Beiträge von plattyplus

    Und dann wird der Arbeitgeber geschädigt? Oder eher "die Gesellschaft", aber nicht der Arbeitgeber. ... Ich frage für einen Freund.

    Nenn mir auch nur einen Streik, der nicht die Gesellschaft trifft. Selbst Streiks in der Industrie treffen, z.B. wenn Du dein Auto oder Fahrrad stehen lassen musst, weil die Reifen abgefahren sind und es keinen passenden Ersatz gibt, da aktuell dank Streik nichts produziert wird.

    Gestern ging bei uns z.B. der Wocheneinkauf daneben, weil Verdi in Niedersachsen gerade den Einzelhandel bestreikt. Ja und? Solange die Kreisverwaltungen nicht anfangen Lebensmittelmarken auszugeben habe ich als Kunde damit kein Problem.

    Wenn Bund und kommunale streiken, dann stehen bei Bedarf wirklich alle Räder

    still.

    Ich gucke mir gerade die Liste der TV-L Berufe an:

    https://www.xn--ffentlicherdienst-yzb.de/index.php/beru…en-blick#justiz

    Also wenn die Schleusenwärter streiken, keine Binnenschiffe mehr fahren, die Tankstellen kein Benzin und Diesel mehr geliefert bekommen und das ganze Land nach französischem Vorbild still steht, dann will ich mal sehen, wie die Gesellschaft das durchhält.

    Jetzt hast du Plattyplus seinen Satz mit dem "Abstandsgebot" vorweg genommen. Das wollte er bestimmt schreiben. ;)

    Wenn die Gewerkschaften wirklich ihre Mitglieder vertreten würden, dürften sie wegen des Abstandsgebots nicht unter 25% bei einer Laufzeit von 2 Jahren aus den Verhandlungen raus gehen. Genau in dem Maße ist nämlich das Bürgergeld gestiegen.

    Aber um sowas durchzusetzen, müßten sie halt auch bereit sein einen Erzwingungsstreik mit einer Streikmoral nach französischem Vorbild durchzuziehen.

    Aber wenn man mal realistisch ist, sind 200 Euro und 5,5 Prozent gar nicht so übel. Je nach Gehaltsstufe kommt man den geforderten 500 Euro schon ziemlich nah.

    Bei einer Laufzeit von 12 Monaten würde ich Dir sofort zustimmen. Aber bei einer Laufzeit von 25 Monaten ist das das absolute Minusgeschäft.

    Eigentlich müßten die Arbeitnehmer jetzt mit den Füßen abstimmen und aus den Gewerkschaften, die sowas verhandeln, austreten.

    Bei uns haben mehrere Referendare mit MINT-Fächern in den letzten Jahren aufgehört, weil sie bessere Angebote außerhalb vom öffentlichen Dienst erhalten haben.

    Hier ist es nicht anders. Manche Azubis haben mehr Geld in der Tasche als der Referendar, der vor ihnen steht. Nur mußten sich die Azubis vorher nicht durch ein Studium quälen und 10 Jahre (gymnasiale Oberstufe & Studium) auf ein Gehalt verzichten.

    Wie gesagt würde ich mich viel lieber von der IG Metall vertreten lassen als von Verdi oder der GEW, die ja doch nur den Arbeitgebern den Hof machen.

    DAS Ergebnis ist wirklich ernüchternd... :angst: .

    Muß so ein schlechtes Ergebnis eigentlich von den Gewerkschaftsmitgliedern akzeptiert werden? Wenn es zu Streiks kommt, muss ja jedes Verhandlungsergebnis durch die Ursbstimmung, in der dann mindestens 25% das Ergebnis akzeptieren müssen. Sobald mehr als 75% dagegen stimmen, wird weiter gestreikt.

    Außerdem generell die Behauptung, Kinder mit Förderbedarf würden in der Inklusion die anderen am Lernen hindern und auch selbst nichts lernen. Beides lange widerlegt.

    Also wenn ich den Unterricht abbrechen und die anderen Schüler in die Cafeteria schicken muss, weil das eine inkludierte Kind gerade mal wieder meine volle Aufmerksamkeit einfordert, dann hindert das nicht die anderen Kinder?

    so schöne differenzierungen in der sprache sterben leider aus,

    Wie wahr. ;(

    Als ich in der Grundschule den ersten Brief geschrieben habe, hieß es damals: „Als Mann schreibt man ‚Sehr geehrte Damen und Herren‘ und als Frau ‚Sehr geehrte Herren und Damen‘, immer das andere Geschlecht zuerst.“

    Das war Deutschunterricht in den frühen 1980ern. Heute ist auch davon nichts mehr übrig.

    Aber so wie es jetzt läuft, kann man eigtl. nur noch von einer Verachtung der Kinder mit Förderbedarf sprechen.

    Ich spreche eigentlich von einer Verachtung der Kinder ohne Förderbedarf. Eben weil diese Kinder die Systemsprenger ertragen müssen:

    aber auch durch umfassendere Möglichkeiten, Störenfriede in die Schranken zu weisen. Wenn es Monate dauert, bis man den Jungen, der Stühle wirft, woander unterbringt

    Und dieser katastrophale Zustand wird uns dann als alternativlos verkauft, weil die UN-Menschenrechtskonvention uns das ja genau so vorschreibt, dass auch Systemsprenger inklusiv zu unterrichten sind.

    Auch dort gibt es zwei Realschulen: eine in Hameln und eine in Bad Pyrmont.

    Ich habe eben nur mal für Hameln gegoogelt. Da findet man auf der Seite der Schule aber auch: „Anmeldung für den Jahrgang 5 IGS am Standort THRS.“

    Also ist die Schule auch keine echte Realschule mehr.

    Abgesehen von der Wortwahl ist das aber nun mal Realität. Jede Lehrkraft in meinem Umfeld versucht ihre Kinder wenn irgendwie möglich auf das Gymnasium zu kriegen. Wenn das nicht geht, versucht man Notlösungen, wie die verbliebene Realschule in kirchlicher Trägerschaft oder bei etwas älteren Schülern das Privatinternat im angrenzenden NRW.

    Und selbst in NRW haben die Gesamtschulen einen schweren Stand.

    Bei uns präsentierten sich alle SEK. 1 Schulen zusammen in der Stadthalle. Dabei erwähnte der Schulleiter einer der beiden Realschulen, dass sie in den letzten Jahren überlaufen waren, weil niemand sein Kind zur Gesamtschule schicken will, die Stadtverwaltung aber die Realschulen zweizügig gedeckelt hat, um sie Schüler auf die politisch gewollte Gesamtschule zu bekommen.

    Aus dem Publikum kam dann gleich die Frage: „Wenn ich jetzt mein Kind an ihrer Realschule anmelde und es nicht genommen wird, habe ich dann noch die Alternative die andere Realschule zu wählen, oder kann diese dann ebenfalls mein Kind wegen bereits voller Klassen ablehnen? Hat meine Zweitwahl Priorität vor der Erstwahl anderer Eltern? Muß ich dann als letzte verbliebene Alternative die Gesamtschule akzeptieren?“

    Der Schulleiter verwies nur noch darauf, dass es in einem solchen Fall die Eltern eines vorherigen Jahrgangs gelungen ist das Kind gegen den Willen der Stadtverwaltung in die Realschule hineinzuklagen, so dass sie in dem Jahrgang eine zusätzliche Parallelklasse haben eröffnen und auch komplett füllen können.

    Nach dieser Grafik des Niedersächsischen Kultusministeriums gibt es in der Sek. I sechs verschiedene Schulformen.

    Und wo gibt es in der Realität noch Realschulen (nur mal als Beispiel)? Zwischen der Grenze zu NRW und der Landeshauptstadt Hannover kenne ich keine einzige Realschule. Die wurden alle zu IGSen umfunktioniert.

    Ich sehe es ja aktuell selber. Von der Grundschule gibt es gar keine Empfehlung für eine weiterführende Schule mehr, weil es im Umkreis ja eh nur IGSen gibt, die eh alles nehmen müssen.

    Warum?

    IGS bedeutet für mich "riesige Schulen mit tausenden Schülern", niemand kennt niemanden mehr und das Klientel zieht sich, was die Umgangsformen angeht, gegenseitig nach unten. Verächtlich ist das Ding für mich eine Resterampe, wo alle Schüler nach unten niveliert werden. Nicht die Schlechten werden von den Guten unterstützt sondern das Lerntempo wird an die Schlechtesten angepaßt, weil man auch bloß jeden irgendwie mitnehmen muß.

    Das ganze Theater fängt meiner Meinung schon damit an, dass es an einer IGS bis einschließlich Klasse 8 keine Note gibt. Kann man die Wahrheit etwa den Schülern und Eltern nicht mehr zumuten?

    Meine Kinder wollten eigentlich am Wochenende zur Oma fahren - daraus wird nun nichts. Danke, Weselsky - leg dich gehackt!

    Wieso? Bei dem aktuellen Wetter muß die Bahn doch eh die allerletzten Reserven aus den Museen holen, damit überhaupt noch was fährt. :staun:

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    Da muß da Material aus dem 2. Weltkrieg dem ICE zeigen, warum es bei der Bahn damals hieß: "Wir fahren bei jedem Wetter!"

    Da brauchen wir auch keine Dreigliedrigkeit mehr.

    Dreigliedrig? Ich kenne in Niedersachsen nur Gymnasium und die integrierte Gesamtschule (IGS) und ich würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um mein Kind nicht auf letztere Schule schicken zu müssen.

    was wäre die eine (!) Sache, die eurer Meinung nach die Situation im Bildungswesen ändern könnte? Ihr müsst euch auf einen Punkt festlegen, der für euch der wichtigste ist.

    Zurück zu den Lehrplänen (vielleicht mit Ausnahme des Fachs Informatik), Lehrmethoden und Prüfungsvorschriften aus den frühen 1980er Jahren, auch was die Bewertungsmaßstäbe angeht. Und ja, da schließe ich entsprechende Durchfallquoten und die Abschaffung der zielabweichenden Inklusion ausdrücklich mit ein. Gerne können sie in dem Zug gleich das Gendern und die Rechtschreibreform mit einkassieren.

    Der Winterdienst von Straßen NRW streikt halt, weil es sich dort ja um Angestellte des Landes handelt. Die Angestellten der Kommunen arbeiten, die sind ja TV-öD und nicht TV-L.

    Unter die Aufgaben von Straßen NRW fällt auch das Streuen der Autobahnen. Außerdem sind noch zwei Tunnel gesperrt (in Oerlinghausen und ???), weil die Tunnelaufsicht (Brandwache ?) streikt.

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