Beiträge von O. Meier

    ... aber wurde hier irgendwo gesagt (habe ich es überlesen), dass ein "Wichtel" (oft in Form einer kleinen Holzpuppe direkt im Raum sichtbar) real sei?!

    So hatte ich es verstanden nach den Darstellungen hier. Aber man scheint sich ohnehin nicht ganz einig zu sein. Mal sieht man ihn nie, mal ist er direkt im Raum sichtbar. Nun gut. Offtopic scheint er aber zu sein, er verursacht wohl keine Kosten.

    Da du mich direkt zitiert hast, hast du mich damit auch angesprochen.

    Wer sich den Schuh anzieht ...


    Ausgedachte Geschichten finden sich in nahezu jeder Deutsch-Lektüre. Ist das dann auch ausnahmslos Driss?

    Lektüre. Fiktion. Ich hoffe doch, dass diese den jungen Menschen nicht als real verkauft wird.

    Mir ist das Konzept immer noch nicht klar. "Leasing" bedeutet doch irgendetwas in Richtung "mieten". Wer ist denn nun Eigentümerin des Fahrrades? Die allermeisten meiner Fahrräder sind weit bis sehr weit weg von einem fünfstelligen Preis. Ich habe zuletzt eines für 2000 Euro gekauft. Hätte ich da über eine Finanzierung nachdenken müssen? Ich habe einfach der Händlerin das Geld gegeben (nachdem wir uns über den Preis geeinigt haben).

    Kann man wirklich Geld sparen, wenn noch eine weitere Partei (Leasing-Agentur) ins Spiel kommt, die auch etwas verdienen möchte? Und, kann ich da zu einer beliebigen Händlerin gehen und die rechnet über die Agentur ab, ob habe ich ein beschränktes Portfolio?

    Ich muss jetzt wohl eines meiner Sommerfahrräder austauschen. Soll ich da bis 2026 warten bis das Land eine Agentur gefunden hat? Nicht wirklich. Wenn ich ein Fahrrad haben möchte, kaufe ich mir eines.

    Natürlich spielt es eine Rolle, dass Lehrer immer wieder mit privaten Mitteln einspringen. Ganz vermeiden lässt sich das wohl nicht,

    Da bin ich mir nicht sicher. Letztendlich lässt es sich doch dadurch vermeiden, dass man es nicht tut. Ich entscheide, ob ich Geld verschenke oder nicht. Trotz aller Einflüsse und insbesondere illegitimer Einflussnahme, treffe ich am Ende eine Entscheidung. Wenn ich bereit bin, Geld zu verschenken, bin ich das. Dann hab ich kein Problem damit. Wenn ich nicht dazu bereit bin, wenn ich das nicht möchte, wo ist dann die Stelle, an der nicht es nicht vermeiden kann, es zu tun?

    Tja, schwierige Situation das. Aber nicht nur kein Problem, sondern geradezu nützlich, da sich die Lehrer so erst recht gezwungen fühlen werden, die Fahrten doch noch zu ermöglichen, indem sie die Fahrtkosten privat tragen.

    Eben genau nicht. Ich finde das eine gute Möglichkeit, nicht fahren zu müssen. Wenn es von Seiten der Dienstherrin nicht gewünscht wird, dass gefahren wird, gibt es doch keinen Anlass, sich darüber Gedanken zu machen, ob den Aufwand und die Umstände auf sich nimmt.

    Man sollte sich rechtzeitig die Schere, dass man die Entscheidungen anderer ausgleichen oder reparieren müsste, aus dem Kopf holen. Wenn das Land entscheidet, dass Klassenfahrten nicht besonders wichtig sind, zumindest nicht so wichtig, dass man Geld dafür hat, dann ist es entschieden. Dann fährt man nicht. Ich weiß nicht woher das Bedürfnis kommt, die Entscheidungen und Regelungen der Dienstherrin umgehen zu wollen.

    Die Forschung ist schon auf dem Stand, dass Spielen und Kreativität in der kindlichen Entwicklung besonders wichtig sind.

    Verstehe. Und das rechtfertigt, dass man den Kindern die Realität vorenthält? Reicht es nicht, dass man ihnen im Religions"unterricht" Märchen für bare Münze verkauft?

    Nungut. Die wichtige Erkenntnis für mich ist:

    Man benötigt das nicht im Klassenraum.

    O. Meier: In der Weihnachtszeit können in Häuser Wichtel einziehen, die man nie sieht, aber immer deren Spuren entdeckt. Eine Wichteltür (Miniatur-Tür) zeigt, dass er eingezogen ist und er macht Quatsch und hinterlässt allerhand Spuren. Wenn Du danach googelst, siehst Du, wie das aussehen kann.

    Mag sein, dass ich da nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung bin, aber das klingt mir doch sehr nach ausgedachtem Driss. Wenn ihr so etwas den Kindern beibringt, müssen wir ja über Ausstattung von Klassenräumen nicht mehr reden. Wie wär's mal mit Realität?

    Da kann man einmal direkt in der GLK aufstehen und/oder zur Schulleitung gehen, seine Position mitteilen, auf die Rechtslage verweisen und gut ists.

    Wenn man die Schulleitung an die Rechtslage erinnern muss, ist doch schon einiges schief.

    Aber warte, jetzt kommt gleich eine Berufsschullehrkraft, sagt, was sie alles im Klassenraum haben will, sich aber nicht kauft

    Ich „will“ schon nichts für den Klassenräume. Es gibt Ausstattungselemente für Klassenräume, die ich aus fachlicher und sachlicher Sicht für geboten halte.

    Ansonsten hast du schön beschrieben, wie ich das privat so mache. Wenn ich etwas will, kaufe ich es mir. Aber eben mir und nicht der Schule.

    Wenn nun also jemand eine Klangschale haben möchte oder gar will, dann kauft sie sich eine. Dann hat sie eine Klangschale. Die darf sie auch mit in die Schule bringen und dort damit klangschalen.

    Wenn sie aber erzählt, ohne die Klangschale sei kein Unterricht möglich, sie müsse die haben. Geht es nicht mehr um persönliche Befindlichkeiten sondern um sachliche Notwendigkeiten. Und dann ist nicht mehr das private Portmonee zuständig, sondern der Haushalt der Schulträgerin.

    Wenn der Chef oder der Kollege meint er müsse etwas machen, das als zu viel empfunden wird, sind weder Chef noch Kollege schuld daran wenn andere Kollegen sich moralisch verpflichtet fühlen das nachzumachen. Oder seh ich das falsch?

    Um Schuld geht es doch gar nicht. Es geht auch nicht um eine empfundene moralische Verpflichtung, sondern um den sozialen Druck, den man unweigerlich aufbaut. D. h. nicht unmittelbar , dass man dies und das nicht tun sollte. Aber man darf um solche Phänomene wissen und es ist auch nichts Schlimmes, dieses Wissen in die eigene Entscheidung einzubeziehen.

    Ich entsinne mich, dass jemand im Klassenfahrt-Konten-Thread über ihre Mobbing-Befürchtungen sprach, wenn sie unter den gegebenen Umständen nicht führe.

    von Privatkonten für dienstliche Zwecke illegal

    „[I]llegal“ ist an dieser Stelle einigermaßen unscharf. Ich sagte eher, dass es keine Rechtsgrundlage dafür gibt. Und ohne Rechtsgrundlage sollte man das weder als Lehrerin noch als Schulleiterin tun.

    Dass amtliche Stellen dienstliche Zahlungsabwicklung auf privaten Konten betreiben, ist in Tat so absurd, dass es natürlich auch kein explizites Verbot dazu im Gesetz gibt. Dieser Fall taucht weder so noch so im Gesetz auf.

    Dass es derartiges Treiben dennoch gibt, wird an Peinlichkeit für den Rechtsstaat nur dadurch überboten, dass dieser es duldet und nicht dagegen vorgeht.

    Es mag Einzelfälle geben, in denen Schulleiterinnen neben der privaten Ersatzvornahme darum bemüht sind, die Schulträgerin in die gebotene Pflicht zu nehmen. Dass widerspricht aber dem Mechanismus, dass solche Ersatzvornahmen die Schulträgerin bzw. die Dienstherrin eben genau aus dieser Pflicht entlassen, in etwa so, wie die Anekdote über die Großmutter, die drei Zigarren täglich geraucht hat und 93 Jahre alt geworden ist, die Gesundheitsschädlichkeit des Rauchens widerlegt.

    Natürlich müssen die Kinder immer alle Fehler im Bildungssystem ausbaden. Nicht nur das fehlende Material, sondern auch alles andere.

    Ihr könnt gerne versuchen, das als einzelne auszugleichen, damit die Verantwortlichen nicht die Verantwortung übernehmen müssen. Ich lasse mir mit von der Stümperei anderer kein schlechtes Gewissen machen.

    Und ich habe einen Kapitalstock den meine Kinder erhalten um sich und ihren Kindern ein finanziell abgesichertes Leben zu ermöglichen. Wenn ich ein gutes Leben hatte wäre es mir wichtig dass meine Kinder auch eins haben

    Man kann auch zu Lebzeiten dafür sorgen, dass es den Kindern später gut geht. Z. B. indem man für eine gute Ausbildung sorgt. Können nicht alle. Die, die Kohle über haben (also die spätere Erbschaft), könnten das aber durchaus.

    Man kann sie auch zu einem gesundheitsbewahrenden Lebensstil erziehen. Da haben sie wirklich was von. Und vielleicht würden sie gar nicht so unglücklich, wenn sie in einer Gesellschaft lebten, in der die Ungleichverteilung etwas gedämpft wäre. Ja, man sollte den Kindern etwas hinterlassen, aber muss es immer Geld sein?

    Und ansonsten hast du hier formuliert, dass man nicht möchte, dass die eigenen Kinder sich ihren Wohlstand erarbeiten und verdienen. Sie sollen es einfach bekommen. Dazu fühlt man sich verpflichtet. Zu sonst nichts.

    Der Staat hat genug Einnahmen; Politiker haben ein Ausgabenproblem.

    Das kann man so pauschal natürlich genauso gut behaupten, wie man es verwerfen kann.

    Es ging mir um die Frage, ob Geld verpflichtet. Und das tut es eben nicht, wie man z. B. an Fehlen der Vermögens- und Erbschaftssteuer sieht.

    Deine Idee führt jede Investition ad absurdum weil man sie sich sparen kann und die Immobilie einfach verfallen lässt. Nachteile haben die Mieter.

    Ich finde es absurd, nur dann zu investieren, wenn man damit nach dem Tod Gewinne erzielen kann. Ich habe bald den Eindruck, dass einige schon einen Trick gefunden haben, wie sie ihren Reichtum doch uns jenseits retten können.

    Ich habe nicht vor, die selbst bewohnte Immobilie zu vererben. Weitere habe ich nicht und brauche ich auch nicht.

    Und dann möchte ich dich bitten, meinen Namen richtig zu schreiben.

    wie soll 100% Abgabe bei Land durch wen verwaltet werden?

    Ja, das ist ein Problem. Vielleicht sollten wir ganz auf Steuern verzichten. Sonst muss die noch jemand verwalten. Versteigern, Kohle kriegt der Staat.

    Interessant, wie man sich hier an den 100% festbeißt. Oder:

    Genügt doch schon diverse Schlupflöcher zu schließen. Niedrige Erbschaftssteuer die aber immer greift. 5% ausnahmslos. Das würde dem Staat Milliarden einbringen.

    Eben. Derzeit haben wir effektiv keine Erbschaftssteuer. Wenn es eine Verpflichtung gibt, die aus Eigentum entsteht, das ist mein Punkt, dann kommen viele der nicht nach. Und das wird auch nicht eingefordert. Erbschafts- und Vermögenssteuer sind da sehr deutliche Indizien.

    Nein, in diesem Land verpflichtet Geld zu nichts (und in vielen anderen ist es auch nicht besser).

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