Beiträge von O. Meier

    Es war der Versuch einer Erklärung vor dem Hintergrund unserer Geschichte.

    Ich halte das für keinen besonders gelungenen Versuch. Ja, es gibt Bundes- und Landesgesetze, das ist Föderalismus. Ob der uns tatsächlich vor einer Gleichschaltung schützen wird, sehen wir dann. Trotzdem brauchen wir schon einheitliche Vorgaben. Wenn man ein Schwimmabzeichen macht oder ein Kraftfahrzeug zur technischen Hauptuntersuchung vorstellt, dann ist klar, was dabei überprüft wird.

    An öffentlichen Schulen vergeben wir landesweit einheitliche (und bundesweit abgestimmte) Schulabschlüsse. Dann darf man erwarten, dass klar ist, was gelehrt und geprüft wird, wenn so ein Abschluss vergeben wird.

    Was die EntwicklerInnen in der Behörde betrifft, so ist das leider ihr Auftrag, nur den Rahmen vorzugeben.

    Ja, da stimmt etwas mit dem Auftrag nicht. Das ist politisches Versagen. Für uns an den Schulen bedeutet das, dass wir viel Zeit in etwas stecken, dass landesweit hätte geregelt werden können.

    Weiteres Beispiel: Das Land NRW erlässt keine einheitlichen Regeln zur Benutzung von Mobiltelefonen, beauftragt aber jede Schule, ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Das war dann also auch Thema in jeder Bildungsgangkonferenz, das hat auch Zeit gekostet. Am Ende haben wir einen Text, in dem im wesentlichen steht, dass man im Unterricht nicht telefonieren (und sonstiges) soll. Das war auch schon vorher so. Es stand aber nur in der Hausordnung, jetzt steht es im „Konzept“.

    Was und wie andere Länder das machen, ist in diesem Zusammenhang irrelevant.

    Es lohnt sich immer, zu schauen, wie andere Länder etwas machen.

    Ich frage ich sowieso warum jede Schule eine didaktische Jahresplanung selber anfertigen soll. Warum kommt sowas nicht gleich aus dem Ministerium und fertig?

    Weil dann die Lehrplanschreiberinnen im Ministerium ihre Sachen zu Ende denken müssten. So können sie halbfertigen Kram abliefern und wir sehen zu, wie wir klar kommen. Dass sich durch neue Pläne die unterrichteten Inhalte großartig ändern, konnte ich noch nicht feststellen. Vielmehr versuchen wir in den Jahresplanungen nur die Formulierungen an die jeweils aktuelle Diktion anzupassen. Mehr Zeitverschwendung geht kaum.

    Gesetzeslage

    Die Gesetzeslage sieht 41 Stunden pro Woche vor und eine Fürsorgepflicht der Dienstherrin. Dass man uns beliebig mit allem möglichen zuballern darf, ist ein feuchter Traum von Bildungspolitikerinnen und Schulleiterinnen.

    Man kommt mit der Frage, was man statt dessen nicht machen soll, wenn man einen neuen Driss aufgedrückt bekommen soll, schon ziemlich weit. Nächste Stufe ist die Überlastungsanzeige.

    Konferenzen hier, Elternabende da. Um auf das Thema dieses Threads zurückzukommen. Eine „Hirtin” muss ihre Herde auch vor Unfug schützen, z. B. überlangen Dienstzeiten oder dem Quark das wegen des „Hausrechts“ beim Treffen von Eltern eine Lehrerin anwesend sein müsste. Derartige Pförtnerinnendieste dürfte wohl kaum amtangemessen sein. Eine Verschwendung von Dienstzeit ist das sowieso. Und zur Motivation dürfte es auch nicht beitragen.

    Wenn man die „Schafe“ mit lauter unnötigen Kram beschäftigt, bleibt für die hochwichtige „Schulentwicklung“ nichts mehr übrig. Es nützt auch nichts, bei jeder Sache zu betonen, wie wenig Aufwand das doch wäre, wenn es aber in der Summe unerträglich viel ist.

    Super112

    Wie kennen den Text immer noch nicht. Aber deine Darstellung ist nicht konsistent. Erst schreibst du von einer Person, die mehrere Geschlechter gehabt hätte. Jetzt schreibst du aber von einem jungen Mann.

    Ich habe weiterhin den Eindruck, dass die Informationen bewusst unscharf gelassen werden, damit man etwas hat, über dass man sich aufregen kann. Handelt es sich bei der Person nicht um einen Mann, wäre womöglich „he“ falsch und die Bewertung korrekt. Hm?

    Mit welchem Pronomen wird denn in dem Text daselbst von der Person gesprochen.

    OK, letzter Kommentar in deine Richtung, um dem Anliegen, vom eigtl. Thema abzulenken, nicht beizuhelfen:

    BItte mehr Selbstreflexion: Das ist doch auch dein proaktives Verhalten hier, ich spiegel dir das lediglich.

    Ich verwende dergestalte Emoticons nicht, weder „proaktiv“ noch sonstwie. Wenn du das tust, machst du das in eigener Intention und in eigener Verantwortung. Selbst wenn du in mir den Anlass dafür sehen möchtest, so ist es doch deine Entscheidung und deine Tat. Und so bist es denn du, die damit einen Eindruck hinterlässt.

    Wenn du danach fragst, was beim Menschen biologisches Geschlecht definiert, dann aber 'kritisierst', dass als Grundlage dieser biologischen Definition "gerne die Biologie [...] angeführt" wird, dann ist das schon etwas......... wirr?

    Nein. Mein Kritikpunkt ist, dass ein Konstrukt namens „biologisches Geschlecht“ angeführt wird, um zu belegen, dass man Menschen Geschlechter zuweisen darf. Häufig genug geschieht das in Unkenntnis darüber, wie in der Biologie der Begriff Geschlecht verwendet oder gar definiert wird.

    Entwicklungsbiologie promovierten Biologin

    Oh, ein Autoritätsargument. Hört, hört. Da greifen wir jetzt aber ganz tief in die Trickkiste.

    (wo auch immer du meinst herausgelesen zu haben, ich hätte hier irgendwie präskriptiv argumentiert)

    Bezieh' nicht immer alles auf dich Wenn ich „du“ schreibe, meine ich dich. Wo wir gerade die Pronomina besprechen.

    Ach? Wirklich? Jetzt musst du nur noch erläutern, was das mit dem Thema zu tun hat.

    Welchen Nexus zwischen dem von dir eingeworfenen biologischen Geschlecht und den Pronomina magst du uns denn anbieten?

    Wirfst du mglw. sex und gender durcheinander?

    Wie soll ich das tun, ohne diese beiden Englischen Begriffe jemals in meinen deutschsprachigen Ausführungen verwendet zu haben. Oder möchtest du andeuten, dass es entsprechend Unterscheidbare Begriffe auch im Deutschen gibt? Sollen wir dann über diese sprechen?

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