Beiträge von BlackandGold

    Meldung in NRW, Zugverkehr wird nach und nach eingestellt. Immerhin nach Ende der 6. Dann Schluss gehabt. Hoffe alle kommen gut heim. :)

    Ich habe am Freitag einen Schüler nach hause geschickt, der auf die Deutsche Bahn angewiesen war. Bevor der in meiner Revision auf glühenden Kohlen sitzt... Der Schulleiter fands OK (der war drei Minuten später auch im Unterricht). War auch gut so, denn der hätte tatsächlich ein Problem bekommen.

    Mein Schulleiter hat mir im Gespräch über meine Revision am Freitag gesagt, dass er morgen auf einer UPP ist. Der arme Referendar tut mir ehrlich leid. Was ein Mist.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass du bereits besonders viel Umgang mit Pubertieren hattest, andernfalls wäre dir klar, dass sowohl Berufsorientierung in der Realität anders abläuft, als auch die Selbstkonsequenz, sich in der Folge zumindest in einigen Fächern stärker einzubringen auch noch in Klassenstufe 9/10 bei einigen SuS eher die Ausnahme, als die Regel ist und von manchen auch niemals erfolgt ohne regelmäßige "Tritte in den Allerwertesten". Wenn sie dann wissen, was sie beruflich machen wollen, ja, dann kann man zumindest ein paar der Hasen darüber motivieren, den Hintern ausreichend hochzubekommen- nicht alle. Und oftmals wissen sie das auch am Ende der Realschule noch nicht, weshalb sehr viele meiner 9er und 10er als Ziel angeben "erst einmal weiter Schule" machen zu wollen.

    Dem möchte ich hinzufügen, dass meine Schätzchen neben dem Fachabitur eine Ausbildung im maschinenbautechnischen Bereich "mitnehmen". Anzunehmen, dass deswegen das Fach Maschinenbautechnik oder Physik (wo ja gewisse Grundlagen gelegt werden) besonders massiv gelernt werden, wäre etwas mutig. Auch da muss viel Motivation über die Beziehungsarbeit laufen. Anders gesagt: Die lernen, weil sie mich nicht enttäuschen wollen (manche zumindest).

    Können wir uns drauf einigen, dass es Fälle gibt, diese aber wahrscheinlich nicht die oft verbreiteten 3-7 Prozent betreffen?

    Für den Nerdthron reicht das noch lange nicht.

    Wenn P&P-Rollenspiele nicht reichen, dann weiß ich auch nicht. Ich kann noch LARP drauflegen, aber das wars dann wirklich. Nerdiger wirds dann nicht mehr. ;)

    Und warum sollten es nicht 3-7% sein? Das verstehe ich wirklich nicht. Auf welcher Grundlage bezweifelst du das denn?

    Zur Eingangsfrage:

    Ich halte ein Grundlevel an ADHS für eine notwendige Voraussetzung, um im Lehrerberuf bestehen zu können ;)

    Wer sich als Lehrer vollkonzentriert nur auf sein Formelwerk an der Tafel fixiert, wird scheitern. Eines der Kennzeichen von ADHS ist, dass "Betroffene" ihre Aufmerksamkeit auf verschiedenste Dinge gleichzeitig werfen, damit zwar als "ablenkbar" gelten - die Klasse jedoch gut im Blick haben. Wenn man das über die Jahre trainiert, kommt man gut klar. Sag ich mal als "Betroffener".


    ADHS ist kein Grund, dass man berufsunfähig werden könnte - und dies ist Ausschlussgrund für eine Nichtanstellung. Wenn es für den Staat als Arbeitgeber bereits vor der Einstellung absehbar ist, dass er in absehbarer Zeit einen Versorgungsfall "durchfüttern" müsste, nimmt er von der Einstellung Abstand. Das ist vielleicht menschlich nicht nett, aber für den Steuerzahler, der das finanziert, durchaus nachvollziehbar.

    Anmerkung zu ADHS:
    Man stelle sich eine Situation in der Steinzeit vor. Der ganze Stamm sitzt gemütlich um das Lagerfeuer herum, die Frauen stricken und häkeln, die Männer schlagen ihre Pfeilspitzen aus den Feuersteinen und befestigen sie konzentriert mit Pech am Haselstecken. Eine ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre, wie man sie sich auch für die Klasse wünscht. Nun gibt es in der Gruppe jedoch so einen hippeligen ADHs-ler, der sich nicht konzentrieren kann und ständig abgelenkt - trotz Ermahnungen - in die Büsche blickt.
    Plötzlich schreit er: "Vorsicht! Wolfsrudel!" Ohne ADHs-ler hätte die Menschheit die Steinzeit nicht überlebt ;)

    Ich weiß nicht, ob du selber ADHS hast, aber eine solch romantisierte Vorstellung bagatellisiert die realen Folgen.

    Um das mal klar zu formulieren:

    Ich habe eine relativ leichte Version des ADHS. Trotzdem war es mir fast unmöglich, Gespräche, auch leise in der letzten Reihe, auszublenden, gerade an längeren Tagen. Ich benötige also entweder extraviel Konzentration (die sich dann aufbraucht) oder einen völlig stillen Klassenraum.

    Die mangelnde Regulation führt weiterhin dazu, dass ich auch im Schuldienst nicht dazu komme, Dinge vor der Deadline zu erledigen oder meine Zeiten (Arbeit vs. Ruhe) angemessen einzuteilen. Das alles erhöht die psychische Last eines Berufes, der eh schon eine erhöhte Burn-Out-Gefahr hat.

    Es gibt Gründe, warum Depression oder Suchterkrankungen eine sehr hohe Komorbidität mit ADHS haben.

    Ich weiß, du wolltest was Nettes sagen, hier war ich aber getriggert. :)

    Wer weiß denn, dass es u.U besser wäre nicht zum Termin bei der Polizei zu erscheinen, da die Beamten i.d.r. auf taktische Fragestellungen spezialisiert sind, so dass man am besten (meistens!) die Klappe hält, weil man sich sonst nur noch tiefer rein reitet bzw.. man am Ende des Tages plötzlich als Beschuldigter da steht und einem der Knast im Nacken sitzt?

    Das finde ich persönlich viel wichtiger. Oder meint ihr die Polizei lässt sich, bei einem Tatvorwurf, dadurch beeindrucken, dass man E=mc² herleiten kann? Da wird man höchstens dem Amtsarzt vorgestellt, wenn man anfängt bei einer Vernehmung Gleichungen zu lösen oder Goethe zu analysieren.

    Meine bisherigen Kontakte mit der Exekutive und Judikative zeigen:

    1. Ein höfliches, gebildetes Auftreten beeindruckt die Polizei sehr. Zuletzt mit dem wildgewordenen Schaffner, der die Polizei mir auf den Hals hetzte. Eine freundliche, höfliche Begrüßung, ein gepflegter, angemessener Sprachstil und der Schaffner bekam gesagt "Sie bekommen hier überhaupt nichts, allerhöchstens ihr Arbeitgeber". Sowas lernt man übrigens bei der Lektüre entsprechender Literatur.

    2. Taktische Winkelzüge der Polizei finden die verhandelnden Richter:innen üblicherweise anstrengend bis unangemessen. Ein Berufsrichter zu mir: "Der Zeuge ist alter Polizist, man merkt genau, wie der sich ausdrückt, der würde den gerne verurteilt sehen. Soll man sich nicht von beeindrucken lassen." War mein allererster Einsatz als Schöffe.

    Man sollte also auch da (ich hatte diesen Eintrag bisher übersehen) ein wenig von der eigenen Fundamentalopposition abrücken. Man wird schließlich als Lehrer:in Teil des Staates.

    Vollkommen korrekt. Die Addition und Subtraktion im Zahlenraum bis 100 klappt. Die Mengenvorstellung auch. Die rechteckigen Bruchdiagramme bekommt jeder gezeichnet. Die "Diagnose" kommt dann auch oft von "Therapeuten".

    Probleme kommen bei der Multiplikation und bei der Division. Gehäuft tritt das bei Teilern, Vielfachen und Primfaktorzerlegung auf und setzt sich dann in der Bruchrechnung fort. In allen Fällen hilft üben, üben, üben. Das geht heute mit Anton und Schlaukopf ja auch richtig gut. Viele Eltern sind über die Effekte überrascht, wenn sie konsequent mit ihren Kindern Kopfrechnen üben.

    Ich kenne eine erwachsene Frau mit Dyskalkulie. Wir spielen zusammen unter anderem Rollenspiele (speziell Wrath&Glory im Warhammer40K-Universum, SO, JETZT HABE ICH DEN NERD-THRON HIER!!!) und sie tut sich sehr schwer mit dem Zusammenrechnen mehrerer kleiner Zahlen und dem richtigen Verständnis von Würfelwürfen. Ihr Ehemann sitzt neben ihr und hilft ihr sehr oft dabei.

    Meine (individuelle und daher natürlich anekdotische) Erkenntnis ist durch sie: Oft sind Mengenvorstellungen gar nicht das Problem, sondern die abstrakten Vorstellungen von Zahlen.

    Ich habe darüber sogar mal mit Mathematikdidaktikern gesprochen und es scheint, als ob die so schlimm verpönte Mengenlehre der "Neuen Mathematik" aus den 60er/70er heutzutage langsam wieder Thema wird. Vielleicht hat man sich damals keinen Gefallen damit getan, dem allgemeinen Druck nachzugeben und es abzuschaffen. Wer weiß, wieviel Dyskalkulie wir verhindert hätten...

    Es gibt verbeamtete Lehrkräfte in diesem Forum mit ADHS, ob es auch welche gibt, die Ritalin nehmen vermag ich allerdings nicht zu sagen.

    Guten Tag!

    Ich habe durch den Lehrerberuf überhaupt erst den Weg zur Ärztin gefunden und habe jetzt ein nicht-retardiertes Präparat für "besondere" Tage. Sprich, für die Tage, wo ich drei Doppelstunden hintereinander für mein ADHS-Level zu krass gefordert werde.

    Beim Amtsarzt war das bei mir kein Thema, daher kann ich dazu nichts sagen. Aber es ist eigentlich keine klassische Krankheit, die dich untauglich macht.

    Das Angestelltensein ist übrigens zwar finanziell unattraktiver, aber je nach Fachrichtung ist man auch freier. Ich bspw. könnte als Angestellter viel eher ohne Verlust von Pensionsansprüchen oder so in die Wirtschaft gehen, wenns mir zu blöd würde... Aber ich bin halt auch Naturwissenschaftler.

    Ja, das stimmt und ich hätte es ja vielleicht auch verdient durchzurasseln...Bin ich aber nicht, weil es nun mal politisch gewollt ist, dass möglichst viele Abitur machen...Soll ich mich jetzt dafür schämen, dass ich auch mal, genau wie jeder andere, die Hand nach den Lorbeeren ausgestreckt habe und diese auch bekommen habe?

    Das war ja der Grund, weshalb ich es nicht verstehe, dass andere SuS diese riesigen Ansprüche an die Noten haben. Aus meiner Sicht ist ein Abitur nicht selbstverständlich (sollte es zumindest nicht sein)...Ich musste dafür kämpfen um diese 3,0 zu erreichen und deswegen weiß ich es wahrscheinlich, mehr als die meisten, zu schätzen.

    Sorry, aber das kommt nun mal dabei heraus, wenn einem laufend irgendwelche Sonderpädagogen in der Kindheit gesagt haben, dass man mit seinen Defiziten überhaupt froh sein kann, eine Ausbildung zu bekommen und man solle bloß keine weitergehende Ansprüche stellen...Im Umkehrschluss heißt das nämlich sinngemäß: " Ihr, die ihr an dieser Förderschule seid, seid zu blöd für was anderes und jetzt haltet alle gefälligst die Sch...". Nun, irgendwann kommt mal jemand der sich diese Art und Weise, so mit Menschen umzugehen, nicht bieten lässt und dann Abitur macht, um es zum einen mal diesen sonderpädagogischen "Überfliegern" (So haben diese Lehrer sich wohl auch selbst empfunden, Kritik war da nämlich nicht erwünscht) zu zeigen und zum anderen um sich selbst wieder aufzubauen, denn so ein Verhalten gegenüber Schülern empfinde ich als verletzend und auch mega unprofessionell.

    Du hast noch einen langen Weg an persönlicher Reife und Objektivierung eigener Erfahrung vor dir, wenn du ausgeglichen in das Lehramt gehen willst. Zorn und Wut sind schlechte Ratgeber.

    Aber Gelassenheit und ein bisschen Abgeklärtheit scheint ja nicht deine Sache zu sein. Hast du jetzt eigentlich dein Fachabitur? Wenn nicht, dann zeig doch mal den "Überfliegern" dort endlich, dass sie so nicht mit dir umzugehen haben!

    Schöne Grüße von 3,3-Abiturienten, vor Zentralabitur und so, der einfach uninteressiert und faul war.

    Ich weiß ja nicht, wie die anderen, die hier an der Diskussion teilnehmen, mit Anfang/Mitte 20 so drauf waren. Bis man seinen M.A. und sein zweites Staatsexamen hat, vergehen ja in der Regel auch ein paar Jahre. Welcher/r Lehrer/in cera wird oder nicht wird, das wird die Zeit dann zeigen.

    Ich habe früh gelernt, dass man mit freundlicher Bitte weiter kommt als mit Paragraphenreiterei. Und mit "weiter" meine ich "6 Semester Bafög, weil auf die freundliche Bitte in meinem Sinne großzügig geurteilt wurde nach der Umschreibung ins Lehramts-Studium". Da war ich so 21.

    Wobei all das ja meinen Kindern mehr Probleme machen würde als zu helfen, oder? Aber ich merke es mir mal für meine Arbeit und Elterngespräche;)

    Man kanns auch andersrum machen: "Ich habe die Tage den Stadtverordneten Müller getroffen, beim Stammtisch. Ich habe da mal ein gutes Wort eingelegt für die kommende Sanierung! Aber um mal was ganz Anderes zu erwähnen: Ich habe da ein Problem mit dem Distanzunterricht..."
    Das kann man dann so subtil oder offensichtlich machen, wie es angemessen/nötig erscheint. :)

    Naja und da fängt das Problem (für jüngere Kinder und ihre Eltern) an. Jeder findet sein Ablagesystem super und ändert das nicht mehr. Einer hat sich inzwischen in Padlet eingearbeitet, einer verschickt Konferenzlinks per Mail, hat aber inzwischen 4 andere Mails geschickt, so dass das Kindlein die passende zwischen 23 anderen Mails nicht mehr findet, eine hat den Link in der Kalenderfunktion niedergelegt, was sie aber leider vergessen hat mitzuteilen und was auch sonst niemand so macht, weswegen dann Eltern von ihrem Homeoffice aus andere Eltern anrufen und fragen, wo der Link von Frau X ist, oder ob Frau X gar keine VK macht und wo dann ihre Aufgaben sind, weil das eigene Kind soll keinen Ärger kriegen, dass es irgendwo nicht erschienen ist oder nichts gemacht hat. Eine beantwortet generell keine Mails und auf Nachfrage im Sekretariat bekommt man zu hören, dass Frau Y an 3 Schulen arbeitet und deswegen leider ganz schwer zu erreichen sei. Ein anderer lädt Dateien auf einer Pinwandfunktion hoch, ohne zu sagen, dass auf der Pinwand was Neues steht. Dazwischen erscheinen auch alle Mitteilungen, wenn jemand was hoch- oder runtergeladen hat, so an die 100 am Tag. Eine weitere Person lädt Dateien in einem Dateiordner hoch, auf den nur die Kinder Zugriff haben, weswegen Eltern sich mit Kinderpasswort dort einloggen müssen, um zu schauen, ob in jedem der 5 Features noch was war, dass vom Kind tatsächlich vergessen oder aus Versehen übersehen wurde oder ggf. willentlich durchgeflutscht ist. Ein Lehrer beschwert sich beim Kind, dass die Mails nicht Bürokonform sind, anstatt einmal zu erklären, wie eine ordentliche Mail auszusehen hat. Eine andere Lehrerin schickt Aufgaben, die sie selbst nicht ausprobiert hat mit Fotos erwünschter utopischer Ergebnisse aus dem Internet, die dann ebenfalls die Eltern zu 90% erledigen müssen, weil nicht klar ist, was die Frau eigentlich will. Ein anderer möchte es ganz kreativ machen (oder so, dass er selbst keine Arbeit hat) und schreibt "dreht mal ein Video zu x", was, welch Überraschung, auch die Eltern zu 90% erledigen, weil den Kindern keiner gezeigt hat, wie und womit man das macht und nach welchen Kriterien bewertet wird.

    Ich bin viel Kummer gewohnt, aber hoffte einfach, dass ein erneuter Lockdown reibungsloser laufen würde. Nun, ich wurde eines Besseren belehrt. Selbstredend beschwere ich mich nicht beim Kultusminister, dass Frau A keine adäquaten Aufgaben schickt und Herr B seine Links in der Lernplattform so versteckt hat, dass mein Kind 30 min zu spät zur Konferenz kam. Jedes Problem für sich ist ja Kinkerlitzchen, alles zusammen raubt einem den letzten Nerv, v.a. wenn man noch andere, weit größere Probleme hat.

    Die Erwähnung eines Widerspruchs zu jeder einzelnen Note mit dem Verweis darauf, dass man die widersprüchlichen Anweisungen (bzw. das Fehlen derselbigen) dokumentiert hat, als Fachperson das durchaus einschätzen kann und die Begründung hoffentlich individuell, leistungsangemessen und passend ist, versetzt bei uns regelmäßig bestimmte Kolleg:innen in Angst und Schrecken.

    Oder man machts wie mein Vater, der weiland zu einer Lehrerin meiner Schwester sagte: "Hören sie mal, wenn sie weiter keine Lust auf Unterricht haben, dann steigen sie doch besser aus dem Beruf aus. Oder sie machen jetzt einfach mal ihren Job." War natürlich maximal konfrontativ, aber dem war da wohl der Kragen beim Elterntag geplatzt.

    Als zusätzliche Option neben der Linie Schulamt-Bezirksregierung-Ministerium ist übrigens auch die Kommunalpolitik zu gebrauchen. Je nachdem, wer im lokalen Stadtrat/Kreistag/etc. sitzt und wen man da kennt, kann da auch gewaltiger Druck aufgebaut werden. Denn in dem Moment, wo Sanierungen oder so anstehen, brauchen die Schulleitungen die Kommunen. Als Mitglied in einem solchen kommunalen Schulausschuss kann ich dir sagen: So etwas wäre für uns ein sehr interessantes Häppchen, wo wir gerne mal offizielle Fragen stellen...

    kleiner gruener frosch

    Versuch bitte nicht, die Nutzer hier für dumm zu verkaufen (bei mir klappt das eh nicht)!

    WER die "inhaltliche Anspielung" versteht und wer nicht, das ist völlig unerheblich - und muss eh spekulativ bleiben. Wichtig ist (und das ist das kleine MOD-Einmaleins!): DU solltest in deiner Funktion als MOD professionelle Zurückhaltung waren und nicht (aus lauter Langeweile?) Inhalte verschiedener threads miteinander verknüpfen und damit die (in gewissen Grenzen) sinnvollerweise gegebene Anonymität eines solchen Forums vorsätzlich torpedieren. Ich werde es dir auch nicht noch x-mal in anderen Worten erklären (du hast es ohnehin schon längst verstanden). Bitte denk einfach drüber nach. Weitere Diskussionen sind nicht erforderlich!

    Ich bin ja irritiert. Ich habe relativ lange ein sehr großes Forum administriert. Und solcherart Beiträge hätten es da zackig auf meinen Schreibtisch geschafft und wären in einer ziemlichen Ansprache geendet. Die Moderation hier ist ja schon ziemlich kulant.

    Echt? Bei uns in der Oberstufe war Deutsch neben dem MINT-Bereich das Fach, in dem es üblich war, das regelmäßig Leute unterpunkteten, auch mitunter 0 Punkte. Ich kann nur vermuten, was die Gründe hierfür waren... Das Schreiben eines Textes kann es nicht sein, denn die Klausuren in den anderen sprachlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern fielen zumeist besser aus. Wahrscheinlich waren diejenigen, die in Deutsch in den Prüfungen unterpunkteten, schlichtweg mit der Analyse der jeweiligen literarischen Werke massiv überfordert. Oft war es ja so, dass ein Text(ausschnitt) angegeben war und den musste man in Zusammenhang mit dem im Unterricht behandelten Text bringen. Blöd nur, wenn man weder Ahnung von dem einen, noch von dem anderen hatte.

    Und dann hatten die schwachen Schüler meist noch zusätzlich 1-2 Punkte Abzug wegen sprachlicher Defizite.

    Ich habe zuletzt die "Ehre" gehabt, Aufsicht während einer Deutschklausur in der 11. Klasse zu haben. Zukünftige Abiturienten. Die haben mich dann gefragt, was ein Storch ist und was das mit Babys zu tun haben soll. In dem Text ging es um falsche Kausalitäten, als ein Beispiel war die Korrelation zwischen Storchpopulation und Geburtenrate angegeben.

    Wenn der zuvor schwache Schüler entsprechend lernt, seine Lücken schließt, sich den neuen Stoff erschließt: Natürlich hat er dann die Möglichkeit die volle Punktzahl zu erreichen. Wer dauerhaft zu wenig macht wird nicht mit einmalig ein bisserl lernen plötzlich eine 1,0/15 Punkte erzielen bei einer vernünftig konzipierten Klassenarbeit. Das gilt aber auch schon vor der Oberstufe: Wer die Vokabeln in Klasse 5/6/7/8/9 nicht lernt wird eben in Klasse 10 (und folgend) keine Bestnoten in den Fremdsprachen schriftlich wie mündlich erzielen können, wer relevante Fachbegriffe und Fachkonzepte in den Gesellschaftswissenschaften in Unter- oder Mittelstufe mangels aktiver Mitwirkung nie wirklich durchdringt oder lernt, hat in der Mittel- und Oberstufe relevante Lücken, die nicht mal eben mit etwas punktuellem Bulimielernen geschlossen werden können, usw.

    Das geht mMn sogar noch weiter: Mein miserabler Chemieunterricht in der Mittelstufe, gepaart mit einem nicht vorhandenen Chemieunterricht in der Oberstufe, hat dazu geführt, dass einzelne Grundlagen-Lücken erst im Referendariat, als ich diese Grundlagen *unterrichten* musste, aufgeholt wurden. Denn nicht jede Grundlage wird im Studium nochmal durchgekaut.

    Inhaltlich waren das insbesondere die Begriffe aus der 7. und 8. Klasse, aber auch Teile der 9. Klasse, nämlich verschiedene Stoffmischungen, sowas wie das Verbrennungsdreieck und tatsächlich die einfachen Erklärungen zu Molekülbindungen.

    Ich unterrichte am beruflichen Gymnasium und habe da extrem andere Erfahrungswerte. Da sind 15NP die absolute Ausnahme! Die SuS freuen sich, wenn sie es in den zweistelligen Bereich geschafft haben. Der befriedigende Bereich wird akzeptiert. Wer im ausreichenden Bereich landet, ist sicher unzufrieden. Darf er finde ich auch sein. Ich fand früher eine 4 auch scheiße... Und der Rest kämpft halt um die 5 NP.

    Das kenne ich von meiner Schulpraxis auch. Ich verteile alle Noten, aber sehr selten gibt es da Streit um die Note Eins.

    Das lässt sich üblicherweise auch mit einer kurzen Frage zum Inhalt der vergangenen Stunde lösen.

    Ich war 2019 einmal auf einem Workshop am Niederrhein. Dort präsentierte eine chinesische Firma ihren Klassenraum, eingesetzt wird der in Shanghai. Es sind Drucksensoren auf den Stühlen der Schüler installiert, zwei Kameras bewachen jeden Schüler. Die SL-Note ergibt sich auf Aufmerksamkeitsrate der Augen, Wippen auf dem Stuhl, Anzahl der Handzeichen. Es wird ein Mittel der SL-Noten per künstlicher Intelligenz gebildet und wenn es hier einen Aufbau der Leistung gibt, gibt es für den Lehrer Bonus, sonst Grundgehalt. Ist bei uns aber völlig utopisch

    Ich bin ja selten der "Feuer und Schwefel"-Typ als Datenschutzbeauftragter... Aber da wäre es dann soweit.

    Ok, war ja auch nur eine Überlegung, habe halt Angst, dass der Antrag als total unwichtig eingestuft wird und deswegen in den tiefen des Sekretariats verschwindet...Wenn der GV vor der SL steht und ihr den Antrag persönlich übergibt, wird er gewiss nicht verschwinden sondern sehr zeitnah bearbeitet werden...psychologischer Nebeneffekt, da der GV ja nicht alle Tage in die Schule kommt, versteht ihr?

    Mach das doch. Ich hoffe dann, dass die zuständigen Menschen, die du mit so einem Unfug belästigst, deine Prüfer in der UPP sind und sich an dich erinnern.

    ...normalerweise bin ich nicht ganz so gehässig, hier aber schon. Meine Güte.

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