Beiträge von Tom123

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    Mir persönlich gefällt das Klassenlehrerprinzip besser, gerade weil man möglichst viele Stunden in der Klasse hat und darüber vieles einfacher wird. Man hat weit weniger Klassen, ist für die eigene Klasse genau im Bilde und weiß, wie man verfahren muss mit den vielen SuS mit zusätzlichen Bedürfnissen. Das muss man sich in jeder neuen Fachklasse wieder erarbeiten, hat noch mehr Konferenzen, Gespräche, Absprachen etc.

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    Und jedeR, der schon am Stundenplan gebastelt hat, weiß, dass man nicht mal eben 5 Stunden von Lehrer X gegen 5 Stunden von Lehrerin Y tauschen kann, weil Lehrer X auch Hallenzeiten belegen muss und Lehrerin Y erst später kommt und früher geht und die Schwimmbegleitung stellt oder den Religionsunterricht bedient, was man beides nicht an jede andere Lehrkraft oder Vertretung oder pädagogische Mitarbeiterin abgeben kann.

    Ich mache jedes Jahr den Stundenplan und natürlich haben wir die Probleme / Wünsche auch. Nur das Argument, dass es dann eine 450€ Kraft machen muss, passt nicht. Wenn die Lehrerstunden hast, kannst du immer irgendwo tauschen. Letztlich ist einfach der Punkt, dass man das nicht möchte. Wir haben auch mal Probleme mit den Stunden. Wir setzen dann nur halt andere Prioritäten. Bei uns hätten die Hauptfächer Priorität. Dann würde notfalls Schwimmen, Sport oder auch persönliche Wünsche untergeordnet, damit die Hauptfächer bedient werden. Wir versuchen dort auch vor allem Lehrkräfte mit dem passenden Studium oder Fortbildungen einzusetzen. Aber auch dafür gibt es sicherlich Pro- und Contra-Argumente.

    Ich sehe es auch so, dass es für uns Lehrkräfte besser ist, wenn man möglichst viel in der eigenen Klasse unterrichtet. Ich sehe auch, dass es für viele Schüler Vorteile hat. Ich sehe aber auch immer wieder, dass es auch Gegenargument gibt. Darauf wollte ich hinweisen. Es ist ja auch nicht so, dass ihr das einfach entscheiden dürft. Die Verordnung ist ja eindeutig. Spätestens wenn sich ein Elternteil beschwert, weil es die Klassenlehrkraft doof findet, wird man es ändern müssen.

    Also nein, das ist diesmal nicht nur mein schlechtes Gewissen, sondern auch purer Selbstschutz (denn ich stehe z.B. einen Teil der Ferien nun von 8-14 Uhr in der Schwimmhalle, um die Corona-Probleme auszumerzen).

    Das ist doch auch vollkommen legitim. Nur es bedeutet halt auch, dass sich nichts ändern wird. Und genau das ist die Situation. Die Mehrheit der Lehrkraft mag die Situation beklagen aber für die meisten ist die Situation nicht so schlimm, dass sie bereit sind etwas auf sich zunehmen, um sie zu ändern. Entsprechend müssen wir damit leben.

    Aber wenn die mangelhafte Besetzung das nicht ermöglicht, muss man als Schule überlegen, was wichtiger ist.

    Beispiel: mir fehlen Lehrkräfte und ich kann Hauptfächer nicht besetzen.

    Offiziell muss in Klasse 3+4 ein Hauptfach abgegeben werden. Das würde dann nur noch betreut werden von 450€-Kräften ODER von der Klassenlehrkraft.

    Aber dann könnte die Klassenlehrkraft doch einfach mit einer anderen Lehrkraft tauschen. Wenn die Stunden da sind, muss es ja gehen. Also wenn die KL 5 h für das Hauptfach hätte, geht sie halt für diese 5 h in irgendeine andere Klasse und ersetzt dort eine andere Lehrkraft, die dann das Hauptfach macht. Ich kenne es bei uns auch so, dass einige versuchen alle Stunden in ihrer Klasse zu haben. Das ist oft schön. Hat aber auch Nachteile. Zu mindestens für einzelne Schüler. Dazu kommt, dass auch jeder einen individuellen Blick auf die Kinder hat. Wenn dann nur eine Lehrkraft alle Hauptfächer unterrichtet, fehlt der korrigierende Blick eines Dritten.

    Ich kann sowohl von vorne, als auch von hinten jeweils 1,5m Abstand halten, wenn ich das möchte.

    Die Kinder sitzen an Gruppentischen.

    Und du gehst in der Grundschule nicht rum? Selbst die 1,50 m vorne und hinten halte ich für schwierig. Es sei denn ihr habt sehr spartanische Räume...

    Achja, du wolltest doch auf die Maske verzichten? Dann bräuchtest du ja sogar 3 m.

    Fast jedes Bundesland hat Vorgaben für die Raumgröße, in Niedersachsen zum Beispiel 2 qm pro Schüler bzw. Schülerin.

    Nein. Das ist falsch.

    https://www.arbeitsschutz-schulen-nds.de/verantwortung-…en-zum-schulbau


    Schulrecht

    Die Schulträger haben die erforderlichen Schulanlagen zu errichten, mit der notwendigen Einrichtung auszustatten und ordnungsgemäß zu unterhalten (§ 108 NSchG). Es handelt sich dabei um eine Aufgabe, welche die Schulträger im eigenen Wirkungskreis zu erfüllen haben.

    Detailliertere schulrechtliche Vorgaben zum Schulbau gibt es in Niedersachsen nicht.

    Die unverbindlichen „Handreichungen zu Umfang und Ausgestaltung der Schulgrundstücke und Schulanlagen für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen (Schulbauhandreichungen)“ vom 18.8.1988 sind zum 31.12.2000 ohne Nachfolgeregelung außer Kraft getreten.

    Der Schulträger hat somit einen großen Gestaltungsspielraum.

    Aber selbst wenn, ein Klassenraum mit 40 qm und 20 Schülern ist ziemlich voll. Du brauchst auch noch Wege, hast eventuell Schränke und Lehrer und Tafel sollten auch noch reinpassen. In meine Klasse mit 80 qm bekomme ich rund 12 Schüler mit jeweils 1,50 m Abstand gut rein. Zu nahe ans Fenster darf ich bei geöffneten Fenstern nicht, da dort Verletzungsgefahr besteht. Mit momentan 25 Schülern dauerhaft einen Abstand von 1,50 m einzuhalten ist für mich unmöglich.

    Wir haben auch schon mehrere Zweifachinfektionen. Dreifach noch nicht. Bei uns waren die Zahlen aber auch im Januar relativ niedrig.

    Bei Plattenspieler glaube ich, dass er nur einfach provozieren will. Das mit dem Klassenraum würde doch kein Lehrer schreiben.

    NRW-Lehrerin müsste man vielleicht mal erklären, dass das Rumlaufen das Infektionsrisiko steigert und nicht senkt. Aber ich glaube, dass bringt eh nichts.

    Ich denke, dass manche hier in ihrem Maskenhass so festgefahren sind, dass es gar nicht um sachliche Argumente geht.

    Schweden - ganz offensichtliche Antwort: Ja.

    Diese Argumentation findet man gerne als Pro-Argument für den schwedischen Weg. Sie ist aber nicht richtig. Das findest du auch in den offiziellen Schwedens Dokumenten und Beschlüssen.

    Schweden ist einen Weg gegangen von dem man ausgegangen ist, dass man damit gut durch die Pandemie kommt. Es gab nie eine Aussage nach dem Motto so und so viele Tote sind für uns ok, wenn wir keine Maßnahmen machen.

    Im Gegenteil hat Schweden damit argumentiert, dass ...

    ... die Bevölkerung jünger ist.

    ... die medizinisches Versorgung sehr gut ist.

    ... die Bevölkerungsdichte niedrig ist.

    Deswegen war die Argumentation, dass man auch mit wenig Maßnahmen gut durch die Pandemie kommt.

    Am Ende hat das alles nicht so gut geklappt. Deswegen auch die offizielle Untersuchungskommission mit dem bekannten Ergebnis. Was aber tatsächlich in Schweden unterstützt wird, ist das viele Maßnahmen freiwillig sind.

    Außerdem wird die Lüftungssituation bei den Berechnungen auch nicht berücksichtigt. Ich denke, im Unterricht haltet ihr euch alle daran und lüftet eher zu viel als zu wenig?

    Alle 20 min und die Studie geht von 20 min aus. Du merkst das Problem?

    Aber selbst wenn man deutlich mehr lüftet. Normale Lehrer haben deutlich weniger als 1,50 m Abstand zu ihren Kids und kaum ein Lehrer wird seine Kinder nur 20 min in der Woche sehen...

    D.h. zu 90% passiert nix.

    Dann geh doch einen Schritt zurück oder bitte den anderen höflich eine Maske zu tragen, wenn er dir nahe kommt. Reichts dafür nicht?

    Ok, jetzt noch mal für dich: Kannst du in der Schule durchgehend 1,50 m Abstand zu deiner Schülern halten? Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch.

    Du siehst deine Schüler in der Woche nur 20 min?

    Wenn ich jetzt mal bei mir gucke: Ich habe täglich 2-3 h in meiner Klasse. Mit offenen Anfang etc. komme ich da sicher auf 2 Zeitstunden. Das ist schon mal das 6fache. Dann kontrolliere ich Hausaufgabe, laufe rum, helfe Kindern. Alles Situationen mit deutlich weniger als 1,50 m bzw. 3 m Abstand. Dann sind die Kinder auch mehrere Tage infektiös. Meine eigene Klasse sehe ich täglich. Meine Hauptfachklasse auch. Mal ganz abgesehen, dass das Kind wahrscheinlich noch andere Kinder anstecken wird.

    Abgesehen von Grammatikfehler: Es geht um die Gefahr für Ungeimpfte, sich zu infizieren. Für Geimpfte und vor allem Geboosterte dürfte die Wahrscheinlichkeit erheblich niedriger liegen.

    Dann wäre der Schutz vor Infektionen aber deutlich größer als er sich anhand der Infektionszahlen momentan ergibt. Letztlich bist du da irgendwo bei 50-60%. Dann sind es halt nur 5% bei 20 Minuten und 1,5 m Abstand. Oder halt nur 50% ohne Maske. Wenn du so wie NRW-Lehrerin nur einmal 20 min Unterricht mit großen Abstand pro Woche machst, mag das vielleicht noch gehen. Aber für normale Unterrichtssituationen hört sich das nicht gut an.

    P.S.

    Bei den Familien werden viele auch symptomlos positiv sein. Es wird ja kaum noch getestet.

    Nicht wiklich. Die Studie ist ein Argument in bestimmten Situationen eigenverantwortlich eine Maske zu tragen.

    Warum wollen hier einige immer eine staatlich verordnete Pflicht? Kriegt ihr das mit der Eigenverantwortung nicht geregelt?

    Hast du denn die Studie nicht wirklich gelesen? Der Unterschied zwischen beide tragen eine Maske und nur einer trägt eine Maske ist riesig: 10% zu 0,14%. Was hilft es mir, wenn ich eine Maske trage aber der Type vor mit etwas von Angst um die Bevölkerung zu lenken erzählt.

    NRW_Lehrerin - danke für den Link.

    Ich denke, dass ich die Information, die Tom zum Link noch nachgereicht hat, noch mit in meinen Elternbrief schreibe. *daumenhoch*

    Also im Ernst ich habe mir das auch gedacht. Solche Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig die Masken sind. Die Frage ist natürlich, ob man damit seine Neutralität verletzt. Andererseits gibt man ja nur Informationen weiter.

    Also ich sitze/stehe nie 20 min neben einem SUS mit einem Abstand unter 1,5m.

    So liest jeder das Risiko anders. Glas ist halb voll oder halb leer.

    Und dort steht auch, dass das Risiko in der Realität noch deutlich kleiner sein würde.

    Achja, du wolltest doch auf die Maske verzichten? Da bist du doch schon bei 3m Abstand und 20 Minuten bei 99%. Das nenne ich mal optimistisch. Aber vielleicht hast du ja Glück und das Gespräch ist kurz. Dann sind es vielleicht nur 50%.

    Also ich sitze/stehe nie 20 min neben einem SUS mit einem Abstand unter 1,5m.

    So liest jeder das Risiko anders. Glas ist halb voll oder halb leer.

    Und dort steht auch, dass das Risiko in der Realität noch deutlich kleiner sein würde.

    Ähm. Nicht unter. Von.

    Deine Schüler sitzen mehr als 1,50 m von dir entfernt und das auch nicht länger als 20 min?

    Wie erklärst du deinen Schüler etwas? Kommen Sie da nicht näher?

    Ich muss mich dann bei dir entschuldigen. Wenn du tatsächlich nur vorne am Pult mit 2 m Abstand sitzt, kann ich einen Verzicht auf die Maske verstehen. In den meisten Grundschulen wird das aber wohl nicht umzusetzen sein. Ich laufe regelmäßig durch die Klasse und bin da deutlich näher als 1,50 m. Und wenn ich den ganzen Tag betrachte, bin ich sicherlich auch mehr als 20 min näher als 1,50 m an vielen Schülern.

    • Szenario 3 - Infizierter trägt keine Maske, Nicht-Infizierter trägt FFP2-Maske: Trägt der Nicht-Infizierte eine FFP2-Maske bei einem Abstand von 1,5 Metern beträgt das Infektionsrisiko circa 10 Prozent.

    und vielleicht sollten wir die beiden wichtigen Zahlen noch mal zum Vergleich hinzuziehen:

    • Szenario 1 - Infizierter und Nicht-Infizierter tragen keine Maske: Unterhalten sich ein Infizierter und ein Nicht-Infizierter über 20 Minuten hinweg ohne Maske mit einem Abstand von drei Metern liegt die Infektionswahrscheinlichkeit bei 99 Prozent.
    • Szenario 5 - Infizierter als auch Nicht-Infizierter tragen FFP2-Masken ohne Abstand: Tragen beide Parteien gutsitzende FFP2-Masken und halten darüber hinaus keinen Abstand beträgt das Infektionsrisiko nur 0,14 Prozent.

    Man beachte vor allem bei Szenario 1 sind es 3 m Abstand und bei 5 kein Abstand. Und selbst bei schlecht sitzenden ffp2 Masken steigt Szenario 5 nur auf 4%.

    Wenn diese Studie kein Argument für eine Maskenpflicht ist ...

    Gilt immer für 20min.

    • Szenario 3 - Infizierter trägt keine Maske, Nicht-Infizierter trägt FFP2-Maske: Trägt der Nicht-Infizierte eine FFP2-Maske bei einem Abstand von 1,5 Metern beträgt das Infektionsrisiko circa 10 Prozent.

    20 min? Das ist ja gar kein Problem. Dann verkürzen wir einfach die Stunden.

    1,5 m Abstand? Dann ist das ja gar kein Problem. Das haben wir in der Schule permanent.

    Und wie groß ist das Risiko, wenn der infizierte Schüler nun 5 Tage infektiös ist und diese 5 Tage jeden Tag bei mir im Unterricht sitzt?

    Und wie groß ist das Risiko, wenn er noch 3 weitere Schüler ansteckt und diese dann auch infiziert in der Klasse sitzen?

    Sorry, aber ich finde das Risiko deutlich größer als ich erwartet hätte...

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