Beiträge von plattyplus

    Die Stadt als Schulträger kehrt dann die Taschen nach außen und sagt "wir haben nix".

    Wie heißt es bei Gericht so passend, wenn es um Schadenersatz etc. geht: "Geld hat man zu haben."
    Oder anders: Das Jammern bringt nichts. Es würde erst etwas bringen, wenn man öffentlichkeitswirksam (=Presse) den Unterricht ausfallen läßt, dann ggf. bei einem Sommer wie dem 2018 auch über Wochen. Keine Beaufsichtigung auf dem Flur sondern wirklich öffentlichketiswirksamer Ausfall.

    Und ja, unser Schulgebäude wurde auch erst saniert, als die Feuerwehr den ganzen Laden wegen fehlender rauchfreier Fluchtwege mit sofortiger Wirkung schließen wollte. "Sofort" heißt bei denen dann aber wirklich sofort, also "heute um 7:53 Uhr". :teufel:

    Der Beamte unterliegt nicht dem klassischen Arbeitsrecht.

    Für Beamte in NRW gilt die ADO - hier besonders § 13 Abs. 3 und 4. Damit kann der Schulleiter den Beamten, wenn die Schüler abwesend sind, durchaus zu weiteren Tätigkeiten verpflichten.

    Das ist leider so. :(

    Ich habe die Folgen vor 3 Jahren selber miterlebt wie das mit den Minusstunden läuft, als ich mehr Stunden unterrichten sollte. Es ging um bezahlte Mehrarbeit. Das Problem dabei ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Macht man als Beamter in NRW bezahlte Mehrarbeit und die Klasse ist nicht da, werden die Stunden komplett als Minusstunden gewertet und so gab es für 4 Stunden/Woche extra am Ende des Schuljahres ganze 800,- € netto.

    Mein Fazit daraus: Nie wieder bezahlte Mehrarbeit, es rechnet sich einfach nicht so lange der Arbeitgeber nicht in Annahmeverzug kommt und auch die ausgefallenen Stunden, die ich nicht zu verantworten habe, zu bezahlen hat.

    Das Problem bei mir war damals, daß unsere Azubis zumeist sechs der acht Schulstunden an einem Tag bei einem Fachlehrer haben und ich immer der Springer für die letzten beiden Stunden bin. Quasi wie der Religionslehrer, der durch alle Klassen gejagd wird. Wenn da jetzt der "Haupt-Fachlehrer" ausfällt, weil er krank ist, oder auf Klassenfahrt, Messe, eine IHK-Prüfung abnimmt oder sich fortbildet, werden die Klassen regelmäßig für den kompletten Tag in die Betriebe geschickt. Andersrum, wenn ich ausfalle, wurde wegen der zwei Stunden nie eine Klasse abbestellt.

    Seitdem ich mich weigere bezahlte Mehrarbeit zu machen und die Stunden auf meinem Überstundenkonto haben will, hat mich nie wieder jemand nach Überstunden gefragt. :D

    Ursache allen Übels ist nicht die Temperatur, sondern viel mehr die Luftfeuchigkeit. Wenn die zu hoch ist, klappt Schwitzen nicht mehr. Deshalb: Fenster auf und Durchzug!
    Beste Grüße aus der Physik!

    Wir haben eher den gegenteiligen Effekt. Fenster auf heißt die ganze heiße Luft, die absolut (nicht relativ!) viel mehr Feuchtigkeit enthält als die kühle Raumluft kommt hinein. Die Feuchtigkeit der heißen Luft kondensiert an den Fliesen/Wänden, weil die Luft abkühlt, so daß unsere Toilette komplett naß ist. Da fällt es bei den Fliesen an den Wänden besonders auf.
    Der Effekt ist so extrem, daß wir sogar schon einmal einen Lecksucher da hatten, weil sie auf der Toilette einen Wasserrohrbruch vermutet hatten.

    Ich bleibe dabei: Alle Fenster zu und verdunkeln, wenn die Verdunkelung außen vor den Fenstern ist und nicht drinnen.

    In Bayern wird auch ziemlich starr nach Kommanoten entschieden.

    Und genau das dürfen wir in NRW nicht. Wir müssen eine pädagogische Note bilden und dürfen eben nicht einfach den Durchschnitt bilden.

    Was Einzelreferate angeht, mache ich das nur, wenn es sehr rechtzeitig angedacht ist. Ich hatte z.B. einen Schüler, der im 1. Halbjahr zu den Herbstferien diesbezüglich zu mir kam. Als ich ihm gesagt habe, daß er ein spezielles Thema vorbereiten solle, wollte er nicht mehr.

    Den Uni-Abschluss hat sie doch oder hat ein Uni-Abschluss ein Verfallsdatum?

    Wenn ich mich an mein Ref. in NRW zurückerinnere, ich hatte aber noch 2 Jahre Ref., gab es damals irgendwo eine Regelung, daß zwischen 1. StaEx und Beginn des Vorbereitungsdiensts maximal 4 Jahre liegen durften. Ansonsten war damals eine Nachprüfung fällig, ob man die Inhalte noch drauf hat. Ob das heute noch so ist? Keine Ahnung.

    Also besser bei der Bezirksregierung (Dezernat 46?) anrufen.

    Kein Altgriechisch, das gemeinsam mit Latein die Basis einer humanistischen Bildung ist?

    Doch. Ein Gymnasium bietet das an.

    Hier gab es auch mal ein Gymnasium, das in Klasse 5 mit Latein angefangen ist und in Klasse 7 erst mit Englisch. Griechisch kam dann wahlweise als 3. Fremdsprache. Ergebnis davon war, daß dort eigentlich nur die Kinder der Eltern, die selber dort mal Schüler waren, zur Schule gegangen sind.

    Und jedes Jahr gab es massive Probleme mit den Schülern, die notenmäßig nicht mithalten konnten. Die haben dann das Gymnasium nämlich gleich Richtung Hauptschule verlassen, weil sie mit ihren nicht vorhandenen Englisch-Kenntnissen in der Realschule nicht fußfassen konnten.

    Ich persönlich hatte meinen eigenen Lateinunterricht (war meine erste Fremdsprache, ab Klasse 5) lange Zeit für völlig sinnlos gehalten. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher.

    Ich hatte Englisch ab Klasse 5 und Latein ab Klasse 7. Bei mir hat es im Englischen click gemacht, als ich den Simple-Dialog bei "Dinner for One" verstehen konnte. Aha, man kann mit der Sprache echt etwas anfangen.
    Bei Latein gab es diesen Moment nie und ich habe mich da die ganzen Jahre komplett erfolglos durchgequält.

    Türkisch als 2. FS an der Gesamtschule, bei uns wird es immer wieder überlegt.
    Es ist für mich auch durchaus eine Sprache, die ich wirklich gerne könnte und auch in Deutschland für durchaus relevant halte.

    Kommt drauf an in welcher Gegend Deutschlands man wohnt. Bei uns hier am östlichen Ende von NRW braucht man z.B. Englisch (wegen der immer noch anwesenden Besatzungstruppen) und Russisch (wegen der Früh- und Spätaussiedler) wesentlich dringender.

    Wir haben Untis, da kommen aber teilweise echt schräge Pläne raus.

    Haben wir auch. Meine Klasse hatte auf einmal eine 4-Tage-Woche und ich habe Ärger bekommen, weil ich nicht Alarm geschlagen habe. Untis hatte den Schülern den Donnerstag komplett freigeräumt, dafür die anderen Tage voll bis Anschlag.

    Wobei ich mich frage, ob das rein rechtlich wirklich ein Problem ist, wenn die Schüler nur 4 Tage anwesend aber gleichzeitig alle Unterrichtsstunden abgedeckt sind?

    Und genau deshalb gehört in ein Medienkonzept, mit welchen Plattformen/Werkzeugen etc. verbindlich gearbeitet wird.

    Das ist auch nur wieder geschwärztes Papier, an das sich eh niemand hält.
    Was man wirklich mal bräuchte wäre ein Pflichten- und Lastenheft und dann wirklich verbindliche Liefertermine.

    Aus dem gleichen Grund habe ich meine Mitarbeit an etwaigen Kristalisationskernen auf Eis gelegt so lange ich keine Budgethoheit für das mir übertragene Projekt bekomme. Denn sonst werden da doch wieder nur Konzepte erarbeitet, die letztlich eh wieder im Papierkorb landen. Wie schon bei der Arbeitszeiterfassung gesagt, arbeiten wir heute ja leider zu den "eh da Kosten", wir sind ja eh da. Und bei dem Spielchen mitzumachen widerstrebt mir einfach massiv, ich bin nicht eh da, meine Arbeit hat einen Wert!

    Steter Tropfen dreht den Supertanker oder so ähnlich.

    Ich bin inzw. zu der Überzeugung gekommen, daß der Supertanker erst einmal frontal auf einen Eisberg krachen und versinken muß, erst dann könnte sich etwas ändern. Der Eisberg wäre in diesem Fall, wenn Eltern und Lokalpresse massiv Druck machen, weil gar nichts mehr geht.

    Schön für die Ärzte, falls Unfähigkeit zu erhöhtem Zeitaufwand und damit mehr Einkommen führt.
    Nette Anekdote, die man Schülern erzählen könnte, wenn sie mal wieder fragen, was man studieren sollte. Augen auf bei der Berufswahl!

    Wieso soll das eine Anekdote sein? Das ist in der Wirtschaft doch überall so.

    Beispiele:

    • Der Handwerker wird nach Stunden abgerechnet. Braucht er länger, wird es auch teurer. Er hat also gar keinen Anreiz schneller fertig zu werden sondern eher genau im Gegenteil. Ich habe bisher jedenfalls nur einen Handwerker hier gehabt, den Heizungsbauer, der nicht nach Stunden abgerechnet hat sondern nach Anzahl der Heizkörper. Brauchte der länger, war es sein Problem.
    • Im KFZ-Bereich machen die Hersteller zwar Zeitvorgaben wie lange ein Service dauern darf bzw. wie viele Arbeitseinheiten (meist zu 6 Minuten) dem Kunden für eine gewisse Arbeit in Rechnung gestellt werden dürfen. Aber niemand guckt bei den Fahrzeugkonstruktionen wirklich darauf, ob sie wartungsfreundlich sind. Bestes Beispiel sind die Scheinwerfer. Da gibt es einen Ingenieur beim Scheinwerferhersteller, der die Glühbirne in den Scheinwerfer hinein konstruiert. Beim PKW-Hersteller gibt es dann einen weiteren Ingenieur, der den Scheinwerfer ins Auto bringt. Aber niemand kontrolliert, ob man im eingebauten Zustand noch die Birne gewechselt bekommt. Stattdessen muß man dann häufig den kompletten Stoßfänger vorne abbauen und die dafür fest veranschlagte Arbeitszeit steigt nahezu exponentiell an. Kleiner Tipp: Bei einem VW Käfer konnte man die Glühbirnen noch von vorne wechseln.

    Und genau deshalb gehört in ein Medienkonzept, mit welchen Plattformen/Werkzeugen etc. verbindlich gearbeitet wird.

    Hilft aber nichts, wenn der eine Kristalisationskern darauf abstellt: "Wir haben die Lösung selber programmiert und entsprechend viel Arbeit reingesetzt. Das lassen wir uns nicht kaputtmachen," und der andere Kristalisationskern klar ansagt: "Wir wollen eine zugekaufte Lösung, weil wir bei der auch noch Support bekommen, wenn ihr von dem anderen Kristalisationskern in 3-10 Jahren in Pension geht."

    Da stoßen Ideologien unausweichlich aufeinander und es kann nur eine entweder/oder Entscheidung geben. Nur wer soll die Entscheidung treffen und wie soll die verkauft werden, wenn man jetzt schon genau weiß, daß die andere Hälfte des Kollegiums damit auf Dienst nach Vorschrift umstellt, weil man ihr massiv vor den Kopf stößt?

    Darf ich das, oder kann ich trotz der geringen Stundenanzahl dazu gezwungen werden, Noten zu machen?

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe kannst Du ab der 4. Unterrichtsstunde dazu gezwungen werden Noten zu machen. Ich hatte auch mal so einen Fall. Da habe ich eine Doppelstunde Unterricht gemacht, in der Folgewoche in den ersten 35 Minuten der Doppelstunde eine Klassenarbeit schreiben lassen, da die ja länger als 30 Minuten dauern soll, diese vor den Augen der Schüler korrigiert und im zweiten Teil der Doppelstunde zurückgegeben.
    Das Fach wurde vorher in dem Jahr gar nicht unterrichtet und um der APO-BK Genüge zu tun, mußte eine Note her.

    Inhaltlich war das zwar total gaga, aber wenn der Gesetzgeber das so will... :autsch:

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