Beiträge von O. Meier

    Bögen? Ja, kann man machen, um einen Eindruck zu gewinnen. Allerdings sollte man das Ausfüllen eines solchen als Bitte an die Kollegin formulieren. Die Reaktion auf eine Verpflichtung ist das oft genug, dass irgendetwas angekreuzt wird, damit Ruhe ist. Damit kannst du nichts anfangen.

    Alternativ kannst du Kolleginnen auch bitten, ein, zwei Sätze zur Schülerin zu mailen. Da bekommst du vielleicht noch weniger Rücklauf, dafür aber konkretere Informationen.

    Im vorliegenden Fall dürftest du aber genug Daten aus eigener Beobachtung haben.

    Gegenüber den Eltern hielte ich mich aber mit Interpretationen zurück. „Problem mit Frauen“ eröffnet ein weites Diskussionsfeld, in dem dir vielleicht nicht alle Ecken behagen. Konzentriere dich darauf, die Vorkommnisse genau zu beschreiben. Was für ein Problem die Schülerin in echt hat, kann dir wurscht sein. Ich vermute zumindest, du arbeitest an einer Schule, nicht an eienr psychatrischen Klinik. Da wäre das etwas anderes.

    Mache klar, dass bestimmte Verhaltensweisen an der Schule nicht geduldet werden, egal warum diese gezeigt werden. Womöglich möchten dir ja die Eltern erklären, warum der junge Mensch sich so verhält. Oftmals meinen Leute, dass durch eine Erklärung bestimmtes Verhalten auf einmal duldbar wird. Das ergibt aber keinen Sinn. Wenn die Mitschülerinnen am Lernen gehindert werden, hilft es ihnen nicht, warum die Störerin stört. Sie haben ein Recht darauf, nicht gestört zu werden.

    Eben. In BKs gibt es die berufliche Fachrichtung „Gestaltung“. Da unterrichtet man dann nicht nur Mediengestalterinnen, sondern spricht auch mit Bauten- und Objektbeschichterinnen über die Viskosität von Farben oder mit Friseurinnen über die Haarmode der Renaissance. Und vielleicht malt man auch im beruflichen Gymnasium. Das ist ein weites Feld.

    Es lohnt sich, mit Schulen Kontakt aufzunehmen. Wenn die jemand brauchen, kümmern die sich auch um Quereinsteigerinnen.

    ... das ist ein nicht zu vernachlässigender Effekt. Wir haben Bücher die sind im 9. Jahr und sehen immer noch gut aus. Dagegen ist jede Digitalversion ziemlich teuer.

    Die Haltbarkeit spricht aus meiner Sicht auch für Papier. Wenn ich neue Bücher anschaffe und genug Platz im Keller habe, kann ich einen alten Klassensatz aufheben. Kannste immer brauchen. Vertretung. Übungsstunde.

    Wenn eine Lizenz ausläuft, ist weg.

    Noch ein paar Gedanken.

    Eine fast volljährige Schülerin kann sehr wohl bei einem Gespräch über sie dabei sein. Ich wollte mir schon gar nicht den Stress machen, sie rein oder raus zu bitten.

    Es ist auch interessant zu beobachten, wie sich manche verhalten, wenn die Eltern dabei sind. Und wie die Eltern die jungen Menschen anschauen, wenn man die eine oder andere Sache erzählt.

    Die Schülerin möchte dich provozieren. Lass dich nicht provozieren. Klingt einfach, ist es vielleicht nicht. Du scheinst da ziemlich drinzuhängen, auch emotional. Das ist nur eine Kundin von vielen. Mach, was du machen musst. Und fertig.

    Denke daran zu prüfen, ob sich die Fehlzeiten und das desktruktive Verhalten nicht doch auf die Leistungen ausgewirkt haben.

    Und: Wenn du krank bist, bist du krank. Erhol’ dich. Es hat niemand etwas davon, wenn du länger ausfällst, weil du die Genesung vor dir herschiebst.

    Klage gedroht

    Die Rechtswegegarantie gilt auch für Arschlöcher. Insofern ist eine solche Ankündigung keine „Drohung“. Viele leute erwarten, dass man zuckt oder zu heulen anfängt, wenn man „Klage“, „Gericht“ oder “Anwalt“ sagt. Tue ihnen den Gefallen nicht. Wenn mir jemand den Rechtsweg ankündigt, erinnere ich z. B. an die Fristen oder schaue, welche Tipps ich noch geben kann (ohne dass es zur Rechtsberatung wird).

    Ich hatte es mir so vorgestellt, dass ich zunächst grob erläutere, mit welcher Zielsetzung ich das Gespräch grundsätzlich führen möchte

    Der Vater hat um das Gespräch gebeten? Dann soll er doch mal erzählen, was er möchte. „Die Kuh vom Eis“ kriegen zu wollen, wäre für mich übrigens noch kein Gesprächsanlass. Der Vater darf schon sagen, worum es im Gespräch gehen soll.

    Also, lass' ihn kommen und schau dann, was du beizutragen hast.

    PS: In einer unserer Tablett-Klassen sollte das Buch aus dem Eigentanteil als eBook angeschafft werden. Das wollte etwa die Hälfte der Schülerinnen nicht. Sie bezahlten, deshalb entschieden sie auch, was sie kauften, meinten sie. Es wurde dann frei gegeben. Ein Teil hat das elektrische Buch gekauft, ein Teil das analoge.

    Soll die Schule nun auch Papierbücher anschaffen oder nur die eVariante?

    Sollten bei uns eBooks für Matehmatik angeschafft werden, schaue ich in den Keller, ob da noch Papierbücher liegen. Falls ja, kann ich die weiter verwenden. Allerdings arbeite in Mathematik eh recht wenig mit Büchern. Die sind in weiten Teilen einfach zu schlecht.

    Die Kolleginnen möchten am liebsten alle zwei Minuten neue Bücher kaufen, weil die gerade eben das allerbesteste Buch aller Zeiten gesehen haben. Das brauchen wir, und zwar jetzt. Da wäre das Switchen mit eBooks natürlich einfach. Für den nächsten Jahrgang eine andere Lizenz kaufen und fertig.

    Ui, es ist sogar eine Ehrung. Nunja, Ehre, wem Ehre gebührt.

    Bei der ersten Frage im „Orientierungstest“ war ich raus. Ob es eine positive Haltung in der Schulgemeinschaft gebe. Da müsste man erst mal klären, ob es eine solche Gemeinschaft gibt. Und was soll eine positive Haltung sein? Und wofür braucht es die? Wenn wir Digitalisierung machen, machen wir das. Es ist genau einer der strukturellen Mängel, immer bei allem auf die Stimmung zu achten und alle Stimmungsträgerinnen „mit ins Boot holen“ zu wollen. Nachher hat keine Ahnung, aber alle ’ne Meinung.

    In der zweiten Frage will man dann wissen, ob sich jemand verantwortlich fühle. Ob jemand verantwortlich IST, wäre relevant.

    In den eigentlichen Kriterien (herunterladbar als Word-Datei) wird es an einigen Stellen konkreter. An vielen anderen hat man aber Brandflecken auf dem Papier, weil der Phrasomat heiß gelaufen ist.

    Ich weiß nicht, ob eine solche Ehrung eine Schule weiter bringt. Mir hilft es jedenfalls nicht weiter, zu verstehen, was diejenigen, die unentwegt von Digitalisierten faseln, eigentlich wollen.

    Danke für den Link.

    Wenn aber Elternteile mit zu viel Zeit auf dem Elternstammtisch beschließen, dass jedes Kind für die Lehrerin etwas basteln muss, dann kann man sein eigenes Kind schlecht ausschließen.

    Doch kann man. Man sollte derartigen Autokratinnen ein Gegengewicht bieten, damit sie mal Demokratie lernen.

    Ich bin mir sicher, dass andere euch gleich tun werden. Es haben bestimmt nicht alle Bock, sich von einem Gremium wie einem Stammtisch Befehle geben zu lassen. Womöglich ist es sogar nur eine Minderheit, die basteln will, und alle anderen machen mit, weil „es ja alle machen.“ Solche Dynamiken habe ich in anderen Situationen schon erlebt. Die dürfen gerne mal druchbrochen werden.

    Ich weiß, dass sich auch andere Eltern geärgert haben, aber niemand will dann das eigene Kind blöd da stehen lassen.

    Eben. Sach' ich doch.

    Stressig ist, dass man in allen Klassen die Aufsicht gewährleisten muss. In einer 5-Minuten -Pause ist halt ein Wechseln mit Fußweg von 5-7 Minuten nur schwer zu schaffen, so dass es überall zu Verspätungen kommt.

    Dann braucht ihr längere Wechselzeiten („Pausen“) oder andere Stundenpläne. Den bisheriegen sollte man remonstrieren. Wenn man damit die Aufsicht nicht gewährleisten kann, sollte man sicherstellen, dass man selbst nicht die Doofe ist.

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