Beiträge von Kiggie

    Als Studijob habe ich auch 'ne Menge gemacht, die ich als festen Job nicht durchhalten würde. Gab es in deinem "geilen" team auch Leute, die schon 20 oder 30 Jahre auf dem Buckel hatten? Nee? warum wohl nicht.
    Finde ich aber auch im Detail nicht so wichtig, weil es den Vergleich Trinkgeld mit Geschenke für Lehrer auch nicht mehr rettet.


    Doch! Aber sei es drum.

    Zum Kursiven: Ich finde schon. Ich gebe auch beim Frisör, dem Postboten und Handwerkern Trinkgeld oder eine Aufmerksamkeit. Ich finde, dass zeigt eine Art Wertschätzung von der Arbeit.
    Wobei bei einem Lehrer da eher ein Blumenstrauß oder Ähnliches als ein 200 € Gutschein zählt. Es muss angemessen sein.

    Du würdest für den Mindestlohn kellnern? Ich nicht.

    Ich habe es im Sturium und Ref gemacht. Als Minijob, also ohne Abgaben war das gut verdientes Geld.
    (Mit Trinkgeld natürlich noch besser)
    Aber 9,75 € für eine lockere Arbeit (körperlich ja, aber nicht denkend extrem anspruchsvoll) fand ich vollkommen okay. (Abgesehen vom frei essen und trinken und tollen Gesprächen und einem geilen Team).

    Aber wenn die Schule jetzt Bedarf hat?
    Eine Schule schreibt durchaus dann aus, wenn sie eine Stelle haben und sind froh um Besetzung. In einem Jahr dürften sie vielleicht gar nicht ausschreiben durch veränderte Schülerzahlen.

    Und wer sagt, dass du dein Examen schaffst und nicht wegen der Liebe oder einem anderen Grund auf einmal woanders hinwillst. Die Planbarkeit für die Schule ist damit auch nicht gegeben.

    Bei blockunterricht wechselt der Stundenplan und damit die Klassen bereits nach 6 oder 7 Wochen.

    Die verschiedenen Klassen hat ein normaler Fachlehrer aber auch.

    Aber ich habe dann auch mehr Stunden (4-6) in einer Klasse. Die anderen Fächer meist nur 2, entsprechend insgesamt mehr Klassen.

    Die QA steht uns noch bevor ... immerhin führt sie bei uns an der Schule dazu dass die didaktischen Jahrespläne vervollständigt werden, was ich als Berufsanfängerin echt gut finde.

    Ansonsten erinnern mich deine Ausführungen sehr an das Referendariat, vieles ist einfach nur Show ;)

    Das bestätigt mir nur mal wieder, was ein Lehramtsstudium eigentlich wert ist. Der Seiteneinsteiger studiert berufsbegleitend Deutsch, Math und Englisch. Jeweils ein Dreiviertel Jahr und immer nur ein Tag pro Woche. Wenn’s danach ginge, hätte ich auch irgendeinen nichtigen Mist studieren können, mich als Quereinsteiger beworben und mein Ref sogar noch vor dem echten Lehramtstudenten vollendet. Wozu dann die Mühe?


    Ich bin da ehrlich, ich habe mich das auch hier und da gefragt. Zumindest mit meinen Fächern. Ich habe einige in der Schule die Vertretungsunterricht machen, sehr gut bezahlt werden und parallel ihren dualen Master studieren. So gesehen, bekommen sie ihren Master finanziert. Noch dazu werden sie im Ref besser bezahlt (ja geben auch mehr Stunden, hätte ich auch gerne gemacht, ich hatte einen anderen Nebenjob)

    Nachteil ist aber: Auf diesen Weg kann man nicht bauen. Quereinsteiger / Seiteneinsteiger werden dann eingestellt, wenn akuter Mangel herrscht. Sie haben kein Anrecht auf ein Referendariat, so wie du als "klassischer" Lehramtsstudent.
    Außerdem tun sich einige doch schwer, da ihnen jegliches pädagogisches Grundwissen fehlt. Und nach vielen Jahren Vertretung wird es oft nicht leichter im Ref.

    Also ich werde 1,5 Jahre eher fertig mit dem Ref, als der Seiteneinsteiger. Dennoch muss ich mir eine neue Schule suchen und dann er darf also vor Ort verbleiben?
    Das ist in meinen Augen ungerecht, aber wenn das die Rechtslage so sagt...


    Ich kenne nun nur NRW.
    Ungerecht ist das nicht, er hat ja jetzt seinen Vertrag bekommen. Da wird nicht noch einmal neu geschaut.

    Schau aus der Sicht der Schule: Die Schule steckt Ressourcen rein und kann sich dafür auf viele Jahre die Stunden sichern. Das ist für die Planbarkeit einfacher für die Schule.

    Was in den Verträgen der Seiteneinsteiger in Brandenburg steht weiß ich nicht.

    Aus eigener Erfahrung als Schülerin:

    Unser Wirtschaftslehrer am BK hatte einmal für unsere Klasse die Zeit als Klassensatz bestellt (glaube 4 Wochen oder so)
    Dort haben wir dann bestimmte Artikel durchgearbeitet, bzw drüber diskutiert. Wir hatten aber auch im Unterricht selber Zeit dazu zu lesen, was ich gut fand, denn zu Hause hätte es sicherlich weniger stattgefunden. Auch bestimmte Artikel haben wir im Unterricht durchgearbeitet.

    Durch das zur Verfügung stellen kann man sicherlich eher was schmackhaft machen. So war zumindest mein Eindruck.

    Nein, stricken ist nicht meines, aber sonst gibt es bei mir immer ganz viel selbstgemachtes aus der Küche.
    Aber ich bekomme immer selbstgestrickte Socken von meiner Tante <3


    Verschenkst du auch gerne selbstgemachtes?

    Ich hatte damals beim Studium zwischen Gym und BK geschwankt. Letztlich hatte ich keine Lust auf sek I und dazu Chemie in der Mittelstufe in bis zu fünf Klassen parallel zu unterrichten. Nun bin ich mega glücklich über meine Entscheidung.
    Weniger (bzw eher keine) Elternarbeit, fachliche Tiefe hier und da,
    Man sollte sich da definitiv bewusst machen, was man sich besser vorstellen kann.

    In NRW muss man zum Beginn des Ref 52 Wochen fachpraktische Tätigkeit vorweisen. Ausbildungen werden anerkannt aber auch diverse Praktika, wie ich so hörte. Danach ist es dann offen. Also mit Gym Staatsexamen kann man sich dann auch auf die Stellen am BK bewerben.
    Viele tun sich da aber zu Beginn auch schwer, bzw man muss sich auf das BK auch einlassen und die anderen Gegebenheiten.

    Mit nicht ausbildungsspezifischen Fächern ist der Nachteil, dass man im sehr vielen Bildungsgängen landen kann. Das heißt viele Konferenzen und auch viel unterschiedliche Arbeit, da die Anforderungen teilweise sehr verschieden sind.

    sogar die Vollzeitklassen formulieren eher: "Wir wollen den Führerschein machen" (und uns den von Greta nicht wegnehmen lassen).


    Will Greta das? Wenn ja, sag mir wo.
    Ich kämpfe auch pro Radverkehr. Aber ich bin nicht gegen den MIV, er muss nur reduziert werden. Auch ich fahre Auto wenn nötig, fliege, wenn nötig und esse Fleisch.
    Aber eben bewusst. Und wenn alle etwas bewusster mit den Ressourcen und der Erde allgemein umgehen würden, müsste man niemanden gar nichts verbieten oder durch Regeln vorschreiben.
    Aber so lange es solche Leute wie dich gibt (die noch dazu aus dem gebildeten Sektor kommen) und aus Trotz erst Recht Dinge tun, dann sehe ich schwarz für die Zukunft. Bzw. dann kann es eben nur über Verbote geregelt werden. Sehr sehr traurig!

    Das heißt auch, dass nicht jeder der da mitmarschiert, absolut grün lebt, es geht einzig und allein darum, dass sich etwas ändern muss. Und das auf vielen Ebenen und nicht nur bei ein paar Wenigen.

    "Lebensstandard" - es gibt nicht den einen. Also ich stehe finanziell sehr gut da! Und ich bin glücklich in meinem Job. Das kann man mit Geld nicht aufwerten!

    Was bringt dir also ein Studium/Job, der dich nicht glücklich machst, vllt deswegen auch krank macht oder gar das Studium scheitern lässt? So habe ich einige kennengelernt, die Dinge studiert haben, weil es "sinnvoll" ist oder weil die Familie es wollte. Viele haben das Studium abgebrochen oder später irgendwann umgesattelt.
    Es ist dein Leben und du hast nur Eines!

    Aber!: Du bist noch jung, alles überblicken kannst du auch noch nicht. Man könnte also auch als Deal mit dem Vater ein Jahr Praktika machen in verschiedenen Bereichen, die vielleicht auch er für dich vorsieht. Dann hast du es zumindest probiert.

    Beurteilungen gibt's in RLP nur für Aufstiege. Ebenfalls in beiden Fächern. Das führte dazu, dass ich für die Lebenszeitverbeamtung halt eine Sozialkundestunde in einer meiner ET-Klassen gehalten habe. Vorher hatte ich bereits 3 Jahre lang nur ET unterrichtet


    Es kann ja auch passieren, dass man an einer Schule landet, an der es ein Fach gar nicht gibt. Zumindest an berufsbilenden Schulen keine Seltenheit.

    (Hätte mir mit meiner Kombi auch passieren können)

    Jetzt bricht sicher ein Shitstorm über die Klasse/Schüler ein :teufel:

    Der Punkt ist ja, man kann solche Dinge tun (ich fliege auch im Herbst in die USA, meine Familie besuchen). Aber dann sollte man eben auch dazu stehen und nicht versuchen sich herauszureden.
    Aber trotzdem sollte man sich als Schule da auch hinterfragen, hat man die Alternativen angeschaut?
    Die Geiz ist geil Sache finde ich nämlich in vielen Bereichen sehr erschreckend.

    Ich habe gerade nebenbei im ARD Morgenmagazin einen guten Vergleich gehört: "Der SUV ist für die Klimaaktivisten das Gleiche wie die Flüchtlinge für die AfD, ein Sündenbock." ;)

    Den SUV verteufel ich persönlich aber eher aus dem Aspekt "Wem gehört die Stadt?"
    Siehe auch Helikoptereltern / Eleterntaxis / Feinstaubbelastung an Orten, wo Leute zu Fuß gehen/mit dem Fahrrad fahren. - Also Lebensqualität für die Gemeinschaft

    Ich kann auch nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten (Drei Praktika + Praxissemester) - den Lehrern war meist egal, ob ich komme oder nicht. Gerade beim EOP sollte man noch die Freiheit nutzen so viel wie möglich zu sehen. Unterrichten steht da noch nicht im Vordergrund.
    Meistens haben die Kollegen gesagt, wenn du da bist, bist du da, sonst halt nicht, Unterricht muss ich eh machen. Natürlich nur, wenn man nicht fest zugesagt hat nun zu unterrichten.
    Mach dir nicht so einen Kopf und erklären musst du dich ihm nicht.

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