Beiträge von Schmidt

    In einem Lehrerforum vielleicht weniger gewagt, als man meint. Zumindest wenn man unterrichtet, was im Plan steht.

    Hm? Wo ist der Zusammenhang?

    Zitat

    Davon abgesehen, die Aussage, Schullektüren seien für Schüler nicht herausfordernd, ist eben dünnes Eis. Dahinter steckt dann wenig Ahnung von Schülern oder ihren Unterrichtslektüren.

    Wo ist der Zusammenhang zwischen der Aussage, dass Schullektüren in der Regel nicht besonders herausfordernd seien und der Aussage, dass Schüler mit Schullektüren Probleme haben können? Erfahrungsgemäß setzen sich die meisten SuS, die schlechte Noten schreiben nicht genug mit dem Material auseinander. Dass SuS tatsächlich intellektuell überfordert sind, kommt höchst selten vor.

    Gibt auch Schüler, auf die der Nimbus "muss man gelesen haben, weil Bildung" anziehend wirkt, und die auch die Herausforderung suchen. Zumindest habe ich es in Englisch bei Mitschülern und auch als Lehrer schon erlebt.

    Was ist an Schullektüren in Deutsch besonders herausfordernd? Ganz abgesehen davon, dass man gar nichts aus Bildungsgründen muss.

    Ich habe zwar immer immens viel gelesen, fast alle Schul-Lektüren blieben mir aber fern. Auch der Werther oder "die Leiden des jungen W." etc.

    War bei mir ähnlich. Insbesondere den Werther habe ich nie komplett geschafft. Dieses Gejammer ist kaum auszuhalten.

    Und ja: Mit einem Journalismus-Bachelor wird man oft (vielleicht nicht überall) für einen Master Literaturwissenschaft zugelassen, ggf. mit der Auflage, 15 CP nachzuholen.

    Das würde mich doch sehr wundern. Ein Journalismusstudium hat nichts mit Literturwissenschaften oder Germanistik generell zu tun. Da scheitert es schon an den absoluten Grundlagen.

    Zitat

    solchen Master kann man auch an der Fernuni studieren, weil danach gefragt wurde.

    Falls du diesen Studiengang der FernUni Hagen meinst, so ist das eher ein medienwissenschaftlicher Master, als ein literaturwissenschaftlicher. Den kann man allerdings tatsächlich mit fast jedem geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichen Bachelor studieren. Ob der dann allerdings für OBAS reicht, wage ich zu bezweifeln.

    Vielleichen brauchen wir lehrerforen in einfacher Sprache?

    Ach, das Verstehen ist nicht das Problem. Wir haben alle studiert, viele sogar Geisteswissenschaften. So ein verschwurbeltes Geschreibsel ist daher bekannt. Die Frage ist nur, warum man in einem Forum im Internet so verschwurbelt schreibt, statt einfach in normalem Umgangston. Vielleicht will er dadurch intelligenter wirken, eine dem Kontext unangemessene Diktion zeugt aber eher vom Gegenteil.

    Ich verstehe sehr gut, dass du deine Situation, vor allem das Ignoriert-werden deiner Wünsche, sehr unschön findest.

    Hm? Wenn ich tot bin, ist mir persönlich egal, was mit meinem Körper passiert. Im Idealfall bleibt davon eh nicht viel übrig, weil ich Organspender bin. Das ist aber gar nicht der Punkt. Ich mute es nur meinen Hinterbliebenen nicht zu, sich damit auch noch beschäftigen zu müssen, wenn ich ihnen die Planerei einfach vorher abnehmen kann.

    Zitat

    gibt immer jede Menge bürokratischen Kram zu erledigen. Das wird auch durch vorherige Absprachen nicht weggenommen.

    Was man vorher regeln kann, sollte man auch vorher regeln. Du kannst das natürlich machen, wie du willst, also kein Grund, sich angefasst zu fühlen.

    Wenn ihr euch einige werdet und eben macht, was ihr für richtig haltet, gibt es da nicht mehr zu regeln als mit eindeutigen Wünschen der/des Verstorbenen.

    Man muss sich darüber unterhalten, alle haben unterschiedliche Vorstellungen und es ist unnötig anstrengend in einer Zeit, in der man das wirklich nicht gebrauchen kann. Wenn der Verstorbene seine Wünsche, ggf. in vorheriger Absprache mit den Hinterbliebenen, festgelwgt hat, ist das für die Hinterbliebenen einfacher und man kann dem Verstorbenen noch einen letzten Dienst erweisen, indem man seine Wünsche umsetzt.

    Ich verstehe, dass man sich nicht mit seiner eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen will, aber rechtzeitig festzulegem, was gemacht werden soll, ist für die Hinterbliebenen in der Regel einfacher. Meine Frau und ich haben alles geregelt bzw. festgelegt.

    Ich würde das nicht so moralisch bewerten.

    Wenn man sagt, unbedingt eingeäschert im Wald begraben werden zu wollen und die Hinterbliebenen wollen lieber ein Familiengrab anlegen, dann haben die noch Lebenden den Konflikt. Wenn man also sagt "mir ist es wirklich egal, tot ist tot", gibt man die Freiheit an diejenigen, die damit leben müssen im wahrsten Sinne.

    Darüber kann man ja solange man noch unter den Lebenden weilt, miteinander sprechen.

    Ich bezig mich auf Deinen Post, in dem Du gesagt hast, dass 5 Stunden für ein Arbeitsblatt angemessen sei. Dem möchte ich widersprechen. Natürlich ist im Gesamtpaket auch mal das Verdödeln von Arbeitszeit drin, aber ich habe den Eindruck, dass sich manche von der Arbeitszeiterfassung erhoffen, dass sie dann tatsächlich weniger arbeiten müssen. Das wiederum glaube ich nicht. Ich glaube eher, dass man dann aufgefordert wird, in der vorgesehen Zeit die Arbeit zu schaffen. Dann muss man seinen Anspruch an Unterricht ggf. herunterschrauben. Und hat dann eben nicht Zeit, 5 Stunde/pro Arbeitsblatt zu verdödeln.

    Was hast du ständig mit "angemessen"? Wo ist das Problem, wenn jemand mal (offensichtlich nicht immer und auch nicht meistens) ein paar Stunden an einem Blatt sitzt? Ich verstehe nicht, was dein Problem damit ist. Solange die Arbeit gemacht wird und der Summe der Arbeitsstunden nicht eskaliert, passt das.

    Ich habe in meiner Zeit vor der Schule auch mal erheblich zu lang an einer Präsentation, an einem Stück Code oder einem Konzept gesessen. Das wäre auch schneller gegangen, aber ich hatte da eben Lust drauf und bin zeitmäßig etwas ausgeufert. So what?

    Du meinst also, 5 Stunden an einem Arbeitsblatt zu sitzen ist angemessen?

    Es geht zwar nicht um ein einziges Arbeitsblatt, sondern um ein Aufgabenpaket, aber aich unabhängig davon, kann das jeder so machen, wie er will. Was heißt angemessen? Kann schon mal passieren, dass man sich übermäßig für so ein Arbeitsergebnis einsetzt. Wo ist das Problem?

    Zitat

    Das sehe ich anders und glaube auch nicht, dass eine Zeiterfassung das so mitgehen würde.ei einer Zeiterfassung bei Lehrkräften würde weiterhin das Deputatmodell gelten, nämlich, dass Du insgesamt 41 Stunden pro Woche arbeiten darfst. Wenn Du das regelmäßig überschreitest, wird das sicherlich nicht dazu führen, dass Du weniger Unterrichtsstunden machen musst.

    Eine Zeiterfassung erfasst nicht, was du arbeitest, sondern wieviele Stunden du arbeitest. Außerhalb der Ferien arbeite ich ca. 45 Stunden pro Woche. Da sind auch alle paar Monate mal fünf Stunden für etwa objektiv Sinnloses drin.

    Warum machst du dir so einen Stress?

    Glaubst du etwa, dass bei VW das Fließband angehalten wird, weil jemand sagt, ich drehe meine Schrauben mit mehr Liebe fest.

    Und im H&M wird sicher dir auch nicht applaudiert werden, wenn du zum Falten eines T-Shirts 10 Minuten brauchst.

    Lehrer sind keine Akkordarbeiter.

    Zitat

    Und auch in Beamtenstuben (Arge, Finanzamt usw.) wird es sicherlich Vorgaben geben, wieviele Akten du pro Arbeitsstunden übernehmen musst.

    Jein

    Es gibt in der Regel keine Zeitvorgaben pro Akte. Wenn Akten zu lange liegen bleiben bzw. zu viele Beschwerden über lange Bearbeitungszeiten kommen, müssen sich die Sachbearbeiter unter Umständen dafür erklären, warum Abläufe länger dauern, als bei Kollegen. Aber auch das ist ein ganz schlechter Vergleich zu Lehrkräften, die ja gerade keine einseitiges Abarbeiten von Anträgen betreiben.

    Netter Versuch von dir, der leider mangels vernünftiger Vergleiche ins Leere läuft. ;)

    In der freien Wirtschaft wird man, genauso wie im öD, in der Regel gerade für seine Arbeitszeit (bzw. als Beamter für seinen Dienst) bezahlt, nicht für die Arbeitsleistung. Solange alle Aufgaben angemessen erledigt werden, kann man auch fünf Stunden für eine Power Point oder ein Arbeitsblatt aufwenden

    Wenn dieser Aufwand im Vorfeld durch die Schulleitung nicht eingefordert wurde, kann er auch nicht im Nachhinein berücksichtigt werden.

    Warum?

    Zitat

    Nehmen wir an, es gäbe Arbeitszeitmessung: Dann könnte man auch nicht geltend machen, dass man für die Erstellung eines Arbeitsblattes 5 Stunden benötigte.

    Doch, sicher. Warum nicht? Zumal es hier sicher nicht um ein einziges Arbeitsblatt geht. Aber selbst wenn, dauert das so lange, wie es dauert.

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