Ich halte mich schon für emanzipiert und habe den Nachnamen meines Mannes angenommen. Mein alter Nachname war einfach fürchterlich, der neue ist viel schöner.
Dann hast du den Namen nicht selbstverständluch angenommen, sondern weil er dir besser gefallen hat. In meinem Bekanntenkreis gibt es auch zwei Männer, die aus genau diesem Grund den Namen ihrer Frau angenommen haben.
Es geht um die Personen, die so Sachen sagen wie "Puh, der Nachname vom Jan ist fürchterlich, aber was will man machen, so heiße ich dann eben." oder "Wie ist das [z.B. irgendwas verwaltungsmäßiges] denn, wenn ich gerheiratet habe. Dann habe ich ja einen anderen Nachnamen. Ich würde meinen gerne möglichst lange behalten, aber das geht ja dann nicht." Oder um die Kolleginnnen, die immernoch ganz selbstverständlich unterrichten, dass die Name zu den Dingen gehört, die sich für eine Frau nach der Ehe ändern (ohne Reflektion, einfach "so ist das"). Oder die Frauen (nein, nicht Männer, die interessiert das in der Regel nicht), die meine Frau dumm anquatschen, wenn sie erfahren, dass wir unterschiedliche Nachnamen haben.