Mit den Möglichkeiten wachsen halt auch die Ansprüche. Da man überall hinfahren kann, möchte man das auch tun. Und es wird auch erwartet, dass man immer überall hinfährt. Und schon haben wir einen Mobilitätsbedarf, den wir nicht mehr befriedigen können.
Das ist tatsächlich meines Erachtens der ausschlaggebende Punkt.
In unserer (also meiner Familie) Anfangszeit ohne Auto, hatten wir durch den Vergleich mit anderen Familien oft das Gefühl etwas zu verpassen. Wir konnten nicht mal schnell hier oder dorthin, haben objektiv Dinge verpasst, die wir mit Auto gemacht hätten etc.
Mir ist dann irgendwann klar geworden, dass es die Vergleichsgruppe ist, die für einen selbst das Gefühl des Verzichts erzeugt: Hätten wir in unserem Umfeld nur Familien, die alle einen Hubschrauber haben und ihr Leben mit dem Hubschrauber gestalten ("Ich flieg mal schnell nach ..."), dann hätten wir ohne Hubschrauber auch das Gefühl, etwas zu verpassen.
Wir haben zwar immer noch ab und zu das Gefühl, manche Dinge zu verpassen (erleben dafür aber andere schöne Dinge), können das aber jetzt regulieren.