Beiträge von O. Meier

    ("Man schreibt auf gar keinen Fall einen Kollegen an, der länger krank war - auch wenn es um wichtige Infos geht.")

    Wir wissen tatsächlich nicht, was die Kollegin hat. Das ist auch gut so. Bei längeren Erkrankungen ist aber die Wahrscheinlichtkeit, dass es etwas züchisches oder züchosomatisches ist, hoch.

    Bei Burnout und verwandten Problemen ist es der Genesung zuträglich, die Erkrankte vollständig von der Arbeit zu distanzieren. Je schneller sie gesund wird, umso besser für alle Seiten. Man sollte also nicht nur aus medizischen Gründen und Mitmenschlicheit die kranke Kollegin in Ruhe lassen, sondern auch aus rein betriebswirschaftlichen Abwägungen.

    und es kam zu einer Abstimmung, dass nicht alle neuen Klassen, sondern wieder nur die Hälfte davon als BYOD-Klassen eingerichtet werden.

    Hmhmhm. Dein Beitrag klingt mir etwas durch den Schaum gesprochen. Ihr seid da systematisch 'ran gegangen und am Ende war's doch für's Gesäß. Dass das keine Freundensprünge auslöst, kann man wohl verstehen.

    Auf der anderen Seite betrifft das etwas auf der Arbeit. Die macht man soundsoviel Stunden am Tag. Ich wollte mein Glück nicht daran hängen. Ich versuche schon lange nicht mehr für oder in der Schule etwas zu verändern. Insondere nicht, wenn es ums Digitale geht. Ich hätte da Fachkenntnisse zu bieten. Ich muss ich aber nicht damit herumschlagen. Entscheidungsgremien sind nicht immer Expertinnenrunden. Ich werde da niemanden therapieren.

    Ich biete zurzeit eine AG (spezifische Sportart) an, an der gerade mal noch drei Schülerinnen teilnehmen. Die haben Spaß, ich auch. Auch da biete ich meine Expertise (Trainerinnen-Lizenz) weitergehend an. Manche Kolleginnen nutzen das. Manche nicht. Wenn die Lehrerinnen keinen Bock haben, entgeht den Schülerinnen ein Angebot. Das ist fürs Gesäß, aber ich rege mich nicht darüber auf. Ich freue mich über die, die kommen.

    Es gab da immer wieder Anfragen aus bestimmten Bildungsgängen, ob man das nicht fest ins Programm aufnehmen könne, das passe so gut zu der Ausbildung/Fachrichtung. Ja, tu es. Aber aus den gleichen Bildungsgängen kamen auch Widerstände. Wie, das kostet Geld? Da muss ich noch etwas organisieren? Und es ist auch immer leider so, dass die eine oder andere Schülerin dann zufällig krank war, weil eine Herausforderung oder etwas Neues auf sie zukam. Ja, dann kommen die halt nicht. Ich möchte mich aber nicht damit herumschlagen, wenn so ein Angebot kein Angebot mehr ist, sondern regulär auf dem Stundenplan steht.

    Also arbeite mich dreien statt mit dreihundert und komme gut hin.

    Bei der Digitalisierung geht es sicher um etwas anderes. Diese wird von dir als essentiell wahrgenommen und nicht als Möglichkeit zur Abrundung und Verbesserung des Ausbildungsangebotes.

    Ich weiß nicht, wie bei euch die Entscheidungsstrukturen sind, aber muss denn so etwas abgestimmt werden? Unsere Tablet-Klassen wurden zwischen Schulleitung und koordinierenden Lehrkräften für die Bildungsgänge „verhandelt“. Da wurd' das gemacht.

    Wenn ich das richtig sehe, ist die einzige Anforderung für die Kolleginnen in euren BOYD-Klassen, dass sie das Material auch elektrisch zur Verfügungn stellen. Es geht also um ein paar Uploads. Maximal darum, nicht ohnehin digital vorliegende Sachen auf den Scanner zu legen. Nee, da weiß ich auch nicht, was der Ärger soll. Das kann man wirklich machen. Ich lade, seit wir diese haben, so ziemlich alles auf die Lernplattform hoch. Da ich die Dateien eh irgendwie von zu Hause in die Schule bekommen muss, ist das kein zusätzlicher Aufwand. Oder ist das bei OneNote erschreckend kompliziert?

    Ich weiß nicht, ob es den Gegnerinnen wirklich um Digitaliserung und den anzupassenden Workflow geht oder ob die nicht schlicht die Schnauze voll haben von „Neurerungen“, weil die schon oft genug mit Ärger und Arebit aber ohne Nutzen geendet sind. Da hätte ich nämlich auch Verständnis für.

    Was ist auch noch nicht ganz verstehe, ist, wo denn nun die Probleme für dich entstehen, wenn nicht alle Klassen BOYD machen: Geht es darum, dass man in dem Fall (irgendwie symmetrisch) Material in Papierform zur Verfügung stellen muss?

    Es geht ja um den Quereinstieg.

    DER Quereinstieg. Singular.

    Jedes Bundesland hat da so seine eigenen Regeln (und die können sich ändern). Deshalb wurde nach dem Bundesland gefragt. Die Frage hast du ignoriert. Und um was für Punkte geht es? Credit Points?

    Und was ist mit Berufserfahrung?

    Nichts genaues weiß man nicht.

    Viel Erfolg.

    Manchen Äußerungen scheint hier ein Fehlverständnis von Naturwissenschaften zu Grunde zu liegen. Diese sind deskriptiv, nicht präskriptiv. Sie sagen, wie etwas ist, nicht, wie es sein muss.

    Man kann sehr wohl feststellen, dass die (evolutionäre) Anpassung an die Umwelt anders aussieht, wenn sich die Umwelt ändert. Das nimmt uns aber nicht ab, Verantwortung für unsere Umwelt und unsere Gesellschaft zu übernehmen. Die eigenen Schülerinnen als Trottel zu deklarieren, deren Leben man nicht durch eine technische einfache Maßnahme wie einen FI-Schutzschalter schützen sollte, kann ein Gesellschaftsentwurf sein.

    Das ist aber keine Gesellschaft, in der ich Leben möchte.

    Interessant an der „Nur die Harten kommen in' Garten“-Fraktion, ist doch, dass sie auch gut heulen kann, wenn etwas gerade mal nicht so läuft, wie sie's gerne hätte. Kann euch das nicht versöhnen?

    Wo findest du denn die Telefonnummer, die du "analog" anrufen willst? Gibt's bei euch noch Telefonbücher?

    Ja. Kann man auf dem Postamt holen oder online bestellen (kein Witz).

    Vieles geht nicht mehr analog, das ist wohl richtig. Digital bietet nicht mehr Möglichkeiten, sondern andere. Manchmal sind es sogar weniger. Dafür sind hier Beispiele genannt worden. Keine Fahrkarten mehr am Schalter, Geld nur noch am Automaten. Und wir fänden noch mehr.

    (Nota bene: die deutsche Bahn ist in alle Aspekten schlecht. Analog, digital, Angebot, Preise, Service, Kommunikation. Sie ist ein Beispiel für eine grandios dämliche Deregulierung, sonst aber für nichts.)

    Rudern wir mal zurück. Ähm, nehmt einfach die Blätter hoch, die Strömung trägt uns. Das Beispiel, in dem es um mehr Arbeit für andere wegen nicht-digital gehen sollte, führte doch den Unwillen (oder die Unfähigkeit) Google Maps zu benutzen an. Dass man nur mit Google Maps einen Ausflug planen kann, halte ich für ein Gerücht. Insofern ist die Bitte, dass das jemand anders machen möchte, doch auch nur vorgeschoben. Wer Google Maps nicht kann, lässt es sich zeigen oder plant anders. Wenn derjenigen natürlich (wiederholt) das Gesäß hinterhergetragen wird, muss man sich nicht wundern, dass sie es weiter versucht.

    Antimon: Sehe ich das richtig? Diejenigen, die wurschteln können, werden Klassenlehrpersonen und bekommen den Aufwand (pauschal) durch Anrechnung aufs Lehrdeputat vergütet? Die analogen Nicht-Wurschtlerinnnen bekommen keine Klassenführung und unterrichten demzufolge mehr?

    Ich sehe immer weniger, dass die Nicht-Digitalisierten anderen Arbeit machen. Zumindest keine, für die sie nicht bezahlt werden, wie du ausführst.

    Ich finde die Regelung bzgl. der Anrechung der Klassenführung ziemlich fair, so etwas fehlt bei uns. Aber wo ist jetzt das Problem?

    Sie lassen z.B. das Mahnwesen bei unentschuldigten Fehlzeiten auf ganzer Linie schleifen mit dem Ergrbnis, daß sie nirgendwo mehr als Klassenlehrer eingesetzt werden. Und schon müssen sie fürs gleiche Geld weniger arbeiten, während die Kollegen, die beim Mahnwesen auf Zack sind, für ihre Mehrarbeit als „Dank“ dann gleich noch die Klassenlehrerschaft für zwei weitere Klassen aufs Auge gedrückt bekommen und damit dann noch mehr Überstunden schieben.

    Schlechte Schulleiterinnen ziehen einen Laden ’runter. Ja, ist bekannt.

    Wie du allerdings von mangelnder Anpassungsfähigkeit auf Arbeitsverweigerung kommst, wird wohl dein Geheimnis bleiben.

    Du hast dich bewusst für den Beamtenstatus entschieden.

    Zur Ergänzung: Der Beamtenstatus stellt sicher, dass dir nicht betriebsbedingt gekündigt wird, sondern deine Dienstherrin dich weiter alimentiert, obwohl sie dich nicht so recht brauchen kann.

    Dass man dich im Rahmen dieser Vereinbarung irgendwo einsetzt, ist aber nicht menschenfeindlich. Die Behauptung ist völliger Käse. Es gibt Leute, die haben gar keinen Job oder welche, die echt eklig sind. Sogar die kommen klar. Deine Firma schickt dich in eine andere Filiale, um dich überhaupt für irgendetwas brauchen zu können. Das ist ganz normal, aber gewiss nicht menschenfeindlich. Lächerlich.

    Es wird keine Schule geben, in die du gut passt. Deine Fächerkombi ist über. Warum sollte eine andere Schule danach suchen?

    Deine Anpassungsfähigkeit scheint auch etwas beschränkt zu sein. Dann wirst du halt überall, wo du hinkommst, nicht passen. Ich weiß nicht, ob dich das wirklich weiter bringt. Ich versuchte ja, erwachsen zu werden, mich auf etwas einzulassen und zu schauen, was ich aus der Situation machen kann.

    Die Arbeit in Flüchtlingsklassen ist ein wenig wie Bergwandern. Anstrengend, aber macht auch Spaß. Man weiß nicht, ob man sein Ziel erreicht, aber dafür kommt man woanders hin. Mit etwas Glück gibt es dort eine lohnende Aussicht,

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