(1) Ist mein Wunsch realistisch? Habe ich zurzeit in klassischen Schulfächern überhaupt eine Chance auf einen Seiteneinstieg?
Das Stellenangebot in LEO bzw. LOIS hat meinem anfänglichen Enthusiasmus einen erheblichen Dämpfer versetzt. Stellenangebote an Gymnasien, die auch für Seiteneinsteiger geöffnet sind, habe ich kaum gefunden. Ersatzschulen, darunter Berufskollege und Waldorfschulen, bieten manche Stellen in Mathematik und Physik an.
(2) Macht es einen Unterschied an einer Ersatzschule einzusteigen? Gibt es da Nachteile?
(3) Legt man sich bereits zu Beginn auf eine Schulform fest? Angenommen ich würde an einem Berufskolleg (Ersatzschule) eine Stelle finden und dort gemäß OBAS für die Sekundarstufe II ausgebildet. Könnte ich dann später an ein Gymnasium wechseln und verbeamtet werden?
(4) Ich bin derzeit etwas ratlos. Soll ich den Tipp aus dem Thread von Karman befolgen und Schulen anschreiben? Oder hat das im Falle von Gymnasien keinen Sinn?
Zu 1: Ja! Meine Mit-Referendare sind z.T. direkt an der Schule behalten worden, ich persönlich hätte eine noch größere Auswahl gehabt, wenn ich Mathe statt Physik gehabt hätte. Meine Fachkollegen sind beide Mathematiker. Ich persönlich war der einzige Regelbewerber auf meine jetzige Stelle. Tatsächlich aber findest du im Moment weniger Stellen, die meisten Stellen werden zum 1.2. oder 1.8. ausgeschrieben, zu den Halbjahreswechseln.
Zu 2: Wenn sie die Verbeamtung anbieten, sehe ich da keinen Unterschied. Wichtig: Ein Berufskolleg ist KEINE Ersatzschule, sondern eine Regelschule! Mit deinen Fächern wirst du in allen Bereichen eingesetzt werden, mit Ausnahme ganz spezieller Techniker-Ausbildungen oder Berufsschul-Ausbildungen.
Zu 3: Als OBAS bist du in jedem Fall 5 Jahre an die Schule gebunden. Ansonsten sind Schulformwechsel immer schwierig, wenn nicht formal, dann zumindestens inhaltlich.
Zu 4: Auch an Gymnasien kann das Sinn machen. Physik und Mathe ist eine durchaus gefragte Option.