Beiträge von O. Meier

    Man kann natürlich aus der Kirche als Körperschaft öffentlichen Rechts austreten

    Das dürfte als einziges (arbeits)-rechtlich relevant sein. Worthülsen wir die nachfolgenden nicht. Sie führen uns im Zweifelsfall nur off-topic.

    aber nicht aus der Kirche als Leib Christi.

    Zweitens ist der mystische Leib Christi gemeint (1. Kor 12,27).

    Vielleicht sind wir hier doch noch sehr dicht am Thema. Eine Arbeitgeberin, die möchte, dass ich aus derartigen, inhaltsleeren Wortfolgen meinen Lebenswandel ableite, möchte ich wirklich nicht haben. Wer weiß, was der sonst noch so einfällt.

    Erstens gibt es keine Leiche, weil Christus auferstanden ist.

    Vorher soll er doch aber gestorben sein? Gab es dann da keine Leiche? Und was ist dann in den letzten 2000 Jahren mit dem Körper passiert?

    Zur Klarstellung. Das sind rhethorische Fragen.

    Verständlich, kann sich aber nicht jeder leisten.

    Ja, ist womöglich so. Dank BAFöG sind die Möglichkeiten aber so schlecht auch nicht.

    Das ändert aber alles nichts daran, dass das Studium vom Elternhaus aus doch dem vorangegangenen Schulbesuch sehr ähnlich wird. Insbesondere, wenn die Eltern keinen akademischen Hintergrund haben.

    Die Selbstständigkeit ist dabei ein nachrangiger Aspekt, das Wesentliche ist die Fokussierung aufs Fach.

    Ja, weniger Geld heißt auch weniger Optionen. Ich ließe es aber nicht darauf beruhen.

    Es heißt doch immer, dass es gerade in Großstädten zu viele Singlehaushalte gibt, was dafür sorgt, dass vorhandener Wohnraum nicht ausreichend ausgenutzt wird. Wenn mehrere Generationen unter einem Dach wohnen, scheint es aber auch nicht zu passen.

    Boah, wie platt. Es spricht nichts dagegen, dass mehrere Generationen unter einen Dach leben. Das ist übrigens nicht die einzige Alternative zu Singlehaushalten.

    Trotzdem hat das Betreiben einer eigenen Wohnung statt bei den Eltern zu bleiben einfach Vorteile, wenn man sein Studium ernshaft betreiben möchte, weil man Interesse am gewählten Fach hat. Es geht um diese Phase.

    Und nicht jeder hat zu Hause ein eigenes Zimmer, wo man genug Ruhe zum Studieren hat.

    Ja, manchmal ist es zwingend notwendig, zu Hause auszuziehen.

    Ich halte es sogar für einen wesentlichen Aspekt des Studiums, dass man bei den Eltern o. ä. auszieht. Es geht nicht nur um das Erlernen einer gewissen Unabhängigkeit. In der eigenen Wohnung ist es viel leichter, das studierte Fach in den Mittelpunkt des Lebens zu rücken.

    Ich bin auch der Auffassung, dass 80%-90% dessen, was der ÖR macht, nichts mehr mit dieser Grundversorgung zu tun hat.

    Woher kommt diese Zahl? Ad-hoc-Behauptung? Sie kommt mir recht hoch vor.

    Etwas weiter vorne hat jemand eine Quelle zitiert, dass Grundversorgung nicht Minimalversorgung bedeute, sondern ein Vollprogramm erfordere.

    Demnach wird es schwer zu sagen, dieses oder jenes gehöre nicht dazu. Fast alles gehört zu einem Vollprogramm. Man muss auf die Mischung und die Verhältnisse achten. Und nicht so sehr, was sie machen, sondern wie.

    Dazu hätte ich dann auch einiges anzumerken, fühleicht mache ich das noch.

    Naja und die Radiowerbung die muss ich mir wohl einbilden, denn die gibts ja nunmal grundsätzlich im ÖR nicht.

    Zur Klarstellung: ich habe mich (allerdings nur implizit) aufs Fernsehen bezogen. Beim Radio fehlten mir etwas die Einblicke. Dort besteht der Unterschied nur in der Werbefreiheit der öffentlich-rechtlichen Radioprogramme an Sonn- und Feiertagen. Aber auch das ist ein Unterschied.

    Bei der Fernsehwerbung gelten für die öffentlich-rechtlichen Sender sehr strenge Beschränkungen, nämlich maximal 20 Minuten vor 20 Uhr und nur in den ARD- und ZDF-Hauptprogrammen.

    Es stimmt schlicht nicht, dass es keinen Unterschied zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern bei der Werbung gebe.

    Man kann am Programm der öffentlich-rechtlichen kann man einiges kritisieren. Insbesondere angesichts des Grundversorgungsauftrags kann man da kritisch sein.

    Wie man allerdings eine grandios in die Länge gezogene Langeweile-Story zum Maßstab machen möchte..., naja, vielleicht ist das auch ein wenig Geschmackssache. Wozu soll dieses Beispiel dienen soll, ist völlig unklar.

    Mit dem Etat des ÖR könnte man 80 Staffeln GoT pro Jahr produzieren!

    Ja, so lang kann man die Story bestimmt noch ziehen. Vielleicht passiert dann ja mal was.

    Allerdings hätte man dann etwa 800 Stunden Programm gefüllt. Reicht das für ein ganzes Jahr Grundversorgung?

    Was bekommen wir stattdessen?

    ZDF Magazin Royale

    Und auf arte liefen Breaking Bad und Doctor Who — unverschlüsselt und werbefrei.

    Nein. Gar nicht!

    Oh, da hast du aber tapfer mit dem Fuß aufgestampft. Da habe ich mit der Erklärung, dass die Werbung bei den öffentlich-rechtlichen im Umfang begrenzt ist, nur in bestimmten Zeitfenstern erlaubt ist, es diese überhaupt nur auf den wenigsten der zahlreichen Kanäle gibt, keine Chance. Gegen deine Argumentation komme ich nicht an.

    Ich finde die Frage interessant, ob man zu einem höheren Beitrag bereit wäre, um ganz auf die Werbung zu verzichten.

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