Das Thema "Krankenhausüberlastung" kann ich so langsam auch nicht mehr hören.
Die Anzahl an Intensivbetten in Deutschland ist im Laufe der letzten 10 Monate in Deutschland von 31 000 auf 24 000 reduziert worden. (Weil der Bedarf in anderen Bereichen gesunken ist und die Kliniken die Betten nicht für Corona in Bereitschaft gehalten sondern abgebaut haben.)
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Da kann man schon mal fragen, was denn mit den 1000 zusätzlichen Betten passiert ist, die wenige Wochen vorher noch von Patienten mit der gleichen Krankheit belegt waren.
Wenn du die Diskussion verfolgst, ist die Sache relativ einfach.
Auf der einen Seite wurden wohl anfänglich falsche Zahlen gemeldet. Es wurden mehr Betten gemeldet, als wirklich zur Verfügung standen. Inzwischen sollten die Zahlen eigentlich realistisch seien. Aber dadurch sind es auf dem Papier weniger Betten.
Das andere Problem in Deutschland waren eigentlich nie Betten oder Beatmungsgeräte. Das Problem waren immer die Pflegekräfte. Wenn also weniger Pflegekräfte zur Verfügung stehen, gibt es weniger Betten. Wenn Personal von anderen Stationen abgezogen wird, werden es mehr Betten. Dazu sind Coronapatienten deutlich personalintensiver als andere Krankheiten. Entsprechend ändern sich auch wieder die Zahlen.
Die Zahlen sind also eher dynamisch als statistisch zu betrachten. Bei uns fährt das Krankenhaus seit Wochen immer kurz vor der Kapazitätsgrenze. Es stand aber schon in den lokalen Medien, dass man ggf. noch kurzfristig weitere Plätze schaffen könnte. Das würde dann aber zu Lasten anderer Stationen gehen.