Beiträge von Miss Jones

    Du kannst davon ausgehen, dass die Geräte und Autos sowieso "auf Pump" sind, ihnen also gar nicht wirklich gehören. Und was die Urlaube angeht... ich weiß von vielen, die da extrem an der Unterkunft sparen... nicht alles, was teuer aussieht, ist es auch (oder ist überhaupt bezahlt).

    Was das Fleisch angeht... es ginge besser und zu besseren Bedingungen und dennoch erschwinglich für "alle" (eine solche Klassengesellschaft darf es einfach nicht geben), aber damit das klapp,t darf eben ganz oben nicht derart gegiert werden, wie es noch oft der Fall ist. Man muss auch mal von Begriffen wie "human resources" weg - wie war das noch mit Menschenwürde?

    Vielleicht solltest du es mal mit Linsen- und Erbsengerichten versuchen. Ernsthaft, auch wenn du Sachen nicht magst oder aus anderen Gründen nicht auf deinem Speiseplan hast, sind es trotzdem Nahrungsmittel. Kein Quatsch, kein Zeug und auch all das andere nicht, was du behauptest. Ich verstehe nicht, was dieser andauernde Mecker- und Pöbeltonfall soll, außer zu belegen, dass mna sich nicht sachlich artikulieren möchte oder kann. Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand ein gesundes Verhältnis zum Essen haben kann, wenn er ständig so darüber spricht.


    Steak vs. Grünkohl. Wer ist denn da bitte das "Original" und wer die "Alternative"? Gewöhne dich an den Gedanken, dass Gemüse anders schmeckt als Fleisch. Man sollte nicht den gleichen Geschmack erwarten.


    Und was den Preis anbetrifft. In der Tat scheint es bei Obst und Gemüse eine untere Schranke für den Preis zu geben, bei Fleisch irgendwie nicht. Da geht immer noch weniger. Sollte einem zu bedenken geben.

    ...hättest du auch noch meinen anderen Post gelesen wüsstest du, dass ich das überhaupt nicht vertrage und es auch gar nicht so selten ist (ist übrigens auch nicht allzu verwunderlich - ohne entsprechende Vorbehandlung sind sämtliche Hülsenfrüchte ungenießbar oder sogar gefährlich, und manche sind es für diverse Leute auch danach noch).

    Und - du kannst Steak nicht mit Grünkohl vergleichen. Es ging mir um die Fleischalternativen, also "Pseudo-Fleisch". Grünkohl schmeckt btw durchaus, aber nur wenns richtig kalt ist und mit Mettenden, Pinkel und/oder Kasseler dazu, also sicher nicht ohne Fleisch.

    Und - wenn ich manche Preise für Gemüse in der letzten Zeit so sehe, frage ich mich, ob die alle den Knall nicht gehört haben, oder ob das "nur" an den coronabedingten Ausfällen der osteuropäischen Erntehelfer liegt... wobei dann die "Schuldigen" ja auch woanders sitzen (die "oben", die den Hals nicht voll bekommen). Wenn ich sehe was die mittlerweile für nen simplen China- oder Blumenkohl haben wollen... ja was soll denn das?

    Wenn jemand 'ne Allergie gegen Hülsenfrüchte hat (gibt's das?) könnte es mit der Proteinversorgung knifflig werden. Macht die Sache vielleicht aber auch interessant. Ein guter Freund, mit dem wir während des Studiums viel unternommen haben, war damals schon Veganer. Es hat immer Spaß gemacht, ihn zum Essen einzuzladen. Die Einschränkungen, die seine Ernährung mitbrachte, entfachte eine besondere Kreativität. Unsere Raclette-Gelage zogen sich meist über zwei Tage hin. Mit Übernachtung. Mei, dess war schee.

    ...ja, gibts, hier, anwesend.

    Wobei nicht pauschal "Hülsenfrüchte", aber zB Linsen und Erbsen. Geht gar nicht. Und wie du richtig erwähnst, wird das dann mit den Proteinen äußerst schwierig. Undso selten ist das gar nicht (wie auch diverse andere Allergien). Mein drastischstes -und trotzdem sehr leckeres - Komprosmissessen war mal, als ich ne Freundun zu Besuch hatte, die sowohl Gluten- als auch Milcheiweißprobleme hatte... heraus kam ne Paella a la marinero... Reis, Fisch, Garnelen, Muscheln, Zitronen, Gewürze, Tomaten, Paprika... passt.

    Allergene sind verdammt ätzend, und wenn du einmal mit nem anaphelaktischen Schock im KH warst, möchtest du das nicht noch mal...

    CDL: Du hast ein paar sehr gute Punkte genannt. Meiner (natürlich nicht repräsentativen) Erfahrung nach sind es vor allem Männer mit geringem Bildungsgrad, die gerne große Mengen an Fleisch konsumieren. Häufig gibt der Geldbeutel zwar nur eine begrenzte Anzahl an Münzen und Scheinen her, aber für viele kämen die Alternativen (z.B. seltener Fleisch konsumieren und dafür einen Veggie-Tag einlegen bzw. an den anderen Tagen eher Bio-Fleisch zu nutzen) schlichtweg nicht infrage. Inzwischen gibt es ja eine breite, auch preislich erschwingliche Anzahl an Fleischersatzprodukten und 2x die Woche vom Metzger des Vertrauens ist sicher besser als 7x die Woche abgepacktes Fleisch in Marinade. Hauptproblem ist dann aber die "I don't care"-Einstellung o.g. Personen, die so sehr bei sich und ihrem Mikrokosmos sind, dass ihnen so Dinge wie Tierschutz oder Arbeitsbedingungen anderer Menschen schlichtweg egal sind. Da könnte man auch wie bei Zigaretten Schockbilder auf die Verpackungen drucken - der Effekt wäre derselbe. Also schwierig, da etwas zu ändern...

    da versuchst du wieder zu generalisieren, aber vergisst mal wieder, nach den Ursachen zu schauen...

    Warum gibt es gerade das "marinierte Kotelett" so häufig?

    na ganz einfach, das haust du auf den Grill oder in die Pfanne und gut ist.

    Viele Leute - Männer wie Frauen - haben einfach nicht mehr gelernt, ordentlich zu kochen. Die kennen nur Dose auf, oder pack mal in die Mikrowelle. Es gibt Leute, die sehen Ravioli aus der Büchse als was tolles an (für mich ist das ne Notration a la Bundeswehr). Ich habe es in vielen Elterngesprächen erfahren, und so kam auch manches Projekt zustande, wo dann SuS bei mir mal "ordentlich" kochen gelernt haben (und die es dann in der Familie umgesetzt haben).

    Und... Veggie-Tag... sorry, das ist so pauschal Blödsinn. Wichtig ist eine ausgewogene Kost, der derzeitige Veggie-Wahn ist reine Preistreiberei. Wie du schon anmerkst, das Geld ist knapp, idR sind die Veggie-"Alternativen" aber TEURER als das Original, bleiben also liegen... landen in Restekisten und auf der Tafel, und bleiben selbst da liegen... die Mehrheit mag das Zeug einfach nicht, und ich kanns nachvollziehen. Ich habe diverses mal probiert - das meiste schmeckt schlicht und einfach nicht, die wenigen Ausnahmen gehen dann ins Geld (Jackfrucht taugt tatsächlich was, aber eben auch nicht für alles). Und dann kommen wir wieder auf die Unverträglichkeiten... ich kann bspw. diesen ganzen Linsen- und Erbsenquatsch nicht essen. Ergo - da bleiben nicht viele Alternativen. Nun kann ich kochen, bei mir gibts also öfter Fisch oder sonstiges Seafood, aber eben auch Fleisch, ich schaue schon drauf wo es her ist, aber wenn du möchtest, dass das alle tun, brauchen auch alle ausreichend finanzielle Mittel dazu, das heißt, Deutschland muss endlich einsehen, dass es kein Billiglohnland ist und daher auch keinen Billiglohn haben darf. Und nach entsprechenden Lohnerhöhungen dürfen die Preise NICHT steigen, es darf nur "oben" nicht mehr so viel ankommen. Ist immer noch mehr als genug.


    (btw... deine Klischee-fleischessenden "Männer mit geringem Bildungsgrad" gibt es natürlich... rekrutieren sich übrigens löwenanteilmäßig aus der Lieblingsklientel einer reaktionären Möchtgernpartei, die sich gerade wieder mal öffentlich zur Lachnummer macht...)

    Oder vielleicht, weil's besser schmeckt als die Imitate. Ich habe lange gebraucht, um etwas ebenbürtiges in Bio-Qualität zu finden. Bei Coke, die ich auch äußerst selten konsumiere, bin ich nach wie vor beim Original, alle anderen saugen. Fritz-Cola ist die schlimmste.

    Cola verursacht bei mir Brechreiz, egal von welchem Hersteller, von daher trinke ich solche Plörre nicht.

    Aber Lebensmittel, wo ein "Markenprodukt" wirklich signifikant anders, vor allem besser, als ein No Name ist, sind mMn sehr selten. Mir persönlich fällt da gerade mal Worcestershire Sauce ein (geht nix über Lea & Perrins), da sind es wirklich geschmackliche Defizite. Ansonsten gibt es ein paar Produkte, die es einfach nicht als No Name gibt, aber das ist wieder was anderes.

    Ansonsten steckt gerade in "Hausmarken" ("ja!", "Tip", "Gut & Günstig" etc) genau dasselbe wie im "Original", du bezahlst nur nicht die teure Markenverpackung. Da die Hersteller auch da noch (genug) verdienen, müsste der ganze Markenirrsinn überhaupt nicht sein.

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