Ich warte ganz gespannt ab, ich habe mir das Kozept nun mehrfach zu Gemüte geführt und verstehe es nicht. Bolzbold, wenn du jetzt noch (nicht mehr geforderte) Fächerbindung einwirfst, ist nur noch Knoten in meinem Hirn. Kann nicht mal jemand eine KI so prompten, dass ein schönes vorher-nachher- Schaubild erscheint? 
es sind eigentlich garnicht so viele Veränderungen:
alle Vorgaben zur schritflichen Belegung in der Q-Phase bleiben weitgehend erhalten.
statt 4 Fächern, kommen aber jetzt 5 Fächer ins Abi; das 5te Fach ist eine Art mündliche Präsentationsprüfung in einem schriftlichen Fach der Wahl, bei der zwei benotete Leistungen (Klausuraufgabe, Referat, wasweissich) aus der laufenden Q-Phase verwurstet werden. Weil die bisherigen Abiturfachbedingungen [alle drei Bereiche Sprache/Kunst, Gesellschaftswissenschaften/Religion und Mathe/Naturwissenschaften] und [2 der Abiturfächer müssen M, D oder ne Fremdsprache sein] weiterhin gelten, können jetzt SchülerInnen z.B. Kunst nehmen, ohne Mathe wählen zu müssen; oder auch zwei NW, was vorher nicht möglich war. Wenn allerdings der Projektkurs als 5. Fach gewählt wird, kann das dazugehörige Referenzfach natürlich nicht mehr ins Abitur eingebracht werden, weil man das dann ja doppelt im Abitur hätte.
verpflichtende Belegung eines Projektkurses in Q2, der an ein schriftliche belegtes Fach angebunden sein muss und auch von einer entsprechenden Fachlehrkraft unterrichtet wird. darin ist pro Halbjahr eine irgendwie geartetet Leistung zu absolvieren. der Projektkurs ist deutlich reglementierter als früher.
SchülerInnen sollen in der Q-Phase pro Bereich (Sprachen/Gewi/NW) eine Klausur mittels alternativen Prüfungsformat absolvieren, wenn dieses Prüfungsformat zu dem Zeitpunkt vorgesehen ist, da sie das Fach schriftlich belegen. In der EF gilt das Selbe.
SuS in der Q-Phase müssen genau 40 Kurse belegen und zur Zulassung einbringen, wobei auch unbenotete Vertiefungskurse in der Q-Phase mitzählen. Ist auch nur ein Kurs nicht bewertbar oder mit ungenügend bewertet, so können nicht mehr 40 Kurse eingebracht werden und die Zulassung damit nicht möglich.
Der Teufel liegt eher in der systemischen Umsetzung. So Fragen wie:
- in welchen Fächern sollen eher die Projektkurse angeboten werden: Fächer mit hoher Korrekturbelastung sind gleichzeitig diejenigen, die alle belegen (müssen), bieten sich also irgendwie an, wenn man kleine Projektkurse und damit große normale Kurse vermeiden möchte. damit belastet man aber wieder immer die selben KollegInnen. (imho sind zwei Referenzfächer nur sinnvoll, wenn man mehrere KuK mit der selben Fachkombi an der Schule hat, sonst holt man sich nur unnötig Ärger ins Haus.)*
- wie sollen die Alternativen Prüfingsformate auf die Halbjahre/Quartale aufgeteilt werden, um den SuS möglichst viel Lernzeit zu ermöglichen.
dann sind dann noch Fragen zum 5. Prüfungsfach, die auch die motiviertesten SchönrednerInnen nicht schönreden können, z.B.
- wie viel Tage schließen wir eigentlich die Schule für die Prüfungen im dritten und vierten Fach?
- wie viel Beratungszeit für die Notenfindung im 5. Fach wird angesetzt und wie viele dieser ziemlich fordernden Prüfungen sind wohl einer FachkollegIn hintereinander zuzumuten?
- wie wird man wohl mit der Flut an Einsprüchen im 5. Fach umgehen?
- wie soll man Einzelleistungen in Gruppenprüfungen im 5. Fach bewerten?
*Ich denke ja bei uns wird vor allem Kunst betroffen sein: die Klausuren sind - im Gegensatz zu Musik - quasi geschenkt (niemals hatte bei uns hier jemand etwas Schlechteres als ne 3) und liegen wegen des Wegfalls der sogenannten Mathebindung für viele im Bereich des Denkbaren. Darüber hinaus ist der Kunstbegriff ja weit gefächert, so dass man auch mehrere Kunstprojektkurse (Performance, 2D, 3D, ?) anbieten könnte. Nennt man das Ganze dann ganz selbstbewusst "Kunstprofil", legt noch nen rotierenden Notfall-Hauptfachprojektkurs an und fertig ist die Laube. Ist doch auch was Schönes, wenn die SuS neben all dem outgesourcten Denken mal bisschen selbst kreativ werden müssen.