Beiträge von Flupp

    Ich glaube, dass weiß Flupp.

    Trotz des Aviator-Zitates hat er meiner Meinung nach weiter Dr. C. angesprochen.

    Richtig.

    Das ist kein neues Fass, um was soll es denn bei Planungs- und Entwicklungsgesprächen sonst gehen?

    „Ei ei“ ist eine passende Abkürzung für „Du machst das hier gut, ich lobe dich aber ich habe keine Beförderungsstelle für dich“. Du hast das auch verstanden, bist ja nicht blöd. Despektierlich? Wem gegenüber denn bitte?

    Hast du dich ertappt gefühlt weil deine SL viel „ei ei“ macht?

    Wie du meinst.

    "Despektierlich" gegenüber denjenigen, denen zwischenmenschlich geäußerte Wertschätzung etwas bedeutet.
    Es gibt Kollegen, die brauchen das, es gibt Kollegen, denen ist es völlig egal. Und es gibt auch Kollegen, denen Kritikgespräche völlig egal sind.

    Zum Glück bin ich nicht auf das "ei ei" angewiesen, weil ich selbst diejenige bin, die im Zweifelsfall nur "ei ei" bieten kann. Ich habe das System nicht erfunden, für gute oder über die Regelaufgaben hinausgehende Tätigkeiten gibt es bei uns halt nur die vier Währungen:

    - "Ei ei"

    - Beurteilungen mit dem das konventionelle Beförderungsverfahren angegangen werden kann (in BW braucht man dafür grob 17 Jahre Dienst nach dem Ref und gute Beurteilungen

    - Beförderungsämter mit Übernahme einer Tätigkeit (die aber eigentlich kein Lohn für gute Arbeit, sondern eine Versprechen auf zukünftig gute Arbeit sein sollten)

    - Funktionsstellen

    - Anrechnungsstunden (die dafür in der Regel jemand anderes weggenommen werden müssen)

    Das System funktioniert, weil hinreichend vielen Kollegen das "ei ei" genügt. Mir wäre es grundsätzlich auch lieber, Leistung auch anderweitig honorieren, aber auch auf offensichtliche Minderleistung mehr Instrumente als nur das "Du du" zur Verfügung zu haben.

    Für viele Schularten fallen übrigens mindestens zweieinhalb von den oben genannten Währungen dann auch noch aus. Wie wird da eigentlich gute Arbeit honoriert und wie schaffen es da die Kollegen noch ihren Dienst motiviert anzutreten?

    Zitat

    „Du machst das hier gut, ich lobe dich aber ich habe keine Beförderungsstelle für dich“.

    Andersherum: Warum verbindest Du eigentlich eine gute Tätigkeitserfüllung mit einem Beförderungsanspruch?
    Eigentlich heißt ja ein "Gut gemacht" erstmal nur, dass man im richtigen Job ist und keinen Nachbesserungsbedarf hat.

    Und die können gute Leute befördern? Oder machen die nur ei ei?

    Du hast die Frage nach dem Zeitmanagement aufgeworfen bei Aviators Anfrage nach Gesprächen mit den Inhalten, die unten stehen.

    dass nie Planungs- und Entwicklungsgespräche durchgeführt werden oder mal ein Unterrichtsbesuch zur Beratung. Gefühlt bekommt man einen Stundenplan vorgesetzt, je nach Schulform Vertretungsstunden on top und so geht das Jahr für Jahr. Ob man es gut macht oder nicht.. wie es einem dabei geht.. wo man sowohl für sich selbst als auch für das System Schule besonders effektiv sein könnte (mit Blick auf z.B. Fortbildungen nach Interesse) wird nie gefragt.

    Diese Gespräche können Abteilungsleiter bei uns leisten.

    Jetzt machst Du ein neues Fass auf mit Beförderungen. Aus deiner Bemerkung mit dem despektierlichen "ei ei" schließe ich kein ernsthaftes Interesse, aber ich versuche dennoch, dir die für Kollegen vorteilhaften Aspekte zu erläutern.

    Natürlich können AL (ebensowenig wie SL oder StvSL) in so einem Gespräch einfach gute Leute befördern. Aber es passiert durchaus folgendes:

    1. Ein Abgleich zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung der Kollegen. Die Kollegen wissen also, wie sie durch die SL wahrgenommen werden. Dies hilft - zumindest so der Plan - bei der Entwicklung. Ebenso bleiben Dinge, die nicht sichtbar gut gemacht werden, nicht unsichtbar.

    2. Die SL lernt durch die Gespräche, wer Ambitionen hat. Dies hilft dabei, Personalentwicklung im schulisch begrenzten Rahmen zu machen.

    3. Die SL lernt Stärken und Einsatzinteressen der Kollegen kennen. Dies hilft dabei, die raren Stellen richtig auszuschreiben und auch Kollegen, die aus SL-Sicht in Frage kommen, gezielt anzusprechen.

    4. Die für eine Lehrkraft zuständigen AL werden im Beurteilungsverfahren angehört. Die Erkenntnisse aus den Gesprächen können also Einfluss auf das konventionelle Beförderungsverfahren haben, da z.B. durch den Hinweis des AL bestimmte Aspekte eingehen.

    5. Die AL werden bei den Stellenausschreibungen, die in BW noch etwas Gestaltungsmöglichkeit für die Schule bieten, angehört.

    Darüberhinaus geht es - eine Erkenntnis aus diesen Gesprächen - vielen (nicht allen) Kollegen gar nicht um das Hinterherhecheln hinter den wenigen Karotten der Beförderung. Die meisten wollen sich gerne an ihnen passenden Stellen für die Schulgemeinschaft einbringen. Passend bedeutet dabei zeitlich, räumlich und inhaltlich. Hier können Gespräche stark dazu beitragen, die Passung zu erhöhen und damit zur Berufszufriedenheit beizutragen.

    Und manchen Kollegen wollen tatsächlich auch einfach nur mal ein "ei ei". Dies ist völlig legitim und eines der wenigen wirksamen Instrumente, die man als Schulleitung nahezu unerschöpflich zur Verfügung hat.

    Und zuletzt:
    Ich empfände es als skandalös, wenn die Schulleitung nicht regelmäßig das anlassunabhängige Gespräch mit ihren wichtigsten Mitarbeitern sucht. Anlassunabhängig ist dabei eigentlich das falsche Wort, ich möchte damit nur zum Kritikgespräch oder Beurteilungsgespräch oder einfach organisatorischen Absprachen abgrenzen.

    ... 'zurücktreten' geht aber nun nicht mehr.

    Natürlich geht das (zumindest in BW). Dann ist man halt wieder normale Lehrkraft. Gibt schlimmeres.

    Man verliert dadurch natürlich aber seine Besoldungsstufe, was ja auch korrekt ist.
    Was man leider aber auch verliert sind in der Zeit angesammelte, zusätzliche Pensionsansprüche.

    Ob es eine gute Idee ist, nach Rücktritt an der selben Schule zu bleiben, steht dann wieder auf einem Blatt.

    Das "du-hast-ja-keine-Ahnung-Argument" ist wahrhaftig typisch Lehrerin und Lehrer. Es geht um Sprache und Sprechen im Alltag, da sind ausnahmsweise mal alle kompetent.

    Wir haben eine unterschiedliche Auffassung vom Begriff Kompetenzbereich.

    Der Kompetenzbereich einer Lehrerkonferenz ist klar definiert, Lehrerkonferenzen diskutieren gerne aber außerhalb dieses. Ob sie vom Thema Ahnung haben oder nicht, ist nicht relevant.

    In Mathe und Informatik gibt es aber z.B. gar keine Punkte für die sprachliche Leistung/Darstellung.

    Hängt vom Bundesland ab.
    Im aktuellen Abi-Korrekturerlass in BW für Informatik steht:

    "Bei der Bewertung werden auch kommunikative Kompetenzen berücksichtigt. Erläuternde, kommentierende und begründende Texte, die die Schlüssigkeit der Argumentation belegen, sind unverzichtbare Bestandteile der Prüfungsleistung."

    Da war es besser, mit dem Roller teilzunehmen und die Regeln einzuüben.

    Mir ist nicht ganz klar, wie eine Teilnahme - wenn es um die Regeln geht - mit dem Roller möglich ist, da für einen Roller als Spielgerät andere Regeln gelten als für ein Fahrrad (§24 StVO).

    Das Fazit müsste dann nämlich sein, dass das Kind nach bestandener Prüfung gesagt bekommt, dass es mit dem Prüfungsgefährt natürlich nicht so fahren darf, wie es ihm in der Prüfung als korrekt bescheinigt wurde.

    (Unabhängig davon, ob diese Regel nun sinnvoll ist oder nicht.)

    Ich finde es aber gut, dass Ihr einen Weg gefunden habt, das Kind teilhaben zu lassen.

    Zu kurz ist unzumutbar, zu lang ist unzumutbar, zu selten ist unzumutbar, zu häufig ist unzumutbar.
    Konferenz- oder Dienstbesprechungsinhalte sollten man besser per Mail schicken, aber bitte keine Mailflut, dann lieber bündeln. Aber die Mails sollten dann auch nicht zu lang sein - dann lieber persönlich ansprechen. Aber bitte nicht vor, nach oder während des Unterrichts. An freien unterrichtsfreien Tagen bin ich aber für die Schule nicht verfügbar, wo kämen wir denn da hin? Die Schulleitung hat wohl Angst vor Widerspruch, wenn sie Entscheidungen nur noch per Mail kommuniziert. Außerdem sollte man viel häufiger miteinander reden.
    ****
    TL;DR: Irgendwas ist immer.

    Eine echte Ausbildungsgarantie kann es nur geben, wenn es einen Auffangausbildungsberuf gibt, der dann staatlich übernommen wird.

    Wer selbst nichts findet, der wird XY oder so ähnlich.

    Jetzt bräuchte man einen Beruf, der niederschwellig erlernbar ist und dann auch noch optimal zukunftssicher gesellschaftlich benötigt wird.

    Die Teilnahme an der Fahrradprüfung hat immer freiwillig zu erfolgen. Selbiges gilt für die Teilprüfungen.

    Welchen Sinn ergäbe es, ein Kind von der praktischen Prüfung auszuschließen?

    Wieder Berlin:
    §13 (2) Satz 2: An der theoretischen Radfahrprüfung nehmen alle Schülerinnen und Schüler teil.

    Also keine Freiwilligkeit.

    Zur Wiederholmöglichkeit:
    §13 (3) Satz 2: Wer die Prüfung nicht bestanden hat, darf sie wiederholen.

    Kommt auf das Bundesland an, in manchen Bundesländern ist die Radfahrprüfung in der GsVO oder ähnlichen Normen enthalten.

    Für Berlin steht da zum Beispiel:
    §13 GsVO (2) Satz 3: Wer die theoretische Prüfung bestanden hat, darf an der praktischen Radfahrprüfung teilnehmen, sofern das schriftliche Einverständnis der Erziehungsberechtigten vorliegt.

    §13 GsVO (3) Satz 3: Das Bestehen der Prüfung, auch das Bestehen allein des theoretischen Teils, ist auf dem Zeugnis zu vermerken.

    In Berlin kommt also das Bestehen nur des praktischen Teils normalerweise nicht in das Zeugnis, weil man nur nach Bestehen der theoretischen Prüfung teilnimmt.

    Kommt sicherlich auch darauf an, wo man Schulleitung ist und auf das eigene Empfinden an, ob es finanziell grundsätzlich einen relevanten Unterschied macht.

    Der Unterschied im Endgehalt zwischen normaler Gymnasiallehrkraft und Gymnasialschulleitung BW beträgt aktuell 2300 Euro brutto. Der Abstand wird natürlich etwas kleiner, wenn man ohne Extraaufgaben über das konventionelle Verfahren das große O bekommt.


    Im anderen Extrem ist der Unterschied zwischen normaler Lehrkraft und Schulleitung an einer typischen dreizügigen Grundschule etwas mehr als 800 Euro brutto im Endgehalt, wovon nicht alles ruhegehaltsfähig ist.

    Also auch hier gilt wieder auf die Frage, ob es sich finanziell lohnt: Es kommt darauf an.

    Mir wäre die liebste Motivation: Den Lehrerinnen den Rücken freizuhalten, jährliche Sommerfeste und andere Aktionen abzublocken, für bessere Ausstattung und Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

    Man kann die Schulleitung von mir aus gerne auch als Dienstleister für die Lehrkräfte verstehen. Die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen halten aber nicht nur effiziente, reibungsarme Abläufe als für ihre Berufszufriedenheit entscheidend, sondern auch das Schulklima, zwischenmenschliche Beziehungen, über den Unterricht hinausgehende Projekte und daraus entstehende Identifikation für wichtig.

    Wenn man also in Herr Bernds Sinne für das gesamte Kollegium Schule gestalten möchte, dann gehört es auch dazu, an manchen Stellen gegen den Willen einiger etwas zu etablieren und an anderer Stelle dann wieder Ansinnen weniger abzublocken - bzw. da die Mischung zu finden.

    Hinzu kommt, dass eine Schulleitung eben nicht nur für die Lehrkräfte, sondern für die ganze Schule da ist. Da gehören dann neben den Lehrkräften und ihren zurecht eingeforderten Arbeitsbedingungen eben auch insbesondere die Schülerinnen und Schüler dazu. Dann Eltern, Schulträger, nicht-pädagogische Mitarbeiter, ...

    [...] selbst schuld: 6 Punkte begründet man nicht mit "du hast zwar immer richtig, aber ein wenig zögerlich geantwortet"), [...]

    Ich möchte an dieser Stelle nur auf das Spannungsfeld zwischen höflicher, zu verklausulierter und klar artikulierter, aber als unhöflich empfundener Rückmeldung hinweisen.

    Sowohl bei Schülern, Referendaren, Eltern als auch bei Kollegen erlebe ich es immer wieder, dass eine Rückmeldung nicht verstanden wird oder auch werden kann.

    Zuspitzung:

    "Ihr Kind beherrscht den Zahlenraum bis 100 sicher."

    "Das ist doch super, warum hat es dann in der Mathe-Leistungsfach-Klausur nur 3 Punkte?"

    Meine Frage: Was tut die Abteilungsleitung/ Schulleitung in diesem Fall? Hat jemand Erfahrung damit?

    Die Schulleitung ist für die Qualitätssicherung und die Erfüllung des Bildungsauftrags verantwortlich. So sie denn Kenntnis von den benannten Mängeln hat, wird sollte sie im Rahmen ihrer Handlungsmöglichkeiten tätig werden.
    Wahrscheinlichste Maßnahme ist in der Regel am Anfang erstmal ein Gespräch.

    Danach gibt es weitere Eskalationsstufen, da weiß ich nicht, wie das in NRW genau ausgestaltet ist. In BW entscheidet letztlich die SL, wer wo eingesetzt wird.

    Aber: Weiß die SL in ihrer Funktion von den Mängeln/Problemen und nicht nur über Buschfunk?

    Magst du mal den Unterschied von "Dienstbesprechung" und "dienstlicher Besprechung" erläutern? Eure Konferenzordnung scheint neben den klar definierten Konferenzen nämlich nur den Begriff der Dienstbesprechung zu kennen.

    Das ist halt einfach eine Besprechung mit dienstlichen Inhalten. Ist im Gegensatz zu "Dienstbesprechung" kein definierter Begriff.
    Kannst es auch Kooperationstreffen oder Ratschrunde oder Klönschnack-Versammlung nennen.

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