n Sachen Digitalisierung ist das bei uns auch tatsächlich Zwang: Wenn die Kreidetafeln weg sind und das Klassenbuch elektronisch, dann muss man sich halt informieren
Was ist denn damit gewonnen, dass etwas wegfällt? Ja, das ist auch schon eine ausgelutschte Diskussion. Aber womöglich gäbe es keinen Bedarf, sich gegen das Elektrische zu wehren, wenn die alte Technik nicht zwingend wegfiele. Ist sicher individuell, aber an den elektrischen Tafeln ist meine Schrift nicht so richtig brauchbar. Da bin ich doch froh, dass in den Räumen, in denen solche hängen, auch noch analoge Schreibmöglichkeiten vorhanden sind.
Nachdem die ersten Dinger aufgehängt wurden, hatten wir auch Fortbildungen in der Benutzung. ich war als Multiplikatorin eingesetzt. Ich habe einiges ausprobiert, auch um den Kolleginnen ein paar Erfahrungen mitgeben zu können. Unterm Strich nutze ich sie aber mittlerweile nur als Beamer. Ich kenne niemanden, der wirklich elektrisch schreibt o. ä.
Das liegt in diesem Fall nicht an der fehlenden Schulung. Irgendwie lassen die sich, auch wenn man weiß wie's geht, nicht so richtig fluffig verwenden.
Das elektronische Klassenbuch — dagegen — haben wir gründlich verhagelt. Wir haben es komplett ohne Schulung eingeführt. Schönes Chaos. Dann kam mal eine Technikerin der Betreiberfirma und hat uns Fragen benatwortet. Alles wusste sie aber auch nicht. Jetzt, wo ich weiß, wie vieles funktioniert, finde ich es immer noch unpraktischer als das analoge Klassenbuch.
Aber du hast recht, es gibt da nichts mehr zu diskutieren. Also mache ich das. Die Zeit, die dafür draufgeht, geht dafür drauf und fehlt woanders. Wie immer.
Beim Klassenbuch ist halt das Problem, dass man nicht analog und die elektrisch nebeneinander betreiben kann. Bei der Medienaussstattung der Räume aber durchaus. Beides bedarf einer Schulung. In beiden Fällen kann diese aber die grundsätzlichen Mängel nicht ausgleichen. Wenn man Schrott kauft, hat man Schrott, egal wie gut die Schulung ist.