Beiträge von s3g4

    Der Unterschied ist: Jetzt machst du dein Ref. Wenn ich mich erinnere, hat man da einen sehr straffen Zeitplan. Mit deinen ganzen Fehlzeiten kannst du den Anforderungen und Terminen doch gar nicht gerecht werden.

    Eigentlich nicht. Man unterrichtet nur sehr wenig und hängt ein paar Tage im Seminar rum. Die meiste Zeit verbringt man mit unnötig aufwendigen Vorbereitungen Zuhause. Das ist eigentlich super für kleine Kinder.

    Aber ich kann da nicht mitreden, weil ich ein Mann bin und mir die Kindererziehung/-betreuung mit meiner Frau teile.

    Und genau das sieht man hier nach dem AfD-Ergebnis: das sind ja bloß Russlanddeutsche, Anthroposophen, Verschwörungstheiretiker und Evangelische Hardliner. Dass die ein Fünftel des Landes ausmachen ist offenbar egal.

    Es sollte klar, dass nicht Menschen mit verschobenen Ansichten die AfD wählen (wozu Russlanddeutsche pauschal eh nicht zählen).

    Das muss gar nicht stimmen.
    Erkundige dich doch erst einmal, was möglich ist.

    Warum nimmst du die Beratung nicht an?

    Bei uns steht es jeder Lehrkraft frei eine Person des Vertrauens mitzunehmen. Ob das Externe, spricht Freunde oder Familie sein können weiß ich nicht genau. Aber eine Kollegin oder Kollegen ist auf jeden Fall zulässig, neben Personalrat oder jemand von der Gewerkschaft/Verband.

    Ich kann auch verstehen, dass man nicht alleine in manche Gespräche gehen möchte.

    Dass unerlaubte KI verwendet wird, passiert auch erfahrenen Lehrkräften. Mittlerweile soll es Geräte in Stiftoptik geben, die völlig unauffällig sind.

    Gut ist, dass du den Vorgang als Plagiat wertest und nicht als Täuschungsversuch. Denn dann käme voraussichtlich die bekannte Leier: "Ich habe das vorher zufällig gelesen und auswendig gelernt."

    Wenn dir die Plagiatssoftware sogar Recht gibt, dann würde ich auch nicht die Schulleitung um Erlaubnis fragen. Erstelle ein Bildschirmphoto über diese Prüfung und hefte diesen Beweis ggf. unter die Arbeit. Ich glaube nicht, dass dann noch jemand zur Schulleitung rennt...

    Und ich meine ein Gerichtsurteil gelesen zu haben, das sich auf einen Anscheinsbeweis stützt. Dann ist der Schüler von einer Beweislastumkehr betroffen.

    Es geht hier um Aufsätze, die Daheim angefertigt wurden. Das alles und jeder an der Erstellung beteiligt gewesen sein. Daher würde ich sowas in Zukunft eben nicht mehr als Leistungsüberprüfung machen.

    Das würde bedeuten, dass ausschließlich mündlich erbrachte Leistungen bewertet werden können. Das würde den Grundprinzipien von Fremdsprachenunterricht nicht gerecht werden.

    nö würde es nicht, es gibt nur keine Leistungsnachweise, die außerhalb der Schule erstellt wurden. Die waren eh schon immer fälschungsanfällig.

    Das sehen die Curricula in den Sprachen aber eindeutig vor. In den modernen Fremdsprachen ist Schreiben eine wichtige Kompetenz und damit ist nicht nur gemeint, dass die Schüler (m/w/d) Texte abschreiben, sondern auch selbst erstellen und rhetorisch gestalten sollen. Wie sollen sie das üben, wenn sie keine Aufsätze mehr schreiben sollen?

    Kann man ja trotzdem machen lassen. Nur eben nicht benoten.


    Dass Lehr- und Bildungspläne entsprechend überarbeitet werden müssen sollte klar sein.

    Man sieht, wer den Aufsatz selbst geschrieben hat und wer nicht. Hier ist es offensichtlich. Selbst wenn sie Prompts genutzt haben, haben siue es selbst formuliert.

    Der Prompt selbst formuliert ist also wie selbst den Text geschrieben? Naja dann ist deine ganze Anfrage ja hinfällig. Oder glaubst du die Eltern haben das mit einer KI erstellt?


    Man sieht es eben nicht mehr. Deswegen keine Aufsätze mehr für die Zukunft.

    Ich bekomme permanent E-Mails während der Krankschreibung von Kollegen und der Schulleitung wie auch fachbegleitenden Lehrern, die mich auffordern Aufträge und Stundenvorbereitungen für die Zeit meiner Krankschreibung zu schicken. Mittlerweile auch per Handy von meiner anderen Mentorin (Mentorin 2).


    Zitat der schikanierenden Kollegin:

    ,,Da ich nächsten Dienstag zur Exkursion bin, erwarte ich zeitnah Ihren überarbeiteten Stoffverteilungsplan per Mail."

    Also keine physische Belästigung. Übergriffig, ja. Die Email einfach nicht abrufen und die Nummern blockieren.

    Ich möchte mir keinen Fehler erlauben, deshalb meine Nachfrage. Auch weil die Kollegen nicht hinter mir stehen und ich an meiner Ausbildungsschule gemobbt werde. Ich bin Referendarin und habe eine 9. Klasse in Deutsch. Vor meiner Krankmeldung (anderes Fragegesuch) habe ich mit der Klasse einen Aufsatz geschrieben, den ich eben kontrolliert habe.

    Ich schäme mich selbst dafür, aber ich muss es übersehen haben. Jedenfalls hat mir eine Schülerin einen perfekt mit KI generierten Aufsatz abgegeben. Es ist so geschrieben, wie ehemalige Kommilitonen kurz vor dem Abschluss geschrieben hätten, aber keine Neuntklässlerin. Ich kenne das Mädchen und weiß, dass der Aufsatz unmöglich von ihr sein kann. Es hat keinerlei Rechtschreibfehler und der Ausdruck klingt eher danach, als hätte ihn eine ältere Frau mit 40 Jahren Lebenserfahrung aber keine Neuntklsslerin verfasst. Die Eingabe in die Plagiatssoftware hat es auch bestätigt.

    Wie gehe ich jetzt vor? Muss ich die Note werten? Eigentlich wollte ich sie zum Gespräch bitten, ihr das Ergebnis der Plagiatsprüfung zeigen und dann auf die Reaktion warten, um ihr das Angebot zu machen den Aufsatz nochmal zu schreiben. Ich möchte mich auf keinen Fall gegenüber der Schulleitung angreifbar machen, weil die mich ohnehin auf dem Drücker hat und hasst.

    Wie würdet ihr als erfahrene Lehrkräfte mit mehrjähriger Diensterfahrung vorgehen?

    Das Learning daraus sollte sein, dass Aufsätze heute überhaupt nicht mehr Zeitgemäß sind. Woher weißt du, ob die andere nicht auch ein LLM genutzt haben, aber eben entsprechend gepromptet haben. Ich brauch nur als Vorgaben sagen, dass der Aufsatz von einer 9. Klässlerin geschrieben sein soll. Dann wärs dir gar nicht aufgefallen.

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