Beiträge von O. Meier

    Die Kirche ist kein Verein.

    Stimmt. Aus einem solchen könnte man austreten. Vereine erkennen in aller Regel die Rechtsordnung an und respektieren die Religionsfreiheit.

    Die Kirche unterstützt keine Vergewaltigung und auch keinen anderen Missbrauch von Kindern.

    Bevor wir uns um Begriffe streiten. Was ist, falls "Unterstützung" falsch sein sollte, die richtige Bezeichnung dafür, einen Täter nur zu versetzen, der dann betreffende Straftaten an anderes Stelle fortsetzt?

    und mein Beitrag war rational.

    Sehe ich nicht. Um die Rationalität nachvollziehen zu können, bedürfte es schon einer genaueren Ausführung. Diese fehlt bisher. Du hast nur in einem Nebensatz die Abtreibungen in die Diskussion eingeworfen. Ob das nun rational oder emotionalisiert war, spielt keine Rolle, so lange gar nicht klar wird, was du mit diesem Aspekt der Diskussion überhaupt bezweckst.

    Das ist unsensibel gegenüber religiösen Mitusern,

    Ach ja? Inwiefern? Und wie sensibel war war des Plattenspielers Vorbringen?

    Die katholische Kirche darf ja gerne eine Meinung zum Impfen haben. Sie darf sie auch veröffentlichen. Allerdings muss man dann damit leben, dass derlei auch öffentlich diskutiert wird. Und wenn es um ethische Fragen geht, muss man auch damit rechnen, dass die eigene ethische Integrität hinterfragt wird.

    Deshalb meine Frage: Wie sensibel ist es – insbesondere den Opfern gegenüber – das Verhalten der Funktionsträger in der katholischen Kirche bezüglich der wiederholten und fortgesetzten Kindervergewaltigungen durch katholische Amtsträger bei der Beurteilung des ethischen Statutes der Organisation zu ignorieren?

    Sensibilität einfordern ist arg einfach.

    Jaein, du kannst als einziger eine Videokonferenz starten, aber wenn ein Schüler schneller ist als du, dann ist er Mod in der Videokonferenz.

    Beim klassischen Jitsi startet man die Konferenz durch Betreten des Raumes. Dann ist man die Moderatorin. Danach kann man dann durch Versenden des Links die Schülerinnen einladen.

    Dass die Schülerinnen keine Konferenz starten können, heißt aber auch, dass sie sich nicht zum gemeinsamen Lernen in Videokonferenzen treffen können.

    Aus welchen Gründen erscheint dir die Katholische Kirche unmoralisch?

    Man könnte die Frage auch andersherum stellen, welche Eigenschaft denn die katholische Kirche dazu befähigt, sich zu moralischen – oder gar ethischen – Fragen zu äußern.

    Die katholische Kirche ist zunächst mal die Fortsetzung einer Machtstruktur, die älter ist als das Christentum. Sie erhält sich eben durch Anwendung von Macht und durch Adaption. Wo da die Moral herkommen soll, ist mir schleierhaft.

    Das Christentum, dass diese Organosation adaptiert hat, taugt wenig als Grundlage für ethisches Handeln. Man darf gerne mal in das dicke Buch schauen. Zunächst wurden Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben, weil sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen haben. Ihnen wurde also das Recht auf ein ethisches Urteilsvermögen abgesprochen, dafür wurden sie bestraft.

    Diese Erzählung ist kulturhistorisch aufschlussreich, wie auch die weiteren. Wenn man aber die Handlungsweisen der hier als Gottheit dargestellten, fiktiven Person, als Grundlage für moralisches Handeln darstellen möchte, macht man sich mit einem Arschloch gemein.

    Weitere Beispiele. Aus Unzufriedenheit mit seiner Schöpfung, ersäuft jener Gott die gnaze Bande Menschheit und beauftragt Noah und seine Familie mit inzestiöser Neubesiedelng des Planeten. Gegen welche Regeln die mit dem Tode Bestraften verstoßen haben sollee, ist diesmal aber unklar, seine Gebote erlässt der Gott erst nach einer Stippvisite in Ägypten.

    Och, das ist alles altes Testament? Naja, im neuen geht's nicht besser weiter. Angefangen mit der Vergewaltigung Mariens und fortgesetzt mit der absurden Idee, dass Verzeihen ein Blutopfer erfordere. Da muss jemand zu Tode oder zumindest ins Koma gefoltert werden. Brutal und öffentlich. Im Übrigen nicht für die eigenen Vergehen, sondern für die Sünden anderer. Jenen nimmt man somit die Chnace auf ethisches Handeln, da sie die Folgen ihrer Taten nicht reflektieren müssen. Ein anderer hat die Sühne übernommen.

    Wie gesagt. Kulturhistorisch aufschlussreich. Aber solche Ideen mache ich doch nicht zur Grundlage meines Handelns.

    Dabei sei auf folgende sehr differenzierte Stellungnahme der Päpstlichen Akademie für das Leben verwiesen:

    https://www.horeb.org/fileadmin/eige…/PDFs/H-027.pdf

    So kann man das machen. Einfach irgendwohin verweisen. Als Diskussionbeitrga hätte ich hier erwartet, das man zumindest die Kernthesen in verweisten Artikel repetiert. So kann ich mich nicht des Eindruckes erwehren, dass hier jemand denken lässt.

    Gerade in ethischen Fragen muss man sich seinen eigenen Kopp machen. Aber, es geht der katholischen Krche und dem Plattenspieler wohl gar nicht um Ethik sondern nur um Moral.

    Also, wenn mir ein Punkt wichtig wäre, führte ich auch aus, warum. Ich könnte die Argumente, die mir zu eigen gemacht habe, zumindest wiedergeben. So werde ich das Gefühl nicht los, dass es nur darum ging einen Furz zu lassen, um sich nachher zu beschweren, dass es stinke.

    Die "Argumentation" in obigem Paper scheint schlicht der Annahme zu entspringen, dass Abtreibung böse sei. Ist sie aber nicht. Letztendlich bedarf es aber hier keiner Diskussion. Wenn jemand der Ansicht ist, dass es diese Impfstoffe nicht geben dürfe, weil es keine Abtreibung geben dürfe, lässt sich halt nicht damit impfen. Man verzichtet generell auf die Impfung (das ist das einfachste) oder wartet, bis ein anderer Impfstoff angeboten wird.

    Meine Entscheidung hängt davon jedenfalls nicht ab. Ich lasse mich impfen, weil ich ungern sterbe.

    Im Amtsblatt steht auch Distanz bis 12. Februar und, dass man danach auch nicht weiter wisse.

    Einen Lichtblick gibt es allerdings:

    Zitat


    Der Ruf des NRW-Abiturs wäre auf Jahre beschädigt.

    Es ist doch erfrischend zu wissen, dass Pandemie Maßnahemn dafür soregn könne, dass der Ruf des NRW-Abiturs nur auf jahre beschädigt wäre, nicht aber dauerhaft. Die Perspektive, dass man nach einigen Jahren, dass NRW-Abitur wieder ernst nehmen könnte, lässt doch hoffen.

    Details kommen wohl noch, mal sehen, was da so drin steht. Aber im Prinzip haben wir doch jetzt eine Planungsgrundlage. Mir fehlt allerdings immer noch eine Idee, wie die mit nicht ausreichenden Internetzugängen ausgestatteten Schülerinnen am Online-Unterricht teilnehmen können.

    Nur weil soundsoviele Eltern und KollegInnen glauben, dass Distanzunterricht ohne Videokonferenz grundsätzlich nicht geht und deswegen bestimmte Rechte/ Bedenken über Bord werfen, ist die Ausgangsfrage des Freds überhaupt nicht trivial oder lächerlich.

    Richtig. Der Schutz der Persönlichkeitsrechte ist ein berechtigtes Anliegen. Sehe ich auch so. Dass A kein Problem damit hat, sich in Bild und Ton zu präsentieren, nützt B dabei überhaupt nichts.

    Darauf wurde auch eingegangen, der TE wurden reichlich Vorschläge gemacht, die ihr einer Betrachtung nicht wert scheinen. Da ist es dann nicht verwunderlich, dass der Thread etwas abgleitet. Insbesondere, das der Troll-Verdacht nicht widerlegt werden konnte.

    Toll, Stillstand für alle, damit der Beamte sich nicht überarbeiten muss, Klischee bestätigt

    Wenn das Gegenteil von unbezahlter Mehrarbeit Stillstand ist, dann ist das so. Auch ich bin nicht bereit, mich selbst auszubeuten. Wenn das Stillstand bedeutet, kann ich das nicht ändern.

    Vielleicht sollten die, die die tollen Ideen haben, langsam mal anfangen, sich zu überlegen, wer die notwendige Arbeit macht. Und wie. Und wann. Dann können wir reden.

    I

    Das selbständige Weiterleiten an die Staatsanwaltschaft ohne hinzuziehen der SL kann einen (zwar milden) Pflichtverstoß darstellen.

    Sehe ich nicht so. Da lohnt sich aber auch die Diskussion nicht. Wenn es notwendog sein sollte, die Schulleitung in Kenntnis zu setzen, tut man das. Halte ich sogar für sinnvoll. Eine Beschränkung meiner rechte als Geschädigte vermag ich daraus nicht abzuleiten.

    Ja, fein, muss ich die Schulleitung also unterrichten. Trotzdem bin ich nicht auf die Schulleitung diesbezüglich "angewiesen". Den Strafantrag kann ich zeitgleich stellen bzw. die Anzeige erstatten. Nein, wegen einer Beleidigung (bzw. deren Versuch, bei dem es wohl immer bleiben wird) gebe ich mir den Aufwand nicht. Im vorliegenden Fall, geht es aber um (womöglich massive) Drohungen.

    Ich muss nicht mehr machen, als die E-Mail an die Staatsanwaltschaft weiter zu leiten. Was gibt es da noch zu zögern?

    Aber ehrlich: Selbst wenn, mir wäre das relativ Schnuppe. Mein "Unterrichtsselbstvertrauen" ist groß genug, dass ich für konstruktive Kritik offen bin und unkonstruktive abbügeln kann.

    Ja, das ist meines im Prinzip auch. In sofern hätte ich auch kein Problem damit, dass jemand "außer der Reihe" in meinen Unterricht kommt. Aber ich erbete mir dann doch die Ehrlichkeit, sich entsprechend vorher anzumelden und um Teilnahme zu bitten. Sich heimlich 'reinschleichen, zeugt einfach nicht von koscheren Absichten.

    Aber es geht nicht um mich. Unterricht — Schule insgesamt — ist ein Schutzraum für die Schülerinnen. Die müssen sich darauf verlassen können, dass sie wissen, wer am Unterricht teilnimmt. Deshalb ist die Teilnahme Dritter in unseren Video-Konferenz-Regeln explizit ausgeschlossen. Unter der Bedingung haben unsere Schülerinnen bzw. deren Eltern die Einverständniserklärungen abgegeben.

    Da kann ich nicht drüber weggehen. Allein deshalb wäre schon ordentlich was los, wenn ich da etwas mitkriegen sollte. Insbesondere bräuchte ich die Gewissheit, dass zukünftige Verstöße unterbleiben, wenn ich weiterhin Online-Unterricht anbieten soll.

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