Beiträge von BlackandGold

    Oder wirken so, dass der Kollege sich dann als Ausgleich erstmal für 4 Wochen einen Krankenschein holt. Die Schule kann zusehen, wer die Abiprüfungen macht etc.

    Mich wundert, dass diese Fälle offenbar von der geschilderten Schulleitung gar nicht bedacht werden. Sie begibt sich damit doch auf sehr dünnes Eis, denn die Arbeit hat sie letztlich auch selbst.
    Einfacher wäre es, die Kollegen gewähren zu lassen.

    Was für eine ekelhafte Arbeitseinstellung ist es eigentlich, zu spät zu kommen und dann bei einer Ansprache dazu sich krankschreiben zu lassen? Als Kollege würde ich da wenig Verständnis für aufbringen.

    Bei uns ähnlich, wobei einige Räume immer offen sind. Ich schließe auch im Vorbeigehen anderen Klassen die Räume auf. Das war bisher nie ein Problem, allerdings würde das so in Grundschule oder Sek. I sicher nicht funktionieren.

    Habe ich ne Zeitlang getan, gab gerade in der Ausbildungsvorbereitung dann immer wieder Probleme, dann war es das.

    Jetzt bin ich in der Sek I und da holen wir die Kinder auf dem Hof ab.

    Ihr dürft das sagen, ich kann auch einfach irgendwas sagen. Es spielt aber keine Rolle, weil ich mich als Eltern in diesem Fall überhaupt nicht daran halten muss.

    Urlaub verlängern ist aber schon was anderes wie ein medizinisch notwendiger Arzttermin. Die Schulpflicht steht immer über dem Urlaub und hier muss die Schule es genehmigen.

    Die körperliche und seelische Unversehrtheit des Kindes steht in jedem Fall aber über der Schulpflicht.

    Spannend wird das, wenn es dann nicht nur unentschuldigte Stunden sind, sondern eine schriftliche Leistungsüberprüfung damit kollidiert.

    Nur zum Verständnis: Du sagst also, dass du geplante und vorher bekannte Abwesenheiten nicht vorher kommunizierst, sondern dein Kind einfach morgens nicht auftaucht und dann später irgendwann entschuldigt wird? Finde ich spannend, sieht §43 Abs. 2 SchulG NRW so nicht vor, da steht "unverzüglich".

    Nota bene: Wir sind sogar angehalten, bei einfach nicht auftauchenden Kindern, wenn die Eltern nicht erreichbar sind, die Polizei zu informieren.

    Sind Altlutheraner sowas wie die SELK? Was sind Altorthodoxe?

    Es gibt in der griechischen Orthodoxie die sogenannten Altkalendarier. Das sind Leute, die die Kalenderreform (zum neo-julianischen Kalender) nicht mitmachen wollten und immer noch 13 Tage versetzt sind. Die sind, genauso wie die übrigen Altkalendarier bei den Orthodoxen (bspw. die Russen) durchaus eher konservativ, manchmal sogar rückständig.

    Wenn dem so ist, funktioniert Fasten nicht mit den Regeln des Verzichts auf Fleisch. Und wenn man das ganze Jahr auf Alkohol verzichten mag oder muss, dann ist es für 7 Wochen keine Besonderheit.

    Gerade darum mag ich, dass man sich Fastenvorsätze selbst wählen kann. Der eine empfindet es als Beliebigkeit, der andere als Möglichkeit, etwas Individuelles zu wählen, das einen persönlich betrifft oder berührt.

    Wie gesagt, deswegen wird das in der Moderne alles diskutiert. Aber die erzkonservativen Kreise in der Orthodoxie würden eine Änderung der Fastenregeln als persönliche Beleidigung empfinden und mit Spaltung drohen bzw. sogar sich abspalten.

    Die Akten sind nicht leer, sie müssen gereinigt bereinigt weitergegeben werden.
    Das bedeutet, dass z.B. bei uns, dass nur Stammblatt, Zeugnisse und Beratungsprotokoll weitergegeben dürfen, alles andere nicht.

    Selbst wenn diverse KK / Ordnungsmaßnahmen stattgefunden haben, geht das dann ggf. noch aus dem Sozialverhalten im Zeugnis hervor, das nicht gut ist, die konkreten Maßnahmen aber nicht.

    Da man aber die GS-Lehrkräfte zu den Konferenzen der Klasse 5 einladen kann und diese dort vollumfänglich berichten dürfen, sehe ich das nicht als so großes Problem. Und wenn jemand fragt: Diese Aussage habe ich bei uns von der BR.

    Dass die weiteren Regeln aufgeweicht wurden, finde ich bedauerlich. In den anderen Kirchen (orthodox, altoriental) bestehen sie weiterhin.

    Man muss hier vorsichtig sein: Es gibt durchaus immer wieder Diskussionen in der orthodoxen Kirche über die Fastenzeit. Hintergrund: Die Fastenregelungen der Orthodoxie sind stark mediterran geprägt, insbesondere was "Meeresfrüchte" oder "Fischtage" angeht. Theoretisch könnte auch ein Veganer problemlos weiteressen, was er immer isst, es gäbe keinen Unterschied. Die Fastenzeiten der Orthodoxie sind auch stark geprägt durch die klösterlichen Ordnungen. Und zuletzt ist in es in genuinen orthodoxen Ländern deutlich einfacher, fastengemäßes Kantinenessen zu kriegen.

    Das alles führt dazu, dass die alten Fastenregeln hier in der Diaspora nicht so richtig funktionieren und daher oft auch wegfallen.

    Man sollte also vorsichtig sein, wenn man allzu "euphorisch" auf die tollen Fastenregeln der Orthodoxie schaut.

    Das habe ich noch Mitte der 60er (1./2. Schuljahr!) erlebt: Prügel auf den "Hosenboden" vor der Klasse. Spezialität unseres "Lehrers" war aber, ein dünnes Holzbrettchen an die zu diesem Zweck aufgeblasene Wange schnacken lassen und Verbannung in eine kleine Besenkammer ohne Licht... Der alte Pauker "aus echtem Schrot und Korn" hatte seine Ideale aus den 40er Jahren überzeugend weiter umgesetzt. Und ja: Eltern haben nicht aufgemuckt.

    Relevante Hervorhebung von mir. Mein Vater, der Ende der 40er geboren wurde, hat nie eine Prügelstrafe bekommen, aber welche mitbekommen. Warum er nicht? Einerseits war er wohl relativ brav, aber insbesondere war seine Großmutter (!) einerseits bekannt/vernetzt und zweitens absoluter Gegner solcher Strafen. Man wusste wohl von Lehrerseite, dass meine Urgroßmutter sehr aufsässig geworden wäre.

    Es kommt also natürlich, wie immer, darauf an, was die jeweilige Gesellschaft davon hält. Wie jetzt auch. Es gibt Eltern, die würden es gerne haben, wenn wir wieder zulangen, es gibt Eltern, die halten bereits einen strengen Tadel für unangemessen.

    Man kann sich übrigens vorstellen, dass mein Vater 1968 keinen großen Ärger mit seinen Eltern hatte.

    Weil ich gerade darüber gestolpert bin:

    Die Landesdatenschutzbeauftragte NRW sieht das ganze relativ pragmatisch:

    "ii. Verpflichtung, die Kamera einzuschalten
    Die Schule muss entscheiden, inwieweit sie Schüler*innen und Lehrer*innen dazu
    verpflichtet, während des per Videokonferenz stattfindenden Unterrichts die Kamera
    einzuschalten. In datenschutzrechtlicher Hinsicht hat sie dabei zu berücksichtigen, ob
    die mit dem permanenten Einschalten der Kamera verbundene Verarbeitung von
    Bilddaten für den von ihr zu erfüllenden gesetzlichen Bildungs- und Erziehungsauf-
    trag erforderlich ist und ob bzw. inwieweit hiervon Ausnahmen zugelassen werden
    können. Über eventuell berechtigte Ausnahmen in Einzelfällen sollten sich Lehr-
    kräfte, Schüler*innen und Eltern gegebenenfalls miteinander verständigen."

    https://www.ldi.nrw.de/system/files/m…_2022-10-25.pdf

    Die Schule muss also die Erforderlichkeit begründen.

    Das ist zweischneidig.
    Und genau das ist der Punkt: Akademikerkindern wurde schon immer "etwas abgenommen". Nicht der Hintern hinterhergetragen, "man" hat sich schon korrekt beworben, aber die Eltern haben (noch mal) erklärt, wie man das Schreiben verfasst, der Freund bei der passenden Firma / Praxis wurde im Vorfeld informiert, usw..
    Immer mehr Eltern bekommen schon mit, wie wichtig es ist, dass sie mit dabei sind, kennen aber immer weniger Grenzen.

    Die Eltern wissen, dass es wichtig ist, aber nicht, wie man es macht. Deswegen treten die dann so unangenehm auf.

    Kleines Update: seit 2 Tagen zu verschiedenen Uhrzeiten wirklich hartnäckig versucht jemanden ans Telefon zu bekommen. Leider ohne Erfolg. Hätte gerne abgeklärt, wie und was an Unterlagen eingeschickt werden muss. Da nur die Bezirksregierung und das zuständige Dezernat mit Telefonnummer angegeben sind.
    Bei anderen Beförderungsstellen sind weitere Details genannt, hier bei genannter Stelle leider nicht…

    Düsseldorf oder Köln? Da kannste das gestern und heute ziemlich vergessen.

    Kenne ich genauso. Es wurde sogar in der Lehrerkonferenz beschlossen, dass jede/r einen bestimmten Messenger installieren muss und sein Smartphone während es Unterrichts auf laut stellen muss und eingehende Nachrichten checken muss. Wie steht ihr dazu? Was sagen die Lehrratsmitglieder dazu?

    Naja, relativ easy: Ich würde das nicht tun. Und das auch klar ankündigen.

    Kann man so sehen. Gleichwohl kann man sich im Vorfeld über das Vorhaben und die Chancen auf Genehmigung informieren - das wird ja auch von "normalen" Eltern erwartet.

    Du hast mich missverstanden. Es geht hier bei weitem nicht um eine Entschuldigung. Ich finde es im Gegenteil ausgesprochen unschön, dass es auch informierteren Eltern passiert. Das kam aber zugegebenermaßen schriftlich nicht gut rüber.

    Der eine Tag an sich ist nicht das Problem. Hier geht es um die Vorbildfunktion. Die Justizministerin (!) findet eine Legitimation, geltendes Recht zu dehnen. Quod licet Iovi, non licet bovi?

    Und ob eine Schulleitung den Ar*** in der Hose gehabt hätte, den Antrag einer Ministerin abzulehnen...

    Zu 1: Bin ich bei dir. Passiert leider manchmal, dass man das falsch macht. https://rp-online.de/nrw/landespoli…m_aid-106773683

    Zu 2: Bin ich auch bei dir! Ich würde meiner SL empfehlen, den Antrag der Schulaufsicht vorzulegen und um Beratung zu bitten. ^^ Dann kann man notfalls "leider, leider" schreiben.

    Wo siehst du denn diese Mehrheit?

    Ich würde mal sagen, dass in der Mehrheit der Gesamtschulen, Berufskollegs und Weiterbildungskollegs kein Mensch sich um Kappen schert.

    Das ist eher dem humanistischen Gymnasium zuzuschreiben.

    Ich war an einem WBK, einem BK und jetzt einer Gesamtschule. Die Gesamtschule hat das Kappenverbot in der Hausordnung. Meine SL kennt das von der Gesamtschule, wo sie vorher DL war.

    Ich persönlich habe bei der Erstellung der Hausordnung dagegen gesprochen, wurde aber überstimmt und setze es jetzt natürlich durch. Für die Schüler:innen ists nicht schlimm, ich mach da aber auch keinen Staatsakt draus.

    rutscht man dann bei vollem Ausbau in A15?

    Jap. Schulleitungen fangen auch mit A15 an, sSL mit A14Z, die dann alle langsam hochrutschen mit der Schülerzahl.

    Blackeagle

    Wirklich wichtig wäre der Kontakt zur potentiell neuen SL. Gerade bei Gesamtschulen im Aufbau hat man ein sehr eng zusammengesetztes Kollegium, du kommst dazu, wenn die gerade die 8. Klasse starten. Da sind gerade mal zwischen 15-25 Kollegen, die zum Teil durch echt viel Feuer gegangen sind. Da willst du noch weniger als an voll ausgebauten Schulen mit einem Hausbewerber konkurrieren.

    Taxi rufen.

    Taxi ist ja ÖPNV... Wenn das nicht mehr fährt, wirds spannend.

    Und wer dann hingeht, erwartet vermutlich, dass der Hausmeister es früher schafft und noch vor Schulbeginn einen Weg über den Hof freischalten oder streut. Bei diesem stellt sich die Frage irgendwie nicht.

    Ich habe echt Mitleid mit unserem Hausmeister. Der musste jetzt regelmäßig Winterdienst machen und dafür zum Teil um 6 Uhr dasein. Da die Hausmeisterwohnung nicht mehr existiert, hatte der fies Anfahrt... Und das auch Samstag und Sonntag.

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