Keine Schulleitung aber mal die Sicht eines "durschnittlichen Performers". Mich drängt es momentan eher zum unteren Drittel als zum oberen Drittel. ganz einfach, weil ich zumindest das Gefühl habe, dass das obere Drittel schon gefüllt ist und es dort ein gewissen "Halo"-Effect gibt, sodass jeder Handschlag von diesen von der Schulleitung grundsätzlich positiver aufgenommen wird, als wenn ein anderer Kollege diesen Handschlag machen würde. Daher habe ich zumindest aufgehört ins obere Drittel zu streben und gemerkt, dass es recht gemütlich ist, sich am Rand zum unteren Drittel aufzuhalten. Was meine ich damit. Ich tue meinen Job so gut, dass ich mich zum einen im "rechtlichen" Rahmen befinde (sprich Dienst nach Vorschrift) und zum anderen noch ruhig schlafen zu können, sodass ich nicht das Gefühl habe anderen zur Last zu fallen. Beispielsweise helfe ich am Ende einer Veranstaltung noch mit aufzuräumen, werde aber einen Teufel tun bei jeder zusatzaufgabe "hier und ja" zu schreien.
Ein weiteres Problem ist "die gefühlte Arbeitszeit". Ich tracke persönlich nicht meine Arbeitszzeit und versuch Sie einfach nur grob nach Gefühl einzuhalten. Und da kommt dann jede zusätzliche Aufgabe vor wie unbezahlte Überstunden machen.
Was könnte mich dazu bewegen, wieder mehr zu tun? Gute Frage. Vermutlich nur durch Dinge, die man innerhalb der einzelnen Schule nicht zu verantworten hat. Beispielsweise eine deutliche Entlastung hinsichtlich administrativer "nebenaufgaben" und inklusion, sodass man Puffer hat, um zusätzlich Dinge zu tun, die einem auch selbst spaß machen oder zumindest, dass man nicht das gefühl hat "und das soll ich zusätzlich auch noch machen?" Hier wäre es nötig einen konkreten Arbeitszeitnachweis zu haben. Ich glaube ich würde motivierter Zusatzaufgaben warnehmen, wenn ich wüsste, dass ich in den letzten Monaten "zu wenig" gearbeitet habe.
Wenn du aber konkrete Vorschläge willst, die man als Schulleitung umsetzen könnte. Dann wäre es ein Anfang Dinge wertzuschätzen, die von Personen gemacht werden, die nicht im oberen Drittel schwimmen und noch besser ist es diese Einteilung gedanklich erst garnicht zu äußern. Wie hier schon einige geschrieben haben, kann man als Schulleitung nicht hinter jedem Kopf sehen und sieht nur dass die eine Person mehr zusätzlich macht als die andere. Das die Andere evtl komplett andere "Probleme" hat als die erstere (Beispielsweise kürze Dienstzeit und daher braucht man länger um Unterricht vorzubereiten oder einfach nur schwierige Lerngruppen, die den persönlichen Akku einfach mehr Aufbrauchen, ganz zu schweigen von den unterrichteten Fächern, die unterschiedlich Zeit veranschlagen)