Beiträge von s3g4

    Ich muss auch ganz ehrlich sagen, für das Lehrergehalt sollte man ja auch nicht mehr als 35h die Woche arbeiten müssen. Das erreicht man aber leider trotz Gegenrechnen Ferien nicht wirklich (oder ich bin immer noch zu fleißig, obwohl ich schon versuche abzuknappsen was geht).

    Hmm ich denke das geht sich bei mir so ungefähr aus, vielleicht ein wenig mehr. Die 41h sinds aber nicht ganz, zumindest gefühlt.

    Bei uns nehmen reihenweise Quereinsteiger reißaus und gehen doch zurück in die Wirtschaft :wink_1:

    Vielleicht liegt dass am Gymnasium. Da würde ich auch im Leben nicht hin wollen. Wir haben Lehrkräfte fest bei uns, die vorher am Gymnasium waren. Keiner davon will jemals wieder zurück. Auch wenn wir Abordnungen vom Gymnasium bekommen, sind die Lehrkräfte immer sehr angetan.

    Kann ich so nicht unterschreiben. Ich sehe das bei vielen Freunden, die jetzt auf dem Gehaltslevel oder höher arbeiten. Die haben teilweise sogar 35-Stunden Verträge. Jede einzelne Überstunde wird dann wieder abgefeiert, oder man macht halt einfach keine Überstunden und hat einen halben Tag frei.

    Wo es in meinem Umfeld viele Überstunden gibt, sind in Beratungen. Aber dort wird trotzdem jede Überstunde aufgeschrieben (und die verdienen eben auch generell weitaus mehr).

    Kenne von mir selbst auch so. Ich hatte Netto ungefähr das gleiche Gehalt wie jetzt mit einer 35h-Woche, Gleitzeit und so weiter. Alles tariflich in einem Betrieb mit etwa 600 Mitarbeitern in Deutschland.

    Ich schon, denn ich höre es von einer ganzen Reihe von Bekannten und Verwandten genauso, wie von MarcM beschrieben. Auch im Betrieb, in dem mein Lebensgefährte arbeitet, gibt es das Wort "Überstunden" nicht; da wird einfach davon ausgegangen, dass man auch mal länger bleibt, um seine Arbeit erledigen zu können und wird - wie Marc es auch beschreibt - zumindest schief angeschaut, wenn man immer "pünktlich" Feierabend macht.

    Solche paradiesischen Zustände, wie du sie beschreibst - mit 35-Stunden-Verträgen, Abfeiern von Überstunden etc. -, habe ich seit Jahrzehnten von niemandem mehr gehört. Das kenne ich tatsächlich nur noch aus der Generation meiner Eltern. Mein Vater bspw. konnte Überstunden damals immer aufschreiben und abfeiern. Mittlerweile weht aber in dem Betrieb, in dem er arbeitete, auch ein anderer Wind...

    Dann kennst du scheinbar niemanden, der in der Metall- und Elektroindustrie arbeitet. Dort sieht der Tarifvertrag so aus.

    Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass die Arbeitsbelastung, auch jetzt nach meinem erste Jahr, deutlich geringer als in meiner alter "paradiesischen" Stellung sind. Das haben mir auch mehrere Kolleginnen und Kollegen bestätigt, die einen ähnlichen Werdegang haben wie ich.

    Das geweine über den harten Lehreralltag habe ich bisher immer nur von Personen gehört, die nie in einem anderen Beruf gearbeitet haben.

    2. Habe ich direkt eine Klassenleitung aufgedrückt bekommen. Die Entlastung dafür ist ein Witz (0,5)... Ich komme hier locker auf 5 Stunden zusätzlich pro Woche.

    Wow, ich hätte auch gerne Entlastung für meine Klassenleitung.

    Inhaltlich: die zwei "gesetzten" Fächer bringen dir vielleicht Spass aber keine Stelle. Die anderen zwei wiederum bringen dir eine Stelle ;)

    Wenn man dann für Mathe oder Physik eingestellt wird, dann wird man dort auch mehrheitlich eingesetzt. Da bringen die schönen anderen Fächer auch nix.


    Ich würde dem TE auch zu Mathe und Physik raten. Wegen mir noch eines der anderen Fächer dazu, fürn Spaß.

    Ich fahre mit der PKV als Angestellte nicht so schlecht - aber ich glaube, im nächsten Leben würde ich das über eine Zusatzversicherung machen.

    Als Angestellter würde ich niemals in die PKV gehen. Das bisschen Mehrleistung und vielleicht ein wenig weniger Beitrag (wobei im Alter wirds dann richtig teuer bzw. man muss den Absprung zeitig schaffen) wiegt den Papierkram und die Diskussionen mit der Beihilfe nicht auf.

    Ich habe es durchgezogen.

    Erste und wichtige Kritik: Warum gibt es keinen Auswahlpunkt "Diplomlehrer für ..." als Abschluss. Noch hüpfen ein paar "alte DDR-Lehrer" in Deutschland herum. Und auf meinen Abschluss bin ich stolz.

    Es gibt auch in den alten Bundeländern diplomierte Lehrkräfte (keine Quereinsteiger) ;)

    Genauso ist es mir auch ergangen... Ich fand auch viele Formulierungen ziemlich seltsam "Schule macht beschämende Dinge"??? - Was soll das bedeuten?

    Und das mit dem Geschlecht - Alter ist mir komisch vorgekommen, sowie die Wiederholungen auf derselben Seite...

    Ich habe abgebrochen.

    Habe auch abgebrochen, es kamen einige Fragen sogar doppelt und dreifach mit der gleichen Formulierung.

    Edit: eigentlich hast du doch genau dieselben Erfahrungen, nur mit Studienseminar und Schulamt, oder?

    Hm also ich kann zum Schulamt/Ministerium nicht viel negatives Berichten. Es wird halt immer geweint alles zu teuer und wir haben keine Stellen mehr, aber irgendwie bekommt man dann doch mehr oder weniger was man möchte.

    Studienseminar war eine merkwürdige Welt, aber ich habe mich auf die Personen auch nicht eingelassen. Die interessieren mich einfach nicht.

    Edit: Ich kenne solche Mails eher aus Kollegen-kreisen. Die KollegInnen, die immer auf „allen antworten“ klicken und so munter eine Diskussion führen, die dann alle 130 Lehrkräfte mit verfolgen dürfen.

    Das kenne ich sehr gut und erinnert mich immer an Personen, deren Unterhaltung mit Absicht so laut geführt werden dass jeder sie mithören muss. Egal ob gewollt oder nicht. Finde ich sehr unangenehm.

    Interessant, das kenne ich nicht. Wenn unsere im Praktikum sind, dann besuche ich alle oder erteile Vertretung. Die Wochenstundenzahl wird sehr genau eingehalten. Wo ist denn sowas geregelt?

    Edit: und bei Prüfungen hat man doch Aufsicht und korrigiert anschließend?

    Aber nicht jede Lehrkraft besucht auch Schüler im Praktikum. Bei uns laufen die Stunden statisch durch, aber wir haben auch nicht sonderlich viele Praktika. Auch bei Prüfungen und Abschlussklassen werden keine Stunden abgezogen. Die Minderarbeit betrifft hier nur ein paar Wochen. Da macht man meistens anderes in der Schule, gibt ja immer was was liegen geblieben ist.

    Klassenregeln sind auch Ausdruck individueller Grenzen, denen man sich bewusstwerden darf, man muss aber nicht darüber hinaus gehen. S3g4 sagt, seine Regeln wären die einzig richtigen.

    Habe ich nie behauptet, ich habe nur meinen Ärger über diese Einstellung kund getan. Tut mir leid, dass nicht alle deiner Meinung sind.

    Vielleicht kannst du, s3g4, dann besser verstehen, dass Menschen verschieden erzogen wurden und entsprechend unterschiedliche Grenzen haben? Wenn nicht, dann halt nicht

    Zitat von Dein eigener Link

    Limburg (dpa/tmn) - Früher galt: Der Hut oder die Kappe wird als Zeichen der Höflichkeit abgesetzt, sobald man einen Raum betritt. Das ist heute immer noch so - es sei denn, die Kopfbedeckung ist nicht unbedingt Schutz vor dem Wetter, sondern komplettiert nur als Modeaccessoire das Outfit.

    Ich lasse das mal unkommentiert.

    P.s.: auch wenn wir Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind, haben wir keine Pflicht zum Konservatismus. In der Schule eher das Gegenteil.

    Was soll dann sein? Ich zieh mir auf alle Fälle keinen Schlapphut ins Gesicht.

    Klar sind Regeln Aushandlungssache, aber es gibt eben Grenzen. Deine ist vielleicht da erreicht, wenn jemand auf den Boden rotzen würde, aber ich bin ganz sicher, dass auch du Grenzen hast.

    Du verstehst es halt nicht. Natürlich soll niemand in den Klassenraum spucken, ich weiß aber nicht was das mit der Kleidung zu tun. Aber ich denke hier liegt auch dein Verständnis Problem.

    Mir solls egal sein, ich mache was ich möchte und du auch. Ich halte mich halt nicht mit Nichtigkeiten auf.

    Und wenn's so wäre, sind wir keine Teilnehmenden im Schultag? Mich stört Kaugummikauen z.B. nicht, andere Kolleginnen finden es unhöflich, in sie an wiederkäuende Mäuler gemahnende Münder zu schauen.

    jo und so hat jeder andere auch seine Befindlichkeiten. Was ist denn, wenn der Klasse dein Outfit nicht gefällt oder die Frisur als ablenkend empfunden wird?

    Diese ganzen Argumente, die hier aufgezählt (wahrscheinlich einfach von anderen übernommen wurden, weil dies in der Schule schon immer so war) existieren nur im Mikrokosmos der (Allgemeinbildenden-)Schule. Sicher gibt es auch Arbeitsplätze mit ein Dresscode, der wird den Angestellten entsprechend kommuniziert. In der Schule gibt, meiner Meinung nach, aber keine Notwendigkeit dafür. Gleiches gilt auch für Toilettengänge, Trinkflaschen und weitere Sachen, die viele Lehrkräfte unreflektiert als no-go im Unterricht empfinden.

    Ich habe keine Lust, darüber auch noch zu diskutieren. Ich erkläre, dass derartige Bekleidung auf mich wirkt, als sei nan noch nicht angekommen, und dass ich das den übrigen Anwesenden gegenüber unhöflich finde.

    Das reicht für die meisten und sie nehmen die Kappe ab.

    Ich erwarte, dass die Klamotten ab und an eine Waschmaschine von innen sehen und nicht stinken. Wenn die da in der Badehose oder im Skioverall sitzen möchten …

    Also geht es dabei nur um deine Befindlichkeiten. Ich habe wirklich keine Ahnung was das mit Unterricht oder Erziehungsauftrag zu tun hat. Ich hatte bei dem Thema schon hitzige Diskussionen im Seminar damals. OK ich komme aus dem technischen Bereich, aber ich habe noch nie im betrieblichen Umfeld erlebt, dass sich jemand über eine Kappe oder Mütze aufgeregt hat. Das kam immer nur von Leuten, die keinen Kontakt zur betrieblichen Arbeitswelt haben.

    Bei mir kann getragen werden was gefällt. Wenn ich Mal ins Labor oder Werkstatt gehen, dann muss sich entsprechend an die Sicherheit gehalten und der Look angepasst werden. Ansonsten steht es mir nicht zu, über das Aussehen anderer zu urteilen.

    Da habe ich bei Lehrkräften schon weitaus schlimmere modische Verfehlungen gesehen.

    Wir haben aber tatsächlich mehrere Kolleg*innen, die die berufliche Fachrichtung "Bautechnik" plus ein Unterrichtsfach studiert haben.

    Und - wie gesagt - Lehrkräfte aus dem allgemeinbildenden/Gymnasialbereich haben wir nur ganz wenige.

    Bautechnik ist kein typisches Mangelfach, da gibt zwar auch nicht soviele Lehrkräfte, aber der Bedarf ist auch nicht sehr hoch. Vielleicht ist deine Schule auch sehr beliebt, sodass hier viele hin wollen.

    Fachpraxislehrer: Industriemeister o.Ä. mit nur einem Fach und speziellen Ref (glaube, mehr Stunden an der Schule und leicht bessere Bezahlung). Danach keine Verbeamtung und entsprechend schlechtere Bedingungen was das finanzielle angeht. Offiziell dürfen sie auch nur Werkstattunterricht o.Ä. erteilen. Inoffiziell machen sie wegen des massiven Lehrermangels alles, weshalb die finanzielle Schlechterstellung auch eine absolute Frechheit ist.

    vielleicht sollten die nach Hessen kommen. Hier werden die Fachpraxis Lehrkräfte verbeamtet. Fangen zwar nur bei A10 an, aber A11 ist Regelbeförderung.

    Öhm, nein, nicht dass ich wüsste. In NDS gibt es m. E. nur die Möglichkeit, über den Quereinstieg in den Schuldienst zu kommen. Oder was genau meinst du?

    Es gibt bei uns mehrere Möglichkeiten: QuiV Quereinstieg in den Vorbereitungdienst, QuiS Quereinstieg in den Schuldienst (so was wie OBAS), QuEM Quereinstieg im Bereich Informatik, Metall- und Elektrotechnik (auch wie OBAS, keine Ahnung wieso das anders heißt), Direkteinstieg mit passendem Studium (nur TV-H).

    BTW: In meiner Abteilung "Wirtschaft und Verwaltung" gibt es unter den ca. 40 KuK überhaupt keine Kolleg*innen, die nicht das Lehramt BBS mit dem Schwerpunkt Wirtschaft(swissenschaften) studiert haben.

    In Wirtschaft und Verwaltung gibt es auch keinen Mangel an Lehramtstudenten, daher kann der Bedarf auch mit diesen gedeckt werden.

    Hier ist es aber üblich, schon in Klasse 1-3 mit der ersten Fahrt zu beginnen, da haben noch einige Kinder Heimweh. Dann gibt's in der 4 eine Abschlussfahrt (mit Kindern, die man eh nie wieder sieht) in der 5 dann eine Kennenlernfahrt etc. mit Schule hat das nichts zu tun.

    Ich verstehe nicht wieso das nichts mit Schule zu tun hat.

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