Beiträge von Schmidt

    Das sage ich jetzt mal als jemand, der mit Religion wirklich nichts anfangen kann: diese steht mit Sicherheit nicht im unauflösbaren Widerspruch zur Erziehung zu mündigen, selbstreflektierten Menschen. Und die von kleiner gruener frosch im Lehrplan NRW dargestellte Kompetenz lautet explizit auch "deuten das Vaterunser (....)". Gerade hier liegt doch bereits die Aufforderung zur reflektierten Auseinandersetzung, die über dein "unreflektiert wilder Märchen auswendig lernen" deutlich hinausgeht.

    "Deuten" ist nicht automatisch eine reflektierte Auseinandersetzung. Wenn die Prämisse ist, dass der liebe Gott im Himmel sitzt, scheitert daran jede differenzierte Auseinandersetzung mit Religion und Glauben.

    Von arte? Jahr 2025 - Herkunft ZDF!

    Du weist schon in welchem Zusammenhang Arte und ZDF stehen?

    Zitat

    Drei Minuten? Aber egal, im Zusammenhang dieser 50 Minuten reichte das vollkommen.

    Hm? Ich bezog mich auf die von dir propagierte Darstellung der "Entwicklungsgeschichte (Internet/KI)". Die ist bestenfalls oberflächlich. Das ist ok für so einen Beitrag, aber nichts, das man besonders herausstellen müsste.

    Zitat

    Zum "Entwickeln" einer differenzierten Position gehört das Betrachten verschiedener Seiten einer Sache.

    Welche "Seiten" sollen das sein? Die "KI ist böse" und die "KI ist unser Heilsbringer" Seiten? Die sind für eine differenzierte Position, wie bei extremen Positionen meistens der Fall, beide vollkommen wertlos.

    Zitat

    Kritik an der KI ist also unseriös.

    Nein, wo steht das? Dieser Beitrag, in dem "KI" immer wieder anthropomorphisiert wird und der mit Absicht Tatsachen verkürzt darstellt, um seine Botschaft zu unterstreichen, ist unseriös.

    Zitat

    Was willst du mir (?) eigentlich sagen?

    Ich beziehe mich auf den wirklich schlechten Beitrag von Arte. Keine Ahmung, warum du dich persönlich angegriffen fühlst.

    Zitat

    Ich verstehe nur "oberflächliches Bla".

    Das liegt daran, dass du zu emotional bist.

    Heute (Dienstag, 21. Oktober um 23:10) auf arte und jetzt schon in der Mediathek (bis Ende des Jahres):

    KI: Der Tod des Internets

    Slop stoppen, unmöglich...

    Eine sehr kritische Betrachtung der aktuellen Möglichkeiten der KI in allen kulturellen Bereichen...

    Selten eine so schlechte Doku von Arte gesehen. Wow. Medienkompetenz ist wichtig und KI "halluziniert" nichts. Die Menschen, die diese Doku geschrieben haben, verstehen offensichtlich nicht, was eine "KI" ist.

    Zitat

    Entwicklungsgeschichte (Internet/KI) wird nebenbei auch übersichtlich dargestellt.

    Man kann drei Minuten oberflächliches Bla als "übersichtlich dargestellte Entwicklungsgeschichte" bezeichnen. Ich würde das nicht tun.

    Zitat

    Aber jede Seite sollte doch die andere kennen, oder?

    Intelligente Menschen sollten eine differenzierte Position entwickeln, nicht in "Seiten" denken.

    Zitat

    Das kann man nur "unterschwellig" heraushören, wenn man den Gesamtzusammenhang der Sendung nicht berücksichtigt.

    Stimmt, wenn man den Kontext des Beitrags berücksichtigt, ist klar, dass dieser Eindruck absichtlich erzeugt wird. Das macht dieses Video nicht seriöser.

    Aber wir brauchen in unserer Gesellschaft auch diese Kinder, sie haben verdient, eine Chance zu bekommen und nicht aussortiert zu werden, weil ihre Eltern eine andere Vorstellung davon haben, was sie fürs Leben brauchen.

    Solange du Haupt-/Real-/Förderschulen und berufliche Schulen als "aussortieren" begreifst, bist du Teil des Problems.

    Nur ist die Effizienz der handschriftlichen Notiz durch eine aktuelle Studie belegt. Möchtest du vielleicht auch Belege für die Wirksamkeit deiner Art des Mitschreibens anführen?

    Welche Studie meinst du genau?

    In der (nicht besonders aussagekräftigen und eher rudimentären) Studie von Van der Weel und Van der Meer die oben irgendwo verlinkt wurde, geht es jedenfalls nur um die Gehirnaktivität beim mit der Hand schreiben und beim Tippen. Ich wiederhole mich, aber "Mitschreiben" und "mit der Hand schreiben" ist nicht dasselbe.

    Ich schreibe bei Vorlesungen, Seminaren und anderen Veranstaltungen in der Regel gar nicht mit. Das erwarte ich auch nicht von meinen SuS. Das heißt aber nicht, dass ich nicht mit der Hand schreibe. Je nach Veranstaltung mache ich das sogar relativ ausführlich. Meine SuS schreiben auch mit der Hand.

    Irgendwie schizophren, dass auf der einen Seite behauptet wird, man wolle Kinder zu mündigen, selbstreflektierten Menschen erziehen und sie dann von klein auf unreflektiert wilde Märchen auswendig lernen und rezitieren lässt. Aber so ist das mit der Religion. Man muss sie früh erwischen.

    Maylin85 : Inwieweit erfüllen Hochbegabteninternate nicht bereits deinen Wunsch nach Beschulungsmöglichkeiten für besonders leistungsstarke Schüler (m/w/d), die an anderen Schulen untergehen?

    Es geht nicht um Hochbegabte. Die meisten leicht überdurchschnittlich begabten Schüler sind leicht unterfordert, wenn man sich an den schwachen SuS orientieren muss.

    Hochbegabteninternate sind zudem teuer und von vielen Orten Deutschlands kaum erreichbar. Manche Menschen mögen ihre Kinder auch ganz gerne und wollen sie nicht durch die halbe Republik verschiffen.

    Das hängt vom jeweiligen Alter der SuS ab. Das Mitschreiben per Hand hat durchaus noch seinen Platz.

    Außer zum Üben der Handschrift sehe ich nicht, welchen Nutzen das Mitschreiben mit der Hand haben soll.

    Zitat

    Absolut. Allerdings muss es klare Vorgaben geben, wann und wie die KI denn auch eingesetzt werden darf und soll.

    Dann mache realistische Vorgaben. Ich sehe das Problem nicht.

    Kommt drauf an, wie und in welchem Ausmaß. Wenn ich eine PowerPoint in 3 Minuten generiere und die Inhalte blind ablese und Begriffe nicht erklären kann, ist das Werkzeug ein Hindernis, da es den SuS das Gefühl gibt, dass sie eine Aufgabe mit Erfolg bearbeitet haben.

    Das merken die ja dann spätestens, wenn es einmal so gemaufen ist. Es ist deine Aufgsbe, von Anfang an klar zu kommunizieren, was die Aufgabe ist, was du erwartest und was bei der Prüfung/Präsentation passieren soll.

    Zitat

    Es muss klare Vorgaben geben, wie KI eingesetzt wird, beispielsweise mit konkreten Quellenangaben, der Fähigkeit, Fachbegriffe auf Nachfrage erklären zu können...

    Dann leg das fest. Für deinen Unterricht brauchst du dafür keine Vorgaben von außen.

    Ich habe irgendwie den Eindruck, dass du meine Lust hast, dich mit der Thematik ausrinander zu setzen. Darum wirst du aber nicht herum kommen.

    Ich halte ihn persönlich nicht für gerechtfertigt, u. a. weil die Schulpflicht im Zweifel gegen das Recht auf Bildung geht, aber die juristische herrschende Lehre ist da klar, auch wenn die Minderheitenmeinung hier sehr starke Vertreter hat, unter anderem die ja jetzt doch bekanntere Frauke Brosius-Gersdorf.

    Frauke Brosius-Gersdorf bezieht keine Position gegen die Schulpflicht, sie hält nur die Möglichkeit der Erfüllung der Schulpflicht durch Heimunterricht für sinnvoll. Das ist ein erheblicher Unterschied.

    Was ist denn an der Forderung nach einem verpflichtenden Vorschuljahr ein Freiheitseingriff? Oder bezeichnest du die Schulpflicht auch als Freiheitseingriff?

    Ja, die Schulpflicht ist, wie viele andere Verpflichtungen oder Verbote von staatlicher Seite ein Eingriff in die Grundrechte. In der Abwägung ist sie aber gewichtiger, als die eingeschränkten Rechte. Meiner Ansicht nach gilt das auch für ein verpflichtendes Vorschuljahr.

    Die Forderung, Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können, könnten nicht eingeschult werden, braucht immer auch einen Plan für die Alternative. Was ist denn dann? Diese Kinder können ja auch nicht einfach zu Hause bleiben.

    Richtig

    Genauso braucht die Forderung, wirklich alle müssten in Gesamtschulen beschult werden einen Plan. Den gibt es aber nicht.

    Es wird kaum noch mitgeschrieben, man kann ja ein Bild mit dem Tablet machen. Oder der Lehrer lädt den Kram in die Cloud hoch. Für einige SuS eine absolute Selbstverständlichkeit.

    Das sollte auch selbstverständlich sein. Ich schreibe in meinem mittlerweile x-ten Studium auch nicht mehr mit, weil sich meine Lernstrategien verbessert haben und es technisch viel mehr Möglichkeiten gibt. Rückblickend war es wirklich Zeitverschwendung, soviel mit-/abzuschreiben. Ich bin wirklich froh, dass das nicht mehr notwendig ist.

    Zitat

    Wenn ich KI nutze, um Lösungsvorschläge und eine Klausur auszuarbeiten, steht das für mich nicht im Widerspruch zur Nutzung von KI bei Schülern, weil ich es auch ohne KI kann. Es dauert nur um einiges länger. Und ich bin in der Lage, schlechte Formulierungen, Ungenauigkeiten und Fehler zu korrigieren, bevor ich die Unterlagen nutze, so dass es "vorzeigbar" ist und einer kritischen Prüfung standhält. Genau das ist aber das, was Schüler bei geradezu universeller KI-Nutzung nicht mehr lernen können.

    Natürlich könnnen die das lernen, wenn man es ihnen beibringt.

    Zitat

    Die alternativen Prüfungsformate sind insofern natürlich kaum zu "retten", weil es unweigerlich zur KI-Nutzung kommen wird.

    Bisher: Wikipedia, Google, Eltern

    Zitat

    Wir haben ja jetzt schon in den Klausuren massive Probleme. Wir sollten aber eben nicht in allen möglichen Prüfungen und auch im Unterricht KI nutzen.

    Das funktioniert bei vernünftig gestellten Aufgaben kaum. Wir haben diese Probleme nicht übermäßig und wenn es versucht wird, fliegt es in der Regel auf.

    KI geht nicht mehr weg. Darauf musst du dich einstellen. Genauso, wie die Lehrkräfte, die bei den ersten aus dem Internet kommenden Lösungen den Untergang des Abendlandes beschrien haben.

    Zitat

    Es ist aber ein Problem, wenn Menschen anderer Herkunftssprachen sozial benachteiligt sind, im Brennpunkt leben und zu wenig Einsicht in Strukturen gewinnen.

    Wer die Landessprache nicht hinreichend beherrscht, ist benachteiligt. Das ist überalll auf der Welt so. Deshalb ist der Spracherwerb für die Integration zentral.

    Missvertändnis, plakativer: können alle Kinder in Bremen schlechter lesen, weil dort so viele Ausländer leben? Ich vermute, nein, es fällt bloß in der Statistik Bremen mehr auf, weil der Anteil derer, die nicht lesen können, weil sie zu Hause andere Sprache sprechen, höher ist.

    Denn dann kann man sich die Diskussion darüber sparen, ob Bayern und Sachsen dir tolleren Schulsysteme haben. Die Leistung ist im Mittel höher, aber nicht, weil hier keine Gesamtschulen sind, sondern weil anteilig mehr Kinder Deutsch als Muttersprache haben.

    Ah, tatsächlich Missverständnis

    Ja, da würde ich so mitgehen.

    Um so weniger verstehe ich die Forderung nach einer homogenen Schüler:innenschaft. Die hat man doch jetzt auch nicht, an keiner Schulform in keinem der Systeme, nicht mit 2 Schulformen ab SekI, auch nicht mit 5+x Schulformen ab der SekI.

    Genau das ist ja Teil des Problems.

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