Beiträge von Conni

    Ich hab gestern Abend auch damit angefangen, aber dann wurde detailliert nach der persönlichen Arbeitszeit gefragt. Wenn man da nicht zufällig penibel Buch drüber führt, kann man das nicht ausfüllen (oder man muss halt raten, aber was soll dann die Umfrage).

    Da ist unser Kalender mit der Monatsübersicht ja doch zu etwas gut gewesen. :pfeifen:

    Mir hat übrigens ein Schüler heute beigebracht, dass Entscheidungsfragen nicht Ja-Nein-Fragen heißen, sondern Ja-Nein-Vielleicht-Fragen. Mir fehlte bei der Frage, ob man nochmal Lehrer werden würde, die "vielleicht"-Auswahl.

    Genau, die Kinder arbeiten in Gruppen zusammen. Allerdings sind die Gruppen schon vorher festgelegt, weil 3 i-Kinder in der Klasse sind.
    Zumindest gibt mir die vorab gestaltete Gruppenzusammensetzung mehr Sicherheit - es ist schon immer sehr schwierig in
    einer völlig fremden Klasse zu arbeiten :/ Deine Idee finde ich trotzdem sehr gut & evtl. kann ich das in einer anderen Art und Weise umsetzen.

    Zum Zitieren klickst du auf den grünen Stift unten am Thema und dann unter dem letzten Beitrag auf "Antworten".
    Es erscheint dann der ganze Beitrag zitiert.
    Du könntest auch bei festgelegten Gruppen das Puzzle einbeziehen. Vielleicht hast du ja noch etwas, was ausgerechnet werden soll und das du als Bild darstellen kannst, um schon einen Bezug zu den Sachaufgaben herzustellen. (Eisstand, 1 Eiskugel 1,20 € - Eisbärenfütterung 10 Uhr - Schild z.B. mit der Aufschrift "Tiger aus Indien, Gewicht bis zu ... kg")
    Ich finde es gut, dass du den Kindern auch die Orientierung gibst, das ist gerade an der Grundschule noch wichtig. Ich muss meinen Drittklässlern auch hin und wieder erklären, warum über einer Aufgabe Text steht und dass man ihn lesen soll, weil er die Aufgabe beschreibt. Das musst du im Referendariat dann leider anders machen. (Bei uns war das übrigens nicht verpönt. Uns wurde es von unserer Hauptseminarleiterin sogar so beigebracht: Aufgabe erklären und möglichst an der Tafel oder auf dem Aufgabenblatt oder der Stationskarte visualisieren - ein schnell begreifendes Kind wiederholen lassen - (u.a. noch ein Kind, das eher schneller erfasst, wiederholen lassen) - 2 Kinder, die etwas länger brauchen, wiederholen lassen. Sie war immer hocherfreut, wenn wir es genauso umsetzten.


    Und dann muss man auch noch das machen, was der Fachleiter gerne möchte :D (insbesondere ganz viel Offenheit und einen Einstieg, in dem die Kids das Thema quasi selbst in Erfahrung bringen... :D )

    OMG!
    Es erschreckt mich. Die erste Frage einiger meiner Schüler morgens: "Was machen wir heute?" oder "Was machen wir in Deutsch? Welches Heft brauchen wir?"
    Ich habe Fortbildungen besucht, die ich sehr hilfreich fand. Da wurde gesagt, dass jedes Konzept 3 Kernbedürfnisse befriedigen sollte: Autonomie - Beziehung - Orientierung; bei Kindern ist manchmal die Reihenfolge wichtig, und zwar umgekehrt: Orientierung --> Beziehung --> Autonomie. Herausfinden, was das Thema der Stunde ist, befriedigt die Autonomie. Das ist ganz wunderbar und mir gefällt es immer sehr gut, wenn meine Schüler selbstständig sind und alleine etwas wissen oder herausfinden. Aber wenn ich es mal wieder zu toll finde, wie selbstständig sie ja schon sind und sie ganz ganz doll autonom sein lasse, dann holen sie mich auf den Boden der Tatsachen zurück, indem ich mindestens 8mal gefragt werde: "Was machen wir heute?" - "Welches Heft brauchen wir?" - "Welches Datum schreiben wir?" - "Welchen Stift soll ich nehmen?" Sie fragen das, auch wenn sie die Antwort eigentlich wissen. Ich habe es nicht geschafft, ihnen das abzutrainieren. Ich akzeptiere es daher mittlerweise als Hinweis darauf, dass ich zu wenig Orientierung gegeben habe.

    Arbeiten die Kinder zufällig in Gruppen zusammen?

    Falls ja, könntest du die Gruppen mit Hilfe von Gruppenpuzzlen verteilen: Bilder verschiedener, schnell und deutlich unterscheidbarer Zootiere (Tiger, Bär, Pinguin, Giraffe, Papagei, Krokodil...) in 4 bis 5 Teile zerschneiden. Zusätzlich würde ich eine Abbildung einer Eintrittskarte mit Preis (oder einer Preisliste, auf der auch ein Gruppenpreis für Klassen abgebildet und vielleicht markiert ist) in Teile schneiden. Alle Teile (laminiert, dann sind sie wiederverwendbar) in einen Beutel - jedes Kind zieht ein Teil und die Gruppen finden sich zusammen. Jede Gruppe könnte sagen, welches Tier sie gepuzzlet haben und einen Tipp über das Thema der Stunde abgeben. Am Schluss nimmst du die Gruppe mit der Eintrittskarte / Preisliste dran.

    Allerdings handelt es sich hierbei um eine Seminarübungsstunde (bin noch Referendarin) und ich kenne die Klasse nicht.
    Hab es der Lehrkraft dementsprechend auch vorgeschlagen, aber sie zeigt daran leider kein Interesse.

    Du arme Socke! :staun:
    Mit einer unbekannten Klasse? Wie gemein.
    Ich denke nochmal nach und schreibe nochmal, falls mich die Referendariats-Kreativitäts-Muse küssen sollte.

    1. Vorschlag: Hang-Man mit dem Wort Zoobesuch spielen.
    2. Vorschlag: Das Wort "Zoobesuch" über Zahlen kodieren: 26-15-15-2-5-19-21-3-8 und entschlüsseln lassen. Alternativ ein paar übliche Zootiere.

    Ganz im Ernst: Das einzige, was ich mir als wirklich motivierend vorstellen könnte, wäre ein tatsächlich angesetzter Zoobesuch, auf den sich die Klasse vorbereitet.
    Ich als Schülerin fände es langweilig, wenn ich keine Klarheit über das Stundenthema bekomme, sondern dies erstmal noch selber herausfinden soll. Ich würde mich den Rest der Stunde nicht melden und aus dem Fenster schauen, um dir zu zeigen, dass ich auf Hellsehunterricht keinen Wert lege. In der 4. Klasse war ich eventuell sogar schon in meinem maximal-zickigen Alter (vielleicht auch erst in der 5.?), in dem ich mich bei bestimmten Herleitungen (die ich "zu simpel und vorhersehbar-an-den-Haaren-herbeigezogen" fand) fleißig gemeldet und bewusst falsche Antworten gegeben habe, um dem Lehrer dann zu erklären, dass er genau das gerade beschrieben hat.

    Als Lehrerin würde ich - wenn es nun genau dieses Thema sein soll - damit einsteigen, dass eine Klasse (oder 2 größere Familien gemeinsam) einen Zoobesuch plant (planen) und gewisse Fragen vorher geklärt werden sollen.

    Deswegen, endlich, zum Kern des Ganzen: Ist es möglich an Grundschulen als "normaler" Grundschullehrer zu unterrichten, auch wenn man Lehramt für sonderpädagogische Förderung studiert hat? (Mit dem Gehalt eines Grundschullehrers natürlich, auch wenn ich diese Ungleich-Bezahlung für ungerechtfertigt halte) Es geht in diesem Fall vor allem um NRW, aber Rheinland-Pfalz interessiert mich auch. :)

    Ich schließe mich sillaine an: Im Moment ändert sich alles in rasender Geschwindigkeit. Niemand kann dir sagen, wie es in 2 oder 5 Jahren aussehen wird.
    In Berlin sind einfach mal die Stunden für die sonderpädagogische Förderung gekürzt worden: Von 5 auf 2,5 für LE, SP und ES z.B. Dann wurden die Stunden pro Schule "gedeckelt". D.h., die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf bekommen ihre 2 Stunden, wenn sie in einer Gruppe aus 2 bis 3 Schülern gefördert werden. Sie müssen damit aus dem Unterricht genommen werden, wenn man die Kinder mit Förderbedarf auf mehrere Klassen verteilt. Unsere Sonderpädagogen haben aber einen Klassenraum und ein kleines Zimmer nur für die Förderung (+LRS), sodass die Kinder zu ihnen gehen.

    Dabei ist mir vor allem aufgefallen, dass es ca. 5 Schüler gibt, die keine Ahnung haben wie sie vorgehen sollen. Ich habe es versucht anhand von Wendeplätchen und einer Abbildung dazu den Schülern an ihrem Platz zu erklären, aber nur mit mäßigem Erfolg. Das Problem schien vor allem, dass die Kinder nicht verstanden, dass nachdem man zB bei der Aufgabe 14 - 6 zunächst 14 - 4 = 10 subtrahiert hat noch 2 von der 10 subtrahieren muss und nicht 6. Ich frage mich ob diese Kinder die Zerlegung der Zahl 6 noch nicht können bzw. 6 - 4 nicht rechnen können oder ob ihnen dieses gesamte Schema einfach zu kompliziert ist, denn einige verstanden auch erst später, dass sie zunächst auf 10 subtrahieren sollten.

    Diese Rechenweise ist prinzipiell in Ordnung. (Es gibt eine gewisse Tendenz in der modernen Mathematikdidaktik, dass jedes Kind seinen eigenen Rechenweg selber finden soll etc. Damit wirst du sicherlich noch konfrontiert werden. Ich persönlich habe allerdings hier im "Brennpunkt" nur ganz wenige Schüler gehabt, für die das hilfreich war. Etwa 90% der Kinder finden nämlich Zählen dann am Allerbesten und kommen nicht zum denkenden Rechnen.)
    Ich komme gerade aus dem Staunen nicht heraus, denn ich finde es beachtlich, wenn es nur 5 in der 1. Stunde nicht verstehen. Ich benötigte in den letzten Jahren 3 bis 4 Stunden, bis es nur 5 noch nicht konnten.
    Das Problem bei dieser Vorgehensweise ist, dass einem klar sein muss, dass unser Zahlensystem dekadisch ist und die Strategie "bis 10, dann weiter" eine zeit- und mühesparende Rechenstrategie ist.
    Für Kinder einer 1. Klasse ist die 10 eine Zahl unter vielen. Die spricht man halt beim Zählen nach der 9 und beim Rückwärtszählen nach der 11. Daher sollte die 10 immer einen besonderen Stellenwert einnehmen und die Zahlzerlegungen sollten "sitzen" bevor diese Strategie sinnvoll erlernt werden kann. Kinder, die bis 10 nicht sicher sind beim Rechnen erleben nämlich, dass sie mit dem Zählen viel schneller sind und es auch noch einfacher ist. Für die hat diese Strategie mehr Nachteile als Vorteile.

    Schwierig ist nun, dass du die Kinder nicht wirklich kennst und auch nicht genau weißt, woran sie scheitern. (Das kann man dir im 2. Semester nicht abverlangen, es wäre Aufgabe der Lehrerin, dies herauszufinden.)
    Möglichkeiten, ich habe versucht sie "aufbauend" nach mathematischem Entwicklungsstand zu ordnen:
    - die Zahlen wurden bislang nur als Ordinalzahlen begriffen (Zahlen, die in einer Ordnung stehen, also 7 kommt nach 6 und vor 8), aber nicht als Kardinalzahlen (7 sind genau 7 Plättchen, 7 Finger, 7 Blumen,
    - die Subtraktion als Operation ist nicht verstanden und es wird einfach "rückwärts" gezählt (d.h. Ordinalzahlen verwendet) statt "weggenommen" (Mengen verwendet),
    - die Zehn ist ihnen noch nicht ausreichend als "Dreh- und Angelpunkt" vermittelt worden,
    - den Kindern ist nicht klar, dass 14-4 viel einfacher zu rechnen ist als 14-6,
    - die Zahlzerlegungen bis 10 werden nicht sicher beherrscht,
    - die Technik an sich wurde noch nicht verstanden.


    Wiederholung ist dann wirklich super, wenn nur der letzte Punkt zutrifft, das ist eigentlich das leichteste Problem. So wie du es schreibst, kann man aber nicht ausschließen, dass es noch "weiter unten" Lücken gibt. Diese aufzuspüren und zu schließen ist Sache der Mathematiklehrerin - wobei sie nicht zaubern kann. Sie muss im Unterrichtsstoff weitergehen, sie hat einen Lehrplan und sie kann eben nicht die ganze Zeit mit den Kindern rechnen, die nicht mitkommen. Du kannst das jetzt in einer Stunde aber auch nicht "retten".


    Folgende Ideen hätte ich:

    "Kopfrechnen": Auf keinen Fall mit den neu eingeführten Aufgaben. Die lernen das gerade als Rechenschritte kennen, das müssen sie üben und dann kann man immer noch daran arbeiten, die Grundaufgaben bis 20 in den Kopf zu bekommen. Jetzt ist es für viele zu früh. Ausnahme: Kinder, die bereits bis 20 im Kopf rechnen. Für die ist die Strategie übrigens pillepalle.

    Kopfrechnen bis 10 ist sinnvoll, am besten in Form von Zahlzerlegungen (Wie viele Punkte fehlen von der 3 bis zur 8 / 4 bis zur 6...) und als Subtraktion zur 10. (14-4, 18-8)


    Ein mögliches, mit einfachen Mitteln umsetzbares Spiel mit hoher Schülerbeteiligung, bei uns "Tafelfußball" genannt:

    Jedes Kind erhält ein Kärtchen mit einer Zahl (oder mit einem Buchstaben). Jede Zahl ist 2mal vorhanden in 2 verschiedenen Farben.

    Du achtest darauf, dass Kinder mit ähnlichem Leistungsstand die gleiche Zahl erhalten. Das ist in deiner Situation nicht durchgängig möglich, aber du könntest z.B. den Kindern, die noch große Schwierigkeiten hatten, die 1, 2 und 3 zuweisen und den Rest einfach verteilen.
    Bei ungerader Anzahl ist ein Schüler der Schiedsrichter.

    Male an die Tafel ein Fußballfeld und markiere etwa in einer Reihe Spielpositionen auf jeder Seite (z.B. 4 oder 5), die Mitte und die Mannschaftsfarben. Ein bunter Magnet kann als Fußball dienen (oder du schneidest bis dahin einen aus Pappe / Papier, laminierst ihn und klebst einen Magneten hinten drauf).

    Du nennst eine Aufgabe und rufst danach die Zahl auf, deren Kinder die Aufgabe lösen. Also z.B. "Wie viel fehlen von der 7 bis zur 10? - Zahl 1/Buchstabe A.

    Die Aufgaben für die Kinder mit Schwierigkeiten wählst du bewusst etwas leichter aus (von 8 zur 10, von der 5 zur 10). Du behälst sie dabei im Blick und kannst eventuell sehen, ob sie noch zählen (Mund, Finger, Kopfnicken). Dann wäre es günstig, die o.g. Lücken zu schließen, bevor sie schrittweises Rechnen üben. Kinder mit guten Rechenfähigkeiten (falls du da schon etwas beobachtet hast) könnten auch mal eine Aufgabe mit Zehnerübergang im Kopf rechnen.
    Du musst darauf achten, dass jedereinmal drankommt, wenn sie superschnell sind auch zweimal. Tipp: Liste mit Zahlen/Buchstaben machen, aufgerufene abstreichen.
    Die Kinder kennen das Spiel vermutlich nicht, du musst es ihnen beibringen, das kostet Zeit. Hast du eine Möglichkeit, dir vorher 4 Kinder aus dem Unterricht zu nehmen und mit denen mal zu üben? (Also 2 Kinder bekommen die 1, 2 Kinder die 2, du stellst Rechenaufgaben und rufst auf, so lange, bis keiner mehr dazwischen ruft.) Diese Kinder könnten dann mehrere Runden "vorspielen", damit die anderen das Spiel life sehen.
    Ich würde die Sieger mit einem Applaus belohnen lassen (oder was auch immer), aber nicht materiell. Wenn du nochmal unterrichten darfst, kannst du ein Revange-Spiel ankündigen.
    Stell dich darauf ein, dass es danach etwas unruhig ist.


    Zur Wiederholung des schrittweisen Rechnens: Du könntest zuerst nochmal erklären lassen, warum 14-4 einfacher ist als 14-6. Gibt es bei euch Veranschaulichungsmaterial für die Tafel? (Wendeplättchen oder magnetische Mehrsystemblöcke?) Wurde das schrittweise Rechnen am Zahlenstrahl veranschaulicht? Dann lässt du ruhig frontal ein paar dieser Aufgaben rechnen, wenn möglich mit einer sinnvollen Veranschaulichung. Nimm einige Kinder dran, denen es leicht fällt und dann bewusst die Kinder , die die Strategie noch nicht verstanden hatten. (Du kannst dann erkennen, ob sie diese Art Aufgaben verstanden haben.) - Maximal 5 Minuten!
    Wiederhole dann das schrittweise Rechnen, wie die Lehrerin es empfohlen hat. Die dürfte nämlich absolut unbegeistert sein, wenn du etwas ganz anderes machen solltest. Es nützt den Kindern auch absolut nichts, wenn sie in der 1. Stunde Strategie A lernen, in der 2. bei dir Strategie B und in der 3. bei der Mathelehrerin Strategie A weiterführen. Du verwirrst sie. Es ist nicht deine Klasse und du trägst für die Methodik keine Verantwortung.
    Baue dann noch eine Arbeitsphase ein, damit jeder selbst testen kann, wie gut es schon funktioniert. Du kannst dir überlegen, ob du Kinder als Helfende einsetzt. Wichtig wäre, dass die dann wirklich erklären und nicht vorsagen. Ich würde auch die Kinder, die bisher noch Schwierigkeiten hatten, die Aufgaben noch einmal probieren lassen. Eventuell mit einer (anderen?) Veranschaulichung. Manchmal benötigen sie wirklich nur mehrere Erklärungen. Wenn sie weiter Probleme haben, könntest du der Lehrerin anbieten, sie mal als Kleingruppe rauszunehmen und etwas genauer zu schauen, woran es liegt. Ich würde ihnen nicht gleich in der 2. Stunde zu diesem Thema völlig andere Aufgaben geben.

    Ganz ehrlich? Wenn zu mir eine Studentin im 2. Semester käme und mir sagen würde, dass sie die Strategie nicht gut findet, aber selber noch nicht weiß, wie sie es besser machen könnte (und nun erstmal in einem Forum herumfragt, ob ihr jemand hilft), würde ich leicht gereizt reagieren. Ich unterrichte seit einigen Jahren Mathematik und habe diverse Fortbildungen für den Bereich "Rechenschwäche" absolviert. Neben einzelnen Strategien hat das Fach einen langfristigen Gesamtzusammenhang und zu diesem gehört, dass die genannte Strategie eine wichtige für die ersten Schuljahre ist und auch in größeren Zahlenräumen funktioniert.
    Wenn die Studentin mir eine bessere, leichter verständliche und genauso universell funktionierende Variante nennen oder zeigen könnte (oder mir entsprechende Literaturtipps gäbe, würde ich sie aber anschauen und ausprobieren.)

    Kinder werden oft 1 Jahr unter der regulären Klasse eingegliedert.
    Klasse 1 und 2: Sofort in die Klassen, derzeitige Folge: 1. Klassen mit 6 bis 9 Flüchtlingskindern. Insgesamt 22 bis 23 Kinder in den Klassen, darunter zusätzlich auch viele mit Lernschwächen und deutsch sprechende bzw. DAZ-Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen.
    Klasse 3-6: Willkommensklasse, eine Anfängerklasse, eine Fortgeschrittenenklasse. Die Kinder bleiben je nach Fortschritt wohl ca. 1 Jahr. Dabei werden sie nach einigen Monaten stundenweise in ihre künftige integriert (z.B. Sport, Kunst), die Stunden werden dann immer mehr ausgeweitet.
    Theoretisch müssten sie bis zum Ablauf von 2 Jahren an einer deutschen Schule Förderunterricht bekommen. Praktisch fehlte dieser bisher und soll nun irgendwie eingerichtet werden.
    Ich denke, für alle, die in die WK-Klassen gehen können, ist das Vorgehen so ganz in Ordnung.


    Es ist echt nicht gut, für jede noch so einfache Wanderung immer gleich den krassesten Stiefel zu nehmen, den der Laden hergibt (nicht falsch verstehen, Du wurdest ja so beraten). Ich hab mir in meinen steigeisenfesten Bergstiefeln auf Asphalt schon richtig böse die Füsse wund gelaufen. Bergstiefel gehören eben auch ins Gebirge und nicht aus Asphalt ;)

    Jepp, dafür wurden sie mir empfohlen, allerdings in einer Kategorie unter "steigeisenfest". Bin ja nicht in den Laden gegangen und hab gesagt: "In einem halben Jahr wird mir empfohlen werden, auf dem West-Highland-Way Asphaltstraßen zu laufen, dafür brauche ich steigeisenfeste Bergstiefel."

    Ich war bisher nur einmal "verantwortlich" auf Klassenfahrt, da bei uns erst ab Kl. 3 gefahren wird - und auch das nur, wenn man jemanden findet, der einen begleitet. Den der Klasse zugeordneten Erziehern wurde es verboten. In meiner derzeitigen 3. fand ich niemanden, der die Klasse kennt (Klasse nicht "schwierig genug" für Begleitung durch Sozialarbeiterin oder Sonderpädagogin, andere Kolleginnen hatten schon Klassenfahrten) und ich benötige eine Begleitung, die die Kinder kennt, so "schwierig" ist die Klasse dann schon. (Mal abgesehen von dem Kind, was dringend einen großen, starken, kampfsportlich ausgebildeten Schulhelfer benötigen würde, um im Zweifelsfall Leben und Gesundheit der anderen zu retten, das aber keinen Schulhelfer bekommt, weil die Mutter seit Jahren alle Termine, die ihm zum die Eingliederungshilfe nötig machenden Paragraphen verhelfen würden, konsequent verschleppt.)
    Was mich unendlich genervt hat:
    - Geld kommt nicht, auch von den Kindern vom Amt, Zettel mehrmals verbummelt - ähnliches Problem wie Chantal,
    - Eltern unterschreiben, aber sagen später ab --> damit droht Schulleitung die komplette Streichung der Fahrt an und zwar auf Kosten aller, denn es war eine Anzahlung geleistet worden, die nicht erstattet worden wäre --> gnädigerweise durften die Kinder dann doch mitfahren, sodass die Fahrt stattfinden konnte,
    - Kind kommt am Tag nicht zum Bus, meldet sich auch nicht ab, es muss angerufen werden. Krank. Geht 3 Tage später zum Arzt. Reiserücktrittskostenversicherung zahlt nicht, trotzdem will das Amt von mir persönlich das gesamte Geld zurück. Musste die Schulleitung bitten, das mit dem Amt zu klären. Dadurch konnte ich aber nicht innerhalb von 6 Wochen die Abrechnung machen, es dauerte 6 Monate und ich bekam regelmäßig eins auf den Deckel,
    - 3 Stunden lang ein brüllendes, schreiendes Kind nachts auf dem Fußboden der Dusche, wir mögen mal sofort seine Eltern anrufen und die haben es sofort abzuholen. Am Ende hat meine Kollegin es angebrüllt, dann hat es aufgehört. Am nächsten Tag 30 Minuten Telefonat über mein privates Handy auf meine privaten Kosten. Fanden die Eltern sehr normal.

    Der Rest der Fahrt war klasse, meine Schüler waren klasse, alles prima.
    Ehrlich: Gerne, inzwischen habe ich eine Handyflatrate. Aber: Unter diesen Bedingungen (Amt, Eltern, die sich nicht kümmen): Wenn irgendwie möglich nicht. Ich spiele so ungern "Mutti von Mutti von Schüler XYZ".

    Die Alpenüberquerung, die aktuell beim Summit-Club angeboten wird, ist übrigens ab Tag 5 nicht das "Original". Ich bin die selber schon in 10 Tagen gelaufen und da waren T4-Stellen (Überquerung des Hirzer Kars, anno dazumals im dichtesten Neben) dabei, das würde ich einem Ungeübten niemals empfehlen. Da aber in jedem Fall ganz kräftig Höhenmeter gelaufen werden, ist die Tour sowieso nicht ansatzweise mit dem West Highland Way zu vergleichen.

    Ah ok, da war ich noch nie. Aber eben, dass sie nicht vergleichbar sind und die Ansprüche eben ganz unterschiedlich dargestellt werden, das meine ich. Wikinger setzt offenbar unter dem DAV an, um auch für Leute, die keine 20 km und 1000 HM pro Richtung täglich, attraktiv zu sein.


    West-Highland-Way: Danke für den Tipp. Klingt spannend. Mag grad nicht alleine, daher schaute ich ja nach Reiseanbietern.
    Rutscht man in den Crocs nicht unsäglich bei Regen? Ich habe Volllederwanderstiefel im Trekkingladen empfohlen bekommen und traue denen noch nicht so ganz.

    Mal abgesehen davon, dass ich meine Reise bereits gebucht und daher derzeit keine Beratung benötige: Der West-Highland-Way wird bei Wikinger mit 2 Stiefeln gehandelt, u.a. deshalb habe ich ihn nicht in die engere Auswahl einbezogen. Wenn das nun wirklich unter den Wanderungen des DAV mit einem Berg liegt, spricht das dafür, dass dort die Anforderungen dort nach einem völlig anderen System als bei Wikinger eingeteilt werden.
    Diese Hypothese wird davon gestützt, dass eine Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Meran bei Wikinger 3 Stiefel hat, beim DAV 1 Technikstiefel und 2 Konditionsstiefel (außer Tag 6: 2 Technik-Stiefel, 0 Konditionsstiefel).

    Beim DAV bin ich sehr schnell wieder von der Seite gegangen, da dort bei den von mir angeschauten Reisen mit nur einem Technik- und Konditionsberg die Anforderungen bereits so hoch waren, dass ich den Eindruck hatte, Wandern würde mich körperlich massiv überfordern.
    An der Stelle hatte ich dann von der Idee des Wanderurlaubs für eine gewisse Zeit abgesehen und bin letztes Jahr wieder an die Ostsee gefahren.

    Es waren Bilder von Tieren, deren Größe im Bild auszumessen waren. Dann war
    a) die Größe in der Wirklichkeit mit Hilfe des gegebenen Maßstabes zu bestimmen.
    b) für weitere Tiere bei angegebener wirklichen Größe der Maßstab zu bestimmen.
    Aus: Das Mathebuch Klasse 4, neueste Ausgabe (neuer RLP)
    Aufgabe würde genau so auch im Unterricht mehrfach bearbeitet.

    Der bis zum Juli noch gültige RLP sieht das Lesen von maßstäblichen Zeichnungen, das maßstabsgerechte Vergrößern und Verkleinern (Raum und Form) sowie halbschriftliches und schriftliches Multiplizieren und Dividieren (Zahlen und Operationen) vor. Wenn diese Inhalte behandelt wurden, sollte die Aufgabe für einen leistungsstarken Schüler auch ohne sie "genau so im Unterricht mehrfach" zu bearbeiten lösbar sein.

    Konnten einige Kinder die Aufgabe beim Bearbeiten im Unterricht?

    Der Notenschnitt wurde bereits angefragt und auch, ob du die Arbeit genehmigen lassen musst.
    Es hört sich so an, als gäbe es eben einfach nur keine 1, ein paar Zweien und Dreien und eben viele Vieren, vielleicht ein paar 5en und 6en?
    Es kann eben mal vorkommen, dass es keine 1 gibt. Das kann auch in Kl. 5/6 an der Grundschule mal geschehen.
    Fleiß ist lobenswert, aber nicht alles.

    Ich würde in einer 4. Klasse im 2. Schulhalbjahr das Ergebnis so lassen. Anschließend würde ich die Aufgabe - wenn ich sie wichtig finde und für generell machbar halte, ich habe ja deine konkrete Aufgabe nicht gesehen - noch einmal üben, auch mit unterschiedlichen Varianten, z.B. verbunden mit dem Lesen von Karten im Sachunterricht, Grundriss des Kinderzimmers etc. Im nächsten Test wäre eine ähnliche Aufgabe enthalten, sodass die Kinder die Chance auf die Erfahrung "Mit der richtigen Übung kann ich das." haben.


    Ja, genau Schwindelfreiheit ist das Thema... auf 30cm schmalen "Pfaden" mit 100m Abgrund zu meiner linken Seite und glattem Fels auf meiner rechten möchte ich wirklich nicht entlang robben. :D
    Der Tipp mit der Wegbeschreibung in Bildern war Gold wert - dann bin ich wohl ein 2-Stiefel-Wanderer.

    Von den Gehzeiten her bin ich schon der Typ: "Ich hab Urlaub und will was sehen, also laufe ich von früh bis spät um mir alles anzuschauen, gerne auch mal einen ganzen Tag durch den Dschungel oder im bergigen Hinterland auf nur zu erahnenden Wegen"
    Meine Sorge wäre, dass ich eine zu leichte Tour buche und mich dann langweile, weil die "Tages-Action" nach 3 Stunden schon wieder vorbei ist. Als Klotz am Bein einer sehr ambitionierten Trupppe möchte ich natürlich auch nicht enden.

    Ja, finde ich eben auch etwas schwierig einzuschätzen, die Gruppe macht am Ende auch was aus. Eine Freundin war mal auf 2-3-Stiefel-Tour und meinte, sie wäre quasi nur hinterhergerannt. Das wäre dann also nichts für mich.
    Die angegebenen Gehzeiten sind immer Zeiten ohne Pause, d.h. mit Mittagspause und kleinen Pausen muss man da vermutlich 1,5 bis 2 Stunden draufrechnen und hat dann bei 4-5 Stunden Gehzeit und einer Anfahrt zum Wandergebiet ja quasi schon eine Tageswanderung.

    Die Reisen klingen auch alle toll... bin nur sehr unsicher, wie ich meine Wanderkenntnisse einschätzen soll!
    Bin in meinen Urlauben entweder am Segeln (Frosch AUF dem Wasser, sozusagen) oder am Herumlaufen, richtige Bergerfahrung hab ich kaum - dabei lachen mich Norwegen, Schottland, Albanien & Co gerade sehr an. :)

    Es gibt ja auch Segeltörns bei Frosch.
    Ich finde, dass Wikinger eine gute Orientierung für Wanderreisen anbietet:
    Wandertypentest
    Schwierigkeitsgrad in Bildern
    Mir wurde von einer Seite empfohlen, nur 1-Stiefel-Wanderreisen zu buchen und von einer anderen Person gesagt, dass 1-2 Stiefel ok seien, weil da doch auf alle gut geachtet würde. (Allerdings sind dann die Teilnehmer natürlich wieder älter...)
    Du kannst dich an den dort gegebenen Gehzeiten (ohne Pausen) und Höhenmetern orientieren und dann bei anderen Anbietern schauen, bei Frosch findest du auf der Startseite der Wanderung "Anforderungen". Wenn da steht "1100 Meter Aufstieg, bis zu 8 Stunden Gehzeit" würde ich persönlich das nicht als erste Reise unternehmen. Pausentage können gut sein, um den Muskelkater zu pflegen.
    Zusätzlich gibt es noch die Begriffe "Trittsicherheit" und "Schwindelfreiheit". Die scheinen bei jedem Anbieter etwas anderes zu bedeuten. "Trittsicherheit" reicht etwa von "Gehen auf unebenen, schmaleren Wegen" bis hin zu "auf schmalen Pfaden mit wenig Halt sicher gehen". Schwindelfreiheit kann bedeuten, dass du auf einem schmalen, steilen, steinigen, eventuell rutschigen Pfad läufst, links den Berg, rechts den Abgrund. Es kann aber auch bedeuten, dass es über eine schwingende Hängebrücke geht und sonst alles mit Geländer gesichert ist. Höhenangst ist allerdings für Reisen mit der Anforderung "Schwindelfreiheit" eine Gegenanzeige. Du könntest diesbezüglich: Den Anbieter anrufen und nachfragen / anmailen oder auch die Wanderungen (bei Wikinger z.B. sehr konkret beschrieben bei Frosch leider unkonkret) im Netz suchen, von vielen Wanderstrecken gibt es Beschreibungen mit Einschätzung des Schwierigkeitsgrades.

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