Beiträge von CDL

    Wie gesagt, Abstimmungsaufwand muss das nicht unbedingt heißen. Der Regelfall ist bei uns eine Email, die jemand schreibt und ein "Daumen hoch", wenn man sich am nächsten Tag im Lehrerzimmer über den Weg läuft.

    In einem guten Team, einer guten Fachschaft, einem guten Kollegium läuft das so. In zwei meiner vier Fachschaften wäre die Abstimmung an sich absolut kein Problem, weil wir generell einen sehr guten und engen Austausch pflegen wo möglich. In den beiden anderen Fachschaften sitzen aber einige aus dem Mobbingtrupp des Kollegiums, die vor allem darauf hinwirken, sich auf Kosten anderer zu profilieren, indem z.B. Informationen nicht allen mitgeteilt werden oder auch bewusst auf falsche Informationen verwiesen wird auf Nachfrage um Fehler publikumswirksam selbst beheben zu können. In den beiden Fachschaften arbeiten diejenigen, die „dazugehören wollen“ teilweise komplett im Gleichschritt- egal was die Klasse brauchen würde für den Lernfortschritt, um nur ja nicht irgendwie anzuecken.

    Also ich persönlich finde ja, dass rein theoretisch jeder mal in meinem Lieblingswald joggen/ walken sollte- ohne feste Strecke, sondern einfach wenigstens 90min der Hundenase nach alles entdecken und ab dann per persönlichem Orientierungssinn (von Hund und Mensch) und anhand des Sonnenstandes zurück zum Ausgangspunkt. Ganz praktisch möchte ich aber gar nicht ständig irgendwelchen Leuten begegnen im Wald, weshalb ich euch nicht verraten werde, wo mein Hund und ich dieses Spiel bevorzugt betreiben.. :P

    Wenn der Sinn darin besteht, die Kollegen dazu zu bringen, sich mal über Prioritätensetzung bei der Stoffauswahl, über die Gestaltung (Umfang, Fragestellung) von Arbeiten und über Vorgehen bei der Korrektur auszutauschen, finde ich das überhaupt nicht "völlig sinnlos". Eine Vergleichsarbeit muss ja nicht zwingend das Ziel verfolgen, die Prüflinge zu vergleichen.

    Das kann man aber auch anders erreichen. Ich persönlich funktioniere deutlich besser, wenn mir zugetraut wird mitzudenken, Verantwortung zu übernehmen, reflektierte und sachlich angemessene Entscheidungen zu fällen. Absprachen innerhalb meiner Fachschaften nehme ich sehr ernst und setze diese auch um- schließlich habe ich diese selbst mit entschieden bzw. kann Änderungen anregen.

    Wenn man mich einfach nur gängelt und entmündigt, indem man mir noch nicht einmal zutraut vernünftiges Teamwork zu leisten, vernünftige Leistungsmessung zu betreiben, etc., auch nicht den Weg offen lässt, derartige Absprachen fachschaftsintern, aber dann eben individuell an mich und meine Klassen anpassbar zu treffen, dann regt sich in mir eine Menge Unwille und Unlust. Natürlich setze ich solche Vorgaben dennoch um, wenn diese rechtskonform sind, aber ich werde dann auch sehr konsequent darin, umgekehrt auf absolut rechtkonforme Vorgehensweisen zu bestehen, wenn beispielsweise mal wieder übersehen wird in einer Projektwoche, was in meiner Integrationsvereinbarung steht und das korrekt zu ändern für die eine Woche mehrere Stunden Stundenplanbastelei bedeuten würde.

    * mich wundert gerade, dass das nicht Standard ist. Bei den Schulen (auch der weiterführenden Schule) an denen ich bisher war, war es immer üblich, dass sich die Lehrer auf die gleiche Arbeit geeinigt hatten. Der Stoff ist ja auch der gleiche.

    Der Stoff ist identisch, die Klassen und ihre Stärken und Schwächen sind es aber ebenso wenig, wie die Lehrkräfte, die individuelle Schwerpunkte setzen, sehr unterschiedliche Fragetechniken haben, etc.

    Ich halte absolut nichts davon, einfach mal pauschal dieselben KAs schreiben zu lassen in Parallelklassen. Das entlastet mich nicht, entlastet meine Klassen auch nicht, beraubt mich aber meiner pädagogischen Freiheit, die schlicht Teil dessen ist, was den Beruf reizvoll macht für mich.

    Im gewissen Rahmen, ja. Aber das Grundgerüst muss vorher klar sein, wenn's hinterher vergleichbar sein soll.

    Wenn die SL das angeordnet hat muss diese das auch kontrollieren, also einfach weiter erforderliche Absprachen treffen und selbst umsetzen. Der Rest ist dann nicht mehr dein Job, sondern der der SL.

    Keine Emotionen im Beruf zu zeigen, ist professionell, das stimmt. Den anderen dann aber auf andere Weise spüren zu lassen, welche Emotionen mat hat, ist es nicht.

    Ich denke nicht, dass „keine Emotionen zu zeigen“ Teil unseres Berufs oder einer professionellen Ausübung desselben wäre. Emotionen gehören immer dazu in einem gewissen Maß, um menschlich, authentisch, empathisch zu arbeiten mit anderen Menschen. Professionell ist es aber, sich nicht von den eigenen Emotionen- hier deiner Frustration über das Verhalten des Kollegen- treiben zu lassen. Andernfalls replizierst du letztlich nur, was du ihm vorhältst. Du kannst ihn nicht ändern, deinen Umgang mit seinem Verhalten und was es mit dir persönlich machen darf durchaus.

    Kennt ihr solche Leute? Wie geht man am besten und am schmerzfreisten mit ihnen um?

    Professionell.

    Wenn er sich nicht an Pflichtvorgaben hält muss die SL das klären. Also nicht drüber aufregen oder ärgern, sondern Absprachen zu vorgeschriebenen Vergleichsarbeiten etc. ab jetzt immer schriftlich dokumentieren, damit du bei Bedarf nachweisen kannst, deine Arbeit korrekt gemacht zu haben, fertig. Der Rest ist sein Thema und dort lässt du es.

    Ob er dich grüßt oder nicht ist letztlich egal (und kann viele Gründe haben). Also einfach ignorieren und selbst weiter normal mit dem Kollegen umgehen.

    Klassenfahrt: Wenn er mit seiner Klasse alleine Unternehmungen planen will, soll er das doch machen. Er muss dann halt auch eine Lösung finden für die Beaufsichtigung, zusätzliche Eintrittsgelder, etc. . Den Schuh würde ich mir gar nicht erst anziehen, das zu meinem Problem zu machen, dass ein Kollege sein eigenes Ding machen will. Das muss schließlich auch kein Problem sein.

    Kann man in der Bewertung im Unterricht den mündlichen Bereich anders bewerten?

    BW: Ja, das ist problemlos möglich in solchen Fällen, diesen anders zu gewichten.

    Zitat

    Kann man mündliche Prüfungen ersetzen?

    Welche Ersatzleistungen werden dann als gleichwertig angesehen?

    Wenn mit mündlichen Prüfungen an der Stelle einfach Formen der mündlichen Leistungsmessung gemeint sind, dann wäre es durchaus denkbar, diese zu ersetzen. Je nach Fach- z.B. Fremdsprachen -ist es aber nicht einfach möglich alles durch schriftliche Leistungsmessungsformen zu ersetzen, ohne nur noch Teilbereiche des Faches bewerten zu können (was dann im Zeugnis vermerkt wird, auch wenn der NTA selbst nicht vermerkt werden darf) weshalb der ideale Weg eine andere Gewichtung mündlicher Fachleistungen wäre, sowie zusätzliche Entlastungen z.B. durch mehr Zeit für mündliche Produktion, eventuell ein Gespräch mit der Lehrkraft alleine statt vor der ganzen Klasse, etc. und natürlich in allen Fächern, in denen das problemlos möglich ist auch einfach der Ersatz mündlicher Leistungen durch schriftliche Leistungen (an der Tafel vorrechnen, usw.). Das sind dann schlichtweg individuelle Fragen, je nach Kind, Symptomatik, Bedürfnissen, individuellen sprachlichen Möglichkeiten des Kindes.

    Zitat

    Gilt das in Abschlussprüfungen auch?

    Immer noch BW: Grundlegend ist es auch möglich in Abschlussprüfungen Nachteilsausgleiche zu erhalten, ein Notenschutz fällt dann aber weg. Damit werden alle mündlichen Leistungen genauso gewichtet wie bei allen anderen SuS. Ob es dennoch möglich wäre, eine mündliche Prüfung komplett zu ersetzen weiß ich nicht, kann es aber klären, wenn du möchtest. Wenn, dann wäre das aber immer eine individuell dem RP gegenüber darzulegende und von diesem zu entscheidende Einzelfallentscheidung, da wir zentrale Abschlussprüfungen haben.

    Geht das auch in sachlich und höflich?

    Du meinst so „sachlich und höflich“, wie mich im Imperativ anzuweisen gefälligst deine Beiträge (erneut) zu lesen?

    Lies!

    Das letzte Mal als ich tatsächlich Beiträge von dir kritisiert hatte, hattest du mir per PN erklärt, mich von nun an zu blockieren. Bitte mach das doch einfach wirklich, wenn du prinzipiell alles, was ich schreibe direkt als persönlichen Angriff interpretieren möchtest, gleich wie es gemeint war.

    Schüler mit Förderbedarf = "wurmstichig"? ?(

    Wohl kaum bei Bolzbold . Ich hatte das als Kommentar zur geschilderten Situation der jungen Kollegin (?) - fachfremd, stufenfremd, schulformfremd, ohne Ref, in Vollzeit- verstanden.

    Die Kollegin weiß gar nicht, was es bedeutet den Job an ihrer studierten Schulart (samt Inklusionskindern), in ihren studierten Fächern und mit einer vernünftigen Ausbildung zu machen, denkt aber in ihrer momentanen Verzweiflung dennoch darüber nach, eben diese Ausbildung gar nicht zu machen, sondern stattdessen direkt den Beruf zu wechseln, ohne ihren eigentlichen Beruf überhaupt richtig kennengelernt und gelernt zu haben. Das sind dann durchaus wurmstichige Äpfel, die mit Birnen verglichen werden..

    • Didaktik Physik / Didaktik Mathematik
    • Unterrichtsplanung
    • Klassenführung / Einstieg in den Lehrerberuf allgemein

    Ich habe vor dem Ref die Seiten der Seminare hier in BW auf Literaturtipps für meine Fächer und deren Fachdidaktiken, sowie Päd/ Klassenführung durchforstet und mir dann alles, was ich noch nicht kannte, was aber sinnvoll klag gebraucht gekauft und bis zum Beginn des Refs durchgearbeitet. Vielleicht gibt es das auch an bayrischen Seminaren? Wenn ja wäre das ein guter Weg, da du damit direkt auch nah an dem arbeitest, was die Seminare aktuell erwarten, aber auch schauen kannst, was dir selbst sinnvoll und hilfreich erscheint.

    Wenn es das auf den Webseiten bayrischer Seminare nicht gibt, dann kannst du einfach die hier in BW durchforsten. Viele Seminare haben sehr gute, regelmäßig aktualisierte Literaturlisten.

    Ich kann bestimmte Sachen nicht auf Französisch, ich habe eine Sprachblockade zu einzelnen Themen.

    Ich glaube, das ist ziemlich normal für jemanden, der so lange in Deutschland lebt wie du und hier sein gesamtes professionelles, sowie den Hauptteil des privaten Lebens aufgebaut hat seit dem Studium. Da sind bestimmte Themenbereiche dann einfach sehr deutsch geprägt (und das müssen dann längst nicht nur professionelle Themen sein).

    Bis lange nach der Trennung von meinem Exmann, mit dem ich ausschließlich Französisch gesprochen hatte, waren bei mir bestimmte Themen exklusiv französisch besetzt im Kopf. Auf Deutsch konnte ich lange nur unter größeren sprachlichen Schwierigkeiten über diese Themen sprechen. An einem bestimmten Punkt ging dann im Kopf für ein paar Jahre eine Tür zu und ich konnte kein Wort mehr Französisch sprechen, war komplett blockiert, bis diese Tür vor 13 Jahren, als ich das erste Behandlungsintervall in der Klinik hatte wegen der PTBS, wieder langsam aufging. (Dieses Mal ist mein drittes und voraussichtlich vorletztes Intervall. Letzte Traumakonfrontation und dann irgendwann noch einmal vielleicht für die Traumaintegration.)


    Gibt es dann in der Küche bewaffnetes Grenzpersonal? Meine pendelnde in Frankreich wohnende Freundin ist ziemlich genervt, in jedem Zug nach Deutschland anhalten und kontrolliert werden zu müssen… also nur auf deutscher Seite wohl.

    Das Küchenpersonal ist natürlich bis aufs Messer bewaffnet..

    Abgesehen davon: Nein, das ist eine grasgrüne Grenze (etwas betongrau mitten im Gebäude nehme ich an), die tatsächlich weiterhin niemand kontrolliert, da das anders als Züge glücklicherweise nicht auf der Agenda der Bundespolizei steht. Das wäre auch reichlich problematisch für eine Reha- Klinik und weder den deutschen, noch den französischen oder luxemburgischen Patientinnen und Patienten vermittelbar. (Die Klinik hat zwei komplette Stationen, die rein französischsprachig sind. Ich war vor 10 Jahren schon einmal dort und freue mich insofern darauf, beim Mittagessen dann einfach immer wieder an einem der französischsprachigen Tische zu sitzen und ganz nebenbei damit auch noch mein Französisch pflegen zu können.)


    ———————

    Die verschärften Grenzkontrollen finde ich nebenbei bemerkt weniger witzig als den Gedanken an Grenzer in der Küche. Das ist dem Europa- Gedanken und gerade auch dem Zusammenwachsen grenznaher Räume nicht zuträglich.

    Die Infos wären also relevant.

    Alternativ: Einfach zunächst mal das LASUB anrufen und nachfragen, wie dort der Stand der Dinge mit dem dort bekannten Abbruchsausbildungsstand wäre. Vielleicht erübrigt sich das Thema damit bereits und wenn nicht, ist spätestens dann bekannt, woran es auch in anderen BL scheitern könnte, was zielgerichteteres Nachfragen hier im Forum, wie auch außerhalb (z.B. in Sachsen- Anhalt..) erlaubt.

    Im schlimmsten Fall könnte mein Orthopäde doch bestimmt dem Amtsarzt ein Schreiben zuschicken, was bestätigt, dass es nicht „schlimm“ ist.

    Besser du bringst ein fachärztliches Attest deines Orthopäden direkt mit, aus dem neben der aktuellen Symptomatik und Behandlung deutlich hervorgeht, dass keine Einschränkung für den Zielberuf besteht und auch kein (erhöhtes) Risiko einer vorzeitigen Berufsunfähigkeit/ Dienstunfähigkeit infolge der Erkrankung besteht. Das kürzt das Ganze ab, wenn der Orthopäde das direkt vorab attestieren kann.

    siehe #42

    Nachdem 42 die Antwort auf alles ist- wie ja wohl jeder gute Nerd weiß!-, wird das wohl stimmen. Dies geschrieben sollte insofern jedes Lehrerhandy während Prüfungen einen gut lesbaren Sticker hinten drauf haben mit einer 42, quasi als Generalspickzettel für alle Fächer und sämtliche Wissenslücken. Also bis auf unsere Handys in BW- wir dürfen während Prüfungs- und KA- Aufsichten schließlich alles außer korrigieren, Unterricht vorbereiten, lesen, das Handy nutzen, … (Vielleicht ein Shirt mit einer großen 42 drauf als Special BW- Edition?)

    … dass ich in vier Wochen drei Wochen lang mit einem Bein in Deutschland und mit dem anderen in Frankreich leben werde. (Gebäude steht teilweise auf der Grenze. Je nachdem, wie rum ich ums Haus gehen werde, laufe ich dann mal in Frankeich und mal in Deutschland entlang. Grenznahe Räume sind einfach schön, so ganz ohne Schlagbäume und Co.)

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