Anwärterbezüge gar nicht mehr im Blick hat und gleich von A13 - A16 ausgeht.

    Zitat

    Gerade wenn man sich die aktuellen Aussagen von Herrn Söder ansieht. Der hat sie wohl nicht mehr alle. Will keine Windräder in Bayern zulassen aber in Niedersachsen soll Fracking gemacht werden, damit in Bayern Gaskraftwerke betrieben werden können ...

    Tom123

    Da gibt es dann eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

    1. Wir starten ein nationales Abwerbeprogramm für die Industrie gegen Bayern. Motto: Wenn die CSU euch nicht mit Energie versorgen will, kommt nach NDS, McPom, … dort gibt es die Energie und außerdem noch weniger gesetzliche Feiertage.
    2. Notstand ausrufen und dann direkt durchregieren. Dann kann nämlich Berlin direkt anordnen in welchem Bundesland in welchem Landkreis in welcher Kommune auf welchem Grundstück was gebaut wird. Alle untergeordneten Politiker, also auch Herr Söder, sind dann nur Weisungsempfänger.

    Zumindest den ersten Punkt würde ich mal interessant finden. So eine ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung. Mal gucken, ob die die in der bayrischen Staatskanzlei auch lesen. :teufel:

    Die Betreiber von Atomkraftwerken haben doch eh keine Betriebshaftpflicht-Versicherung für ihre Meiler. Von je her haften da die Staaten für die Folgen eines etwaigen Atomunfalls. Es gibt einfach weltweit keine Versicherungsgesellschaft, auch nicht bei den Rückversicherern, die so ein extremes Risiko versichern wollen bzw. die Versicherungsprämien wären so hoch, daß die Atomenergie von Anfang an unrentabel wäre.

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