Für den Jobeinstieg mag das ggf. noch eine Rolle spielen, aber spätestens nach 10 Jahren im Beruf sollten andere Faktoren Einfluss auf die Vergütung haben - so auch bei Beamten (m/w/d). Daher sehe ich nicht, warum ein Beamter (m/w/d) unbedingt genauso viel verdienen müsse als jemand mit vergleichbarer Qualifikation. Wir haben ja gerade bei jungen Menschen das Problem, dass sie denken, sie müssen studieren, um später gutes Geld zu verdienen. Anforderungsgrad und gesellschaftliche Relevanz machen sich jedoch nicht alleine an der Qualifikation fest. Von der Leistungsfähigkeit auf Individualebene mal ganz abgesehen. Ein Beamter (m/w/d) kann genauso viel verdienen wie jemand mit vergleichbarer Qualifikation - ich habe jedoch ein Problem damit, hieraus eine Erwartungshaltung abzuleiten.
Du brauchst aber eine gesellschaftlich anerkannte Vergleichsgruppe/Metrik, damit du vergleichen kannst. Eine allgemein anerkannte ist es über die Ausbildungshöhe/tiefe zu gehen. Ansonsten kannst du dir die ganze Debatte sparen, weil jeder von uns unterschiedlich ist und eine ander Vita hat und am Ende kannst du nur dein eigenes Gehalt mit deinem eigenen Gehalt vergleichen und kommst zum Schluss, dass du Fair bezahlt wirst, weil du genausoviel verdienst wie du.
Natürlich habe ich eine grundlegende Erwartungshaltung, dass wenn die Ausbildung länger oder schwieriger ist, ich das am Ende entweder durch gesellschaftliche Anerkennung oder auf meinem Bankkonto sehe.