Beiträge von CDL

    Gymnasien sind keine Gesamtschulen. Und selbst dort werden die Hauptfächer leistungsdifferenziert unterrichtet.

    Warum sollte eigentlich überhaupt irgendein Schüler das Gymnasium verlassen müssen? Wir können dort ja einfach dreißig-fach differenzieren.

    Realschulen sind auch keine Gesamtschulen. Vielleicht liest du dir noch einmal Gymsharks imaginiertes Problem durch, um nachzuvollziehen, worauf ich mich bezogen habe. Oder hältst du SuS für ebenso uneinsichtig/ empathiebefreit/ doof, wie er das zu tun scheint, wenn er meint, diese könnten nicht nachvollziehen, dass eine zieldifferente Beschulung bedeutet, dass man Noten nicht einfach 1:1 vergleichen kann bei SuS mit und ohne Förderbedarf, weil eben zieldifferent bewertet wird?

    Ich hoffe stark, dass diejenigen, die hier schon wieder vorher wissen, wie dass der nächste Abschluss viel zu schlecht und überhaupt alles fürchterlich sein wird, sich auch in irgendeiner Form in der Arbeitnehmervertretung engagieren.

    Gute Abschlüsse sind das Ergebnis starker Arbeitnehmervertretung, wer an der Seitenlinie steht und darauf wartet, dass die Arbeitgeber endlich von sich aus einsehen, dass sie den Beschäftigten doch mal was gutes tun könnten, kultiviert nur seine eigene Misanthropie.

    Über fast alle Branchen hinweg gibt es einen massiven Zusammenhang zwischen Organisationsgrad und Qualität der Beschäftigungsverhältnisse. Die Branchen, die von allen immer beneidet werden - Metall und Chemie - sind die einzigen, die in Deutschland noch einen hohen Mitgliederanteil haben, die Branchen, sie am lautesten Stöhnen - Pflege - kennen Arbeitnehmervertretung praktisch nicht.

    Selbstverständlich bin ich Mitglied in einer Gewerkschaft und dort auch engagiert, soweit das eben als Beamtin geht. Ich bin seit meinem 20. Lebensjahr durchgehend Gewerkschaftsmitglied. Erst bei Verdi und inzwischen eben bei der GEW. Auch meine Eltern waren/ sind beide engagierte Gewerkschaftsmitglieder, mein Vater bei der GEW, meine Mutter bei der IGMetall. Ich bin auf Demos aller Art groß geworden. Ich habe schon mehr als einmal tatkräftige Unterstützung erhalten durch meine Gewerkschaft und empfehle die Beratung durch diese bzw. Die Mitgliedschaft in einer solchen hier im Forum insofern begründet regelmäßig.

    Dies geschrieben finde ich die aktuelle Forderung dennoch deutlich zu niedrig, bedenkt man, dass dies die Forderung vor Verhandlungsbeginn ist und dass bessere Arbeitsbedingungen in Form geringerer Deputatsstunden o.ä. in Zeiten des Lehrkräftemangels vollständig unrealistisch sind. Einen Ausgleich des Reallohnverlustes würde ich persönlich insofern begrüßen und mir erhoffen, erwarte ich aber als Ergebnis bei der Ausgangsforderung nicht mehr.

    Bei mir hat sich das Thema Impfung jetzt auch erledigt, ich bin seit Dienstag krank und positiv.

    Diesmal fing es ganz plötzlich an. Am Montag war ich noch fit, Dienstag früh minimales Halskratzen, Test aber eindeutig negativ. Ich war also auch noch ganz normal in der Schule, war wirklich nicht der Rede wert. Mittags dann schlagartig viel schlechter mit Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, starkem Krankheitsgefühl und mehrere Tests sofort fett positiv.

    Inzwischen ist es etwas besser, aber ich bin immer noch sehr angeschlagen. Ich hoffe, es wird zum WE hin dann genauso plötzlich besser wie es angefangen hat.

    Gute Besserung! Ich hoffe, deine Familie bleibt dieses Mal verschont.

    Kind 1 (ohne Förderbedarf): hat 2x Note 5 in Hauptfächern, kann diese nicht ausgleichen = wird nicht versetzt

    Kind 2 (mit Förderbedarf): wird in derselben Klasse wie Kind 100, aber lernzieldifferent beschult, inhaltliche Defizite ähnlich groß (oder noch größer) wie bei Kind 1 = wird versetzt

    Es gibt bei uns an der Realschule je nachdem, ob ein Kind auf Haupt--oder Realschulniveau geschult bereits Unterschiede in der Versetzungsordnung, wie Benotung. Das ist den SuS durchaus bewusst und gehört dazu. Neidisch ist deshalb niemand auf die SuS im G- Niveau. Den von dir imaginierten Konflikt, weil für ein zieldifferent beschultes Kind noch einmal eine andere Versetzungsordnung gilt habe ich in der Realität noch nie erlebt. Unreflektierte Kommentare, dass XY es angeblich leichter habe lassen sich recht schnell stoppen, wenn man die SuS darauf hinweist, welches gesundheitliche Päckchen mit Nachteilsausgleichen einhergeht.

    Vielleicht solltest du wenn es um konkrete Schulsiuationen geht weniger theoretisch argumentieren und mehr bei dem bleiben, was du tatsächlich in deinem Schulalltag erlebst.

    DerGermanist hat einen Punkt aufgezeigt, der bedingt durch Inklusion derzeit unklar ist: Schüler ohne Förderbedarf, die zu viele Defizite aufweisen, müssen die Jahrgangsstufe wiederholen oder auf eine andere Schulform wechseln. Wenn das Gymnasium lernzieldiffernt beschulen soll, besteht ein Konflikt, wenn ein Schüler ohne Förderbedarf das Schuljahr nicht schafft, ein Schüler mit Förderbedarf im Zweifelsfall jedoch versetzt wird.

    Bei uns gibt es derzeit keinen solchen Fall, aber das hängt natürlich vom Einzugsgebiet und die Auslegung von Inklusion mancher Eltern ab.

    Was für ein imaginärer Konflikt soll das bitte sein, den es spezifisch am Gymnasium geben soll, nicht aber an anderen Schularten, die ebenfalls SuS lernzieldifferent beschulen und an denen das einfach auf dem Zeugnis entsprechend ausgewiesen wird, was eben auch bedeutet, dass die Versetzungsordnung für lernzielgleich beschulte SuS z.B. der Realschulen nicht greift?

    Niemand kann dir vor Studienbeginn garantieren, wie die Situation in diversen für dich infrage kommenden Bundesländern nach Studium und Vorbereitungsdienst aussehen wird für dich.

    Grundlegend wird der Lehrkräftemangel in allen Schulformen aber zunehmen in den nächsten Jahren, was auch die Einstellungschancen an den Gymnasien für bislang überlaufene Fächer deutlich verbessern wird bei ausreichender örtlicher Flexibilität. Grundlegend wirklich der Mangel in der SEK.I noch auf lange Sicht Sondermaßnahmen zur Lehrkräfterekrutierung erforderlich machen. Gymnasiallehrkräften zumindest nachrangig die Bewerbung auf SEK.I- Planstellen zu ermöglichen ist dabei noch das geringste der Probleme, weshalb dieser Weg mit Sicherheit noch sehr lange bestehen worden allen Bundesländern in verschiedensten Formen. Nachrangig bedeutet, dass die Lehrkräfte, die für die Schulform ausgebildet sind bevorzugt eingestellt werden, ja.

    Wenn du eine Planstelle in der SEK.I antrittst kannst du nicht mal eben switchen auf eine SEK.II- Stelle. Entsprechenden Mangel in deinen Fächern vorausgesetzt kann es aber durchaus sein, dass du trotz Anstellung in der SEK.I am Ende auch in der SEK.II eingesetzt wirst bei entsprechender Lehrbefähigung (vor allem, wenn du sowieso an einer Gesamtschule tätig bist).

    Niemand kann dir aber jetzt garantieren, was alles an Sondermaßnahmen möglich sein wird bis du dich in frühestens 7 Jahren auf eine Planstelle bewerben wirst können oder in den Jahrzehnten danach, während du im Schuldienst tätig sein wirst. Also überleg dir jetzt vor allem, welche Fächer dich genug interessieren für dein Studium, mach vielleicht noch einmal ein Praktikum, um deine Schulformentscheidung zu überprüfen (das Gymnasium kennst du bislang nur aus Schülerperspektive, die SEK.I- Schularten womöglich noch gar nicht und wenn, dann auch nur aus Schülerperspektive) und dann triff eben diese.

    Also ich habe keine Möglichkeit gefunden, überall wird nur nach Stiko geimpft und ich falle nicht unter die Risikogruppen. (Bei der Grippe-Impfung war das bisher allerdings nie ein Problem, die bekomme ich überall problemlos).

    Als Lehrerin fällst du ja durchaus auch unter die Beschreibung der Risikogruppen für die Grippeimpfung, weil die zahlreichen Kontakte täglich einen selbst zum Verteilzentrum machen können. Vielleicht kommst du damit ja auch bei der COVID- Auffrischung mit rein?

    In der Schule bin ich in einem reinen Frauenhaushalt. "Normale" Milchpackungen existieren da nicht. :flieh:Werde ich jetzt rausgeworfen? :rotwerd:

    Was bedeutet das, also was sind für dich normale Milchpackungen und was ist es, was ihr habt? Meinst du damit Pflanzenmilch oder Flaschenmilch? Und was genau hat die Art eurer Milchpackungen mit dem Geschlecht der Lehrkräfte zu tun?

    Da ich Kaffee immer in Unmengen Milch ersaufen lasse, trinke ich verständlicherweise in der Schule nie Kaffee ;)

    Frische Milchpackung nehmen und die vergammelten Altlasten, die eh niemand mehr trinken kann einfach entsorgen wäre auch eine Option. So mach ich das, wenn ich zuhause keine Milch mehr habe und meinen Kaffee von zuhause insofern in der Schule mit Milch versehen muss.

    Bei uns gibt's ehrlichen Filterkaffee, da kann ich wirklich nicht klagen.

    Wenn man gute Bohnen, in guter Röstung nimmt, ja. Wir haben einen ordentlichen Vollautomaten, aber es wird immer nur irgendein maximal säurebetonter Mist gekauft, der halt billig genug ist im Großpack, damit der Kaffee nicht mehr als 50 Cent kostet. Mit solchen Bohnen schmeckt der Kaffee einfach immer miserabel. Die guten Bohnen aus der lokalen Rösterei, die ich mir privat kaufe schmecken dagegen in jeder Zubereitungsform, also egal ob aus dem Vollautomaten, handgefiltert oder aus der French Press. Nachdem das Kollegium aber leider lieber miesen Kaffee möglichst billig will, bleib ich dabei, mir meinen Kaffee für die Schule zuhause vorzubereiten und mitzunehmen.

    Catania ist glaube ich in MV und kann dir vielleicht etwas dazu sagen, sonst kontaktiert deine Gewerkschaft und lass dich von dieser beraten.

    Was du dir selbst überlegen und prüfen kannst:

    - Wie viele Stunden müsstest du in MV im berufsbegleitenden Seiteneinstieg wöchentlich unterrichten?

    - Wie viele Stunden Seminarveranstaltungen für den Seiteneinstieg (Pädagogik, Didaktik, Schulrechtlich ggf.) kommen noch wöchentlich obendrauf?

    - Wie viele SWS müsstest du für das Studium des Zweitfachs veranschlagen?

    Dann verdoppelst du deine SWS- Zahl für die Vor- und Nachbereitung deines Studiums, machst dir bewusst, dass ein Ref ohne Seiteneinstieg, sprich ohne erhöhte Deputatsstundenzahl bereits eine Vollzeittätigkeit darstellt und überlegst dir, wie viel Zeit dir wöchentlich noch bleiben würde für die Vor- und Nachbereitung deines Unterrichts inklusive Elterngesprächen, Gesprächen mit KuK, das Nachlesen fehlender Fachinhalte und fehlender Fachdidaktik, um sagen wir zumindest die 60 Wochenstunden nicht konstant zu überbieten, die 80 Wochenstunden aber niemals.

    Kommst du auf eine realistische Wochenstundenzahl für die Dauer des Nachstudiums , mit der sich noch guter Unterricht vorbereiten lässt oder siehst du schon den Burnout vor dir?

    Wie gesagt wurden bei uns Gymnasiallehrkräfte hingeschickt, auch wenn sie das nicht wollten. Dass sie mehr verdienten als die Lehrer anderer Schularten hat nicht unbedingt die Stimmung in Kollegium verbessert, aber ich meine, inzwischen sind die Studiengänge angepasst.

    Nein, keine Anpassung der Studiengänge und die Mehrheit der Gymnasiallehrkräfte, die an GMS gelandet sind, sind dort gelandet, weil sie am Gymnasium kein Einstellungsangebot bekommen haben, so dass sie sich halt in der Verzweiflung für die GMS beworben haben. Gynmasialkräfte bekommen meine ich auch nur dann A13Z an der GMS, wenn sie tatsächlich auf einer Gymnasialstelle sitzen, ansonsten bekommen sie A13, genau wie alle, die für SEK.I - Lehramt eingestellt wurden und auch früher schon die Realschulkräfte. Frustrierend war und ist das also vor allem für die zahlreichen KuK, die noch das alte Grund- und Hauptschullehramt studiert hatten und A12 erhalten haben, die natürlich die Mehrheit der Kollegien der GMS zunächst darstellten, weil das ja im Regelfall umgewidmete Hauptschulstandorte sind. Inzwischen ist das durchmischter durch die zahlreichen Lehrkräfte in Sek.I- Lehramt, sowie die Lehrkräfte die dank der HoLa inzwischen ebenfalls A13 erhalten, was es meines Erachtens sogar noch frustrierender machen dürfte für diejenigen, die keinen HoLa- Platz erhalten haben und insofern auch weiterhin die gleiche Arbeit für A12 machen.

    Bei uns wurde die Gemeinschaftsschule z.B. noch nicht vor all zu langer Zeit eingeführt, da konnte man dieses Lehramt gar nicht studieren und deshalb wurden da auch Gymnasiallehrkräfte hingeschickt, denn es gibt Kinder auf allen Niveaustufen dort.

    Die Mehrzahl der Stellen an Gemeinschaftsschulen sind SEK.I- Schulen, für die man SEK.I- Lehramt (alte Bezeichnungen Realschullehramt oder auch Grund- und Hauptschullehramt mit Schwerpunkt Hauptschule) studiert bzw. studiert hat. Für die wenigen Stellen, die nicht nur für Gymnasiallehrkräfte ebenfalls freigegeben sind zur Bewerbung, sondern explizit für diese ausgeschrieben werden muss man wie früher auch einen Abschluss für das dementsprechende Lehramt vorweisen können. Der neue Name für die alten Hauptschulen plus die neuen Methoden plus in wenigen Fällen die gymnasiale Oberstufe haben zu keinem Zeitpunkt ein neues Studium erfordert. Ich habe so noch einen Studienabschluss in Realschullehramt, aber bereits den Vorbereitungsdienst für SEK.I- Lehramt abgeschlossen, weil es zu dem Zeitpunkt die alten Bezeichnungen im Ref schon nicht mehr gab.

    Diese „steile These“ habe ich nicht aufgestellt, sondern Ärzte.

    Alle beteiligen Parteien(bis auf die Bez. Reg.) sind der Meinung, dass der ärztlichen Meinung Folge zu leisten sei/ist, daher unterstützt beispielsweise auch die Gewerkschaft die juristische Intervention. PR und SBV sind ebenfalls der Meinung, dass der ärztlichen Meinung folge zu leisten sei (natürlich auch in Hinblick, dass man eventuelle Alternativen ausloten solle)

    Dann hoffe ich für dich, dass deine Ärzte diese Hypothese auch rechtssicher medizinisch untermauern können. Wenn deine Gewerkschaft dich aber unterstützt in der Sache, dann kannst du ja zumindest versuchen über das Hinzuziehen eines Fachanwalts für Verwaltungsrecht den Druck zu erhöhen. Wenn deine Bezirksregierung tatsächlich keinen Präzedenzfall schaffen möchte, die Rechtslage aber zu deinen Gunsten ist, dann wird man in der Bezirksregierung letztlich eher klein beigeben, als dich den tatsächlichen Präzedenzfall über ein Urteil schaffen zu lassen. Sollte die Rechtslage allerdings nicht so eindeutig sein, dann könnte es dauern für dich.

    der Schulformwechsel ist, laut ärztlicher Stellungnahme, der „gamechanger“, um dauerhaft dienstfähig zu belieben

    Einen Schulformwechsel als "Gamechanger", sprich ultima ratio zu bezeichnen zum Erhalt der Dienstfähigkeit halte ich für eine steile Hypothese, die sich medizinisch nur schwer untermauern lassen dürfte, da dir der Schulformwechsel längst keine Schule mit paradiesischen Voraussetzungen sichert oder ein mobbingfreies Kollegium usw.

    Vor allem wenn du aktuell bereits an einer Schulform tätig bist, für die du ebenfalls mal deine Planstelle erhalten hast (Gesamtschule aktuell, weil Planstelle GymGes?), halte ich es für naheliegender, eine Versetzung an eine andere Schule zu forcieren ohne den Schulformwechsel zur Bedingung zu machen. Diesen rechtssicher zu begründen scheint mir nämlich kaum möglich. An eine andere Schule mit Bedarf, wo bestimmte gesundheitliche Faktoren aber für dich besser sind zu wechseln, sollte für dich unproblematisch möglich sein. Vermutlich wird das dann eher eine Gesamtschule, aber dafür dürftest du dabei wohl erfolgreich sein können, wenn PR und Schwerbehindertenvertretung dich unterstützen.

    Was sagt denn die Schwerbehindertenvertretung zu deinem Antrag und der medizinischen Begründung? Halten die das für rechtssicher? Geht deine Gewerkschaft davon aus, dass das ein Präzedenzfall ist, den sie gewinnen kann und deshalb für dich erstreiten möchte?

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