Beiträge von Schmidt

    Wenn man mal ehrlich ist, welcher Junge möchte schon, dass seine Lehrerin in die Umkleide latscht, egal wie alt er ist.

    Abgesehen von dem von außen eingeredeten Gehabe, dass Mädchen/Frauen und Jungen/Männer voneinander getrennt werden müssen, hat uns das als vorpubertäre Kinder nicht interessiert. Wir hatten an der Grundschule ausschließlich weibliche Lehrer, die natürlich auch mal in die Umkleide gekommen sind.

    Enby klingt viel cooler, als Herr oder Frau. Ich bin ein bisschen neidisch.

    Führ das so bei dir an der Schule ein und gut ist. Deinen Schülern erklärst du kurz, warum sie dich so nennen sollen (wenn sie nachfragen; was sie wahrscheinlich tun werden). Bohai und Rumgedruckse sind das, was den meisten Menschen an solchen "Besonderheiten" auf die Nerven geht. Wenn du dich selbst als normal siehst und dich auch so benimmst, dann nimmt das dein Umfeld auch als normal war.

    Für Österreich habe ich das hier gefunden

    https://www.oesterreich.gv.at/themen/jugendl…te.1740260.html

    Ich würde genau klären, ob sich die Jugendlichen am Zielort alleine aufhalten dürfen (siehe Link), von den Eltern am besten im persönlichen Gespräch schriftlich bestätigen lassen, wann und wo du ihre Kinder aus deiner Obhut entlassen darfst und darauf achten, dass sie ihre Einverständniserklärung (siehe Link) bei sich haben. Wenn das alles geklärt und mit doppelter Unterschrift (bei dir und auf der Einverständniserklärung) abgesichert ist, ist das meiner Ansicht nach so in Ordnung.

    Ja, allerdings ist das genau das, was ich meine.

    Wenn ich an einem Tag krank bin, dann entfällt nur der Unterricht (ggf Konferenzen). Alle anderen Aufgaben müssen wann anders nachgeholt werden. Wenn ich also in der Korrekturphase krank bin, muss ich danach mehr Überstunden machen um die Klausuren zu korrigieren egal ob ich die auf die Woche danach lege oder die nächsten 3 Wochen. In Vollzeit hatte ich teilweise bis zu 170 Klausuren in einem Quartal. Wenn man da mal 4 Tage nicht korrigieren kann, hängt man das dran.

    Wenn mein Mann krank ist, macht der nicht die Wochen darauf Überstunden sondern es verschiebt sich halt alles.

    Ist das jetzt verständlicher was ich meine?

    Nicht wirklich. Dein Mann hat, wenn er krank wird, auch nicht weniger Arbeit, die verschiebt sich nur nach hinten. Bei dir genau dasselbe. Wenn dein Mann Terminsachen hat, kann es sein, dass er, wenn er nach seiner Krankheit wieder arbeitet, eine Zeit lang länger arbeiten muss (oder effizienter), um diese Sachen noch rechtzeitig fertig zu kriegen. Bei dir genau so. Wenn dein Mann wegen Terminsachen länger arbeiten muss, kann er die Zeit irgendwann, wenn weniger los ist, abfeiern. Wenn du länger arbeiten musst, weil du wegen Krankheit etwas aufzuholen hast, dann schreibst du dir das auf und arbeitest dafür später irgendwann entsprechend weniger. Im Zweifelsfall machst du in den Ferien eine Woche länger Urlaub.

    Ich habe früher unter anderem im ÖD mit Gleitzeit gearbeitet. Manchmal hatte ich 50+ Stunden in einer Woche auf der Uhr, dafür habe ich bei Leerlauf mal zwei Tage frei gemacht oder am Freitag weniger gearbeitet. Im Homeoffice habe ich mich bei Arbeitsbeginn eingeloggt und wenn ich für den Tag fertig war, wieder ausgeloggt. Zwischendrin gabs Pause, Wäsche usw. Das mache ich jetzt für die Schule nicht anders. Nur ohne mich irgendwo einzuloggen.

    Bloß ist die Arbeit halt nicht gemacht. Die Klausuren liegen ja unkorrigiert da rum, der Unterricht ist nicht vorbereitet. Muss also nachgeholt werden. Egal wann.

    Dann dauert es (in Arbeitstagen, nicht in absoluten Arbeitsstunden) eben ein bisschen länger, bis alles erledigt ist. Oder du machst ein Stundenplus auf deinem eigenen Gleitzeitkonto, die du dann irgendwann "abfeierst".

    Es ist auch bei Arbeit außerhalb der Schule so, dass bei Krankheit Arbeit liegen bleibt, die dann nachgeholt wird. Das erhöht die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit aber nicht.

    Habe ich gar nicht mitbekommen, dass ich das getan hätte. Wann war das?

    Wenn du darauf bestehst, dass nur Gendern alle inkludiert, dann fühlst du dich offenbar ausgeschlossen. Du bist ja offenbar nicht eingeschlossen, wenn nicht explizit die weibliche Form verwendet wird.

    Oder du fühlst dich nicht ausgeschlossen. Dann stellt sich aber die Frage, warum du auf der einen Seite verstehst, wie die deutsche Sprache funktioniert, aber auf der anderen Seite der Meinung bist, dass Gendern notwendig sei.

    Inwiefern ist das "normal"? "Haben wir schon immer so gemacht"-normal? Oder was ist gemeint? Aber, wenn es das ausdrückt, was du meinst, schreib es doch so.

    Das ist normal, weil die deutsche Sprache so funktioniert. "Freunde" ist plural und bedeutet diverse, weibliche und männliche Freunde, ohne, dass dabei ein Geschlecht spezifiziert wird. Manchmal sind das nur Männer, machmal nur Frauen, manchmal nur Diverse, meistens aber Menschen aller Geschlechter. Je nach Kontext. Du entscheidest dich nur dazu, dich bewusst nicht mitangesprochen zu fühlen, wenn die in Deutschland geläufige und grammatisch richtige generische Form verwendet wird. Das ist deine Entcheidung.

    Ok, dann habe ich deinen Beitrag falsch verstanden. Sorry.

    Da mein aktueller Job mich mit vielen anderen Schulsystemen in Kontakt bringt (ich spreche jetzt für die Schulen, die ich dort kenne, es sind in jedem Land mindestens 2 (Schweden), eher mindestens 3)

    - In Dänemark gilt (seit 2013?) die Pflicht, seine Arbeitszeit in der Schule abzuleisten, die Schulen wurden seitdem stetig renoviert und dafür ausgestattet. Einige Schulleitungen ermöglichen Sonderlösungen für einen Teil der Arbeitszeit (zb. bei Menschen mit Kindern), aber das Ziel ist: jederzeit in der Schule ansprechbar sein.

    Dass es in den meisten anderen Ländern in dieser Hinsicht schlechter läuft für Lehrer, heißt nicht, dass es gut wäre, wenn das hier genauso wäre. Das flexible Arbeiten ist einer der paar positiven Aspekte an unseren Arbeitsbedingungen.

    Zitat von chillipraprika

    -> Die Nicht-Anwesenheit in der Schule ist an ALLEN Schulen, an die ich deutsche Praktikant*innen schicke (außer Frankreich), eine Reibungsfläche, weil dort immer eine größere Anwesenheit erwartet wird (und die deutschen Praktikant*innen sich - ich formuliere es sehr vorsichtig - schwer tun, vor Ort zu arbeiten und von irgendwas fabulieren, dass sie "zuhause" besser arbeiten könnten (wo sie ja nur den selben Laptop und WLan haben...) )

    Warum überrascht es mich denn so sehr? Meine Studis sind schließlich ein Abbild meiner (Lehrer)Kolleg*innen..

    Ich arbeite zuhause auch besser und konzentrierter, als in der Schule. Ist ja kein Unterschied, ob ich in der Schule an einem Laptop Bildschirm arbeite oder daheim mit meiner ergonomischen Maus, drei Monitoren, mechanischen Tastatur, VDSL, sauberer Toilette, einem bequemen Bürostuhl und meiner Ruhe. Alles Fabuliererei, schon klar.

    Jetzt fahre ich zum Arzt für einen PCR, damit ich dann hoffentlich was nachweisen kann.

    Achte drauf, dass der Arzt das richtig macht. Bei einem Freund war nach mehreren positiven Schnelltests der PCR beim Arzt negativ, weil der es nicht geschaft hat, den Stab richtig in die Nase zu stecken. Ein zweiter PCR Test beim ASB war dann, nach richtiger Durchführung, positiv.

    Richtig, der SCHULE! Das bedeutet aber doch nicht, dass jeder L seine Schüler selber beaufsichtigen muss!

    Aufsicht auf dem Hof von 1-2 Lehrkräften, zack, Aufsichtspflicht abgedeckt. Da müssen aber doch nicht 8-16 Lehrkräfte Aufsicht schieben.

    M.E. ist das eine unzulässige Anweisung die ich a) schriftlich einfordern würde und b) von meiner Gewerkschaft in Bezug auf meine Dienstordnung auf Rechtmäßigkeit überprüfen lassen würde.

    In Hessen ist diese Form der Aufsichtspflicht grundsätzlich zulässig. Die Gesamtkonferenz beschließt die Grundsätze für die Aufsichtspläne. Ob die Anweisung unzulässig ist, hinge in Hessen davon ab, was die Gesamtkonferenz beschlossen hat. Wenn in der Gesamtkonferenz bspw. beschlossen wurde, dass Lehrer in ihren eigenen Klassen Aufsicht machen oder, dass die Schulleitung die Einteilung nach eigenem Ermessen vornimmt, dann ist dagegen nichts einzuwenden.

    Wie kommst du denn darauf, dass sich Menschen „fast schon berufsmäßig ausgeschlossen fühlen“?

    Meiner Ansicht nach ist das eine völlig unangemessene Bewertung und nach meiner Erfahrung auch nicht zutreffend.

    Zumindest bei mir trifft das nicht zu, ich habe mich schon lange vor irgendwelchen Genderdiskussionen in vielen Situationen nicht angesprochen gefühlt und daher selbst bevorzugt die weibliche und männliche Form oder auch nur die weibliche zu verwenden.

    Genau, du fühlst dich nicht angesprochen. Das hat aber mit der Realität nichts zu tun. Natürlich bist du in der Regel, mit den wenigen Ausnahmen, in denen es wirklich nur um Männer geht, genauso angesprochen, wie Männer, Non-Binäre, Intersexuelle und alle anderen.

    Im Gegensatz zum generischen Maskulinum, spricht die weibliche Form übrigens wirklich nur Frauen an.

    Zitat von MarieJ

    Und die „sich ausgeschlossen Fühlenden“ gehen auch nicht davon aus, dass ein Gendersternchen sie komplett integrieren kann, sondern dass dies ein Anfang ist. So Bewusstseinsveränderung und so …

    Wer kommt heute ernsthaft noch auf die Idee, dass Frauen qua Geschlecht von irgendetwas ausgeschlossen sind? Ganz ehrlich, wer noch nicht mitbekommen hat, dass Frauen tun und lassen können, was sie wollen, jedenfalls im selben Rahmen, wie Männer und alle anderen, hat eine merkwürdig verzerrte Wahrnehmung. Übrigens: Gleichberechtigung heißt nicht, dass in allen Bereichen des Lebens 50/50 Frauen und Männer zu finden sein müssen. Gleichberechtigung heißt nur, dass niemand aufgrund des Geschlechts in relevanten Feldern ausgeschlossen wird. Dieser Zustand ist schon längst erreicht. Ganz ohne Gendersternchen.

    Es ging aber eigentlich darum, dass eine Gesellschaft nicht bereit sei, für Minderheiten größere Anstrengungen auf sich zu nehmen.

    Scheint eben einen Minenfeld zu sein. Sobald das Ganze für, sagen wir mal Rollifahrerinnen diskutiert würde, sähe es vermutlich anders aus.

    Man stelle sich vor: „diese ganzen teuren Absenkungen für die paar Gehbehinderten …“

    Dafür ist das Gendersternchen dann aber ein ganz, ganz schlechtes Beispiel. Eine reale Erleichterung für Menschen, die in der Realität, erfahrbare und echte Probleme haben ist offensichtlich eine ganz andere Kategorie, als Menschen, die sich fast schon berufsmäßig ausgeschlossen fühlen durch gekünstelte Sprachkonstruktionen zu "integrieren".

    Die selbstverständlichkeit, mit der einem Transmädchen der Zutritt zur Mädchenumkleide verwehrt wird, zeigt dass sie eben gesellschaftlich nicht als Mädchen wahrgenommen wird, obwohl sie sich selbst so sieht. Hier gehen zwei Wahrnehmungen auseinander, dazu müssten wir uns etwas einfallen lassen.

    Natürlich wird sie gesellschaftlich nicht (sofort) als Mädchen wahrgenommen. Warum sollte sie? Ich werde von der Gesellschaft auch nicht als zwei Meter großer Asiate wahrgenommen, unabhängig davon, wie ich mich fühle oder selbst sehe. Man definiert nicht selbst, wie man von anderen wahrgenommen wird. Man kann sich selbst soweit wie möglich anpassen, um so wahrgenommen zu werden, wie man das gerne hätte. Man kann aber nicht andere Menschen zu einer bestimmten Wahrnehmung zwingen. Was genau sollen wir uns dazu einfallen lassen?

    Von einer gesellschaftlichen Mehrheit, die aber schon am Gendersternchen scheitert, erwarte ich allerdings nicht viel.

    "Am Gendersternchen scheitern" impliziert, dass die Verwendung des Gendersternchens irgendeinen Mehrwert hätte. Den hat er nicht.

    Schmidt : Ich suche eigentlich nur eine Lösung, die sich für alle Beteiligten richtig anfühlt.

    Deine harten Worten irritieren mich.

    Das sind nicht meine Worte. Das sind die Worte des örtlichen Transvereins, einer Gruppe linksextremer Schüler und (weniger hart, aber im Prinzip ähnlich) des Gleichstellungsbüros der Gemeinde. Und der Eltern der Schülerin, die ein paar Wochen zuvor noch ein Junge war und genau solche Angebote, wie du sie beschreibst, bekommen hat, weil sie eben nicht in die Mädchenumkleide und die Mädchentoiletten sollte.

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