Beiträge von O. Meier

    Diese Gebauer hat ja auch nicht mehr alle Latten am Zaun. Wenn sie die Schüler auf mehr Flächen verteilt

    Das war, so lese ich das, nicht Gebauers Forderung. Sie möchte nach den Ferien alles so haben wie vor Corona.

    Ich sehe ein anderes Problem: Auch wenn die zweite Welle zunächts ausbleibt, weil die Bundesbürger doch vernünftiger waren, als es mir erscheint, könnten wir ein Problem kriegen, die wieder massich da sonstwo in den Urlaub gefahren wird.

    Hatte ursprünglich eine Zusage und einen Vertrag bekommen für das Fach Ev. Religion an einer Gesamtschule.

    Wer hat denn die Zusage erteilt? Wurde dabei explizit "OBAS" als Vertrgasbestandteil genannt? Ich habe keine Ahnung von der Rechtslage, gebe aber zu bedenkenm, dass es um zwei Sachen geht. Das eine wäre ein Arbeitsvertrag, da könntest du dich womöglich auf die Zusage berufen. OBAS ist ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis, für das du nunmla zwei Fächer brauchst. Das Arbeitsverhältnis kann aber auch ohne begründet werden. Ich bin mir nicht sicher, ob man sich aufgrunde eines mündlichen "Wir nehmen Sie." eines Schulleiters in OBAS 'reinklagen kann. Da müsstest du dich gezielt beraten lassen. Das ist so'n Ding zwischen Arbeits- und Verwaltungsrecht.

    Hast du schon mit der Schule gesprochen, wie die sich das eigentlich vorstellen?

    evangelische Religion und katholische Religion können nicht vomselben Lehrer unterrichtet werden. Reli und PP meiner Meinung nach auch nicht.

    Im ersten Fall dürfte es an der Zusimmnung außerschulischer Entscheider scheitern. Das ist der Preis für den Luxus, Fächer zu unterhalten, die nicht vollständig vom Staat kontrolliert werden. Was inhaltlich dagegen spreche, sehe ich nicht. Im zweiten Fall sowieso nicht. Könntest du mal ausführen, was für sich dagegen spricht?

    So wie es es sehe, ist die Lehrerausbildung teilweise aus einen anderen Jahrhundert.

    Ja, vermutlich aus dem zwanzigsten.

    Dazu kommt, dass die vermeintlichen Unterrichtsbesuche im OBAS zwingend Methoden angewandet werden müssen.

    Na, da bin ich doch mal gespannt auf den methodenfreien Unterricht, den uns diese kleine Genie zeigen wird.

    Dazu kommen die Probleme mit den Punkt-Regeln

    ... mit den Komma-Regeln, mit der Rechtschreibung. Sehen wir.

    Troll, sicher!

    Oh mann... heute gerade mit der konkreten Planung für den kleinen Ersatz ohne Eltern angefangen... alles in die Tonne treten.

    Äh, nein, bleibt doch bei der Planung. Das kist sicherer als ein größerer Rahmen. Mehr sicher ist mehr besser. Ein Verpflichtung zu überfüllten Sälen wird Frau Ministerin ... man weiß nie.

    Schön, wenns klappt. Ich bin gespannt auf die Vorgaben.

    Die Vorgaben sind klar. 1,50 m in alle Richtungen. Alles was ihr damit hinkriegt, ist sicher. Alles andere wollte ich nicht verantworten wollen. Auch nicht, wenn das MInisterium sgat, dass das Virus gar nicht so schlimm sei, wenn genug Zeugnisse im Raum sind.

    Unsere Aula ist mit 50 Abiturienten nebst Eltern schon an der Grenze dessen, was der Brandschutz hergibt. Unter Abstandwahrung läuft da gar nichts. Ist mir aber auch wumpe. Ich werde da nicht hingehen. Ich weiß ohnehin nicht, wozu dieses Brimborium nötig ist. Ich gehe auf Abschlussfeiern und -bälle nur, wenn ich mindestens Klassenlehrer bin. Für mich fällt das in die gleiche Kategorie wie Fußball und Gottesdienst, die ja nach Ansicht mancher Show-Politiker vorrangig sein müssen, nämlich "besonders unwichtig". Nichts, für das es sich der Aufwand und das Risiko lohnt.

    Mir graust es vor den Stornokosten für die Abibälle - dafür wird das Land ja nicht einspringen, weil das private Veranstaltungen sind...

    Eben. Und warum sollten sie sich vom Feiern abhalten lassen? Nach allem, was ich so mitkriege ist Vernunft ja kein Kriterium für Schulabschlüsse.

    Was hat es damit zu tun, dass ich deiner Meinung nach unkollegial und unsensibel bin,

    Ich habe derlei nicht behauptet, ich fand nur eine Äußerung unkollegial. Deswegen musst du nicht unbedingt unkollegial sein. An die Verwendung des Wortes "unsensibel" kann ich mich nicht erinnern. Naiv? ja, schon eher.

    wenn ich meinen Kolleg*innen nicht in die Köpfe schauen kann

    Das muss man nicht. Man kann trotzdem mitkriegen, wie die sich fühlen. Nicht immer gleich gut, das macht die Sache schwierig. Das berechtigt aber auch nicht zu "soll sich jeder selbst kümmern, wenn ihm was nicht passt." Lasst euch doch nicht auseinanderdividieren.

    Nur wer den Mund aufmacht und sich äußert, dem kann geholfen werden. Wenn jemand seine Unzufriedenheit nicht preisgibt, kann ich ihm keine Rat geben o.ä.

    Doch. Habe ich schon getan. Mit unterschiedlichen Reaktionen. Ich dränge meine Hilfe nicht auf, aber ich biete sie an.

    Passt dir der Ausdruck "Vereinbarung" vielleicht besser als "Regelung"?

    Völlig Wumpe, was mir passt. Die Frage ist, was es ist. Du scheinst dir nicht ganz sicher zu sein. Aber um von sich aus Aufgaben zu schicken, weil der Zustand das hergibt, brauche ich weder eine Vereinbarung noch eine Regelung.

    Irgendwer aus unserer Abteilung hatte damals den Vorschlag gemacht, ob die kranken/abgemeldeten KuK nicht evtl FREIWILLIG morgens Aufgaben schicken könnten,

    Und da ist die witklich nichts aufgefallen?

    Ich habe auch schon im Krankheitsfall Aufgaben geschickt, wenn es passte. Da habe ich kein Problem. Wenn aber in einer Teamsitzung eine Regelung oder Vereinbarung für das "freiwillige" Schicken angeregt hätte, hätte ich sehr genau nachgefragt, was das soll. Was es da zu vereinbaren oder regeln gibt. Wer schickt, der schickt. Fertig. Was gibt es da zu regeln, vereinbaren oder besprechen?

    Alle damals in meinem Bildungsgangteam Anwesenden haben den Vorschlag befürwortet

    Was soll das bringen? Was gibt es da zuzustimmen. Wer schickt, der schickt.

    und von den wenigen KuK, die in den letzten Jahren neu hinzugekommen sind (da müsste es sich, wenn ich mich nicht verzähle, um vier Personen handeln), habe ich bisher nichts anderes gehört.

    Ja, klar. Da kommen Leute in ein System, in dem dies und das üblich ist. Die sind noch nicht ganz da und fangen an etwas zu hinterfragen. Je nachdem wer ihm da wie von der "Freiwilligkeit" erzählt, versteht er da schon richtig.

    Die meisten kannten es übrigens von ihren vorherigen Schule ganz genauso, u. a. auch ich von der Schule, wo ich Referendariat gemacht habe.

    Ist zu befürchten.

    Once again: not your cup of tea!!!

    Dafür trittst du es aber erheblich breit hier.

    Mein letzter Beitrag in diesem Thread: es ist natürlich nichts schriftlich formuliert worden! Wozu auch, wenn es freiwillig ist? Damit würde man ja die Lehrkräfte wirklich unter Druck setzen.

    Das kann man auch ohne schriftlich. Allein schon, dass das Gegenstand einer Teambesprechung ist, reicht. Es gab einen Vorschlag, den es zu beürworten galt. Das ist nicht nichts.

    Wenn jemand halt nichts schicken möchte oder kann, ist es für mich auch ok (und ich denke auch für die meisten meiner Team- und Abteilungskolleg*innen;

    Ah, für die meisten. Is' klaa.

    Das war's jetzt aber endgültig von mir zu diesem Thema!

    Wir werden sehen.

    "Fällt einfach aus" ohne in eine Aufsichtsproblematik zu kommen oder? O. Meier, von daher dürfte sich das Problem bei euch nicht so stellen...

    Jein, je nach Bildungsgang müssen die jungen Menschen sehr eng beaufsichtigt werden. Oft aber reicht es, wenn sie wissen, dass jemand nebenan ist. Die Fälle mit engerer Betreuung kriegen wir durchaus ohne Bereitschaften und spätabendliche Aktivierung geregelt. Ja, da hat der Dienstherr Glück, dass er den Personalschlüssel entsprechend lässig planen kann.

    mir geht es mit dieser Regelung gut und ich habe wirklich keine Lust ein Problem aus etwas zu machen, in dem ich kein Problem sehe.

    Das ist schon etwas anderes, als die vorherige Formulierung.

    Und ob nun meine KuK "eigentlich" ein Problem mit dieser Regelung haben, ist deren Sache. Falls ja, können sie es ja gerne ansprechen. Solange sie es nicht tun, gehe ich davon aus, dass alle damit zufrieden sind.

    Das ist zum einen naiv (s.o.) und zum anderen unkollegial. Man muss ich nicht um alles und jeden kümmern. Aber sein Ohr am Puls zu haben, jemanden etwas raten zu können, wäre schon ein netter Zug. Zu zufrieden sollte man mit dem eigenen Wohlergehen nicht sein, dass einem die Sensibilität verlreon geht.

    Das kann man aus der Ferne nicht beurteilen, aber wundern würd's mich nach deinem Vorbringen auch nicht.

    Ein letztes Mal sage ich es noch: unsere Regelung wurde in allen unseren Teams vor Jahren besprochen und gutgeheißen. Meine KuK sind m. E. alt und "stark" genug den Mund aufzumachen, wenn ihnen etwas nicht passt.

    Mag sein, dass es bei euch besser läuft als in anderen Kollegien. Warum auch nicht, ich gönn's euch. Aber, dass das alles wehrhafte mündige Bürger sind, denen keiner etwas vormacht, scheint mir dann doch eine Nummer zu dick.

    Und überhaupt, wenn es doch nur darum geht, dass die, die freiwillig Aufgaben schicken wollen, freiwillig Aufgaben schicken, wozu bedarf es dann einer Regelung? Und was wurde da besprochen? Wurde da gebetsmühlenartig wiederholt, dass das alles freiwillig ist und alle fanden das freiwillig gut? Dir fällt nichts auf? Wenn Leute Aufgaben schicken, tun sie das. Soweit. Aber in jedem Team davon zu sprechen, dass sie es tun, damit auch alle wissen, was man "freiwillig" darf, schön erzählen, dass man da seit Jahren so macht und damit kein Problem hat usw. - wie auch immer das ausgeschmückt wird - genau so baut man sozialen Druck auf.

    Ich weiß nicht was bei euch wirklich läuft, aber bei deinen Erzählungen sehe ich Rauch unter der Tür durchkriechen.

    Das war an meiner Schule so üblich - es wurde beim Krankmelden immer direkt gefragt, ob auch Material geschickt wird.

    Eigentlich könnte man einfach "Nein" antworten. Uneigentlich füht man sich aufgefordert. Ich meine, die Frage ist schon nicht zulässig.

    das machen wir freiwillig

    Ja, klar. Immer alle freiwillig. Keiner dabie, der sich unter DRuck gesetzt fühlt, weil die anderen es immer machen. Is' klaa.

    Wenn jemand nichts schickt, wird er/sie bei uns aber auch nicht schief angeschaut!

    Neinnein. Du bist auch bei allen Tuschelclubs dabei und weißt, was getuschelt wird.

    Es übt niemand Druck auf die KuK aus!

    Neinnein. Zumindest keinen, der so offensichtlich erkennbar wäre.

    Also scheinen wohl alle mit dieser Regelung und anderen Regelungen zufrieden zu sein (

    Ja, so scheint es. Wenn das geschickt gemacht wird, ist der äußere Anschein locker gold.

    (darüber hat sich meines Wissens in den über 16 Jahren, die ich an dieser Schule bin, auch noch niemand beschwert)

    Wenn der Druck subtil genug aufgebaut wird, traut sich auch keiner zu meckern.

    Also, bitte lass' uns doch so weitermachen wie bisher, wenn sich keiner daran stört.

    Macht, was ihr wollt. Einzig rate ich dazu, sich genau umzusehen und die Wahrnehmung der Freiwlligkeit nicht naiv und oberflächlich zu betrachten. Oftmals haben Leute mit etwas kein Problem, weil sie gar nicht merken, was das Problem ist. Neulich hat hier mal jemand berichtet, er hätte kein Problem, privat Kosten zu übernehmen, das bekäme man dann von Steuer wieder. Dem lag wohl ein Missverständnis beim Steuerrecht zu Grunde. Aber jahrelang vorher hatte man kein Problem.

    Uns auch wenn man wirklich kein Problem mit etwas hat, sollte man nicht davon ausgehen, dass es deshalb keines gibt. Nur weil der eigene Regenschirm so toll ist, werden die anderen trotzdem nass, wenn man sie im Regen stehen lässt.

    Du kannst sicher mal versuchen deswegen zu klagen

    Muss ich nicht. Bei uns wurde keien derartige Drohung ausgesprochen. Falls doch, würde ich das prüfen. Aber danke für die Info. Du bist ja immer recht gut informiert, da lohnt es sich dann auch nachzufragen.

    es hindert dich ja auch niemand daran in der Schule zu arbeiten

    Dann wären wir wieder an der Stelle, dass unser Arbeitsplatz eben keinen vernünftigen Arbeitsplatz bietet. Den optimalen Wirkungsgrad erreicht man mit leeren Anwesenheitspflichten sicherlich nicht. Das ist aber den Verantwortlichen in aller Regel egal.

    Bereitschaftsstunden zählen nicht ins Stundendeputat.

    Ist das die solitäre Sichtweise des Dienstherren oder ist das schon juristisch durchdekliniert? Dienstzeit ist es auf jeden Fall. Und die kann man gut durch 'Rumsitzen verbringen, wenn das gewünscht wird.

    Das ist keine Drohung mit einem erheblichen Übel, sondern das Angebot seiner Dienstpflicht nachzukommen ohne immer früher aufstehen zu müssen.

    Ich empfinde es als ziemlich üble Nummer, eine verlogene "Einigkeit" zu erzielen. Und die Drohung "wenn du das nicht so und so und so machst, haben wir etwas Schlimmeres für dich" ist schon eine Drohung.

    An unserer Schule bestand Einigkeit darüber

    Ob das man sich da wirklich einig ist oder ob es nur eine tradiertes Verhalten ist, aus dem sich der Einzelnen nicht heraustraut, möchte ich mal dahingestellt sein lassen.

    dass es besser ist abends, ca 20Uhr , nochmal online den nächsttäglichen Vertretungsplan zu checken

    Pfft. Mir muss keiner abends kommen, dass ich am nächsten Morgen früher aufschlagen soll. Warum heißt das denn "Vertretungsplan"?

    bevor wir Präsenzstunden einführen müssen. So ist jedem klar, wenn Vertretungen in der ersten Stunde nicht wahrgenommen werden, weil man nicht mehr nachgesehen hat, dass die notwendige Alternative nur noch schlechter sein wird.

    Ah, Drohung mit einem nicht unerheblichen Übel. So stellt ihr also eure Einigkeit her. Bäh.

    Ansonsten, macht doch Präsenzstunden. Dann sitze ich meine Dienstzeit schön ab, anstatt sie sinnvoll zu verbringen. Wenn das der Wahrheitsfindung dient.

    Es ist für alle Beteiligten ratsam, den Personalrat und die Schulleitung zu bitten, in einer Dienstvereinbarung die Regeln für die elektronische Kommunikation festzulegen und auch Fragen zur Erreichbarkeit an WE, in den Ferien aufzunehmen.

    Äh, was? Äh, nee. Was soll man denn da vereinbaren? Dass man sich wie erwachsene Menschen verhalten soll?

    Wie schon erwähnt, gibt es bei uns keine Notfälle, auf die man instantan reagieren müsste. Und im Übrigen geht es denen, die die einen hohes Maß an "Erreichbarkeit" einfordern, vielleicht gar nicht vorrangig um das Abrufen der E-Mails, sondern um das Veranlassen das darin Gewünschten. Das kann man eben nicht erwarten. Wir haben einen komplexen Job, bei dem man ziemlich viel unter eine Mütze kriegen muss. Wenn da einer, weil er schnell noch dies oder das braucht, muss er sich gelegentlich mal hinten anstellen.

    Regelungen zum Abrufen von E-Mails bringen da überhaupt nichts.

    "Die Schule" kann dafür soregn, dass es genug Computer und ruhige Arbeitsplätze gibt, in denen ich meine elektrische Korrespondenz bearbeiten kann. Dann kann man erwarten, dass ich das auch an den Tagen, an denen ich zwecks Unterricht in der Schule bin, so mache. Wan ich zu Hause meinem Computer anschalte und was ich dann damit mache, entscheide ich ganz allein. Wer sich als Dienstherr nicht darum kümmert, wo die Infrastruktur herkommt, hat die Füße still zu halten, wenn es um deren Einsatz geht.

    Hierzu 'ne Anekdote, ist schon etwas her. Wir hatten ein halbes Dutzend computerähnliche Apparate für 90 Kollegen und einige davon nutzten private E-mail-Adressen für die Kommunikation mit den Kollegen. Irgendwann konnten wir auf Mail-Dienste wie GMX oder web.de nicht mehr zugreifen. Filter im Proxy. Ich sprach den für die Technik zuständigen Kollegen darauf an. Ja, das ginge ja nicht, dass jemand seine privaten Mails am Schulcomputer abriefe, da gebe es eh so wenig, blabla. Mir sei das egal, ich müsse für die Schule nihct per E-Mail erreichbar sein, man wisse ja, wo mein Postfach ist. Upps, am nächsten Tag war der Filter angepasst. Kurz danahc kamen dann aber ach dienstliche Mail-Adressen und deutlich mehr Computer.

    Aber da sieht man's. Dienst-Mails auf Privatrechnern ging. Aber wenn einer mal 'ne private mail am Dienst-Computer abruft, ist das Abendland in Gefahr. Ey, leck mir doch am Arsch. Ich glaube wirklich, dass die damalige Intention für die Filterung war, dass man die Computer möglichst wenig blockiert haben wollte. Man kann sich mit so etwas aber gründlich ins Knie schießen.

    Noch 'ne Anekdote zu Dienstvereinbarungen. Der Lehrerrat lief mal auf der Gesamtkonferenz mit einem Antrag auf, der es untersagen sollte, deinstliche Telefonate nach (ich bin mir nicht mehr ganz sicher) 20:00 Uhr zu führen. Ich verstand das nicht, enthielt mich und sprach den Lehrerrat später darauf an. Dieser erklärte, dass es einen Abteilungsleiter geben, der auch später noch Kollegen anrief, um Arbeitsaufträge zu erteilen. Diese trauten sich nicht, nicht ans Telefon zu gehen oder sich sonstwie allein zu wehren. Ich mein, klar, aber dafür ist der Lehrerrat dann schon da. Aber dass man es nicht schafft, nicht ans Telefon zu gehen, fand ich schon beeindrucken. Ganz habe ich es nicht verstanden.

    Natürlich zieht da wieder jemand den Umkehrschluss, dass Anrufe bis 20:00 völlig legitim seien. Finde ich aber nicht.

    Eine Kollegin hat übrigens meine Telefonnummer. Die beginnt jedes Telefonat mit der Frage, ob ich auch Zeit hätte. So wird's gemacht.

    Themen: Fahrzeugtechnik, beliebig, beliebig

    Solche Kombinationen schreibt man aus, weil man jemanden mit Fahrzeugtechnik nimmt, egal, was der sonst noch kann (oder auch nicht). Der wird he nur FZT unterrichten, egal, was er sonst noch hat. Daraus würde ich nicht ableiten wollen, das BKs ständig "beliebig"-Stellen ausschreiben.

    1. ist das bei mir freiwillig. Niemand ist verpflichtet, daran teilzunehmen. Und wenn jemand nur das Audio einschalten möchte, kann er / sie das auch tun.

    Du musst schon ein Angebot für alle machen. Aber auf welcher Grundlage entscheiden denn die Eltern und Schüler über die Teilnahme. Hast du sie darüber informiert, wie es datenschutztechnisch um das Angebot steht?

    2. verlangt die Schulleitung, dass wir Video-Konferenzen anbieten.

    Du must nicht alles machen, was die Schulleitung verlangt. Und wenn es rechtswidrig ist, darfst du es nicht machen. Und wenn du dir nicht sicher bist, mussz fdu zumindest deine Bedenken anmelden. Sory, aber dieses Zurückziehen auf den Befehlsnotstand passt weder zum Ausbildungsstand noch zur Besoldung eiens Lehrers. Und zum Rechtsstaat sowieso nicht.

    Meine SL verlangt dergleichen nicht. Ich müsste aber, wie ich zu reagieren hätte, wenn sie das täte.

    3. Alles, was wir bei Zoom machen, gibt es auch per Mail oder auf Moodle. Niemand hat einen Nachteil, der nicht teilnimmt.

    Wozu braucht man die Videokonferenzen dann? Demnach wären die wohl Zeitverschwendung.

    Er kriegt es halt nur nicht von mir persönlich erklärt, sondern muss die Erklärungen selbst lesen. Und er kann die Aufgaben nicht mit mir probeweise einmal antesten, sondern muss sie auch alleine lösen.

    Aha. Es ist doch etwas anderes. Es ist eben ein zusätzliches Angebot, ein zusätzliches Medium, eine zusätzliche Methode, eine zusätzliche Sozialform. Da ist die deklarierte Freiwilligkeit dahin. Es hat Auswirkungen auf den Lernerfolg, ob mn daran teilnimmt oder nicht. Es sei denn, du hältst deine mündlichen Erklärungen für so untauglich, dass sie überhaupt nicht lernwirksam wären. Dann, s. o., sind die Videokonferenzen aber Zeitverschwendung.

    Das heißt jetzt nicht, dass man keine Videokonferenzen anbieten sollte. Man sollte sich nur nichts in die Tasche lügen bei z. B. der Freiwilligkeit. Man muss das schon sauber abwägen. Und dazu muss man so etwas auch technisch und rechtlich einschätzen können. Und nicht einfach sagen, das sei alles freiwillig, da dürfe man machen, was man wolle.

    Falls das Unternehmen jetzt Zugriff auf unsere Daten hat, wird es erfahren, wie man Dezimalzahlen multipliziert, Fragen im Simple Past bildet oder einen inneren Monolog schreibt. So what???

    Nein, darum geht es nicht. Es geht um personenbezogene Daten. Also z. B. Gesicht und Stimme der Teilnehmer. Diese sind zunächst mal schützenswert. Wer seine Persönlichkeitsrechte nicht in Anspruch nehmen will, kann es ja lassen. So etwas kann aber nicht eine Schule für alle potenziellen Teilnehmer entscheiden. Deshalb braucht man ein System, das datenschutzrechtlich unbedenklich ist.

    Wenn z. B. das Ministerium in einem Erlass feststellt, dass der Online-Unterricht wichtiger ist als der Datenschutz, bitte. Aber als einzelne Schule oder als einzelner Lehrer würde ich mich nicht auf so dünnes Eis begeben.

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