Beiträge von plattyplus

    Dein 1. Punkt deiner To-Do-Liste für die Sommerferien

    • Ehemalige Hühnerwiese, die inzw. komplett zugewuchert ist, roden. Die Haselnuß-Büsche sind über 5m hoch und z.T. vertrocknet. An den Gerippen wuchert Efeu hoch. Hoffentlich fällt mir beim Abholzen nichts auf den Kopf. Sind so 400-500m² mit dem Mist. Quasi Baufeldräumung.
    • Spritzschutzbeete rund ums Haus mit Sand und grobem Kies befüllen. (7 Tonnen Sand & 6 Tonnen Lava-Steine)
    • Boden im Vorgarten ausharken (Steine raus) und Rasen einsäen. (300m²)
    • Gabionen im Vorgarten auf die bereits gegossenen Fundamente schrauben und befüllen. (2 Tonnen Lava-Steine)

    Ups... das waren jetzt schon 4 Punkte. Urlaub gibt es bei mir erst über Weihnachten.

    Wie kann man sich auf das Leben auf einem Bauernhof mit Tieren freuen? Das können doch nur Stadtmenschen mit einem romantisch total vorbelasteten Bild vom Landleben? Tiere bedeuten, daß man nie wieder im Urlaub weg kann, auch nicht nur für einene Tag, man muß sich ja um die Tiere kümmern.


    Tut sich hier sonst noch wer solche Arbeiten in dem Umfang an?

    Ja, 4 ist ausreichend. Deswegen verstehe ich nicht, warum er kommen will..

    Das sind die allgemein bekannten Psycho-Spielchen. Die wollen Dich loswerden, wissen, daß sie dafür eigentlich nichts in der Hand haben, und versuchen Dich so weichzukochen.

    Warum willst Du kündigen?
    Bist Du Angestellter oder Beamter?

    Wie wäre es mit einem Versetzungsantrag an eine andere Schule?
    Ich habe meinen Chef auch schon ganz platt gefragt, ob ich einen Versetzungsantrag einreichen soll, weil das so, wie es bis dahin gelaufen ist, aus meiner Sicht nicht weitergehen konnte.

    Wenn Du eh im Juli kündigen willst, warum machst Dir dann noch Sorgen, daß der Schulrat kommt? Soll er doch ruhig kommen. Das Ergebnis kann Dir dann doch auch egal sein.

    Das Problem liegt aber daran, dass ich nicht in der Lage bin, einen ordentlichen Unterricht vorzubereiten und durchzuführen. Das hat auch mein Arzt bestätigt und er kann sich das auch nicht vorstellen. In meinem jetzigen Zustand weiß ich, dass der Unterricht nur in die Hose gehen kann.

    Moin,

    hat der Arzt dir das dauerhaft oder "nur" temporär aufgrund einer psychischen Belastungsstörung attestiert?

    Wenn der das dauerhaft attestiert hat (warum auch immer), hast Du ein Problem. Dann bist Du nämlich nicht dienstfähig und wenn davon auszugehen ist, daß Du langfristig auch nicht wieder dienstfähig werden wirst, kommt bei einem Angestellten irgendwann das Thema "Krankheitsbedingte Kündigung" und beim Beamten eine Versetzung in ein ganz anderes Aufgabenfeld (Sachbearbeiter im Finanzamt oder was auch immer) oder die Frühpensionierung.

    Entschuldigung, wenn ich das jetzt einmal so ganz hart formuliere.

    aber ob die Versetzung bis zur nächsten Beurteilung vollzogen wird ist aus meiner Sicht fraglich

    Oh,
    ja, wenn man noch Beamter auf Widerruf ist, kann man natürlich noch gefeuert werden. In der Probezeit sind allerdings auch nur im Ausnahmefall Versetzungen möglich, zumindest bei uns in NRW. Ein Ausnahmefall wäre z.B., wenn die Schule geschlossen wird oder so, also wirklich nur in ganz begrenzten Fällen.

    Was denkt ihr, kann mich der Schulrat feuern, nachdem er festgestellt hat, dass mein Unterricht nichts taugt?

    Wenn du verbeamtet bist, denke ich nicht, daß er dich feuern kann, schließlich gilt im Beamtenrecht laut Kultusministerium(zumindest bei uns in NRW):

    Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen.

    Allerdings hat sich jeder Beamte um eine ordnungsgemäße Dienstausübung zu bemühen und sich ggd. entsprechend fortzubilden.

    Also so gesehen würde ich das mit dem Schulrat ganz gelassen sehen und schon mal einen Versetzungsantrag stellen von wegen "zerrüttestes Vertrauensverhältnis" zum Dienstvorgesetzten und so. Sich in die Krankschreibung zu flüchten ist auch keine Lösung. Bei uns sind für Versetzungsanträge die Bezirksregierungen zuständig. Man muß sie aber auf dem Dienstweg stellen, also geht es über den Schreibtisch des Schulleiters. Entsprechend würde ich das Versetzungsgesuch mit der Bitte um eine schriftliche Eingangsbestätigung bei der Bezirksregierung ergänzen, damit das auch nicht irgendwo auf dem Weg "verloren" geht.

    aber "ihr habt das ganze Jahr über Zeit, eure Note zu verbessern" reicht meistens.

    Bei mir reicht es nicht.
    Hängt aber auch damit zusammen, daß es bei uns an der Berufsschule Fächer gibt, die bereits im ersten Jahr der dreijährigen Ausbildung abgeschlossen werden. Die Note, die die Schüler da bei mir am Ende des ersten Jahres bekommen, sind dann auch gleich die Endnoten, die am Ende der Ausbildung auch auf dem Abschlußzeugnis erscheinen. Das die Note dann im Abschlußzeugnis auch wieder auftauchen und entsprechend "wichtig" sind, geht vielen Schülern erst im 4. Quartal auf. :rotwerd:

    Man kann den SuS ja ihren (aktuellen) Leistungsstand nennen á la: Im 2. Quartal hast du im mündlichen eine ...
    Die Zeugnisnote ist da etwas anderes.

    Also im Ref. haben sie mir folgende Floskel beigebracht, wenn es um die Notenbesprechung im 2. bzw. 4. Quartal geht: "Ich versuche dann mal die Note ... in der Zeugniskonferenz durchzubekommen."

    Auf die Formulierung stütze ich mich dann auch, wenn ein Schüler mal wieder seine Note verhandeln will: "Deinen Wunsch bekomme ich in der Zeugniskonferenz nicht durch."


    Wäre das rechtlich haltbar?

    Leider habe ich nicht die Schule gewechselt, weil mir nicht bewusst war, dass ich das darf und mir das auch keiner gesagt hat.. Da die Schule mir ja "soooo viel" Unterstützung angeboten hat und ich nicht noch ein neues Schulsystem kennenlernen wollte auf die Schnelle, bin ich leider an der Schule geblieben..

    Das war wohl der größte Fehler. :(
    Bei dem 2. Versuch hättest nicht nur die Schule sondern auch das Seminar wechseln dürfen, also ganz woanders hin. Und ich hätte das auch gemacht, weil sich die ganzen Schulleiter und Seminarausbilder alle viel zu gut kennen. Ich hatte das bei meiner Ausbildung selebr auch. Die privaten Verwicklungen der ganzen Personen warn schon heftig.

    Kannst Du noch auf Kunst und Deutsch für Sek 1 umsatteln? Dann hättest Du wieder zwei Versuche fürs Referendariat. Und such dir ein Seminar und eine Ausbildungsschule aus, die sehr weit weg sind. Die Akteure kennen sich untereinander alle.

    Mathe Vorlesungen fand ich da als Student brutaler, irres Tempo, eine Tafel nach der anderen voll, so dass man kaum mit dem Schreiben nachkommt, geschweige denn denken.

    Also so gesehen am Extemsten empfand ich die Vorlesung Experimentalphysik für E-Techniker und Informatiker. Der Prof hat zwar auch Versuche vorgeführt, aber den kompletten Aufschrieb hatte er vorgefertigt auf einer Folienrolle, die er dann am OHP nur noch durchgekurbelt hat.

    Ihr kennt doch wahrscheinlich die Overhead-Projektoren extra mit Halterung für Folien-Rollen?
    --> https://i2.wp.com/annehodgson.de…008/10/ohp2.jpg

    Wo gibt es so tatsächlich "vorgelesene Vorlesungen"?

    Die gabs bei mir in der allgemeinen Erziehungswissenschaft. Zwei oder drei waren sogar so extrem, daß sie wirklich ihr selber verfasstes Buch vorgelesen haben. Man konnte da, wenn man das Buch hatte, mitblättern. Einfach wegbleiben ging nicht, gab ja einen Sitzschein in den Veranstaltungen, also Anwesenheitspflicht.

    Wobei ich mich da schon öfters gefragt habe, ob ich im falschen Film bin, weil die Themen dann doch eher auf Kindergarten oder maximal noch Grundschule zugeschnitten waren und ich mich gefragt habe, wie bzw. was ich davon in der Erwachsenenbildung anwenden kann. :sterne:

    Ist das an anderen Schularten auch so?

    Ja, ist auch so.

    Bei mir wollen die Schüler alle die Fachhochschulreife haben und studieren. :ohh:
    Da mache ich mir manchmal den Spaß, wenn es einige Spezis mal wieder zu bunt treiben, und simuliere Vorlesungsbetrieb. Also Beamer aus, Tafelbild gibt es auch keins sondern wirklich mal 15 Minuten Lehrervortrag. Arbeitsauftrag an die Schüler: Selber erkennen was wichtig ist und das mitschreiben und zwar so, daß sie es in der nächsten Stunde noch wiedergeben können, also bitte in ganzen sinnstiftenden Sätzen, ggf. plus Skizze.

    Nach 15 Minuten sind die total alle ... und niemand kommet mehr auf so blöde Ideen wie dem Plattyplus dauernd mit seinem Handy samt Infrarot-Fernbedienung den Beamer abzustellen oder so. 8)

    Und jetzt mal ohne Ironie und mal wieder zum Glück, dass ich per Schulgesetz gar keine Noten geben darf wenn Schüler nicht anwesend sind:

    Du arbeitest halt in der Schweiz. Bei uns in NRW habe ich jede unentschuldigte Stunde per Verordnung mit der Note 6 zu werten, was die Mitarbeit angeht. Ich darf gar nicht anders. Das ist ein Automatismus, wie der 11-Meter, der beim Fußball auf ein Foul im 16-Meter-Raum folgt. Da kann ich gar nicht anders.

    Was war den das Problem beim ersten Durchfallen?

    Ich würde noch weiter gehen:
    Was geschah nach dem ersten Fehlversuch? Wurde die Ausbildungsschule UND das Seminar gewechselt, ggf. auch noch der Regierungsbezirk?


    davon hat man nichts (wenn jemand durchfällt)

    Das würde ich aus eigener Erfahrung so nicht unterschreiben wollen. Du weißt nicht, was da im Hintergrund noch so alles läuft und wenn die Schule einen anderen Kandidaten aht und den durchboxen will, wird der eine Kandidat schonmal auch auf die ganz unsportliche Weise abserviert. Zu Beginn meines Refs, als ich die damalige Schulleiterin beim Antrittsbesuch das erste Mal gesehen habe, ich war noch nicht vereidigt, hat sie mir gleich gesagt: "Ich sehe es ihnen an, sie werden es nicht schaffen!" ... ersparen sie sich doch die Mühen und geben gleich auf...

    und weiß dementsprechend nicht wie ich vorgehen soll.

    Moin,
    ich würde erstmal damit anfangen jede Stunde, die die Schüler unentschuldigt fehlen und jede Stunde, in der sie keine Sportkleidung dabei haben, mit der Note 6 zu bewerten. Und ja, bei unseren Sportkollegen sind auch schon Schüler mit der Zeugnisnote 6 in Sport nicht versetzt worden bzw. gar von der Schule geflogen. Mit Religion wird bei uns ähnlich verfahren. Da sind auch schon manche mit einer 6 in Reli auf dem Zeugnis geflogen.

    Ach und: Man ruft nicht bei den Eltern an, um mit ihnen irgendetwas zu diskutieren. Die Kommunikation erfolgt generell schriftlich, damit man im Fall der Fälle etwas für die Schülerakten hat und sich niemand herausreden kann, wenn es zur Teilkonferenz bei der Schulleitung kommt. Mit den Eltern wird auch nicht diskutiert, ihnen wird das weitere Vorgehen der Schule einfach mitgeteilt.

    Ich glaube, dass wir hier zwischen cloudbasierten Lösungen und fest installierten Lösungen unterscheiden müssen.

    Wobei die Grenzen da aber auch fließend sind. Bei uns an der Schule können z.B. per Remote Desktop Verbindung (rdp) sich alle Kollegen von zuhause aus auf dem Schulserver einloggen und dort SchilD öffnen und Schülerdaten bearbeiten. Da hängt dann auch die eigentlich lokale Software auf einmal voll im Internet.

    Du bist ja krass drauf.

    Ja, wieso denn nicht?

    Das Ding habe ich mir damals angeschafft, weil ich in meiner Ausbildungsschule mit Kopien immer kurzgehalten wurde. Da hatte jeder Kollege zwar ein Frei-Kontingent auf der Copy-Karte, aber das reichte gerade so eben für die Aufgabenzettel der Klausuren aus. Alle übrigen Schüler-Kopien mußte man vom Privat-Budget kaufen. Als dann an meiner jetzigen Schule der damalige Abteilungsleiter (inzw. in Pension) den Kopierraum vom Hausmeister verriegeln ließ, um die Kopierbeiträge der Schüler einzutreiben, war bei mir das Maß voll. Damals sind sogar einige Kollegen für säumige Schüler in Vorleistung gegangen, bloß damit der Abteilungsleiter, der gleichzeitig Vorsitzender der Fördervereins war, die Knete auf dem Vereinskonto hatte.

    Lange Rede gar kein Sinn: Mit dem Ding kopiere bzw. drucke ich günstiger als mancher Copyshop und aus Sicherheitsgründen schiebe ich die Klausuren immer in Klassensatzstärke da durch. Da weiß ich, daß ich die Aufgaben am Prüfungstag habe.

    Den Kyocera da inkl. der Papierfächer bekommst heute gebraucht für 450,- €, damals neu hat er wohl so 1.800,- € gekostet. Vergleichbare Geräte kosten heute neu ca. 2.300,- €.
    Bei uns in der Schule haben wir zwei Kyocera taskalfla 5002i mit 6.000 Batt Papierzuführung und Finisher. Da kommt jeder der Kopierer wohl so auf die 10.000,- €, wenn man sie kaufen und nicht leasen würde.

    Und was die arme Seele angeht: Ich habe das Ding alleine in den 1. Stock geschafft, in Einzelteilen. :victory:

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