Gehören Lehrer/innen zu den reichsten 10% in Deutschland?

  • Für unter 3k Netto steht ein Ingenieur morgens nicht auf.

    Mein Partner ist Ingenieur und verdient weniger als ich.

    So eine Aussage, wie von dir ist mehr als albern, es kommt immer drauf an.


    Ich bin auch bewusst Lehrer geworden. Das Geld ist mehr als ausreichend und ansonsten hat es (für mich) auch viele Benefits, die ich in der freien Wirtschaft nicht hätte.

  • Insofern ist es dämlich zu sagen, dass man von A12 nur träumen kann

    Du hast dich für das Studium entschieden. Dämlichkeit liegt im Auge des Betrachters.

  • Ein Familienmitglied, promoviert in Physik, hat vor 17 Jahren den Quereinstieg in Physik absolviert. Mittlerweile ist man A14/8. A14 ist in Bayern Regelbeförderung. Bei 2 Kindern, verheiratet und Steuerklasse 3 ergibt das 58000 Euro netto im Jahr (KV ist schon weg). Das entspricht einem Bruttoeinkommen in der Wirtschaft von 88000 Euro im Jahr. Das ist ein richtig gutes Gehalt. Ohne Reisebereitschaft und mit null Personalverantwortung wird es selbst als promovierter Physiker schwierig, dieses Jahresgehalt zu bekommen.

  • hab btw. Philosophie studiert und anschließend mehr als A 13 verdient. Wer Philosophie studiert, weiss im Allgemeinen, dass man vorbereitet sein muss und stellt entsprechende Weichen. Und damit mein ich nicht den Taxischein oO

  • Ein Familienmitglied, promoviert in Physik, hat vor 17 Jahren den Quereinstieg in Physik absolviert. Mittlerweile ist man A14/8. A14 ist in Bayern Regelbeförderung. Bei 2 Kindern, verheiratet und Steuerklasse 3 ergibt das 58000 Euro netto im Jahr (KV ist schon weg). Das entspricht einem Bruttoeinkommen in der Wirtschaft von 88000 Euro im Jahr. Das ist ein richtig gutes Gehalt. Ohne Reisebereitschaft und mit null Personalverantwortung wird es selbst als promovierter Physiker schwierig, dieses Jahresgehalt zu bekommen.

    Und er/sie ist deutlich qualifizierter als die allermeisten Lehrkräfte (und verdient dennoch nicht mehr).

    Es gibt viele Probleme im Bildungssystem, aber die Bezahlung der Lehrer ist sehr gut. Ich finde eine bessere Ausstattung der Schulen (personell, materiell...) viel wichtiger als Gehaltserhöhungen.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Und er/sie ist deutlich qualifizierter als die allermeisten Lehrkräfte (und verdient dennoch nicht mehr).

    Eine Promotion in Physik qualifiziert niemanden als Lehrkraft. Ja - ich weiß, was du meinst, aber fachlich ist das bereits überqualifiziert und über die weitere Eignung als Lehrer sagt es gar nichts.


    aber die Bezahlung der Lehrer ist sehr gut

    Klar, gingergirl sprach ja auch von A14 in *Bayern*!

  • Ich als (fachdidaktisch) promovierter Physiklehrer mag mein A13-Gehalt. Nur den Arbeitnehmeranteil meiner Krankenversicherung könnte der Staat mal übernehmen. Ich belästige schließlich auch nicht die Beihilfe.

  • lass mich raten: Du verdienst A13 oder mehr. Dann wäre es mir auch nicht so wichtig....

    Ach, tue nicht so. Hättest du A13, würdest du dich über den Kollegen aufregen, der A14 hat und "das bisschen IT", "das bisschen Leseförderung" usw... macht. Ihr hättet schliesslich dasselbe studiert, er kam nur schneller als du in die Gunst der Schulleitung (oder: er hat einfach eine bessere Arbeit gemacht*)


    *Disclaimer: selbst ich glaube nicht an diese Argumentation, sehe mich aber hier gezwungen, sie anzuführen. Es geht dir nicht darum, ob dein Gehalt in Ordnung ist, sondern dass dein Kumpel an der selben Schule mehr verdient.

  • Ich als (fachdidaktisch) promovierter Physiklehrer mag mein A13-Gehalt. Nur den Arbeitnehmeranteil meiner Krankenversicherung könnte der Staat mal übernehmen. Ich belästige schließlich auch nicht die Beihilfe.

    In einigen Jahren wirst du sehr froh sein, dass du Beihilfe bekommst. Und im Alter sind 70% Beihilfe wirklich sehr hilfreich.


    Bis dahin: werde Seminarlehrer mit A15 und bleib gesund!

  • Ich glaube, BlackandGold wollte aussagen, dass er *keine* Beihilfe bekommt - deswegen ja der Punkt mit der Übernahme des Arbeitnehmeranteils zur Krankenversicherung.

  • Ach, tue nicht so. Hättest du A13, würdest du dich über den Kollegen aufregen, der A14 hat und "das bisschen IT", "das bisschen Leseförderung" usw... macht. Ihr hättet schliesslich dasselbe studiert, er kam nur schneller als du in die Gunst der Schulleitung (oder: er hat einfach eine bessere Arbeit gemacht*)


    *Disclaimer: selbst ich glaube nicht an diese Argumentation, sehe mich aber hier gezwungen, sie anzuführen. Es geht dir nicht darum, ob dein Gehalt in Ordnung ist, sondern dass dein Kumpel an der selben Schule mehr verdient.

    Falsch. Würde ich identisch starten mit einem gleichwertigen Abschluss, gönne ich jedem Kollegen seinen verdienten Mehrlohn. Und ja, mit quasi gleichem Abschluss an der gleichen Schule unterschiedlich besoldet zu werden, ist zurecht eine Sauerei. Ich habe kein Problem damit sollte jemand durch Mehrarbeit, Fleiß oder Erfahrung dann höher eingruppiert sein. Ich würde einfach gerne gleichwertig starten und mit einem Master bitte auch im höheren Dienst

  • In einigen Jahren wirst du sehr froh sein, dass du Beihilfe bekommst. Und im Alter sind 70% Beihilfe wirklich sehr hilfreich.


    Bis dahin: werde Seminarlehrer mit A15 und bleib gesund!

    Ich werde nie Beihilfe bekommen, bzw. nur in den wirklich, wirklich selten Fällen, wo die normale Krankenversicherung nicht zahlt, aber die Beihilfe. Der Nebensatz mit dem Arbeitnehmeranteil sollte nämlich darauf hinweisen, dass ich freiwillig gesetzlich versichert bin. :) Ich lehne das System der Privatversicherungen nämlich ab. ;)

  • Ich werde nie Beihilfe bekommen, bzw. nur in den wirklich, wirklich selten Fällen, wo die normale Krankenversicherung nicht zahlt, aber die Beihilfe. Der Nebensatz mit dem Arbeitnehmeranteil sollte nämlich darauf hinweisen, dass ich freiwillig gesetzlich versichert bin. :) Ich lehne das System der Privatversicherungen nämlich ab. ;)

    Wow, das finde ich klasse. Vor allem sehr konsequent, weil es sicherlich teurer ist.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • lass mich raten: Du verdienst A13 oder mehr. Dann wäre es mir auch nicht so wichtig....

    Nein.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Oder wirst A13 oder mehr bekommen, falls du noch studierst. Bei deinen Aussagen, kann ich mir nicht denken, dass du A12 oder weniger erhälst. Meistens sprechen die privilegierteren Lehrer davon, dass Geld ja nicht soooo wichtig sei ;-)

    Hier wurden doch mehrere Möglichkeiten genannt, wie du deine Besoldung verbessern kannst. Möchtest du eine oder mehrere davon umsetzen oder dich einfach weiter beklagen und selbst bemitleiden? Es gibt so viele (auch systemrelevante) Berufsgruppen, die selbst am Ende ihres Berufslebens von A12 nur träumen können und dennoch hart arbeiten müssen (oft sogar härter als Lehrer, man denke an Pflegekräfte).

    Was mich noch stört: Du sprichst deinem Kollegen, der als Förderpädagoge an deiner GS arbeitet, ab, dass er "richtig arbeitet". Das ist einfach nur unfair, Förderpädagogen machen einen verdammt wichtigen Job und helfen auch den regulären Lehrkräften, wenn diese nicht mehr weiterwissen.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Was mich noch stört: Du sprichst deinem Kollegen, der als Förderpädagoge an deiner GS arbeitet, ab, dass er "richtig arbeitet". Das ist einfach nur unfair, Förderpädagogen machen einen verdammt wichtigen Job und helfen auch den regulären Lehrkräften, wenn diese nicht mehr weiterwissen.

    Ebenso könnte man argumentieren, dass die PädagogInnen an den Grundschulen täglich die Inklusion umsetzen und den Kindern helfen, auch dann, wenn die FörderpädagogInnen gar nicht da sein dürfen und für den inklusiven Unterricht keine weiteren Möglichkeiten entwickeln. Ebenso schreiben die Lehrkräfte der Grundschulen in manchen Bundesländern einen Großteil der Förderpläne und Gutachten, z.T. mehr, z.T. gleichberechtigt gemeinschaftlich und übernehmen die Kommunikation mit den Eltern.

    Warum sollte das weniger entlohnt werden?

  • Ebenso könnte man argumentieren, dass die PädagogInnen an den Grundschulen täglich die Inklusion umsetzen und den Kindern helfen, auch dann, wenn die FörderpädagogInnen gar nicht da sein dürfen und für den inklusiven Unterricht keine weiteren Möglichkeiten entwickeln. Ebenso schreiben die Lehrkräfte der Grundschulen in manchen Bundesländern einen Großteil der Förderpläne und Gutachten, z.T. mehr, z.T. gleichberechtigt gemeinschaftlich und übernehmen die Kommunikation mit den Eltern.

    Warum sollte das weniger entlohnt werden?

    exakt so ist es. Ich habe schon mehrfach betont, dass die Arbeit des Sonderpädagogen durchaus wichtig ist. Und ich spreche denen A13 nicht ab. Sie haben 10 Semester studiert, dann sollen sie auch A13 erhalten.

    Wie Inklusion aber in der Grundschule aktuell umgesetzt ist, empfinde ich die Arbeit dort für den Sonderpädagogen als wesentlich entspannter. DAs heißt nicht, dass ich ihm attestiere nicht zu arbeiten.....


    Aber sorry, keine Klassenleitung mitsamt der zusätzlichen Arbeit, keine Elternsprechtage, keine Elternabende, keine Zeugnisse, keine Förderpläne (zumindest bei uns), keine Noten.

    Kleingruppenförderung mit 5 Kindern.


    Wie gesagt, es ist wichtig, dass sie sich speziell um GL-Kinder kümmern. Aber empfinde die Arbeit der GS-Lehrkräfte da doch als härter.

  • Hier wurden doch mehrere Möglichkeiten genannt, wie du deine Besoldung verbessern kannst. Möchtest du eine oder mehrere davon umsetzen oder dich einfach weiter beklagen und selbst bemitleiden? Es gibt so viele (auch systemrelevante) Berufsgruppen, die selbst am Ende ihres Berufslebens von A12 nur träumen können und dennoch hart arbeiten müssen (oft sogar härter als Lehrer, man denke an Pflegekräfte).

    Was mich noch stört: Du sprichst deinem Kollegen, der als Förderpädagoge an deiner GS arbeitet, ab, dass er "richtig arbeitet". Das ist einfach nur unfair, Förderpädagogen machen einen verdammt wichtigen Job und helfen auch den regulären Lehrkräften, wenn diese nicht mehr weiterwissen.

    Soso, keine Antwort? Dann denke ich mal wirst du bei A13 oder mehr landen falls du studierst. Oder bist eh schon dort. Dann würde ich das gequängel auch als Klagen abtun.


    Ich denke es sollte möglich sein im eigenen Bundesland für eine gerechte Bezahlung einzustehen, ohne das Bundesland wechseln zu müssen. Und so lange darf ich mich auch zurecht beklagen. Ich vergleiche mich nun mal nicht mit irgendwelchen anderen Berufsgruppen und deren Gehalt (ist ziemlich doof), sondern mit meinen Kollegen direkt vor meiner Nase in meiner Schule....

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