Beiträge von s3g4

    Ich finde deine Forderungen natürlich im Rahmen der freien Meinungsäußerung, dennoch etwas übergriffig. Religion muss nicht öffentlich zelebriert werden, aber ich finde, Radikalisierung kann deutlich leichter passieren, wenn der Glaube derart stark auf das stille Kämmerlein beschränkt wird. Zudem: Wie soll jemand zum Glauben finden, wenn die Eltern selbst nicht gläubig sind und der Glaube nirgendwo sonst stattfinden darf? Würde der Glaube gesamtgesellschaftlich dann überhaupt fortbestehen können?

    Ich habe auch einige Meinung, die nicht in die Schule trage weil die dort nichts verloren haben. Wäre es nicht übergriffig, wenn ich diese dort verbreiten würde? Das ist hier auch nix anderes.

    naja und wenn man halt nicht dazu findet, weil es nicht beworben wird? Hmm wenn was wahres dran sein sollte, dann müsste man doch automatisch drauf kommen.

    Würde er fortbestehen? Wahrscheinlich nicht, aber das wäre doch auch kein Verlust.

    Wenn deine neue SL vernünftig ist, dann beglückwünscht sie dich dazu und das war es. Ich habe es zum Glück noch nicht mit erlebt, dass es jemandem eine Schwangerschaft zum Nachteil wurde. Sollte es bei dir dann so sein, dann kann das keine Traumschule sein.

    Der Staat läßt sich den Einzug der Kirchensteuer gut von den Kirchen bezahlen. Nicht alle Kirchen, die dazu berechtigt wären, erheben übrigens Kirchensteuer.

    Was den Umstand auch nicht besser macht. So teuer scheint das ja auch nicht zu sein, sonst würden die Kirchen das ja lieber selbst machen. Der Reichtum, der angehäuft würde über Jahrhunderte ist aber eigentlich bereits ausreichend um weiter zu existieren.

    Dass Kirchen keine Steuern zahlen müssen erschließt sich mir auch nicht.

    dass man das auch mit andere Hokuspokus erreichen kann, bestreite ich gar nicht. ich habe ja auch nicht geschrieben, dass ich den konfessionellen Religionsunterricht beibehalten will, sondern, dass man nicht einfach sagen kann, Religionen haben keine Relevanz.

    Ich habe das nicht behauptet. Es gibt Religionen ja noch und auch noch reichlich Menschen, die da mitmachen. Das ist aber kein Argument für irgendwas.

    Es bleibt dann einfach die Tatsache, dass eine - diplomatisch ausgedrückt - fragwürdige Institution wie die Kirche die Inhalte des staatlichen Schulunterrichts in einem Fach diktieren darf.

    Darf sie aktuell machen und so lange der Staat bzw. das Finanzamt der Handlanger der großen christlichen Kirchen ist und derer Steuern eintreibt, so lange wird das wohl auch so bleiben.

    Hier geht es um einen Glauben, der in irgendeiner Form Millionen bzw. Milliarden von Menschen bewegt. Das kann man nicht einfach als Hokuspokus abtun

    Natürlich kann man und ich mache das auch

    Aber meines Wissen hat auch noch niemand das Gegenteil bewiesen

    genau hier liegt der Fehler. Das Gegenteil kann nicht bewiesen werden, daher kann man sich dann darauf ausruhen. Damit hast du einen tollen copingmachanism und der andere lässt es bleiben, weil das zu nix führen kann.

    Ich hatte es tatsächlich so wie Miss Othmar verstanden, also dass die Gesamtkonferenz die Aufgaben der Schulkonferenz nur dann übernimmt, wenn es weder eine Schülervertretung noch eine Elternvertretung gibt (in diesem Fall gibt es dann gar keine Schulkonferenz). Andererseits nehme ich aber mal an, dass deine SL schon alles richtig macht und nicht gegen gesetzliche Vorgaben verstößt ;) .

    Da gehe ich auch von aus. Ich kenne das von anderen beruflichen Schule im Umfeld auch nicht anders, also die werden sich ja nicht alle gegen Gesetze verschworen haben.

    Die "Therapie" (nicht bei einem Psychiater oder Psychologen, sondern auf Heilpraktiker-Ebene) ist im Prinzip abgeschlossen (es war eher ein Coaching), ich nehme aber noch ein niedrig dosiertes Antidepressivum, weil meine Ängste (wegen der ich ein 'Coaching' gemacht habe) gerade hormonell bedingt (PMS) immer mal wieder hochkommen. Das hat überhaupt nichts mit meinem Beruf zu tun (beide Examen mit Auszeichnung und keine Fehlzeiten) und beeinträchtigt dort auch nichts, aber.. naja.

    Wird schon, hoffe ich für dich. Du solltest damit relativ offen umgehen. Die Ärzte möge es gar nicht, wenn sie das Gefühl haben es wird was verheimlicht. Natürlich musst du auch nicht zu viel erzählen.

    Ich hatte zwar den Gesetzestext so verstanden, dass es auf jeden Fall eine "Schulkonferenz" geben muss (also auch an beruflichen Schulen) - nämlich sobald es entweder Elternvertreter*innen oder Schülervertreter*innen für diese Konferenz gibt (einen "Studierendenrat" habt ihr an eurer Schule ja, wie du schriebst) - und dass, wenn es keine Elternvertretung sondern nur eine Schülervertretung gibt, deren "Anteil" an der Konferenz dann eben von Schüler-/Studierendenvertreter*innen übernommen wird. Aber vielleicht habe ich das fehlinterpretiert.

    Siehe mein Beitrag #105 berufliche Schulen brauchen keine Schulkonferenz, weil diese Aufgaben die Gesamtkonferenz übernimmt.

    Also, beim schnellen Googlen habe ich jetzt für Hessen keine Ausnahmen für berufliche Schulen gefunde. Im Gegenteil, zur Zusammensetzung der Schulkonferenz ist in §2 der hessischen Konferenzordnung in Absatz 1 die Rede von "Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler oder Studierende" und in Absatz 3 heißt es konkrez für berufliche Schulen:
    "An beruflichen Schulen sind zusätzlich je zwei Vertreterinnen oder Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit beratender Stimme Mitglied der Schulkonferenz."

    Ich bin kein Hesse, aber ich würde das so lesen, dass es an beruflichen Schulen nicht nur eine Schulkonferenz gibt, sondern dass dort auch Eltern vertreten sein müssen, denn die Vertreter von Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind ja "zusätzlich".

    Genau hier steht, dass es an beruflichen Schule keine Schulkonferenz gibt:

    (9) An beruflichen Schulen werden die Aufgaben der Schulkonferenz nach §§ 129 und 130 von der
    Gesamtkonferenz wahrgenommen, wenn Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und der Schülerinnen und
    Schüler nicht Abs. 3 Satz 2 entsprechend gewählt werden können. Wenn nur die Vertreterinnen und Vertreter
    der Eltern oder die der Schülerinnen und Schüler nicht gewählt werden können, steht die Gesamtzahl der
    Sitze nach Abs. 2 den Vertreterinnen und Vertretern der gewählten Gruppe zu.

    Man stelle sich vor, dass die Religion dabei hilft, in Grenzsituationen Halt zu finden. Wenn z.B. ein naher Angehöriger im (möglicherweise ekelhaften) Sterben liegt, dann hilft es u.U. gar nicht, zu wissen, dass dieser bald keine Gehirnaktivitiät mehr hat und zu Staub zerfällt. Hingegen könnte die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod Trost spenden.

    Das kannste auch mit anderem Hokuspokus erreichen. Next.

    Darüber hinaus sind naturwissenschaftliche Erläuterungen im metaphysischen Bereich imho nicht besser (oder schlechter), als religiöse. Das betrifft nicht nur sowas Abgehobenes wie das Leben nach dem Tod, sondern auch die Frage nach der Entstehung/Wahrnehmung von Gefühlen, Geschmäckern etc. Wir scheinen irgendwie schon mehr zu sein, als unser Gehirn.

    Also ist eine falsche Antwort besser als ein ehrliches "wir wissen es nicht"?

    Wissenschaftsgläubigkeit ist im engen Sinne der Glaube daran, dass man mit wissenschaftlichen Methoden, der Erkenntnis näher kommt.

    Daran muss man nicht glauben, das kann man nachweisen.

    Im weiten Sinne ist es auch die Ablehnung sämtlicher nicht wissenschaftlich fassbarer Phänomene und deren Abwertung zu Gunsten der Verabsolutierung der eigenen Methode, die ja eben nur systemimmanente Gültigkeit besitzt.

    Weil es diese wahrscheinlich nicht gibt. Vielleicht aber doch, es wird sich aber nix ausgedacht damit man was erklärt hat was man (noch) nicht kann.

    Ich hoffe inständig, dass das heutzutage nicht mehr gar so übel ist, aber abzustreiten, es ginge im konfessionsgebundenen Religionsunterricht auch irgendwie um diesen ominösen Gott ist dann schon etwas absurd.

    Leider muss ich dich da enttäuschen. Was ich von meiner Tochter aus der Grundschule in dem Bezug mitbekomme ist oft erschreckend.

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