Ich hatte auch schon dieselbe Situation. Die Mutter hat nie etwas eingefordert. Ich habe das Mädchen da im Unterricht mit einbezogen, wo es möglich war. Sie hat sich nicht gelangweilt. Ihr hat das Spaß gemacht, dass sie das weiß und sie hat gerne Dialoge mit ihrem Partnerkind vorbereitet.
Da unser Buch mit einer Identifikationsfigur arbeitet, die immer wieder bei Einführungen "auftritt", habe ich sie mit mir Dialoge sprechen lassen. Außerdem habe ich sie englische Texte vorlesen lassen, z.B. originale Kinderbücher zum Thema. Im Aufschreiben von englischen Wörtern war sie übrigens auch nicht perfekt.
Das Englisch in der Grundschule ist nur zweistündig. Da können die Eltern nicht erwarten, dass du dem Kind quasi ein dem Deutschunterricht entsprechendes Parallelprogramm vorlegst. Das ist so nicht durchführbar.
Man stelle sich das einmal umgekehrt vor: Das wäre dasselbe, wie, wenn wir in England wären und von den dortigen Lehrern erwarten würden, dass sie beim Fremdsprachenunterricht Deutsch (2 stündig) dem deutsprachigen Grundschulkind ein Drittklässlerprogramm vorlegen würden, das dem Deutschunterricht in Deutschland entspricht. Ich glaube, unser Kind würde sich bedanken, wenn es Grammatik, Rechtschreibung und Aufsatz pauken müsste.
Außerdem weiß ich nicht, ob das im Sinne einer Integration ist, wenn mein Kind, während die anderen die Sprache lernen, währenddessen deutsche Kinderbücher lesen würde, was mir jetzt als einzige sinnvolle Beschäftigung ohne viele Erklärungen einfällt.