Scheint dich ja wirklich zu beschäftigen, das Thema. Darf ich fragen, wieso?
Darfst du.
1. Das eine ist das Prinzipielle. a. Ich glaube das iPads nicht die richtige Wahl waren. Insofern versuche ich mir einen Überblick zu verschaffen. Falls sich die Zwei-Faktor-Authentifizierung als Nachteil herausstellt, möchte ich den benennen können. Da ist aber nachrangig.
b. Vorrangig in dem Verfahren ist die unglaubliche Unverschämtheit mit der hier die Schulträgerin/die Adminin glaubt über eine private Telefonnummer verfügen zu können. Nee, selbst wenn ich einen tragbaren Fernsprechapparat hätte, wollte ich ihn dafür nicht hergeben.
Insofern interessieren mich natürlich die (technischen) Alternativen.
Wenn es auch ohne zweiten Faktor geht, so hat ja jemand eine Entscheidung dafür getroffen. In meiner kleinen Welt gilt der Grundsatz "Wer die Entscheidung trifft, trägt auch die Verantwortung." Damit komme ich im echten Leben nicht durch. Denn je wichtiger sich die Beteiligten nehmen, um sie lieber sie Entscheidungen (auch mit Wirkung auf andere) treffen, um so weniger sind sie bereit, die damit einhergehende Verantwortung zu übernehmen.
Trotzdem schaue ich mir gerne an, wie die Welt aussähe, wenn dieser Grundsatz nicht nur eines meiner Hirngespinnste wäre, sondern reale Bedeutung hätte. Dann müsste diejenige, die sich für einen zweiter Faktor entscheidet, auch dafür sorgen, dass es einen gibt. Also sind auch die Alternativen relevant.
Insbesondere wenn zwei Faktoren Stand der Technik sind und es nicht schlau ist, darauf zu verzichten, müsste man das ja schon zu Ende denken.
2. Bisher interessiert es noch niemanden, dass da ein iPad in der Kiste versauert. Auch für mich ein Status, den das Gerät gerne behalten kann. Ich sehe keinen Nutzen, der irgendein Engagement rechtfertigt. Insofern könnte ich auch einen Furz auf beiden Faktoren lassen (also je einen) und die Sache auf sich beruhen lassen.
Früher oder später wird sich aber jemand daran stören, dass ich nun kein dienstliches iPad betreibe. Über elektrische Klassenbücher ist da schon mal nachgedacht worden (mehr als einmal). Technisch wären die leichter zu händeln, wenn alle mit identischen Geräten ausgestattet wären. Das könnte ein Anlass sein.
Vielleicht fällt auch einfach nur bei Ausfegen des Dachbodens auf, dass da noch ein iPad 'rumliegt.
Oder jemand hat das Gefühl, dass es irgendwie einen schlechten Eindruck macht, dass eine Lehrerin ohne iPad lebensfähig ist. Was weiß ich.
Dann wird aber niemand sagen, dass man nicht darüber nachgedacht hat, wie das denn mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung von statten gehen soll. Man wird mir erklären, dass ich eine dämliche Idiotin bin, dass es eine Unverschämheit sei, dass ich keine Handy habe, dass ich alles kaputt mache, und überhaupt bin ich eine Spielverderberin. Das ist ein etwa das Niveau, dass mich an unserer Schule erwartet.
Solche Diskussionen kann man führen, wir haben ja sonst nichts zu tun. Ich bin da recht zuversichtlich, dass ich eine saubere Argumentation vorlegen kann, die im Zweifelsfall niemanden interessiert. Da bin ich dann trotzdem gerne vorbereitet.
Wenn es Alternativen zum präferierten Verfahren gibt, muss sich schon jemand etwas einfallen lassen, warum er trotzdem auf dem privaten Handy als zweitem Faktor besteht.
Auf jeden Fall beruhigt es mich, da auch technisch Bescheid zu wissen. Für's Rechtliche habe ich schon mal bei der LDI nachgefragt. Das kann aber dauern, bis man da eine Antwort kommt.
3. Bei der Beschäftigung mit dem Thema sind mir dann doch noch ein paar Sachen aufgefallen. So ganz durch mit der IT bin ich ja noch nicht (auch wenn es immer weniger Spaß macht). Insofern, ja, möchte ich das auch zu Ende verstehen.