Beiträge von Conni

    Ich durfte einmal monatlich bei den Nachmittagsveranstaltungen für einen Facharzttermin fehlen. Das war mir eigentlich das wichtigste, um die nicht mehr in den Unterricht legen zu müssen und ein schlechtes gewissen zu haben.

    Ansonsten kommt es eben drauf an, welche konkreten Probleme es gibt:

    Entlastung bei Aufsichten

    Möglichst wenige Raumwechsel/Etagenwechsel

    Am besten wäre eine Beratung durch Schwerbehindertenvertretung /Personalrat.

    Man kann auch ohne GdB zur Schwerbehindertenvertretung gehen, die kennt sich mit möglichen Maßnahmen aus.

    Ein Kalenderjahr oder ein Schuljahr, diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt.

    Beides nicht: Es zählen die vergangenen 12 Monate.

    (Ich habe meine Ex-SL so zu einem Gespräch mit Personalrätin und Frauenvertreterin genötigt, war über den Jahreswechsel 4 Wochen auf Reha (zählt mit) und dazu habe ich dann alle Atemwegserkrankungen rausgekramt, dann waren es genau 6 Wochen.

    Hier noch eine Quelle: https://www.haufe.de/personal/haufe…_HI2627877.html

    Oh wow, und das obwohl du wieder gegangen bist...

    Und? Versuchst du es jetzt nochmal? Angeblich soll in den Testcentren hier ja jetzt alles besser werden, hab ich gerade irgendwo gelesen.

    Nö. Habe keine Symptome und erhalte demnächst sowieso ein verpflichtendes Infektionsangebot. Dafür fahre ich jetzt nicht ne Dreiviertelstunde pro Strecke irgendwohin und stehe dann 2 Stunden an.

    Mein Aufenthalt im Testzentrum hat offensichtlich für die 2. rote Warnung gereicht. D.h. 70 h 46 h von PCR bis zur Eingabe in die App momentan.

    (Ich bin mit den Tagen durcheinander.)

    So oder so würde ich - mal aus Elternsicht gedacht - erwarten, dass für solche high risk Situationen ein Plan B existiert, falls ich mein Kind so etwas nicht aussetzen möchte.

    Unser High-Risk-Plan reicht momentan dafür, während des Unterrichts keine Klassen aufteilen zu müssen. Am Nachmittag sind diese Woche erstmals seit den Herbstferien keine Klassenmischungen. Wir hatten Delta-Ausbrüche und haben noch Long-Covid-Erkrankte zu Hause und sowieso Personalmangel. Ferner sieht der High-Risk-Plan vor, dass bestimmte weltanschauliche Angebote nur noch 14tägig und nur noch für Klasse 1 bis 3 stattfinden, um die gröbsten Durchmischungen zu vermeiden.

    Man könnte ihnen statt dessen ja auch erlauben auf den Hof zu gehen. Ich finde, da müssen Schulen dann auch ein wenig flexibel sein und solche Optionen schaffen.

    Dort müsste eine Aufsicht sein. Wenn 500 Kinder durch das kostenfreie Schulessen "geschleust" werden, dauert das selbst bei minimaler Herunterschlingzeit 2,5 bis 3 Stunden, davon 30 min Mittags-Hofpause, bleiben 2 bis 2,5 Stunden.

    Haben die Gymnasien und Gesamtnschulen in NRW wirklich so viel Personal, dass sie töglich 2 bis 2,5 Stunden eine Lehrkraft zur Aufsicht auf den Hof stellen könnten? Die Grundschulen hier haben dieses Personal nicht. Da steht keiner und damit wäre bei deinem Vorschlag die Aufsichtspflicht vernachlässigt. Geht nicht.

    So lange es Curricula und zu erreichende Unterrichtsziele gibt, kann es diese strenge Auslegung vonInklusion eigentlich auch gar nicht geben, oder?

    Nein. Deshalb gab es ja damals große Hoffnungen in den neuen Rahmenlehrplan in Berlin. Dieser hat ein Modell, nach welchem die Kompetenzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erworben werden können. Das war noch nicht allumfassend, aber ein richtig guter Schritt, um gerade an den leistungsschwächeren SuS im Brennpunkt nicht immer nur zu zerren und zu ziehen, um sie am Regelstandard zu messen und dabei Versagen zu erzeugen.

    Problem: Leistungsbewertung muss sich an der 2. Zeile von oben (Regelstandard) orientieren. Man hätte zur individuellen Bewertung die gesetzliche Grundlage ändern müssen. Da traut sich aber keiner ran.

    Wenn du so streng bist, liebe Conni, dann existiert Inklusion aber nirgends in Deutschland. Allein dadurch, dass der Förderbedarf festgestellt wird, kann man ja nicht mehr von Inklusion reden.

    Es gab in meinem Ex-Bezirk Modellschulen "Inklusion", in denen tatsächlich kein Förderbedarf mehr festgestellt wurde, sondern eine pauschale Sonderpädagogenstundenzahl in die Schule geschüttet wurde.

    Das ist das eine.

    Das andere ist: Wenn das hier eine kurze Hausarbeit für ein Seminar im 2. Semester wäre - ok.

    Aber sobald es eine wissenschaftliche Arbeit ist, wäre das saubere Verwenden von Begriffen angebracht.

    Eine ganz einfache Maßnahme: Formulierungen ändern.

    Beispiel von oben, fettkursiv von mir ergänzt.

    "21. Welche Formen von Integration und Inklusion gibt es an Ihrer Schule?

    Mehrfachauswahl möglich

    Integrationsklassen

    Kooperationsklassen

    Einzelintegration

    Profilschule Inklusion"


    Diese hier ist der Hammer:

    "21. Welche Formen von Inklusion gibt es an Ihrer Schule?

    Mehrfachauswahl möglich

    Integrationsklassen

    Kooperationsklassen

    Einzelintegration

    Profilschule Inklusion"

    Nur das letzte ist Inklusion, alles andere ist Integration.

    Die auch:

    "

    25. Wie viele Personen unterrichten in der Regel in den inklusiven Lerngruppen?

    Eine Person

    Zwei Personen

    Mehr als zwei Personen

    "

    In der Inklusion gibt es keine inklusiven Lerngruppen. Das ist das Wesen von Inklusion. Hier sind integrative Lerngruppen gemeint.

    "Bauliche Veränderungen (z.B. Barrierefreiheit, Sanitäranlagen)" --> Zielt auf Integration

    Und auch:

    "Je mehr Zeit Kinder mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen in einer Regelklasse verbringen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die Qualität ihrer schulischen Förderung verbessert." = Integration, nicht Inklusion

    "Es ist möglich, die meisten Lektionen und Materialien des Regelklassenunterrichts anzupassen, um besonderen pädagogischen Bedürfnissen gerecht zu werden." = Integration, nicht Inklusion

    "Gibt es an Ihrer Schule Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf?" --> Integration

    Ich habe jetzt übrigens nochmal durchgeschaut und abgeschickt, da ich mir nicht gemerkt hatte, wann es die letzte Seite war. Bitte ignorieren (ist ganz viel freigelassen).

    Ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern, jemals in der Schule drinnen gegessen zu haben. Wir sind immer mit Pausenbroten in der Hand über den Schulhof gelatscht. Und ich meine jetzt kein generelles "hat uns auch nicht geschadet", sondern ein spezielles: wo ist das Problem?

    Wir konnten auch noch ausschneiden, Seilspringen und ohne Stäbchen einfach mit dem Finger in der Nase popeln.

    Ist heute nicht mehr.

    Probleme:

    - falls man draußen sitzen kann (ca. 2 Klassen gleichzeitig): beim Sitzen vom Stein fallen,

    - falls es regnet: durchgeweichtes Brot,

    - falls es kalt ist: verkühlen und Eltern mit Schnappatmung deshalb,

    - beim Essen vom Nachbarn abgelenkt werden und dabei hinfallen/umfallen/vom Stein/von der Bank fallen /umfallen,

    - beim Essen gegen den Nachbarn fallen und gemeinsam umkippen,

    - dem Nachbarn ein Bein stellen, der fällt hin und tritt einen anschließend, sodass man auch hinfällt,

    - beim Essen dem einem anderen in den Po / ans Bein treten müssen, Rangelei,

    - beim Essen am Arm des Freundes ziehen und ihn gegen die Umsitzenden schleudern müssen,

    - beim Essen einem anderen Kind ins Gesicht schnipsen müssen, dem beim Gegenschlag das Brot ins Gebüsch fliegt,

    - beim Essen plötzlich und ohne, dass man es ändern kann, jemanden hauen müssen,

    - beim Essen andere erschrecken,

    - beim Essen so lange schubsen, bis einer umfällt,

    - vom Brot oder Würstchen des Nachbarn abbeißen, Rangelei.

    Ich könnte das jetzt endlos fortsetzen, aber immer landet am Ende das Frühstück im Dreck oder in der Pfütze oder den Haaren der Mitschüler.

    Mit Trinkflaschen kann man übrigens hervorragend werfen und andere hauen, bis sie kaputt gehen.

    So viele Schulhelfer und Heilerziehungspfleger wie man bräuchte, um das Frühstück dreckfrei in den Mund meiner derzeitigen SuS zu bringen, gibt es gar nicht.

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