Beiträge von Schmidt

    Vielleicht nehmen wir an dieser Stelle einfach nochmal zur Kenntnis, dass das Bürgergeld für Alleinstehende 502€ und für Paare in der Bedarfsgemeinschaft bei 902€ liegt, während wir selbst bei Einstieg als Single selbst nach Abzug einer PKV noch gut 3200€ Netto haben. Hier kann doch keinerlei Rede davon sein, dass wir keinen hinreichenden Abstand haben. Der Vergleich unserer Gehälter bezieht sich im Übrigen auch nicht auf Bürgergeldempfänger, sondern auf die 80-90% der Bevölkerung in Deutschland, die ein geringeres Haushaltsnettoeinkommen haben als wir.

    Auch wenn ich im Grundsatz bei dir bin, funktioniert die Rechnung so nicht.

    Beim Bürgergeld kommen noch die ortsangemessene Miete und angemessens Heizkosten hinzu. Je nach Region können das zusammen nochmal 1000 Euro pro Monat sein. Mit einem 14-jährigen Kind ist man insgesamt bei ca. 2300 Euro.

    Hier schreckt mich allerdings als Kleinanleger sehr ab, dass ich dann später wahrscheinlich neben Abgeltungssteuer auch noch Abgaben an die GKV auf meine Gewinne=Altersrücklagen zahlen muss.

    Die Beitragsbemessungsgrenze gilt auch für Pensionäre in der GKV. Momentan ist der maximale Beitrag zur GKV, den du zahlen müstest (mit 50% Beihilfe zur KV, 0% zur PV) rund 600 Euro. Die rund 5.000 Euro brutto im Monat musst du erstmal erreichen.

    Wieviel die private KV in der Pension kostet, weiß ich nicht. Mit dem Anstieg der Beihilfe auf 70%, dürften sich die Kosten dafür aber auch in Grenzen halten.

    Eine Empfehlung für GKV oder PKV kann ich nicht geben. Wie sinnvoll welche Form der Versicherung ist, ist individuell.

    Bezüglich der Versteuerung deiner Kapitalerträge, solltest du daran denken, dass du die Erträge auch mit deinem Steuersatz versteuern kannst und nicht pauschal mit 25% versteuern musst. Wenn du insgesamt (Pension, Kapitalerträge, Erträge aus Vermietung und Verpachtung etc ) unter ca. 60.000 Euro im Jahr zu versteuern hast, ist es sinnvoll, alles zusammen mit deinem Einkommenssteuersatz zu versteuern (der < 25% ist).

    Die konkreten Zahlen werden sich bis zu deiner Pension in 25 Jahren natürlich noch ändern.

    D.h. bis März/April 2024 lässt man uns am langen Arm quasi "verhungern".

    Der aktuelle Tarifvertrag läuft eben bis Januar. Kann man nicht ändern. Für den Zeitraum zwischen Ende des alten und Umsetzung des neue. Tarifvertrags, gibt es eine Nachzahlung.

    Dass beamtete Lehrer mit ihren (in Vollzeit) 3000+ Euro netto verhungern müssten, halte ich für ein Gerücht.

    Religiöse Indoktrination?
    Eher Besinnung auf ein mehr als 2000 Jahre gültiges Reglement und eine übergeordnete Macht, die auf Einhaltung der Regeln achtet.

    Du beantwortes deine Frage hier selbst.

    Zitat

    Kindern kannst du die Macht des Bundesverfassungsgerichts noch nicht erklären.

    Wieso muss irgendwer Macht über irgenetwas haben? Sei nett zu deinen Mitmenschen, weil es irgendetwas mächtiges gibt, das das so will? Wofür ist das gut?

    Auch sind Vereine (Sport, Musik etc.) absolut wichtig. Wer das seinen Kindern nicht ermöglicht, beraubt ihnen vieler wichtiger Erfahrungen.

    Auf jeden Fall. Wenn dafür kein Geld da ist, scheitert daran aber nicht automatisch der schulische Erfolg.

    BTW: Art. 3 war der erste Arbeitnehmerschutz-Paragraf.

    Art. 3 GG ist gar kein Paragraph

    Die ersten Formen des gesetzlichen Arbeitnehmerschutzes gab es zudem bereits im 19. Jahrhundert. Bspw. das Verbot von Sonntagsarbeit und das Truckverbot im Allgemeinen Deutschen Handelsgesetzbuch und der Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes von 1869 oder das Gesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter und die gesetzliche Unfallversicherung von 1884.

    Christlich-moralische Prägung? Wünschenswert?
    Ja. Durchaus.
    Das Christentum und seine moralischen Grundlagen sind unabhängig vom Personal.
    Die zehn Gebote sind - wenn man 1+2 als historische Einleitung außer Acht lässt - Grundlage unseres Grundgesetzes und unserer Gesellschaft.

    Wozu braucht es noch religiöse Indoktrination, wenn bereits die Erziehung zu einem mündigen Bürger, der für die freiheitlich demokratische Grundordnung eintritt, eine hinreichende moralische Bildung darstellt?

    Kinder bibliophil zu prägen, kann die Schule nicht leisten. Das kann nur das Elternhaus.

    Davon hängt der schulische Erfolg glücklicherweise nicht zwangsläufig ab. Wenn man das sprachliche Übergewicht an Schulen etwas einschränkt, noch weniger.

    Zitat

    Ebenso kann nur das Elternhaus wirklich für musische Bildung sorgen.

    Davon hängt der schulische Erfolg auch nicht ab.

    Zitat

    Ebenso die sportliche Prägung durch Vereine

    Das ließe sich ändern, wenn man wollte.

    Zitat

    oder die moralisch-christliche Prägung durch christliche Jugendarbeit.

    Auf die kann man wirklich verzichten. Moralische Prägung funktioniert besser, wenn man den Glauben herausnimmt.

    Zitat

    Das Gymnasium meiner Kinder hat ein musisches Profil mit eigenem Symphonieorchester und mehreren Chören. Wer im Symphonieorchester spielen will, muss in der Musikschule das Rüstzeug dafür bekommen. Und das ist ein finanzieller Brocken, den die Eltern stemmen.

    Joa und ohne im Orchester zu sein, kann man dennoch schulisch erfolgreich sein.

    Zitat

    Wobei der Musikunterricht wiederum die Leistungen in Mathematik signifikant verbessert.

    https://www.europeanscientist.com/de/offentlichk…ere-mathenoten/

    Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass eher Kinder aus dem Bildungsbürgertum ein Instrument lernen und in diesen Haushalten auch mehr wert auf schulische Leistung gelegt wird. Dass das Lernen eines Instruments kausal für bessere Mathenoten ist, ist eher unwahrscheinlich. Zumal deine Ausführungen das Problem unterstreichen: wer genug Geld hat um seinen Kindern Musikunterricht zu finanzieren, hat auch schulisch "erfolgreichere" Kinder.

    Zitat

    Durch den Wechsel auf G8 wurde das "Zeitbudget" für Tätigkeiten in Musikschule und Sportverein massiv gekürzt.

    Auch das dürfte zu den Ergebnissen beigetragen haben - wobei die Ursachen vielschichtig sind und sich kumulieren.

    Weil Kinder weniger Zeit für den Sportverein und die Musikschule haben, sind ihre Leistungen bei Pisa schlechter geworden?

    Gibt's in diesem diversen Forum eigentlich eine Person muslimischen Glaubens?

    Was könnte die zur Sache Beitragen?

    Hier gibt es einen Haufen Menschen, die auf dem Papier Christen sind und sich vielleicht sogar selbst als solche bezeichnen, aber weniger über ihre Glaubensrichtung wissen, als so mancher Mensch ohne Mitgliedschaft.

    Hilfreich wäre es, wenn sich jemand mit Religionswissenschaften beschäftigt hätte und aus dieser Perspektive etwas dazu sagen könnte, ob und in wie weit Darstellungen von wem in welchem Kontext in dieser oder jener Auslegung erlauvt sind oder nicht.

    Mit der Ausgangsfrage hat das aber nichts mehr zu tun. Es ist für das Ausschneiden von Weihnachtsmannmützen und Rentieren vollkommen egal, ob man als Moslem Mohamed oder Jesus darstellen "darf" oder nicht.

    Wir haben "Lehrer" (Männer) und "Lehrerinnen" (Frauen). Lehrer ist nicht die Bezeichnung für alle Geschlechter, ich glaube, darum dreht sich das Problem ;)

    Auch das zigfache Wiederholen macht es nicht richtig. "Die Lehrer" sind alle Geschlechter (nicht nur weiblich und männlich).

    Der Pluralartikel "die" macht ein Wort übrigens nicht weiblich. Dass der Artikel für die weibliche Form derselbe ist, wie für den Plural, scheint irgendwie kein Gleichberechtigungsproblem zu sein. Merkwürdig.

    dass ein Kind grundsätzlich zwar kognitiv in der Lage wäre, das Gymnasium zu schaffen, die Noten such entsprechend sind, aber beispielsweise das Arbeitsverhalten oder auch Sprachkenntnisse vielleicht eigentlich besser an einer Gesamtschule gefördert werden könnte.

    Wenn das Kind kognitiv für das Gymnasium geeignet ist, dann sollte es auch ein Gymnasium besuchen. Dass es an Gesamtschulen eine besondere Förderung gibt, wäre mir neu.

    Da kann ich mich noch so diskriminiert fühlen - wenn ich 80% der ja nun mal auch anderen "Teilnehmenden" in diesem Lande auf den Geist geh, weil ich sie überfordere,

    Dreiste Unterstellung

    Zitat

    Kurzum:

    Dualität wohin man blickt.

    Konstruiert. Vom Menschen.

    Deshalb vermeintlich schwierig zu einen.

    Anderes Thema

    Zitat

    Wenn wir aber immer besser verstehen, BEIDES / Jedes für sich nebeneinander stehen zu lassen und Jede_/r mal mehr mal weniger ein Schrittchen zur Seite geht, Ego zurückstellt, dann bleibt Dualität sogar bestehen und lässt sich währenddessen gleichermassen doch überwinden

    Man könnte "Dualität überwinden", indem man sie nicht ständig betont, also eher ein Argument gegen das Gendern.

    Tja, das ist schön, wenn man privilegiert genug ist, eine Wahl zu haben.

    Komische Unterstellung

    (Fast) jeder hat die Wahl. Studieren ist in Deutschland kostenlos. Für mich stand auch schon am Beginn der Oberstufe fest, dass ich studieren werde. Und das, obwohl meine Mutter alleinerziehend und Sozialhilfe/Hartz IV Empfängerin war.

    Zitat

    Meine Schüler*innen entscheiden sich auch auf der Grundlage zum Teil sehr schwacher wirtschaftlicher Voraussetzungen oftmals gegen ein Studium, aus genau dem Grund des geringen finanziellen Ausgleichs am Ende!

    Mach ja nichts. Für die meisten Ausbildungsberufe gibt es auch einen erheblichen Bedarf und studieren kann man später immernoch.

    Ich kann deine Naivität echt kaum fassen. Ich habe darüber absolut nachgedacht, das war einer der wichtigsten Punkte bei der Entscheidung für Ausbildung oder Studium.

    Das sehen sicher die meisten Schüler so. Deshalb entscheiden sich soviele für ein Studium der Anglistik, Filmwissenschaft, Philosophie, Geschichte, etc.

    Bei einem Gehaltsunterschied von nur noch 100€ monatlich wird das nichts und ein Studium wird somit finanziell sinnlos.

    Deshalb haben wir sicher seit Jahren drastisch steigende Studentenzahlen und die Hochschule platzen aus allen Nähten. Total normal, dass sich jemand mit 16 dagegen entscheidet, Lehrer zu werden, weil man als Maurer mehr verdient. Klingt logisch.

    Dass Menschen, die studieren erst später in den Arbeitsmarkt kommen, als solche, die nach der 10. Klasse eine Ausbildung machen, war schon immer so. Trotzdem sind die Hochschulen voll bis zum Rand. Und wenn sich jemand aus finanziellen Gründen gegen das Anglistik Studium an einer Uni entacheidet und stattdessen Elektrotechnik an einer FH studiert, ist dabei nichts verloren gegangen.

    Sie scheitern jedes Mal. verdi und co. sind letztendlich sozialistisch geprägte Vereine, die durch ihr Verhalten massive Probleme verursachen und dafür sorgen, dass es immer mehr unmöglich wird, qualifizierte Fachkräfte für die höheren Entgeltgruppen zu gewinnen.

    Es fehlen in allen Entgeltgruppen qualifizierte Fachkräfte. So, wie zur Zeit überall.Was genau machen die Gewerkschaften, um es unmöglich zu machen, qualifiziertes Personal für die höheren Entgeltgruppen zu finden?

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