Beiträge von O. Meier

    Für NRW habe ich einen entsprechenden Paragraphen nicht gefunden.

    Also, in der APO-BK finde ich nur eine Regelung für krankheitsbedingte Absenz bei Prüfungen, die da lautet:

    Zitat

    [...] Im Krankheitsfall hat der Prüfling unverzüglich ein ärztliches Attest vorzulegen, andernfalls gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden oder der fehlende Prüfungsteil wird wie eine ungenügende Leistung gewertet.

    "Unverzüglich" ist schon ziemlich eindeutig und etwas deutlich anderes als "kann er bringen, wenn er Lust hat". Ich sehe keinen Grund bei regulären Klausuren anders zu verfahren.

    Ich war bisher zu bequem, mich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen, und bin halt schnell ins eigene Auto gestiegen.

    Dann fährste mit dem Privatwagen. Wenn sich in der Abwägung ein geringerer aufwand, weniger Stress oder sonstwas ergibt, ist doch OK. De Möglichkeit nicht mit dem eigenen PKW zu fahren ist aber vorhanden, meinetwegen auch "faktisch".


    Mehrere Praktikumsbesuche von meiner Dienststelle in weiter entfernte Städte, z.B. nach Köln, Randgebiet. Fahrt mit dem privaten PKW innerhalb von 3 Freistunden an meiner Schule.

    Das ist zunächst mal etwas anderes. Die Frage, ob du mit dem PKW fährst, ist ja entschieden, wenn du fährst. Zum andern bellst du den falschen Mond an, wenn du das mit dem "Sachbearbeiter" in der Reisekostenabrechnungsstelle diskutierst. Der sitzt vorm Computer und klickt Textbaussteine zusammen. Der hat nicht den Anspruch, zu verstehen, worum es da geht. Und dafür wird er auch nicht bezahlt.

    Wer weißt dich denn an in sonstwo einen Praktikumsbesuch zu machen? Wer genehmigt solche Praktikumsstellen? Die Schüler gehen in einen bestimmten Ort zu Schule. Woher nehemn die die Frechheit, sich einen davon weit entfernten Praktikumsplatz zu suchen.

    Ich habe zum Beispiel keinen Kraftwagen. Ich habe schon oft genug erklärt, dass ich bestimmte Orte nicht sinnvoll mit öffentlichen Verkehrmitteln erreichen kann. Dann kann ich den Besuch nicht machen. Wenn jemand ander gerne Auto fährt, bitte. Zur Not frage ich meinen SL, ob er möchte, dass ich drei Steunden im Bus oder drei Stunden am Schreibtisch sitze. In der Regeln entscheidet er sich für den Schreibtisch, weil er weiß, was nach den drei Stunden da steht.

    In einigen Bildungsgängen haben wir Beschlüsse, wie weit die Praktikumsstellen weg sein dürfen. da wo es das nicht gibt, gibt es immer irgendjemand, der die Praktikusstellen absegnet. Im Zweifelsfall fährt der.

    Unterschiedliche Paragraphen jeder Schulordnung in diesem Land. War die Frage ernst gemeint?

    Ja natürlich. Für NRW habe ich einen entsprechenden Paragraphen nicht gefunden. De facto haben wir die an der Schule Regelungen, innerhalb welcher Fristen Atteste bei versäumte Klausuren gebracht werden müssen. Liegt das Attest nicht innerhalb der Frist gebracht, so wird schon gar keine Nachklausur angesetzt.

    Wie ist den in deinem Bundesland konkret die Rechtslage?

    Diese Frage ist tatsächlich sehr interessant - überlege derzeit das Auto abzuschaffen, muss aber häufig zu Auswärtsterminen (Dienstbesprechungen, Lehrproben, ...), die öffentlich quasi unerreichbar sind. Wäre großartig, wenn es da Möglichkeiten gäbe.

    Äh, Möglichkeiten? Manchmal versteh ich nicht, warum Leute aus Selbstverständlichkeiten ein Problem machen. Es gibt weder eine Rechtsrundlage jemande zur dienstlihe Nutzung eines privaten Fahrzuegs zu verpflichten noch gibt es eine rechtliche Verpflichtung eine Auto zu besitzen.

    Dein Auto, damit machste, was du willst.

    Besonders die erste Frage interessiert mich auch. Die Nutzung des vorhandenen PKWs vorauszusetzen, ist für den Arbeitgeber natürlich einfach (ob dies rechtlich zulässig ist, ist ja die andere Frage).

    Die Frage ist hier an der falschen Stelle. Wenn jemand meint dich verpflichten zu können, deinen Privatwagen dienstlich nutzen zu mssen, so wird er dir auch die Rechtsgrundlage dafür zeigen können. Ich nehm die Pointe vorweg, er wird keine haben. Damit ist der Kater gekämmt.

    was passiert dann? Taxifahrten, doch Bereitstellung eines Dienstfahrzeugs, Leihwagen .....?

    Auch das soll sich der überlegen, der möchte, dass du fährst.

    hat arge Probleme mit der Schulleitung bekommen, der hinter den Eltern stand und das Ende vom Lied war, dass sein Unterricht begutachtet wurde und eine Evaluation durchgeführt wurde. Das Ergebnis war letztlich positiv für ihn

    Der Saftsack von Schulleiter wollte ihn offensichtlich ärgern, hat sich aber ins Knie geschossen. Er hat den Aufwand der Begutachtung und den ganzen Kram gehabt, konnte deinem Bekannten aber nichts anhaben. Meint er wirklich, der SL zieht das nochmal durch? Wer sich von einer solchen Nullnummer disziplinieren lässt, tut mir leid.

    ie ein anderes Gottesbild vermitteln als den strafenden Gott des Volkes Israel im Alten Testament.

    Aber mindestens einer muss mit dem Tode bestraft werden, gelle?

    Nach christlichem Glauben liebt er die Menschen so sehr,

    Warum hat er so lange gebraucht, bis ihm das aufgefallen ist? Auf die Liebe eines Gottes kann ich übrigens verzichten. Die Menschen zu respektieren, stände ihm gut zu Gesicht.

    dass er seinen einzigen Sohn opfert, um sie zu erlösen.

    Wie geht das? Wie muss ich mir eine Erlösung überhaupt vorstellen? Und wie trägt der Foltertod dazu bei? Was ist dadurch besser, dass jemand zu Tode gefoltert wird?

    Jesus zeigt uns im Neuen Testament wie Nächstenliebe

    Was ist das?

    und die anderen christlichen Werte gehen.

    Gibt es unter dieses auch exklusiv christliche? Gibt es also Werte, die man nicht teilen kann, wenn man kein Christ ist? oder haben sich "die Christen" nur aus einem Strauß von Werten welche 'rausgepickt?

    Der Tod am Kreuz stand damals auf der Tagesordnung, war nicht eine besonders ausgewählte Foltermethode.

    Zumindest war es eine Methode, die als so fies galt, dass sie nur Nicht-Römern zugemutet wurde. Römische Bürger wurden nicht gekreuzigt. Deswegen wurde dann Paulus auch nur geköpft AFAIR. Dass die Kreuzigung eine besonders brutale Hinrichtungsmethode war, dürfte außer Frage stehen. So etwas wünscht man niemandem, ob Sohn oder nicht.

    Das Christentum beginnt mit dem Neuen Testament, einem bewusst anderen Weg.

    Kann ich nicht sehen. Ich sehe den gleichen Hang zur Gewalt.

    Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert

    dachte aber immer, dass man das alles nicht wortwörtlich einszueins übersetzen kann in der Bedeutung.

    Es ist zu bezweifeln, dass "das alles" überhaupt eine Bedeutung außer der literarischen. Es sind halt Geschichtchen, die irgendwer irgendwann mal aufgeschrieben hat.

    Viele Beispiele sind aus dem alten Testament, das eher dem jüdischen Glauben entspricht.

    Es ist die gleiche Figur, die beschrieben wird. Wenn sich deren Charakter gar nicht ändern würde, wären die Geschichten wohl etwas langweiliger. Die Gläubigen müssen damit leben, dass ihr Gott dazu neigt, den Satz willkürlichen Rgeln gelegentlich durch einen anderen auszutauschen.

    Soviel ändert sich aber gar nicht. Die Beispiele aus dem neuen Testament zeigen auch einen gewissen Hang zu Gewalt und Brutalität.

    Dass Gott seinen Sohn qualvoll opfert, um uns von den Sünden zu erlösen, ist natürlich ein starkes Stück.

    "Starkes Stück"? Ich schlage die für die Euphemisierungsmedaille vor. Ich find's krank. Ich weiß zwar nicht, was es bedeuten soll, jemanden "von den Sünden zu erlösen". Aber warum muss da jemand zu Tode (oder ins Koma) gefoltert werden? Man könnte ja sagen, da er selbst der Sohn ist, kann er das ja mit sich klären und sich gelegentlich mal ins Domina-Studio schicken, wenn ihm nach Folter ist. Aber er zieht ja andere mit 'rein (Stief)-Familie, Freunde, Römer, Mitbürger. Brutal und öfentlich, so will er seine Show. Im alten wie im neuen Testament.


    Jede bedeutende Veränderung braucht wohl ihre Märtyrer....

    Nein. Es muss nicht immer jemand für etwas sterben.


    Aber auch nur, damit am Ende alles gut wird für uns

    Wann wäre denn dieses Ende geplant?

    so will es uns die Bibel sagen.

    Eben war "das alles" in der Bedeutung nicht klar, jetzt weißt du aber genau wie es zu interpretieren ist. Is klaa.

    Maria wurde vergewaltigt? Wie kommst du darauf?

    Nun, sie war ja mit Josef zusammen. Empfangen hat sie aber vom heiligen Geist. Es steht nirgends etwas von einer Affäre oder Menage-a-trois. Und auch sonst ist nichts zu erkennen, dass die Schwangerschaft einvernehmlich hergestellt wurde. Vielmehr wurde Maria da vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich würd's Vergewaltigung nennen, vielleicht war's aber auch eine erzwungene Leihmutterschaft. Auf jeden Fall nicht nett.

    Ich verstehe aber durchaus, weshalb manche Kollegen es dennoch einsetzen ganz einfach, um sich das eigene Berufsleben etwas zu erleichtern.

    Das können sie auch. Gerne. Aber sie sollen erstens nicht 'rumheulen, dass sie für die Ausübung ihres Jobs ein Smartie-Kästchen anschaffen müssten. Und zweitens sollen se nicht behaupten, es ginge ohne. Es geht immer ohne. Egal was es ist. Ohne Luft zum atmen wird schwierig, aber sonst geht's ohne.

    PS: Achja. Drittens soll keiner auf die Idee kommen, mir zu erzählen ich bräuchte ein Smartie-Kästchen für meine Arbeit. Die Frage "Hast du denn kein WhatsApp?" beantworte ich schon gar nicht.

    Sagst du mir eine? Bin gerade zu k.o., um nachzuschauen,

    Ja, muss man nachsehen, hat man nicht parat. Is' klaa.

    Ich fange mal bei Adam und Eva an. Deren Aufgabe, nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu Essen, war zumindest so schwierig, dass sie sie nicht erfüllen konnten.

    Abraham sollte seinen Sohn töten. Und ob Isaaks Rolle bei der Zeremonie ein reiner Spaß war, wage ich zu bezweifeln.

    Hiob wurde übel mitgespielt. Das alles zu ertragen, war sicher eine schwierige, wenn nicht unmögliche, Aufgabe.

    Noah musste in riesiges Schiff bauen, um die Tiere der Erde zu retten. War das einfach os ganz ohne Kreissäge und Akkuschrauber? Anschließend sollte seine Familie den Planten wiederbevölkern. Ob der dafür notwendige Inzest nun sonderlich schwierig war, kann ich nicht beurteilen, aber eklig stell ich's mir vor.

    Moses hatte keinen einfachen Job. Häufige Konsultationen beim Pharao, bis man los durfte. Und dann 40 Jahre 'Rumgeirre in der Wüste und dann die ganze Bande bei Laune halten.

    Maria musste ein uneheliches (durch Vergewaltigung gezeugtes) Kind austragen, um dann mitzuerleben, wie dieses als junger Mann hingerichtet wird.

    Achja, Jesus, der hat sich wohl die Aufgabe sich an sich selbst zu opfern, um den Menschen Sünden vergeben zu können, die diese nicht begangen sondern geerbt hatten. Das ist vielleicht nicht schwierig, aber es klingt kompliziert. So oder so, auch wenn er nicht gestorben ist, so musste er doch ein 36-stündiges Koma aushalten.

    Judas musste seinen Freund verraten.

    Upps, das war jetzt mehr als ein Beispiel. Lies mal nach. Spannende Geschichten. Ich mag ja die Hörbuchvariante:

    The Bible Reloaded

    Warum also nicht gleich von Beginn an sagen: "Ich habe mir überlegt, wo mein Platz ist" und das Thema Gott außen vor lassen, wenn man nicht drüber reden möchte?

    Ich befürchte, es ist noch schlimmer. Nämlich, dass man in solchen Situationen eben einen Gott als Grund anführt, um das Gespräch über die Gründe gar zu vermeiden. Also wenn so ein Gott sagt, dieser oder jener solle das tun, dann kann man da wohl nchts machen, dann ist das wohl so. So ein Gott ist ja schließlich ein Gott.

    Ich weiß nicht, ob das hier so war, aber es kommt mir so vor.

    Gläubige Leute sagen, Gott möchte sie irgendwo haben bzw. ihre Bestimmung sei dies oder jenes.
    Weniger gläubige oder ungläubige Leute sagen, sie haben gemerkt, dass sie sich in diesem Beruf am erfülltesten fühlen / dieser Beruf für sie am meisten Sinn macht / dieser Beruf am besten zu ihrem Lebensentwurf passt etc pp.
    Alles das gleiche, meiner Meinung nach.

    Leider fehlt mir eine Quelle für eine Studie, von der ich mal hörte. In der wurden Menschen zu bestimmten Themen gefragt, was sie dazu meinen, was sie denken, was andere dazu meinen und was sie glauben, was der jeweilige Gott dazu meint. Es wurde dann untersucht, welche Gehirnbereich jeweils aktiv war. Bei der eigenen Meinung und der anderer waren andere Gehirnbereoche aktiv. Bei der Frage nach der menung Gottes aber der gleiche wie bei der eigenen Meinung.

    das kann man natürlich dadurch erklären, dass so ein Gott über diesen Gehirnteil mit dem Menschen kommnuniziert. Die Erklärung, dass man sich aber seinen Gott danach konstruiert, was amn selbst meint, benötigt vielleicht aber doch weniger zusätzliche Annahmen. So wäre es dann kein Zufall, dass der Gott, an den man glaubt, vielfach die gleichen Ansichten vertritt, wie man selbst.

    Und so gesehen, ja, dann wäre "Mein Gott will ..." nur ein Synonym für "Ich will ...".

    Naja nun, ich muss Kugelschreiber, Locher, Tacker, Edding, Klebestreifen etc. alles selbst kaufen.

    Musst du? Odr tust du's, weil du ein guter Untertan bist? Was passiert, wenn du es nicht kaufst, sondern bei der Schulleitung eine Materialliste einreichst?

    Mein Dienstherr erwartet auch, dass wir zu Hause dienstliche Mails abrufen (wir bekommen unseren Stundenplan oft erst am Sonntag, ab Montag gilt er), auf welchem Gerät auch immer.

    Sicher? Gibt er dier das auch schriftlich? By the way, erwarten kann jemand viel, d. h. nicht, dass er es auch bekommt. Vielleicht hat den Dienstherr, oder derjenige der meint für ihn sprechen zu dürfen, auch schlichtweg einen Knall und ihm gehört man gehörig die Meinung gegeigt.

    Sonntag ist hier in NRW gesetzlich arbeitsfrei. Da kann mir niemand einen Stundenplan geben. Ich bekomme meinen durch das Postfach in der Schule. Da schaue ich Montag bis Freitag einmal täglich 'rein.

    Ich hatte mal Mitleid mit Leuten, die sich systematisch verarschen lassen. Mittlerweile trägt das nur noch zu meinen Amüsemeng bei. Insofern, danke für deinen Beitrag.

    Was du so immer hörst.

    Du kannst mich ja gerne mal darüber aufklären, welche Gespräche ich mit meinen Kollegen führe, wenn du das besser weißt als ich.

    Was du so immer hörst. Aber da lebst du ja eh in Parallelwelten...

    Gibt es irgendeinen Anlass, irgendwelchen Unsinn über mich zu behaupten? Suchst du Streit? Nein, ich lebe in dieser Welt. Womöglich habe ich meine naive Phase hinter mir und auch die devote. Deshalb nehme ich Dinge womöglich anders wahr und ziehe andere Konsequenzen.

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