Beiträge von Tom123

    Genau, die machen bei uns in der Regel nur die Sonderpädagogen mit den Klassenlehrkräften.

    Das finde ich ja schwierig. Wenn ich das Kind in Mathematik habe, wie machen die das ohne mich?

    Und nein, bei uns macht es keinen wirklichen Unterschied bei Konferenzen mit Teilzeit oder Vollzeit nur bei den Fachkonferenzen, da haben wir nur eine, die drei bis viermal im Jahr stattfindet und nicht zwei, wie die Vollzeitkollegen. Aber Stufenkonferenzen wären rein rechtlich alls zu besuchen und da ist es egal, in wievielen Stufen du bist, du wirst in eine eingeteilt, die findet 4x im Jahr satt. Gesamtkonferenzen finden mindestens viermal im Jahr statt, auch egal ob Vollzeit oder Teilzeit, DBs, 4x im Jahr, sind wir schon bei 16 Konferenzen mit mindestens 1,5h und das bei Teilzeit, bei Vollzeit sind es dann meist ca. 20 Konferenzen und wo liegt dann die Proportionalität dabei?!?

    Da scheint es in Berlin mal wieder anders zu laufen als bei uns.
    Wir haben keine Stufenkonferenzen an den Grundschulen. Wir haben Klassenkonferenzen und da kommen auch nur die, die in der Klasse unterrichten. Wenn ich in weniger Klassen oder Kursen unterrichte, habe ich auch weniger Konferenzen.
    Fachkonferenzen gehe ich auch nur dahin, wo ich aktuell auch unterrichte. Theoretisch müsste ich auch in die studierten Fächer aber da stellen wir die Kollegen, die das sowieso nicht mehr unterrichten frei.
    Gesamtkonferenzen haben wir 1 aber 6-7 DVs.
    Ich habe nichts von Proportionalität geschrieben. Da ging es um das Stundendeputat. Das ist proportional zur Arbeitszeit.
    Laut Arbeitszeitstudie hast in Nds. rund 100 min Konferenzen pro Woche. Mit einer halben Stelle, müsstest Du nur 50 min haben. Ein paar Minuten sagen wir 20 min hast du durch weniger Konferenzen wirklich weniger. Bleiben also rund 30 min, die anders ausgeglichen werden müssen. Aber selbst wenn die Schule sie nicht ausgleicht, sind diese 30 min nichts gegen den Aufwand bei den unterrichtsnahen Tätigkeiten.
    Das Problem sind nicht die rechnerisch 30 min sondern die ganzen anderen Tätigkeiten. Es meckern immer alle über die Konferenzen aber die Probleme entstehen durch den Rattenschwanz an Aufgaben, die am Unterricht hängen.

    Das sind jetzt natürlich alles Werte aus der Arbeitszeitstudie. Es gibt sicherlich Lehrkräfte die deutlich mehr Konferenzen haben und wo das Problem da liegt. Genauso wird es aber auch welche mit weniger geben. Aber für den Durchschnitt passt es. Es geht mir auch nur um die Aussage, dass nicht die Konferenzen das Hautproblem sind.

    Ja, die Jahresarbeitszeit mag stimmen. Aber ich habe als Teilzeitlehrer wirklich Null Zeit, mal richtig schöne Stunden vorzubereiten. Außer ich arbeite über meiner Quote. Ich habe auch Null Zeit, mich in Arbeitsgruppen, Steuergruppen etc zu engagieren und irgendetwas für die Karriere zu tun. Da haben Vollzeitlehrer einfach viel mehr Spielraum.

    Aber das ist doch genau richtig. Du wirst für unteilbare Aufgaben entlastet, indem Du weniger in Arbeitsgruppen und Steuergruppen aktiv bist. Und wenn deine Jahresarbeitszeit am Ende passt, ist auch alles im grünen Bereich.

    Das Teilzeit für die Karriere Nachteile hat, wird sich nicht vermeiden lassen. Man ist halt einfach weniger da und macht weniger Sachen. Aber die große Karriere macht man doch in der Schule sowieso nicht, oder?

    Inwiefern hat ein Kollegium da großes Mitspracherecht?

    Also über Schulfeste etc. kann bei uns die Gesamtkonferenzen entscheiden.

    Aber der andere Hebel ist doch die Arbeitszeit. Wie Anna Lisa das schreibt, haben die ja jede Woche eine Großveranstaltung. Aber auch wenn nicht. Wenn das Kollegium mehrheitlich feststellt, dass sie mit ihrer Arbeitszeit nicht hinkommen, mache ich erstmal eine Personalversammlung. Dann bespricht man, dass alle ihre Arbeitszeit erfassen sollen. Dann sucht man erstmal nett das Gespräch mit der Schulleitung. Ist sie nicht einsichtig, stellt man eine Überlastungsanzeige auf Basis der aufgeführten Stunden. Gleichzeitig sagt man der SL, dass die Mehrarbeit in Zukunft schriftlich angeordnet werden soll. Parallel schaltet man den Bezirkspersonalrat und ggf. die Gewerkschaft ein. Der nächste Schritt ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Schulleitung wegen einer Verletzung der Fürsorgepflicht.

    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass eine normale SL das solange eskalieren lässt. Wenn das Kollegium auf einer DV der SL gemeinsam deutlich macht, dass es so nicht weitergeht, werden 90% der SL sich einsichtig zeigen. Das geht aber nur, wenn man als Kollegium zusammenarbeitet. Wenn sich 2-3 beschweren und alle anderen sagen, dass das kein Problem ist, klappt es natürlich nicht.

    Auch wir haben so eine Art Jahreskalender und sind darum bemüht, alles möglichst gleichmäßig zu verteilen. Das ist aber nur mäßig möglich. Wenn die vielen Sachen auf die Monate verteilt werden, ist es eben in allen Monaten voll.

    Sorry aber welche Schule macht in der Abivorbereitung noch das Schulfest und dann noch Projekttage und noch Elterninformationsabend und noch weitere Veranstaltungen und das noch für alle Lehrer verbindlich?

    Das ist doch keine gute Planung? Kein Wunder, dass die Lehrkräfte auf dem Zahnfleisch gehen, wenn die jeden Monat so ein Programm haben.

    Ich habe eine Vertretungsbereitschaft, wo ich wirklich jede Woche auch eingesetzt werde. Wenn nicht, bin ich ja verpflichtet, mich im LZ aufzuhalten. Dann habe ich 2 Aufsichtsstunden (60 Minuten), die mir aber nur halb (22,5 Minuten) angerechnet werden.

    Wird die Vertretung bei euch nicht ausgeglichen? Bei uns gibt es dafür dann wieder eine Stunde zum Abfeiern.

    Bei den Aufsichtsstunden fällt dafür die Vor- und Nachbereitung weg. Sollte also kein Nachteil sein.

    Ich bin jetzt von 41 Stunden Wochenarbeitszeit ausgegangen. Alles darüber hinaus zähle ich als Überstunden und bummel die in den Ferien ab.

    Du bummelst ja generell in den Ferien die Überstunden ab. Du hast 12 Wochen Ferien. Davon ist rund die Hälfte dein Erholungsurlaub. Wenn Du dann noch 40 h arbeitest, bleiben immer noch rund 200 h, die du in der Schulzeit arbeiten müsstest. Verteilt auf die Schulwochen bist Du dann rund bei 46:38. Das war zu mindestens der Wert für Niedersachsen aus der Studie. D.h. du bist bei Vollzeit dann drüber, wenn Du mehr als diesen Wert arbeitest. Das ganze verschiebt sich natürlich, wenn Du in den Ferien viel korrigierst oder vorbereitest. Letztlich zählt dann nur die Jahressumme. Aber 41 h für Vollzeitlehrer in NRW passt natürlich nicht. Dann müsstest außerhalb deines Erholungsurlaubes in den Ferien auch immer 41 h pro Woche arbeiten. Das macht ja keiner.

    Es muss doch aber berücksichtigt werden, dass es dazu kommen kann, gerade weil man diese Konferenzen nicht unterlassen kann.

    Oder, wie du schreibst: Manchmal muss man 3 Gutachten schreiben, manchmal auch 5, und jedes ist anders. Eltern benötigen Beratung, fordern eine Förderkommission oder es geht ohne. Das kann man nicht beeinflussen, dennoch ist es notwendig und muss gemacht werden.

    Elterngespräche wegen Kindern in der Inklusion, Elterngespräche mit Sprachmittlern, Abstimmen der Förderpläne, manchmal sogar häufigere Gespräche, Dokumentation, ja, kann man alles irgendwie schlank halten, ist aber doch Arbeit und man hat nicht in der Hand, wie viele Kinder es betrifft

    ...

    Genau. Aber da liegen doch die Probleme. Das sind alles Tätigkeiten, die sich aus dem Unterricht ergeben und zu viel Zeit kosten. Dagegen sind die Konferenzen an vielen Schulen nicht das Problem.

    Guck mal oben, was ich alles aufgezählt habe. Es sind nicht nur Konferenzen, es sind jede Woche extra Veranstaltungen mit Präsenzpflicht, die außerhalb des normalen Plans liegen.

    Ich glaube aber, dass das eher ein schulisches Problem bei euch ist. Warum macht ihr so viele Aktionen alle in einem Monat? Schulfest, Projektage, Abivorbereitung, Elterninformation das würde ich auf das ganze Schuljahr verteilen und dann wäre es auch gut mit weiteren Veranstaltungen. Was habt ihr denn da für ein Programm in den anderen Monaten? Vielleicht solltet ihr das mal auf einer Personalversammlung besprechen. Ich kenne schon einige Schulen aber das man so ein Programm in einem Monat fährt, habe ich noch nie erlebt. Ich denke, da muss man unbedingt mal mit der SL sprechen.

    Ich habe weder als Vollzeitkraft noch als Teilzeitkraft jemals an einer Förderplankonferenz teilgenommen.

    Da wir immer in Bändern unterrichten und differenzieren, bist du immer bei allen Klassen anwesend. In jedem deiner Kurse sitzen z.B. Schüler aus der 8a, d, e und f. Ja, und selbst wenn du bei b und c nicht anwesend sein musst, diese halbe Stunde hängst du ja trotzdem in der Schule rum und kannst dich nicht weit entfernen, aber auch nichts richtiges arbeiten.

    Förderpläne sind bei uns verpflichtend. Es wundert mich, dass ihr so was nicht habt.

    Wenn Du aber weniger Stunde unterrichtest, musst Du auch zwangsläufig in weniger Bändern sein. Mit Vollzeit bist du vielleicht in Jahrgang 8 und 9 und mit Teilzeit nur in Jahrgang 8.

    Aber wieso bist Du viel an der Schule? Du weißt, dass Fahrzeiten nicht zur Arbeitszeit gehören? Das ist doch eigentlich linear. Durch die Teilzeit verändert sich die Anzahl deiner Sollstunden ebenso wie deine Arbeitszeit. Wenn wir jetzt Freistunden etc. rausnehmen und großzügig davon ausgehen, dass Du nach jeder Stunde noch 15 min Pause überbrücken musst, dann hättest du bei Vollzeit 25,5 h (inklusive Pausen) / rund 46 h Wochenarbeitszeit = rund 55%. Die 46h ergeben sich, wenn du die Ferien auf die Schulwochen umlegst. Bei Teilzeit mit 50% hättest Du dann 12,75 h / 23h = rund 55%.

    Nein, das stimmt nicht, Tom. Eine Teilzeitkraft hat viel weniger Zeit zur Verfügung für Konferenzen (bei 50 % Teilzeit 50 %), muss aber die gleiche Anzahl und Dauer absolvieren. Daher werden Teilzeitkräfte überproportional belastet und überschreiten häufiger ihre Sollarbeitszeit.

    Was stimmt nicht?


    Natürlich werden Teilzeitkräfte bei Konferenzen übermäßig belastet. In der Regel hast Du aber nicht die gleiche Anzahl, da du in weniger Klassen unterrichten wirst. Da fallen die Zeugnis- und Klassenkonferenzen und ggf. Förderplangespräche raus.
    Die Arbeitszeitstudie sagt, dass Konferenzen im Durchschnitt nur 4% der Arbeitszeit einer VZ-Lehrkraft ausmachen. Man hat rechnerisch 107 min im Wochenschnitt für Konferenzen ermittelt. Selbst mit einer halben Stelle würde man also "nur" rund 53 min zu viel machen, wenn alle Konferenzen mitmacht. Da geht aber noch runter, dass man weniger Konferenzen hat. Dann hat man am Ende vielleicht 30 min über die man diskutiert, aber auch nur sofern die Schule nichts ausgleicht, was sie eigentlich soll.
    Dem gegenüber hätte aber eine TZ Kraft mit 50% rechnerisch über 7,5 h für Unterrichtsnahe Tätigkeiten wie Vorbereitung, Korrekturen etc. Und damals waren die Fördergutachten noch nicht so dabei. Dafür wurden nur 8 min pro Woche eingerechnet, was sicherlich heute nicht mehr passt. Da ist doch deutlich, wo das Problem liegt wenn wir von 3+ Stunden Mehrarbeit pro Woche ausgehen.

    Korrekturen und vieeeele Konferenzen / DBs etc

    D.h. zu den 68% gehören die Konferenzen???

    Man müsste jetzt mal prüfen, ob es notwendige Konferenzen sind oder unnötige. Wir haben manchmal viele Klassenkonferenzen wegen Fehlverhalten. Das nervt zwar aber wir wollen das auch haben. Gleiches gilt bei Fördermaßnahmen. Wenn ihr natürlich viele unnötige Konferenzen habt, wäre es sinnvoll einmal mit dem Personalrat zu sprechen oder direkt zum Schulleiter zu gehen und zu sagen, dass man nicht kommt, weil man mit den anderen Aufgaben ausgebucht ist. Kleine Aufstellung mitnehmen und dann nachfragen. Hat das schon mal jemand bei euch gemacht? In der niedersächsischen Arbeitszeitstudie war der Anteil von Konferenzen plus Arbeitsgruppen im Schnitt bei 4% der wöchentlichen Arbeitszeit.

    Es könnte dazu führen, dass z.B. Teilzeitkräfte nicht an jeder oft unsinnigen DB, Konferenz, schulinternen Fortbildung, schulischen Veranstaltung etc. teilnehmen müssen. Dann muss die Schulleitung entscheiden, ob lieber die Klausuren rechtzeitig vor Notenschluss korrigiert werden sollen, oder man man an einer DB teilnehmen muss, bei der nur Infos von einer PP vorgelesen werden oder an einer Laufbahnkonferenz für 6 Klassen, wo man jeweils nur 2 Schüler von hat etc.

    Vielleicht werden dann einige unteilbare Aufgabe doch plötzlich zu teilbaren

    Das betrifft aber Vollzeitkräfte genauso wie Teilzeitkräfte. Wo soll das hinführen? Machen wir dann keine Konferenzen mehr? Oder sagt die Schulleitung lassen sie die Unterrichtsvorbereitung weg?

    Das Problem ist, dass das kein reines Teilzeitproblem ist. Es gibt sicherlich Fächerkombinationen, wo das Problem nicht auftritt. Aber im Schnitt betrifft es die meisten Lehrkräfte unabhängig von Teilzeit oder Vollzeit.

    Dazu kommt, dass das mit Konferenzen und Ausflügen eine Mär ist. Wenn man sich Arbeitszeitsstudien ansieht, machen diese Aktivitäten nur einen kleinen Bruchteil der Arbeit aus. Sie sind natürlich ärgerlich aber vielen Schulen werden auch die Anzahl schon auf das nötigste begrenzt haben. Am Ende ist die Zeit für Unterrichtsvor- und nachbereitung und er ganze Rattenschwanz an damit verbundenen Zusatzaufgaben wie Förderpläne etc. das große Probleme. Für ein Fördergutachten brauche ich mehr Zeit als für alle Konferenzen in einem Halbjahr. Und dann hat man auf einmal drei Kinder, die eines brauchen.

    Hierzu folgender Artikel, der das Vorgehen zusammenfasst:

    https://www.hessenschau.de/gesellschaft/n…sbaden-100.html

    Und daraus das Zitat, das zeigt, dass die Probleme der einzelnen Schule zugeschrieben werden:

    Aber das zeigt genau das, was ich meinte. Es müssen alle an einem Strang ziehen. Nicht nur eine Schule. Sondern man müsste flächendeckend agieren. Bei den Gymnasien war es damals so, dass die Mehrheit keine Klassenfahrten mehr gemacht hat. Das wirkte.

    Da fehlt noch ein wichtiges Zitat:

    Dazu hat das Oberverwaltungsgericht Münster bereits in einem Urteil vom 17.1.1997 – 6 A 7153/95 – festgestellt: „Mehrarbeit kann nur angeordnet werden, wenn dies zur Erledigung wichtiger, unaufschiebbarer Aufgaben unvermeidbar notwendig ist und wenn die Umstände, die die Mehrarbeit erfordern, vorübergehender Natur sind und eine Ausnahme gegenüber den sonst üblichen Verhältnissen darstellen. Bildet die Mehrarbeit hingegen die Regel, so liegt eine unzulässige Verlängerung der regelmäßigen Arbeitszeit vor.“

    Sprich wenn unerwartet einmalig der Beamte zur Vertretung herangezogen wird, ist es ok.
    Es ist aber nicht in Ordnung, wenn er Überstunden macht, weil er noch die Klausuren korrigiert oder eine Dienstversammlung hat.
    Es ist ebenfalls nie in Ordnung, wenn es die Regel ist.

    Und genau darüber sprechen wir doch.

    Teilzeitkräfte schulden alles anteilig, z.B bei 20h Arbeitszeit nur zusätzliche 1,5 Vertretungsstunden pro Monat, da Vertretungen sicher keine unheilbaren Aufgabe sind. Daher muss bei 50%ger Teilzeit bereits die 2. Vertretungsstunde pro Monat als potenzielle Mehrarbeitsstunde notiert werden.

    Wenn ich meine Arbeitszeit geleistet habe, schulde ich dem Dienstherr auch nicht anteilig irgendwelche unbezahlte Überstunden. Wenn es um irgendwelche Vertretungsstunden geht, die dann wieder ausgeglichen werden, kann man gerne erwarten, dass VZ-Kräfte anteilig mehr machen. Aber darum geht es doch gar nicht.

    Es geht darum, dass die normale Tätigkeit nicht im Rahmen der bezahlen Arbeitszeit erledigt werden kann.

    Ich persönlich vermute, dass das am Ende zwei verschiedene Baustellen sind.

    Das eine ist die allgemeine Arbeitszeiterfassung. Da wird sich der Dienstherr das einfach machen und sagen, teilen sie die Aufgaben so auf, dass das passt.

    Das zweite ist die Aussage, dass wir generell zu viel arbeiten. Aus meiner Sicht kommt man da nur mit Druck und/oder Gerichte weiter. Die Gewerkschaften müssen sich Leute nehmen und dann mit einzelnen Klagen.

    Und Druck könnte man erzeugen, indem man zusammenarbeitet. In Nds haben die Gymnasien mal alle Klassenfahrten boykottiert, weil sie eine Stunde länger arbeiten sollten. So stelle ich mir das auch vor. Erstmal gemeinsame Überlastungsanzeige und dann gemeinsam mit der Gewerkschaft prüfen, was man weglassen kann, um auf eine passende Arbeitszeit zu kommen. Keine Ausflüge, kleine Klassenfahrten, ... Wenn da alle mitziehen und die Begründung öffentlich deutlich wird, könnte da viel mehr passieren. Aber zu viele Lehrkräfte sind mit dem Status quo zufrieden.

    Wenn man 17,5 Stunden arbeitet und 3 Stunden unbezahlte Mehrarbeit leisten muss, ist es prozentual wesentlich mehr als wenn man 3 Stunden bei einem 25,5 Stunden unbezahlt arbeiten muss. Das Aufrunden sorgt dafür, dass TZ schlechter gestellt wird.

    Man könnte auch sagen, der Dienstherr schuldet der VZ-Kraft das Gehalt für 3 h (oder Freizeitausgleich) und ebenso der TZ-Kraft. Also beide gleich gestellt. Ob ich nun 40 h für die Schule arbeite oder ob ich 20 h für die Schule arbeite, ich wurde beide Male um 3 h beschummelt. Die Mehrarbeit ist ja nicht verpflichtend. Wir sind so "doof", sie zu machen.

    Selbst wenn man eine Arbeitszeiterfassung im Sinne "Anfang - Pausen - Ende" durchführt, führt dies nicht dazu, dass AN sich unbegrenzt Stunden aufschreiben können und diese einfach als Mehrarbeit abzurechnen sind.

    Genau das ist das, was ich meine. Der Dienstherr wird vielleicht eine Arbeitszeiterfassung einführen und gleichzeitig vorgeben, dass man sie nicht überschreiten soll. Möglichkeit 1 ist dann, dass sich unerledigt Arbeiten stapeln, man eine Überlastung anzeigen muss und wahrscheinlich die Schule dann intern eine Lösung suchen muss. Möglichkeit 2 wird sein, dass man einfach schnell schnell und nur das nötigste macht. Ich sehe da noch keinen Mehrwert im Vergleich zu heute außer dass wir die Stunden aufschreiben müssen. Ich glaube kaum, dass das zu einer echten Entlastung führt im Sinne von wir geben euch mehr Lehrerstunden, die ihr sinnvoll verteilt könnt.

    Wahlarztleistungen finde ich wichtig. Wenn es wirklich hart auf hart kommt, weißt Du was es Wert ist.

    Ansonsten nimm das Geld und gehe zu einem unabhängigen Makler. Der bekommt keine Provision sondern wird von dir bezahlt. Deswegen die horrenden Gebühren. Dafür berät er dich neutral und achtet nur auf deinen Vorteil. Die Entscheidung ist extrem wichtig und da lieber ein paar Euros investieren, um die beste Wahl zu treffen. Wäre zu mindestens meine Meinung.

    Es gibt aber schöne Videos/Bilder mit Zitaten von Politikern. Anschließend soll man sagen, ob sie von der Afd oder NSDAP sind. Da wird einem schlecht.

    Z.B.

    "Solche Menschen müssen wir selbstverständlich entsorgen."

    "Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt."

    "Neben dem Schutz unserer nationalen ... Außengrenzen wird ein großangelegtes Remigrationsprojekt notwendig sein. Und bei dem wird man, so fürchte ich, nicht um eine Politik der "wohltemperierten Grausamkeit" ... herumkommen."

    „Linksextreme Lumpen müssen von deutschen Hochschulen verbannt werden“

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten. Dann richtet das Volk, dann Gnade euch Gott“

    „Beteiligen Sie sich an allen möglichen Maßnahmen, um diese Wucherung am deutschen Volkskörper endgültig loszuwerden und zu beseitigen.“

    Die sind übrigens alle von AfD. Die Abgrenzung zur NSDAP von 1933 fällt mir da schwer.

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