Beiträge von schaff

    Geordnet habe ich immer nach Fach -> Jahrgang -> Thema -> Art. Das ist in Mathe relativ einfach.
    Durch verschiedene Lehrplanreformen haben sich die Inhalte in Ek, Ge, Bio, WiInf oder Technik jedoch immer wieder verschoben und die Suche wurde aufwändiger. Wie schon von anderen erwähnt, hat die Kistensortierung auch den Vorteil, dass sich ABs und Anschauungsmaterialien, folierte Spielkarten, Puzzles, Fachartikel etcpp an einem Ort befinden.

    So ist es bei mir auch digital geordnet. Wie gesagt genauso wie ich es analog geordnet hätte.

    Anschauungsmaterial haben wir in der Schule in der Fachschaft, sodass ich da auch zuhause nichts lagern muss.

    Hast du dazu dann auch ein System, mit welchem du deine Dateien bezeichnest, ordnest und verschlagwortest - um sie bei Bedarf schnell wieder zu finden? Auch das benötigt (Lebens-)Zeit. Ich nehm' den Stapel Papier aus meinem Karton, lege ihn auf die Tischkante, hebe eine Seite mit dem Daumen an und lass das als "Daumenkino" durchsausen. So schnell hast du deinen Rechner noch gar nicht hochgefahren - oder läuft der bei dir 24/7 ?.
    Der Vorteil der Digitalisierung wird imho - und nach eigenen Erfahrungen - überschätzt.

    Ja natürlich habe ich ein System. Genau das gleiche System welches ich hätte, wenn ich analog vorgehen würde. Der einzige Unterschied ist, dass ich eine Schrankwand frei habe, die ich mit anderen Dingen zumüllen dekorieren kann. Dank KI kann ich diese dinge jetzt sogar vermüftig inhaltlich durchsuchen (Auch, wenn ich das bisher nur einmal zu testzwecken gemacht habe).

    Weiterhin arbeiten wir in der Schule verstärkt mit OneNote. Da habe ich inzwischen für die meisten Klassenstufen eigene "Bücher". Die muss ich nur kopieren und hab schon den großteil des Jahres vorbereitet und muss diese dann nur noch Punktuell abändern bzw. an den Bedürfnissen der Schüler anpassen.

    Und ich bereite in der Regel immer Wochenweise meinen Unterricht vor. Da tun die 20sec des Hochfahrens nicht weh ;)

    Es ist schwierig, die alten Sachen anders abzulegen, alles zu digitalisieren wäre eine Mammut-Aufgabe.

    Fang doch einfach damit an alles neue direkt zu digitalisieren bzw. immer nur die Sachen zu digitalisieren, die auch auch im Moment brauchst. Ist jetzt natürlich keine Ferienaufgabe mehr aber so wird der Berg sukzessive kleiner ohne direkt vor der Masse in Ohnmacht zu fallen

    Ich besitze einfach nichts, was ich Analog wegsortieren müsste. Bei mir ist alles Digital erstellt und wird auch digital ausgeteilt (Klausuren und Geometriezettel außen vor) Aber diese werden direkt an die Schuldrucker geschickt, ausgedruckt und garnicht erst mit nach hause genommen. Meine Analogen Schulbücher habe ich nach dem Ref der Schulbibliothek gespendet. An der Stelle sei gesagt, dass jeder Schüler ein Ipad hat, an dem Sie arbeiten. Analoge Zettel sollen auch direkt von denen, nach bearbeitung, digitalisiert werden, sodass ich auch keine Hefte einsammeln muss, sondern diese bequem von zuhause abrufen kann.

    Es ist schon interessant, wie das Thema Gehälter im öffentlichen Dienst immer wieder auf dieselben Punkte zurückkommt: Inflation, BIP, Staatseinnahmen... Was dabei oft übersehen wird, ist, dass die Bezahlung der Beamten laut Grundsatz der „amtsangemessenen Alimentation“ eigentlich stabil bleiben soll, selbst wenn die Staatseinnahmen mal geringer ausfallen. Natürlich merkt man im Alltag schnell, dass das nicht immer wirklich so funktioniert, gerade wenn Gehaltserhöhungen kaum die steigenden Lebenshaltungskosten auffangen. Aus meinem Umfeld höre ich oft, dass trotz kleiner Lohnerhöhungen am Ende des Monats nicht wirklich mehr Geld übrig bleibt. Das macht die Verhandlungen für die nächsten Tarifrunden nicht gerade einfacher, vor allem für die, die wirklich auf den Mehrwert angewiesen sind. Trotzdem kann man hoffen, dass der soziale Dialog mit der Zeit realistischer wird.

    Auch wenn mehr Geld immer schmeckt. Seh ich die Tarifverhandlungen nicht dazu da, dass ich am Ende MEHR raus habe. Sondern, dass ich Inflations und Steuerbedingt das gleiche raus habe. Bzw. diverse Missstände innerhalb der Berufsgruppe besprochen werden. Wenn ich persönlich mehr haben will als andere, dann ist das erstmal mein Problem, welches ich in einer privaten Verhandlung mit dem Geldgeber aus mache (oder mich in unserem Kontext entsprechend Befördern lasse.)

    Einsichtnahme darfst du nehmen. Der Erkenntnissgewinn daraus wird vermutlich nur maginal sein. Die Fragen sollte sie ja noch kennen. Und daran kann man ja auch Arbeiten (wohlgemerkt dass sie ja nicht die gleiche Prüfung erneut vorgesetzt bekommt)


    Das Protokoll des Prüfungsgesprächs beinhaltet ja auch nur die Fragen und ihre Antworten. Eine Wertung steht dort nicht drin. Da der zweite Teil ja auch ein dynamisches Gespräch sein soll, wird dir der Erwartungshorizont der dort für den beispielhaften Gesprächsablauf beigeheftet wird nicht viel bringen.

    Und wenn sie nicht allzu dumm gewesen sind wird bei der Urteilsbegründung auch nicht viel herauszulesen sein, da diese in der Regel aus (standarisierten) Satzbausteinen besteht, die zur Note passen.

    Wir haben das so geregelt, dass am ersten Tag Distanzlernen für alle nicht an der prüfung beteiligten Schüler und Lehrer ist und wir versuchen nach jedem dreierblock die Notenbegründungen zu verschriftlichen, sodass sich das nach der letzten Prüfung nicht bis ewig spät hinzieht. Die Prüfungen am nächsten Tag fangen auch um 8 Uhr an, der reguläre Schulbetrieb läuft aber nebenher, die Lehrer die Prüfeb aber eigentlich unterrichten müssten werden vertreten, sodass es nicht zwei lange Tage werden.

    Für den Jobeinstieg mag das ggf. noch eine Rolle spielen, aber spätestens nach 10 Jahren im Beruf sollten andere Faktoren Einfluss auf die Vergütung haben - so auch bei Beamten (m/w/d). Daher sehe ich nicht, warum ein Beamter (m/w/d) unbedingt genauso viel verdienen müsse als jemand mit vergleichbarer Qualifikation. Wir haben ja gerade bei jungen Menschen das Problem, dass sie denken, sie müssen studieren, um später gutes Geld zu verdienen. Anforderungsgrad und gesellschaftliche Relevanz machen sich jedoch nicht alleine an der Qualifikation fest. Von der Leistungsfähigkeit auf Individualebene mal ganz abgesehen. Ein Beamter (m/w/d) kann genauso viel verdienen wie jemand mit vergleichbarer Qualifikation - ich habe jedoch ein Problem damit, hieraus eine Erwartungshaltung abzuleiten.

    Du brauchst aber eine gesellschaftlich anerkannte Vergleichsgruppe/Metrik, damit du vergleichen kannst. Eine allgemein anerkannte ist es über die Ausbildungshöhe/tiefe zu gehen. Ansonsten kannst du dir die ganze Debatte sparen, weil jeder von uns unterschiedlich ist und eine ander Vita hat und am Ende kannst du nur dein eigenes Gehalt mit deinem eigenen Gehalt vergleichen und kommst zum Schluss, dass du Fair bezahlt wirst, weil du genausoviel verdienst wie du.


    Natürlich habe ich eine grundlegende Erwartungshaltung, dass wenn die Ausbildung länger oder schwieriger ist, ich das am Ende entweder durch gesellschaftliche Anerkennung oder auf meinem Bankkonto sehe.

    Natürlich gibt es per se keinen kausalen zusammenhang zwischen Ausbildung und späteren Gehalt.


    Trotzdem entsteht gerade durch so solche Gegenbeispiele die Missgunst gegenüber andere Personen. Für den großteil der Bevölkerung ist es akzeptabel, dass eine Person mehr verdient als eine andere, wenn die Ausbildung "höherwertiger" ist (Oder zumindest in der Gesellschaft "Wichtiger" ist).

    Ein Problem entsteht dann, wenn eben der Influenzer ohne nennenswerte Kenntnisse/Ausbildung mehr verdient als eine Person, die diese eben in Ihrer Vite stehen hat. (Deswegen gibt es ja da berechtigte Debatte um Pflegekräfte, die Trotz hartem Job und Ausbildung wenig verdienen.


    Jetzt wird aber der Median/Durschnitt der Beamtengehälter genommen und verglichen mit dem Median/Durchschnitt aller Berufsgruppen bzw Gehälter in Deutschland. Wobei letztere eben nicht in der Masse studiert haben bzw. ein Studium als Voraussetzung haben. Das Gehalt eines A6-7 Beamten ist zuvergleichen mit dem eines Gesellen. Genauso wie das Gehalt eines A13 Beamten zu vergleichen ist mit den Berufsgruppen die im vergleichbaren höheren Dienst arbeiten (Manager etc)

    Ich habe mit diesen Prüfungen zwar nicht direkt etwas zu tun (unterrichte am BK), aber ich spüre die Auswirkungen von "Im Zweifel für den Schüler". Von den Schülern, die zu uns in die Höhere Handelsschule mit der mittleren Reife kommen, kann kaum noch jemand Prozentrechnung. Statt Grundwert 10 / 100 rechnen die alle nur noch Grundwert * 0,1. Sie beherrschen den üblichen Dreisatz nicht. Vielleicht ein oder zwei Schüler in einer Klasse können noch richtige Prozentrechnung.

    Von da her ist für mich bei der obigen Aufgabenstellung völlig klar, dass B2/C2 falsch ist. Im besten Falle unvollständig. Es sei denn, die Aufgabe sollte mit einer Tabellenkalkulation gelöst werden UND die Zelle C2 ist als Prozent formatiert. Dann wäre B2/C2 absolut korrekt.

    Das ist aber doch genau der Sinn, dass nicht zwingend ein bestimmter Rechenweg gefordert wird bei der Kompetenzorientierung. Und solange der Schüler einen korrekten mathematischen Weg aufzeigt (der nicht zufällig nur bei dieser Aufgabe funktioniert) bin ich damit fein. Und wenn die Aufgabenstellung da nicht genau genug ist, seh ich es nicht ein. Punkte abzuziehen, nur weil der Schüler nicht meinen gedachten Weg genommen hat. Da musste ich mir in selbst gestellten Klausuren auch hin und wieder an die Nase fassen, weil ich nicht aufgepasst habe und beispielsweise nur den Operator "gib an" genutzt habe, obwohl ich einen Rechenweg haben wollte.

    Wie geht das denn, wenn z. B. nach einer Formel gefragt wird? Da gibt’s doch unendlich viele falsche Antworten 😉.

    Habe inzwischen in die MSA prüfung schauen können. Jetzt kann ich auch deine Verwunderung verstehen. Bei der EESA musste man nur enkreuzen, ob eine Formel dafür geeignet ist. Dort wurde keine Freitextantwort gefordert

    Bei den EESA aufgaben ist explizit angegeben, welche Antworten falsch sind und welche richtig. Im zweifel würde ich aber für den Schüler pledieren und G/10 als richtig werten.


    DIe EESA-Aufgaben fand ich im Grundegenommen fair. Ein-zwei Fallstricke aber ansonsten eigentlich ganz dankbar.

    WIr nutzen Anton an unserer Schule (über fast alle Fächer hinweg). Im Grundegenommen eine nette Sache. Manchmal frustierend für die Schüler, wenn eine Aufgabe "richtig" gelöst wurde, aber das Programm sagt, dass sie falsch ist, weil Sytaxfehler gemacht wurden. in den unteren Stufen funktioniert das auch ganz gut bei den oberen Stufen muss man schauen, dass die Schüler auch alles beantworten können (Manchmal setzt das Programm dinge voraus, die man im Unterricht noch nicht zwingend behandelt hat oder hat andere Schreibweisen)

    Ich habe gerade nur die Prüfung für den EESA hier liegen. Und da haben wir andere Aufgaben. Sagt der Erwartungshorizont denn explizit, dass die Antwortmöglichkeit falsch ist? Ich würde Sie pauschal aber als richtig werten (Solange aus der Aufgabenbeschreibung nicht explizit hervorgeht, dass der Prozentsatz variable sein soll.

    Das ganze ist doch Jacke wie Hose. Wenn Beamte in die Rente überfürt werden muss der AG (in dem Fall das Land/der Staat) auch die Arbeitnehmeranteile zahlen und wenn er keine klagenriskieren will muss er auch allen Beamten einen höheren Bruttolohn zahlen, da es sonst einer massiven kürzung des Lohns zur folge hätte.


    Wenn dann am Ende auch noch die Beamten aus diesem Topf ihre Rente/Pension beziehen, dann haben wir das Problem einfach nur x Jahre in die Zukunft verschoben. Das System trägt sich einfach nicht, da ist es egal, ob jetzt schon 30 Millionen einzahlen und mehr am Ende rausgenommen wird oder ob 35 Millionen einzahlen und am Ende mehr rausgenommen wird.


    Unterm Strich führt das ganze nur dazu, dass es mehr Menschen gleich schlecht geht.

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