Das große Problem ist in vielen Bundesländern ja eigentlich auch ein anderes. Die Mehrarbeit und Mehrverantwortung als SL steht in keinem Verhältnis zur Entlastung und Steigerung des Gehaltes. In Nds. haben die SL an Grundschulen früher teilweise A12 Zulage bekommen und die Lehrkräfte A12. Inzwischen bekommen sie A13. Aber unserer Förderschullehrkäfte erhalten auch A13. An der Sek 1 erhalten für die Fachkonferenzleitung manchmal auch schon A13. Da passen die Relationen nicht.
Beiträge von Tom123
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Es reicht ja schon, wenn Dir durch Online Betrug das Konto leer geräumt wird. Bis zur Klärung der Schuldfrage und ob Du gegenüber der Bank einen Erstattungsanspruch hast, ist die Fahrt gelaufen bzw. nicht gelaufen. Die Klärung der Frage, wer dann gegenüber den Eltern haftet wird wahrscheinlich in einem nie endenden Rechtsstreit geklärt. Nein Danke! Wenn Schule möchte, dass ich als Lehrkraft so etwas durchführe, dann muss sie auch den erforderlichen Rahmen zur Verfügung stellen. Sonst muss ich leider sagen "geht nicht".
Ich finde es auch vollkommen in Ordnung, wenn man es nicht macht. Aber man muss auch fairerweise sagen, dass einem nicht einfach durch online-Betrug das Konto leer geräumt wird. Wenn ich fremde Gelder verwalte, sollte ich schon über die Kompetenz verfügen, dass sicher zu gestalten. Notfalls wird das Konto halt offline geführt. Oder man setzt einfach das Tageslimit entsprechend niedrig an.
Gleiches Problem hast du aber auch, wenn du Geld für den nächsten Ausflug einsammelst und dir jemand auf dem Hinweg die Brieftasche klaut.
Letztlich muss jeder selber wissen, ob er das Risiko eingehen möchte. Ich habe volles Verständnis für jeden, der das nicht machen möchte. Aber es kam teilweise so rüber als ob es total falsch wäre oder man schon mit einem Bein im Gefängnis ist. Wenn man selber bereit ist, die entsprechenden Risiken zu tragen, war das Verfahren für mich früher ok. Über das Schulkonto, was bei uns jetzt Pflicht ist, ist es natürlich besser.
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PS: Tom123 siehe Antwort hier. Warum sollte man sich als Beamter in ein solches Konstrukt der unsauberen Trennung von Privatvermögen und dienstlichen Geldern begeben?
Bei Konten mit fremder Rechnung wird das Geld in der Regel an den wirtschaftlich begünstigten Ausgezahlt. Auch bei einer Pfändung ist es eigentlich außen vor, wenn Du nachweisen kannst, dass das nicht dein Geld ist.
Grundsätzlich bin ich bei dir. Aber wenn warum auch immer nicht möglich ist ein Schulkonto zu nutzen, ist es als Alternative jetzt nicht so schlimm. Da passieren viele andere Dinge, die deutlich kritischer sehe. Beispielsweise das Führen der Klassenkasse durch die Lehrkraft, unsaubere Abrechnungen von Ausflügen, etc.. Ich sehe es beispielsweise immer wieder das Ausgaben für Kinder, die nicht dabei waren (krank wurden etc.), auf alle umgelegt werden. Das ist aber so einfach nicht möglich.
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Ich finde das durchaus auch weiterhin bedenkenswert. Zwar ist es möglich, offene Treuhandkonten einzurichten und diese durch "Treuhand" zu kennzeichnen, der Bank gegenüber ist dann aber auch Name und Anschrift des Auftraggebers anzugeben. Welche natürliche Person hast du denn der Bank als Treuegeber angegeben? Würde es sich wiederum um ein verdecktes Treuhandkonto handeln, so wärst du als Privatperson der Bank gegenüber voll haftbar.
Ich glaube, dass du mit deiner Argumentation weit über das Ziel hinausschießt. Es ist vollkommen ausreichend das Konto mit dem Hinweis "fremde Rechnung" und der Angabe des wirtschaftlich Begünstigten zu versehen. Du brauchst kein klassisches Anderkonto.
Letztlich geht es ja vor allem darum, dass wenn dir etwas zustößt die Gelder eindeutig als fremde Gelder zu identifizieren sind. Beim klassischen Anderkonto sind ja auch andere Aspekte wichtig. Beispielsweise, dass der Besitzer sie zu bilanzieren hat, auch wenn er keinen Zugriff darauf hat. Teilweise werden auch Einschränkungen vereinbart, welche Ausgaben möglich sind oder nicht.
Natürlich ist ein Schulkonto die bessere Lösung. Aber das andere ist jetzt auch nicht der Weltuntergang. Und solange die Schulbehörde es zulässt, würde ich es auch nicht so kritisch sehen.
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Natürlich, ich wollte nochmal ein Beispiel nennen, dass es langsam doch sehr viele sind.
Warum sprichst du jetzt von Schule? Soweit ich weiß ist das hier der allgemeine Corona-Thread.
Ich dachte es wäre ein Lehrerforum. Aber was sagt uns das Beispiel? Wir wissen alle über die aktuelle Situation, wir wissen alle, dass es draußen viel weniger problematisch ist als drin. Wir wissen alle, dass verschiedene Bereiche unterschiedlich gehandhabt werde. In Behörden und Landtagen gibt es teilweise Luftfilter und in vielen Schulen nicht.
Einfach nur einen Satz hier rein zu hauen, bringt uns doch nicht weiter. Dann wäre schon gut zu schreiben, was du uns damit sagen willst.
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Dieses Wochenende sind 90.000 Festivalbesucher dem Coronavirus bei Rock am Ring entgegen gegangen.
Was willst du uns damit sagen? Das ist doch draußen. Ist aus meiner Sicht nicht wirklich mit Schule vergleichbar. Zumal jedem, der da hinfährt das Risiko einer Infektion bewusst ist und er frei entscheidet. Das ist sicherlich nicht mit Schule vergleichbar ...
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Mir wäre nicht im Traum eingefallen, das Geld für Klassenfahrten irgendwo hin anders als aufs Schulkonto überweisen zu lassen. So richtig verstehe ich das Problem auch nicht - jede Schule hat doch wohl ein Konto (!?), also wieso sollte man Geld privat einsammeln oder extra Klassenkonten eröffnen oder andere komplizierte Lösungen suchen?
Ich habe es tatsächlich noch erlebt, dass Geld über "Privatkonten" mit dem Vermerk fremden Rechnung Schule XY eingesammelt wurde. Der Vorteil war halt, dass du direkten Zugriff darauf hast. Du hast sofort die Geldeingänge sehen und Überweisungen entsprechend ausführen. Nun muss alles über die SL laufen. Wenn man ein pauschales Programm bucht ist wahrscheinlich weniger schwierig. Aber wir haben auch Fahrten, wo wir die Baustein individuell planen. Wegen Corona bietet die JH bei unsere nächsten Fahrt gar keine Pauschalprogramme an. Wir buchen also alles einzeln und überweisen es auch einzeln.
Natürlich finde ich es über das Schulkonto auch besser und sinnvoller. So abwegig war der "alte" Weg aber auch nicht. Da hast du halt am Ende nur die kompletten Unterlagen beim Chef abgegeben.
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Und natürlich können wir auch gerne deine Art und Weise hier beurteilen, wie du andernorts im Forum unterwegs bist und daraus Verallgemeinerungen ableiten, wie du sie bei State Of Trance als sachlich bezeichnest, versehen mit einem freundlichen Tip, wie du in Zukunft schreiben könntest. Müsste dann ja passen.
Ich habe Kris24 bisher als meist sachlich wahrgenommen. Du bist erst 14 Tage aktiv und ich habe den einen oder anderen Post von Dir eher als unsachlich wahrgenommen. Vielleicht solltest Du dich erstmal etwas zurückhalten bevor du so pauschal Leute kritisierst, die hier seid Jahren aktiv sind?
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Wenn es um rechtliche Dinge geht, dann kann sich ein minderjähriger Schüler auch nicht ohne Erklärung der Eltern beurlauben lassen …
Ich wundere mich, dass Du das mehrfach betonst. Geht es vielleicht doch darum, dass Du die Entscheidung generell nicht gut findest? Ob die Erklärung der Eltern vorliegt oder nicht, ist für dich doch nicht relevant. Darum hat sich der Klassenlehrer zu kümmern. Vielleicht hat er bei den Eltern angerufen? Oder hat eine Vereinbarung mit den Eltern, dass der Schüler demnächst wegen XY noch einmal fehlen wird?
Ich würde den Kollegen nett zu Seite nehmen und ihm sagen, dass Du Verständnis für ihn hast und seine Autorität nicht angreifen wolltest, aber die Art und Weise seiner Kritik nicht angemessen war.
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Ich würde es nicht so hoch hängen.
Abwarten und Tee trinken und beim nächsten Mal einfach auf das Selfie verzichten.
Ggf. kann man ihn auch zu Seite nehmen und sagen, dass das Selfie nicht so öffentlich sein sollte, weil dann alle ankommen und eines haben will. Ob er das privat lassen kann. An sich finde ich es nicht optimal aber auch nicht so schlimm.
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Es gibt doch die Möglichkeit, user, die man nicht lesen mag, zu blockieren.
Klar, ich habe mich ja auch nicht beschwert. Ich finde es im Forum auch nicht so schlimm. Das sind ja keine Menschen, mit denen ich arbeiten muss oder die ein Einfluss auf mein Leben haben. Aber die Art und Weise wie man kommuniziert hat sich geändert.
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Grundsätzlich wurde hier vieles Richtiges geschrieben. Was ich aber auch finde, dass hier teilweise Kritik von Usern geübt wird, die ich selber teilweise als destruktiv und unhöflich empfinde. Ich glaube ein großes Problem ist die unterschiedliche Selbstwahrnehmung. Die letzten Jahre haben einfach dazu geführt, dass die Menschen eher weiter auseinander gegangen sind. Ich vermute, dass es vorher auch schon so war, man es aber eher ignoriert hat. Wir haben eine Person, die schon immer durch eine besondere Weltanschauung aufgefallen ist. Früher hat man das ignoriert. Im Gegenteil war es sogar manchmal recht witzig mit der Person darüber zu sprechen. Da kamen interessante Vorstellungen auf.
Heutzutage ärgert man sich, weil die Person mal wieder Blödsinn über Masken oder Impfungen erzählt und am Ende uns alle gefährdet, weil die Person mal 45 Minuten lang Maskenpause macht und natürlich auch das Lüften vergisst.
Das ist sicherlich bei vielen im Forum nicht der Fall. Aber man ist gefühlt ständig in irgendwelchen Diskussionen verwickelt oder muss sich mit irgendwelchen "Idioten" rumschlagen, die Blödsinn erzählen. Ich denke, dass verändert die Menschen.
Das wird die andere Seite natürlich genauso sehen. Wenn man Ihnen ständig erklärt, dass Masken wichtig sind, Corona keine Grippe ist oder die Impfungen uns helfen. Aus ihrer Sicht ist das halt alles falsch und die anderen haben es nur noch nicht verstanden.
Und diese permanenten Konflikte sorgen dafür, dass man auch bei anderen Themen ganz anders miteinander umgeht. So zu mindestens meine Theorie...
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Auch der Status der Lehrer ist schwierig. Zu mindestens bei uns ist unser Vorgesetzter formal die LSchb. Die SL hat nur eingeschränkte Rechte ... Eher so eine Art Abteilungsleiter.
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Ja, deine Zusammenhänge sind andere, aber warum kann man den A12-Kolleg:innen Ratschläge erteilen, dass sie doch wussten, was auf sie zukommt, das aber für sich selbst mit nicht sehen?
Das sind ja zwei verschiedene Dinge. Ich kann mich für eine Führungsaufgabe entscheiden, obwohl ich weiß, dass die Besoldung nicht angemessen ist. Nichtsdestotrotz ist es sinnvoll darauf hinzuweisen, dass zu schlecht bezahlt wird.
Das Problem an der Sache merken wir gerade in Nds. Es gibt viel zu viele offene Rektorenstellen an den Grundschulen. Wenn sie besetzt werden, gibt es oft nur eine Bewerbung. Oft jemand der es macht, weil er es sowieso macht. Sinnvoll wäre, wenn die Stelle so attraktiv wären, dass sich 10 Leute darauf bewerben. Dann könnte man die besten nehmen. Inzwischen habe ich leider schon erlebt, dass Leute SL wurden, die im echten Lehrerleben nicht mehr zurecht gekommen sind. Sozusagen wegbefördert.
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Ich weise nur kurz darauf hin, dass viele Lehrkräfte tatsächlich glauben, die von z.B. Sparkassen angebotenen "Klassenkonten" wären Treuhandkonten. Das könnte die Umfrage hier etwas verzerren

Wir haben bei uns tatsächlich Konten mit dem Vermerk auf fremde Rechnung / Klassenkonto geführt. Das waren natürlich keine klassischen Treuhandkonten waren aber relativ sicher.
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Gibt's bei euch solche Plakate? Habe ich hier tatäschlich noch nicht gesehen. Ich kenne mich mit dem Lehrplan für die Grundschulen nicht aus, aber im am Gymnasium ist Werbung eher ein Thema für den Deutschunterricht der Jg. 7/8. Das heißt natürlich nicht, dass Jüngere entsprechende Plakate zwangsläufig wörtlich nehmen - aber die Chance ist größer als bei den älteren Kindern und Jugendlichen.
Ja. Ich dachte bisher, dass es bei allen Schulen so ist. Schwarzes Brett fängt es ja schon an. Dann machen wir Ernährungsführerschein und solche Dinge. Da gibt es dann auch regelmäßig Plakate. Von verschiedenen AG zum Beispiel. Lesen haben wir auch schon öfters Plakate gehabt. Laufwettbewerb und Mädchenfußball fallen mir direkt ein. Kunstschule und unser örtliches Museum haben wir auch fast durchgehend die aktuellen Plakate hängen. Im Trakt für die 10. Klassen an der Realschule hing lange Zeit eine Plakat für Kondome. Am Gymnasium ist bei uns noch schlimmer.
Wir achten natürlich darauf, was wir aufhängen. In der Regel keine kommerziellen Anbieter und im Einklang mit den Vorgaben der Landesregierung. Wir haben aber auch Aktionen von der Landesschulbehörde, die mit Plakaten unterstützt werden. Schulkinowochen etc..
Aber eure Kinder werden doch auch von kleinauf im Alltag mit Werbung konfrontiert? Die haben doch sicherlich auch bereits ihr eigenes Taschengeld. Letztlich muss ich doch nur vor die Tür gehen und werde bombardiert. Oder im Fernsehen, Internet, etc.. Da muss ich doch gelernt haben, eine Werbung richtig einzuordnen. Ich habe mal kurz gegoogelt. Anscheinend ist auch bei euch ein Thema im Sachunterricht der Grundschule.
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Zu Unterrichtsvorhaben: Querdenkerargumente durchlesen und dann im NW Unterrricht widerlegen entspricht nicht meinem Anspruch an einen hochwertigen Politikunterricht - ein Ziel is es nicht, Gegner der Coronamaßnahmen zu diskreditieren oder aufzuwerten, sondern den SuS ein selbstaendiges Urteil zu ermöglichen.
Ich glaube, dass Du da etwas grundlegendes falsch verstanden hast. Es geht nicht darum, jemand zu diskreditieren. Es geht darum, dass heutzutage Fake-Informationen ein Problem und vor allem eine Gefahr sind. Das fängt bei Corona an, geht über den Ukraine-Krieg hin zu allen anderen Aspekten. Da ist sicherlich absolut notwendig, solche Fragen im (Politik)unterricht zu thematisieren. Dazu gehört aber auch ein Grundverständnis von naturwissenschaftlichen Arbeiten, um Fakten / Studien etc. auch beurteilen zu können. Wie kann ich mich mit einem Thema auseinandersetzen, wenn ich nicht die Fakten von Fake unterscheiden kann? Natürlich muss ich dafür auch Kriterien haben und diese leiten sich aus dem naturwissenschaftlichen Arbeiten ab.
Ich habe irgendwann mal ein Buch darüber gelesen, wie man mit Zahlen beispielsweise bei Statistiken einen bestimmten Eindruck erweckt. Das thematisieren wir schon in Klasse 3 und 4.
Das Gymnasium besteht nicht nur aus der Oberstufe. Und eine Aufgabe der schulischen Bildung ist die Entwicklung eines kritischen Denkvermögens. Das Stichwort "Entwicklung" verweist darauf, dass man eben nicht von Anfang an davon ausgehen kann, dass die SuS fremde Aussagen ausreichend reflektieren können. Ich persönlich habe schon sehr brave und teils lehrkraftfixierte SuS in Klassen 5 und 6 erlebt. Wenn ich da beiläufig gesagt hätte, dass schlaue Menschen weiterhin Maske tragen, wären sie am nächsten Tag mit MNB in den Unterricht gekommen.
Es ist aber ein sehr großer Unterschied, ob im Schulhaus irgendwo (Werbe)Plakate hängen oder ob ein Lehrkraft das so sagt. In Nds. ist Werbung schon Thema in der Grundschule. Wenn die Kinder in NRW in der 5./6. Klasse Gymnasium noch Werbung wörtlich nehmen, finde ich das tatsächlich schon erschreckend. Dann sollte das dringend im Unterricht behandelt werden. Fangen die dann auch alle mit Fußball an, wenn da ein DFB-Plakat hängt: "Coole Mädchen spielen Fußball".
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Das es nicht einfach geht, ist vollkommen klar. Dabei muss man aber sicherlich zwei Dinge unterscheiden. Einmal den Umgang mit Fakenews etc.. Wenn wir mal die krassen Beispiele nehmen, gibt es da sicherlich eine eindeutige Wahrheit. Wir hatten beispielsweise bei uns in der Gegend ein Kind, was leider verstorben ist. Ballweg oder Schiffmann hatte damals öffentlich behauptet, dass es durch die Maskenpflicht verstorben ist. Die Eltern haben dem widersprochen. Das Kind hatte gar keine Maske auf und die Todesursache war nicht im Zusammenhang mit Corona. Überlege einfach mal, wie oft hier im Forum schon irgendwelche Fake-News-Seiten als seriöse Quelle verwendet wurden. Da kann man sicherlich mal im Unterricht drüber sprechen, wie man seriöse Seiten von unseriösen Unterscheiden kann. Oder welche Kriterien die Wissenschaft für die Beurteilung von Studien etc. hat.
Aber auch bei den "normalen" Argumenten gibt es ja viel, was sachlich einfach falsch ist oder was einfach falsch interpretiert wurde. In der Schule beispielsweise wenn ich eine Infektionswahrscheinlichkeit bei einem 15 Minuten Kontakt habe und ich daraus ableite, dass die gleiche Wahrscheinlichkeit gilt, wenn ich eine Woche lang jeden Tag 4 * 45 Minuten Kontakt habe. Da gibt es auch naturwissenschaftlich wenig zu interpretieren. Auch hier kann man sicherlich ohne wissenschaftliche Ausbildung viel lernen und lehren. Das fängt doch schon damit an, dass man thematisiert warum man bestimmte Zahlen nicht einfach von einem Land auf ein anderes übertragen kann.
Auf der anderen Seite gibt es dann viele Dinge über die man tatsächlich diskutieren kann und sollte. Welche Maßnahmen haben wirklich einen Effekt? Wie ist das Verhältnis von Maßnahme und Freiheitseinschränkung? Welche Ziele verfolge ich? Kann ich alle Menschen retten? Was ist das Leben eines alten oder jungen Menschen wert? Welche Krankheitsbilder entstehen durch Corona-Maßnahmen? Wie sieht die Zukunft aus? Haben wir immer wieder Pandemien?
Ich finde es aber extrem kritisch solche Diskussionen und den Umgang mit Fakenews etc. zu mischen. Wenn ich schreibe Corona ist auch nur eine Grippe, dann ist das keine Basis über die man diskutieren kann. Wenn ich aber sagen, dass wir Corona wie eine Grippe behandeln sollten, kann man sicherlich darüber diskutieren.
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ich kann dochj nicht jahrelang gemäß Beutelsbacher Konsens unterrichten und die SuS zur Urteilsbildung und Hinterfragung erziehen und aufeinmal unreflektiert, alles dem Nichtmitcoronaanstecken unterordnen.
Dazu gehört aber auch den Schülern die Welt so präsentieren, wie sie ist. Dazu gehört auch Werbung für das Maskentragen. Sinnvollerweise könntest du im Politikunterricht noch die Forderungen/Argumente der Querdenker thematisieren und im naturwissenschaftlichen Unterricht prüfen in wie weit die Argumente haltbar sind.
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Ich denke, nur wenige (insbesondere Querdenker) werden ein Problem damit haben, wenn eine Maskenempfehlung ausgesprochen wird. Aber emotionale Manipulation ("Du möchtest doch klug sein, nicht wahr?"), wie sie auf dem Plakat zu sehen ist, empfinde ich als unangemessen. Aber wer weiß, vielleicht haben sich die Ersteller/innen auch gar nicht so viel dabei gedacht.
Mmh. Aber wenn ich jetzt mal überlege, mit welchen Slogans in der Vergangenheit für gesundes Frühstück, Sportveranstaltung, für das Nichtrauchen, gegen Alkohol oder Drogen geworben wird, sehe ich da nicht so den großen Unterschied. Da hat sich aber niemand darüber aufgeregt. Aber wenn man mit den gleichen Slogans für Schutzmaßnahmen gegen Corona wirbt, ist es ein Problem?
Herr Rau ist immerhin an einem Gymnasium und nicht an einer Grundschule. Du meinst die Schüler sind dort noch nicht in der Lage die Aussage einzuordnen? Kaufen sie auch noch Kinderriegel damit sie genug Milch zu sich nehmen?
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