Was ist eigentlich mit dem Corona-Thread? Noch ist es nicht vorbei. Meine panische Kollegin saß gestern mit FFP2-Maske in der Klausuraufsicht, ein anderer Kollege hatte kürzlich erst Corona.
Beiträge von state_of_Trance
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Offensichtlich prokrastrinieren hier so einige... Ich bin es nicht gewohnt, dass zu dieser Uhrzeit so viel los ist in einem Thread.

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Ich kenne solche Fälle, wie state_of_Trance sie schildert im Übrigen auch nicht, weder aus meiner Schule noch aus meinem privaten Umfeld. Wir haben in der Schule - oder zumindest in meiner Abteilung (für die anderen Abteilungen weiß ich es bei unserem großen Kollegium nur zum Teil) - aber auch nicht so viele Lehrkräfte, die Teilzeit arbeiten.
Diese Fälle kenne ich aus Gymnasialkollegien, vorrangig meiner Ref-Schule und aus Erzählungen befreundeter Lehrkräfte an Gymnasien.
An meiner Schule, WBK im reinen Abendbetrieb, arbeitet kaum jemand in Teilzeit und generell (leider!) auch kaum Lehrerinnen. Das bedaure ich gerade in meinem Fach sehr, dass wir dem Klischee des weißen männlichen (teilweise auch alten?) Mathelehrers nicht entgegensetzen können.
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Das lernt man aber sehr schnell
Es gibt Lehrkräfte, die haben das in Jahrzehnten Teilzeit nie gelernt.

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Man muss halt nur aufpassen, dass man die so gewonnene Zeit nicht wieder in die übrigen Unterrichtsstunden steckt, denn dann lohnt sich die Reduzierung ja garantiert nicht.
Richtig. Wenn man es macht, muss man da wirklich sehr strikt drauf achten. Ob ich das tun würde? Weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Ich bin aber auch der Arbeitstyp: Gerne zwei mal 10 Stunden, dafür eine 3-Tage-Woche. Ich arbeite immer schon an Unterrichtstagen viel, an anderen Tagen möchte ich mit Schule nichts zu tun haben. Täglich ein bisschen ist für mich eine Qual. Das ist aber jetzt sehr unterschiedlich.
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Keine Ahnung.
Wenn die Kaffeepreise immer mehr durch die Decke gehen, trinkst du dann weniger?
Nein. Kaffee ist mein Leben.
Gibt es etwas, wovon du auch viel zu viel (ungesund viel?) konsumierst?
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Die paar Jahre, die man Wege der Kindererziehung kürzer treten muss, sollte jeder Job aushalten können.
Da muss man ja fairerweise sagen, dass es eben häufig nicht bei paar Jahren bleibt.
Gerade auch im Lehrerberuf, da haben ja manche ihre Teilzeit beibehalten, wenn die Kinder 18+ sind.
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Und nach dem Sabbatjahr? Dann sind alle gesundheitlichen Beschwerden weg?
Solange man minderjährige Kinder hat, macht doch ein Sabbatjahr gar keinen Sinn. Dann bleibt man zu Hause, macht den ganzen Haushaltskram, Kinderkram und hat nicht wirklich was davon. Wenn schon Sabbatjahr, dann ein richtiges Projekt.
Lies mal richtig.
Ich habe explizit bei gesundheitlichen und familiären Einschränkungen zur "normalen" Teilzeit geraten.
Sabbatjahr macht natürlich nur Sinn, wenn man eben sonst Vollzeit gearbeitet hätte und bestimmte Projekte anstrebt. Das sind meist Reisen, kann aber auch beispielsweise eine Unternehmensgründung oder ähnliches sein.
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Vielleicht gibt es auch gesundheitliche und/oder persönliche Gründe?
Vollzeit ist doch nicht das einzig seligmachende Allheilmittel, was man mit allen Kräften anstreben sollte.
Ja, ich weiß, die Pension. Was ist, wenn man das akzeptiert und damit leben kann? Kannst du dir das vorstellen?
Absolut. Meine persönliche Meinung ist aber, dass es in der Schule, solange man wirklich gesundheitlich oder familiär absolut nicht zu Vollzeit in der Lage ist, nur eine sinnvolle Option der Teilzeit gibt: Das Sabbatjahr.
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Was genau meinst du mit "das System hinterfragen"? Was konkret soll man da tun?
Es mag sein, dass es bei deinem Mann "wirklich" nicht geht. Ich verspüre aber durchaus eine gewisse Hörigkeit bei Lehrerinnen, wenn der Mann behauptet, bei ihm ginge Teilzeit so gar nicht.
Ich sehe es anders, ich finde in der Schule geht Teilzeit eigentlich so gar nicht. Da stimmst du mir ja sogar zu, zufrieden bist du ja damit, wie die Arbeit geteilt wird, verständlicherweise, auch nicht.
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Danke. Genau das meine ich. Und genau diese Frage hätte ich gerne mal beantwortet.
Beitrag 123.
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A16 bzw.A15 haben häufig ein ziemlich schlechtes Verhältnis aus Aufwand und Bezahlung...
Stimmt, mir ging es aber an dieser Stelle rein um das A16-Gehalt.
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Also: Die Aussage der Lehrerinnen, dass die TZ-Bedingungen furchtbar seien, unterschreibe ich. Das System organisiert dies so.
Absolut. Ich würde halt alleine deshalb niemals Teilzeit arbeiten, weil man einfach nur Geld verschenkt und ich mir denke "die paar Unterrichsstunden kann ich auch noch halten".
Aber ich finde es unironisch schade, wie viele Lehrerinnen das hinnehmen, weil es beim Partner einfach "nicht geht". Ich finde gerade im Lehrerberuf geht Teilzeit so gar nicht. Wenn ich im Büro 30 statt 40 Stunden arbeite, ist das ganz klar geregelt. In der Schule nicht.
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Auf dem Dorf gibt es durchaus ärmere Immobilienbesitzer in alten Häusern.
Auch der Kauf einer Eigentumswohnung hat erstmal nichts mit Reichtum zu tun. Die waren bis vor 10 Jahren oder so auch wirklich noch günstig. Zumal gerade ein Wohnung auch klein sein kann und ein Haus kann so weit am Arsch der Welt liegen und so alt sein, dass es ebenfalls wenig Wert hat.Dass Immobilienbesitzer die "Reichen" ist bei der jüngeren Generation auch nicht mehr unbedingt der Fall. Da haben 25-Jährige teilweise schon richtig fette Depots bei Trade Republic liegen. Die finanzielle Bildung ist stark angestiegen. Das sehe ich bei meinen Schülern, die vieles nicht auf die Kette kriegen, aber da hat eigentlich jeder ein ETF-Depot und wenn es auch nur klein ist.
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... wie ordnet State das bei sich ein, dass der Mann den richtigen Job hat?

Schwer zu sagen, was der "richtige" Job ist. Bei uns geht aber auch keiner in Teilzeit. Den flexiblen Job habe ich definitiv nicht, gegen Vollzeit Home-Office am Laptop komme ich nicht an. Führungsverantwortung hat mein Partner aber auch nicht, der Verdienst ist ebenfalls ähnlich. Der Unterschied ist nur, wenn er Lust hätte (er entspannt sich aber lieber in der jetzigen Position) könnte er in Gehaltsstufen vordringen, da hält auch A16 nicht mit.
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Du bringst allerdings dieses Thema seit Jahren immer und immer wieder auf (von wegen "der Mann hat den "richtigen" Job"), was ich mittlerweile wirklich lustig finde, denn ich frage mich, warum dich das so triggert?
Ich finde es ebenfalls witzig. Es belustigt mich, mein Klischee immer wieder von allen Seiten bestätigt zu sehen.
Warum mich das triggert? Ach, das ist eine Kombination verschiedener Beobachtungen. Da gibt es die Hobbyteilzeitlehrerin, deren Kinder längst aus dem Haus sind, die die Teilzeit verwendet um so richtig Zeit für Projekte (die anderen Arbeit machen) zu haben und somit die Preise kaputt macht. Die Bekannte, die einen Heulanfall hatte, weil ihr Mann leider "nur Lehrer" ist und sie deshalb finanziell nicht so stark reduzieren kann wie eine Freundin von ihr, wo der Mann den "richtigen Job" hat. Und die ständigen Beschwerden von Lehrerinnen über die ach so furchtbaren Teilzeitbedingungen, das System aber nie hinterfragt wird. Und noch aus Nostalgie die nervigen Mütter, die nie zur 1., nie zur 6. Stunde können und generell nie Hohlstunden wollen und den Vollzeitkraften den Stundenplan ruinieren. Glücklicherweise ist das an meiner Schule nicht mehr möglich.
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Ich übrigens auch. Ich habe nicht gesagt, dass ich es schlimm fände, sondern nur, dass ich es immer und immer wieder beobachte.
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Lieber krass oder gar nicht, so tickt Meier.
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Was stört dich daran?
Nichts. Ich erörtere.
"Zufällig" verdient bei Lehrerinnen häufig der Mann besser und die Lehrerin geht dann in Teilzeit.
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Also hat er den “richtigen Job“ in der Leitungsposition. QED.
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