Beiträge von CDL

    Mit Personen, die von einem Thema stark emotional betroffen sind, kann man über selbiges leider nur schwer rational diskutieren. Also lassen wir das.

    Mit Menschen die ihre Vorurteile zur ultima ratio erklären wollen kann man leider gar nicht diskutieren.. Also spar dir deinen gönnerhaften Unterton und such´ dir ein anderes Thema als Spielwiese aus.

    Menschen wie du sind mir schon sehr oft begegnet als Stolpersteine. Ich habe diese zum Glück bislang alle übersprungen auf meinem Weg in den Beruf, die blinden Lehrkräfte in den Videos und Zeitungsberichte ebenfalls, aber es ist schon immer wieder verdammt traurig, was man als Lehrkraft mit Behinderung ständig noch alles zusätzlich mehr leisten, nachweisen, beweisen und im Zweifelsfall ein bisschen besser können muss als der Durchschnitt, nur um seine Daseinsberechtigung im Beruf zu beweisen. Behinderung ist exakt das, was du hier an Haltung demonstrierst und behindert werden Menschen wie ich von Menschen wie dir, nicht von unseren Fähigkeiten, Möglichkeiten oder gar unserem schieren Willen stärker zu sein, als Außenstehende das erwarten würden. Ich habe mir meinen Weg in den Beruf erkämpft TROTZ Menschen wie dir, genau wie die meisten anderen Lehrkräfte mit Behinderung, denn Stolpersteine wie dich, die ihre Vorurteile für objektiv und rational halten gibt es - leider- überall.

    Die einzige reflexartige Abwehrhaltung die ich hier sehe ist deine Antwort. Statt innehalten und deinen Duktus zu überdenken machst du genau im selben Stil weiter. Wir Lehrkräfte mit Behinderung müssen die selben Prüfungsleistungen erbringen wie alle anderen Anwärter auch, werden nach denselben Kriterien und anhand derselben Notenskala bewertet, wie nicht-behinderte Lehrkräfte. Niemand von uns muss DIR beweisen gut genug zu sein für den Job. Das beweisen die Zeugnisse der Staatsexamina. Wäre der Unterricht dieses Lehrers nicht hervorragend, hätte er sein 2.Staatsexamen nicht mit 1,3 bestanden, denn geschenkt hat ihm diese Noten niemand, die hat er sich ehrlich erarbeitet und verdient. Für das Gegenteil hast du überhaupt keinen Anhaltspunkt- abgesehen von unbegründeten Vorurteilen versteht sich.

    Den Rest will ich gerade gar nicht mehr kommentieren, sonst werde ich womöglich ziemlich ausfallend, so wütend macht mich das gerade.

    Nein, beurteilen kannst du es nicht, wirfst es aber mal in den Raum, ebenso wie den Begriff der Quote und das obwohl in dem einen Beitrag sogar angesprochen wurde, dass Martin sein 2.Staatsexamen mit 1,3 bestanden hat, also sicherlich nicht nur dank "Quote" reingerutscht wäre, sondern schlichtweg verdammt gut ist in seinem Job, weiß was er macht und auch ohne das Schwerbehindertenverfahren zu nutzen seine Stelle erhalten hat (wobei es auch völlig ok wäre, wenn er seine Stelle über dieses Verfahren erhalten hätte). Dein Beitrag hinterlässt ein unangenehmes Gschmäckle.

    In dem einen Beitrag war auch ein ganz kurzer Moment aus dem Französischunterricht zu sehen (wobei mir jetzt grad unklar ist, warum der interessanter sein sollte).

    Ja, ich weiß zumindest in Ansätzen, wie das im Hinblick auf die Korrekturen geregelt ist. Nachdem ich aber nicht sehen kann, inwiefern diese Information etwas zu Toleranz und Akzeptanz beitragen könnte, möchte ich das nicht weiter ausführen. Wen es betrifft, der weiß, wie das geregelt wird oder kann sich bei Bedarf per PN an mich wenden.

    Wie ist denn bei Euch an der Schule und in der Region allgemein aktuell die Stimmung (insbesondere, wenn Ihr im Risikogebiet seid)? Bemerkt Ihr mehr Besorgnis bei KuK/ SuS/ Eltern angesichts der steigenden Zahlen? Bleiben mehr SuS dem Unterricht fern?

    Was würdet Ihr/ KuK/ SuS/ Eltern sich wünschen, wie es an den Schulen weitergeht?

    Wir sind auch deutlich über 100 (täglich steigend), was sich bemerkbar macht nicht nur an den Hinweisschildern bei den Haushaltswaren, dass nur noch 1x Toilettenpapier und 1x Küchenkrepp pro Einkauf abgegeben werden. Einige Eltern haben ihre Kinder aus dem Präsenzunterricht herausgenommen, schwangere Kolleginnen die freiwillig in Präsenz tätig waren sind in die reine Fernlehre gegangen und während man manche SuS durchgehend daran erinnern muss die Maske über die Nase zu ziehen (die Dinger sind so alt und ausgeleiert, dass sie zwar vermutlich kaum noch etwas bringen, aber was soll man machen...) oder überhaupt hochzuziehen im Unterricht, reagieren manche schonnervös, wenn ich mit FFP2-Maske in ihrer Nähe stehe, um einen Blick in ihre schriftliche Aufgabe zu werfen, stellen Fragen danach , ob man überhaupt noch in Präsenz arbeiten werde nach den Ferien bzw. reagieren erleichtert bei klaren Ansagen, wie wir bestimmte Dinge regeln werden, sollten wir in Quarantäne oder Fernlehre sei zu dem Zeitpunkt, zu dem die entsprechende Leistung fällig wäre etc. Die Belastung merke ich vielen meiner SuS sehr deutlich an, aber eben auch den KuK in steigendem Maß (seitdem der erste Schwung in Qurantäne gehen musste hat die Anzahl der FFP2-Masken spürbar zugenommen, aber es nehmen auch diejenigen, die vorher eher leichtfertig waren die Regeln erkennbar ernster, achten auch untereinander auf Abstände etc.). Viele Eltern sind sehr besorgt, sei es um die Gesunhdheit ihrer Kinder (oder Familienangehöriger), sei es im Hinblick auf mögliche Fernlernphasen und daraus resultierende Verluste in der Qualität der Vermittlung. Man merkt überall, dass die Anspannung und Belastung zunimmt mit den schnell steigenden Zahlen. Zunhemend bedrückend fühlt sich das an. Ich hoffe insofern sehr, dass wir nach den Herbstferien in Präsenz weitermachen dürfen. Dieses kleine Quentchen Normalität brauchen meine SuS ebenso wie die meisten meiner KuK oder auch ich.

    Das Video habe ich noch nicht wiedergefunden (ist vielleicht nicht mehr frei verfügbar, das habe ich vor 3 oder 4 Jahren mal gesehen gehabt), aber es gibt sehr viele Artikel. In einem wird beispielsweise auch ein weiterer blinder Lehrer aus Recklinghausen erwähnt:

    https://www.deutschlandfunk.de/themenreihe-mi…ticle_id=379692

    https://www.integrationsaemter.de/Lernen-fuers-L…1p62/index.html

    https://www.teckbote.de/datenschutz_ar…arid,69920.html

    Wer die Zeit abonniert hat, findet dort einen weiteren Artikel im Bezahlbereich.

    Es gibt irgendwo noch ein Video, wo noch genauer dargestellt wird, wie er seinen Unterrichtsalltag bewältigt mit Assistenz oder auch an wen die Arbeiten für Korrekturen gesendet werden. Leider habe ich das nicht mehr gefunden. Falls ich es wieder finden sollte, verlinke ich auch das noch.

    Ja, der Moment, in dem man zum ersten mal liest, dass die 7-Tages-Inzidenz jenseits der 100 liegt ist kein besonders schöner (das liegt bei uns leider schon zahlenmäßig recht weit zurück, weshalb wir nicht wissen, wieviel Präsenz wohl nach den Herbstferien bei uns möglich sein wird. Angesichts der Entwicklung rückt das rollierende System gerade in sehr greifbare Nähe, die ersten Schulen in der Stadt haben schon ihre SuS aufgefordert alle Materialien aus den Spinden vor den Ferien nachhause mitzunehmen- sicherheitshalber, falls es nach den Ferien nicht für alle in Präsenz weitergehen kann/darf).

    Ich wusste es!!! Dieser Thread entwickelt sich gerade gaaaanz weit weg vom Ausgangstheme 8)!

    Da muss ich also auch meinen Senf dazugeben: Wenn es nach mir geht, kann jeder - SuS wie KuK das tragen, was er möchte! Ob das nun Kleidung wie Shorts, Jogginghosen, oder sonstwas betrifft oder auch Tattoos, Piercings,... Mir kommt es dann doch mehr auf die "inneren Werte" an. Natürlich sollte jede/r gepflegt herumalufen (dreckige Klamotten, "Müffeln" u. ä. gehen meiner Meinung nach gar nicht) und es sollten schon Klamotten sein, die nicht zu "aufreizend" sind und keine T-Shirts mit zweideutigen oder politischen Sprüchen.

    Ach (ich kratz mal die Kurve zum Ausgangsthema), "Müffeln" ist dann doch spätestens im Digitalunterricht gar kein Problem mehr. :weissnicht: Und die ehemaligen Mitanwärter von mir, die ab dem Tag der Vereidigung bis zur Zeugnisübergabe äußerst konsequent in Hosen auf Halbmast mit im Sitzen raushängender Ritze erschienen (muss man auch erstmal durchhalten so ein gesamtes Ref über... :neenee:) wirken plötzlich auch gaaaaaaaaaaaaaanz anders. :lach:

    Hey, dein Körper sagt dir gerade überlaut, dass es so nicht weitergehen kann. Bis wann musst du noch an der aktuellen Schule bleiben? Nutz die Herbstferien für dich, um wieder zu Kräften zu kommen und überleg dir, wie du danach besser für dich sorgen kannst.

    Was den Masernstatus anbelangt, den musst du ja sowieso auch nachweisen für die KV-Stelle und später die Planstelle ab kommendem Jahr, also sieh es einfach als eine Aufgabe, die du sowieso noch abschließen musst, statt dich über das Chaos deiner aktuellen Schule zu ärgern. :) Eine Impfung reicht prinzipiell nur dann, wenn durch einen Labortest nachgewiesen ist, dass dennoch Immunität besteht. Nachdem ich auch nur einmal geimpft wurde als Kind, habe ich so eine Laboruntersuchung machen lassen. Kostet unter 30€, dauert maximal eine Woche, bis du den Wisch hast und wenn je keine ausreichende Immunität vorliegen sollte, dann bist du ratzfatz nachgeimpft und kannst es dann übers Impfbuch nachweisen. Sonst eben Kopie des Impfbuchs plus Kopie des Labortests. Falls die nicht verbal explizit reinschreiben sollten, dass eine ausreichende Immunität vorliegt (steht bei mir drinnen), soll dein Arzt das durch ein Attest mit Verweis auf Laborergebnis und Impfbuch bestätigen. Kopf hoch, durchatmen, kommende Woche zur Ruhe kommen.

    Viel Kraft!

    Der Moment, in dem dein Körper realisiert, dass er die letzte Schulstunde vor den Ferien geschafft hat und ganz urplötzlich "Jippieh, Mittagsschlaf" ruft... :schlafen:

    der letzte Ferientag droht und man urplötzlich und ohne Wecker wieder um 5/6/7 Uhr aufwacht in Vorbereitung auf die erste Schulwoche? (Treffender pepe und Humblebee ?) Ich wünsche euch einen wirklich guten und vor allem gesunden Start in die kommende Schulwoche.

    Gern gern geschehen, CDL. Ich lasse mir übrigens ehrlich gern erklären, wie ein blinder Deutsch- und Englischlehrer (ich nehme jetzt mal meine Fächer) am Gymnasium zurechtkommen kann. Da endet mein Vorstellungsvermögen schon bei der Korrektur von Schülerarbeiten. Beim Lehrplanbereich "Film" könnte es auch schwierig werden.

    Nachdem Nachgedacht erst einmal raus ist aus dem Thread, würde ich die Frage doch noch direkt aufgreifen und hier ein paar Videos verlinken, die zumindest kleine Aussschnitte zeigen aus der Arbeit von Martin, das dürfte nachdrücklicher sein, als meine Beschreibungen:

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    https://bernsteinfilm.de/anders-wahrnehmen/ (ab 5:12)

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    Über mich gibt es keine Filme, aber ich bin wie bereits geschrieben gerne bereit Nachfragen zur Umsetzung zu beantworten. Alles was hilft bestehende Denkschranken aufzulösen und damit den Weg für andere KuK mit Assistenzhund oder auch ohne, aber mit Behinderung ein klein wenig leichter zu machen leiste ich sehr gerne, denn ich weiß, wie vielen dieser Schranken ich selbst schon begegnet bin und wie dankbar ich war für die Menschen, die mir zur Seite standen in diesen Momenten, die für mich gekämpft haben wo ich es nicht vermochte und die Hürden gemeinsam mit mir ausgeräumt haben, damit ich am Ende einfach nur meine Arbeit leisten kann genau wie jede andere Lehrkraft. :)

    Ich bin zutiefst beeindruckt! Von der Leistung des Hundes, aber auch von dir!
    Nachgedacht : Ich wünsche dir alles Gute und, dass der Hund bei dir genauso einen tollen Erfolg hat wie bei CDL! (Und hör auf CDL, nicht auf die anderen. CDL ist hier die einzige mit Ahnung, alles andere ist, aus welchen Gründen auch immer, geraten.)

    Danke für deine lieben Worte an mich, wie auch an Nachgedacht. Die Einzige mit Ahnung wie der Weg mit Asssistenzhund laufen kann bin ich aber auch in diesem Forum nicht. Es gibt neben Nachgedacht und mir weitere Lehrkräfte mit Assistenzhund, die im Forum aktiv sind und mit denen ich mich per PN austausche. Ich bin lediglich bislang die Einzige gewesen, die das nach außen hin sichtbar gemacht hat (und ich verstehe sehr gut, warum andere nicht offen darüber schreiben im Forum). :)

    Prinzipiell müssen Dinge wie Ausbildungsnachweise vor der Bewilligung der MItnahme vorgelegt werden, so dass sichergestellt ist, dass man einen entsprechend ausgebildeten Hund vor sich hat. Wenn der Hund mit in den Unterricht geht, gibt es ggf. Auflagen, dass schriftliche Genehmigungen sämtlicher Eltern vorliegen müssen, um den Hund mitführen zu dürfen (damit sitzen dann ganz konkret die SuS mit den Ängsten, Allergien und sonstigen Vorbehalten nicht in der Klasse der Lehrkraft mit dem Assistenzhund, sondern in einer Parallelklasse), Wege müssen ggf. (je nach schulischer Situation) abgesprochen werden, Klassenzimmer entsprechend mit Abstand gelegt werden, etc. Bei Kollegen muss man dann eben miteinander klare Absprachen treffen: Darf der Hund mit ins Lehrerzimmer (weil es vielleicht Ausweichräume/mehrere Lehrerzimmer gibt) oder hat vielleicht die Lehrkraft mit dem Assistenzhund unabhängig vom sonstigen Schulkonzept ein festes Klassenzimmer, wo der Hund verbleibt? Ich hatte im Ref auch Kollegen mit schweren Allergien. Die waren aber nur ganz zu Beginn ein Thema, weil diese KuK dennoch den Hund gestreichelt haben, in der Folge schwere gesundheitliche Probleme bekommen haben und spontane Zweifel geäußert haben, ob das dennoch klappen könne. Letztlich hat das dann aber mittels Selbstbeherrschung (nein, der Hund wird nicht gestreichelt bei eigener Allergie *ommmmmmmm*), dem Umgehen mit einem leichten allergischen Reiz (äußerte sich wohl manchmal durch leichtes Halskratzen, war aber nach Auskunft der KuK gut aushaltbar, denn so etwas gibt es nun einmal auch sonst im Alltag sehr häufig), sowie- natürlich- dem Umstand, dass ich mich penibel an alle Absprachen wo der Hund sich aufhalten darf gehalten habe lösen lassen. Wo ein Wille ist...

    Der Moment, in dem dein Körper realisiert, dass er die letzte Schulstunde vor den Ferien geschafft hat und ganz urplötzlich "Jippieh, Mittagsschlaf" ruft... :schlafen:

    Dann könnten Schülerinnen und Schüler mit Allergien gegen Tierhaare oder Angst vor Hunden diese Schule nicht besuchen? Das wäre (hoffentlich) Diskriminierung. Ein Hund hat in einer Schule erstmal nichts zu suchen.

    Joah, ich kenne direkt eine SL, die deine Ansicht teilt. Die würde allerdings auch direkt die Lehrkraft im Rolli ausschließen, denn für diese SL sind Lehrkräfte mit Behinderung das eigentliche Problem, nicht Assistenzhunde.

    Man kann- und nochmal: Ich habe selbst einen Assistenzhund und kenne weitere Lehrkräfte mit Assistenzhund- die Situation in der Schule mit dem Assistenzhund durchaus so organisieren, dass sowohl die Rechte der SuS gewahrt bleiben, als eben auch die schwerbehinderte Lehrkraft nicht diskriminiert wird und am Ende infolge des Hilfsmittelverbots ein faktisches Berufsverbot erhält. Das setzt natürlich den Willen und die Bereitschaft voraus, gewohnte Pfade zu verlassen, weil man Lösungen finden muss für Probleme, die man bis dahin nicht kannte. Eine entsprechen Grundhaltung, die Hunde nicht per se ausschließt, sondern Assistenzhunde zuallererst als notwendiges Hilfsmittel wie eine Brille, einen Rolli, ein Hörgerät etc. betrachtet (was sie rein rechtlich gesehen an dieser Stelle eben auch sind!) hilft ganz enorm. Ich habe klare Auflagen, was ich mit dem Hund darf ohne Elterneinwilligung und wofür ich eine schriftliche Genehmigung der Eltern benötige, es gibt klare Regeln, wo der Hund mit hindarf und wohin nicht. Ausgangspunkt ist der gesundheitliche Bedarf der Lehrkraft: Ich benötige meinen Hund nicht im Unterricht, also ist dieser nicht im Unterrichtsraum mit dabei, mein blinder Bekannter benötigt den Hund mit im Unterrichtsraum, also ist dieser mit im Raum. Beides lässt sich lösen bei entsprechender Offenheit von SL und KuK und - natürlich- der Organisation potentiell erforderlicher weitere Hilfsmittel/Assistenzen, der Schaffung von Rahmenbedingungen etc. Der Schulbesuch von SuS mit Phobien, religiösen Vorbehalten oder auch Allergien ist weder bei mir, noch bei anderen KuK mit Assistenzhund beeinträchtigt oder gar verunmöglicht. Dafür sorgen die zuständigen Behörden mittels entsprechender Auflagen an uns Lehrkräfte mit Assistenzhund. Also einfach mal die Kirche im Dorf lassen. ;)

    Auch wenn die Antwort jetzt als Draufhauen interpretiert wird:

    Ich sehe nicht, wie man mit derartig gravierenden psychischen Problemen den stressigen, lauten und fordernden Schulalltag, geschweige das Referendariat überstehen kann. Ich würde persönlich eine Orientierung in eine andere Richtung vornehmen, mit der Option auf Rückkehr in den Schuldienst, wenn diese Probleme im Griff sind.

    Genau wegen solcher Antworten bin ich ehrlich gesagt sehr sehr froh, dass ich als ich an Nachgedachts Stelle war vor einigen Jahren noch und auch noch gar nicht wusste, wie sich das mit dem Assistenzhund entwickeln würde, ob ich tatsächlich meinem Wunschberuf würde nachgehen können, nicht so eine Frage in so einem Forum gestellt habe. Womöglich hätte mich das zu sehr entmutigt zu einem Zeitpunkt, zu dem ich allen Mut und alle Kraft benötigt habe, um eben an den Punkt zu kommen meinen Beruf ausüben zu können, ein Ref erfolgreich absolvieren zu können, durchzusetzen, dass der Hund mich überall dort begleiten darf, wo ich ihn benötige. Ich werde hier nichts preisgeben, was Nachgedacht mir anvertraut hat, deshalb bleibe ich jetzt einfach bei mir, die ich mit Schwerbehinderung und mit Assistenzhund meinen Schullalltag bewältige- genau wie viele andere Kolleginnen und Kollegen im Schuldienst, die ich zum Glück kenne. Bedenkt bei euren Antworten bitte, dass Nachgedacht noch sowohl am Anfang des Studiums steht, als auch am Anfang des gemeinsamen Wegs mit dem Assistenzhund. Sehr vieles, was sich jetzt noch gar nicht absehen lässt, kann sich noch entwickeln. (Und ich hoffe, du erlaubst es dir selbst Nachgedacht , erst einmal zu sehen, wie deine weitere Entwicklung mit dem Hund sein wird, ehe du womöglich vorschnell deinen Wunschberuf aufgibst.) Als ich meinen Assistenzhund zu mir geholt habe war es selbst undenkbar, dass ich mein Studium würde abschließen können, ich konnte nicht arbeiten, die Agentur für Arbeit hat meine Frühberentung vorgeschlagen. So schlecht ging es mir, wohingegen Nachgedacht weiter im Studium engagiert ist. Mein persönlicher Plan und meine Hoffnung mit dem Hund sah recht ähnlich aus wie bei Nachgedacht: Ich habe aus tiefstem Herzen gehofft binnen 5-10 Jahren wieder wenigstens halbwegs normal leben zu können, evtl. auch wieder arbeiten zu können. Eine bessere Prognose konnte mir damals kein Arzt geben. Durch den Assistenzhund hat sich das dann urplötzlich immer schneller entwickelt mit dem Ergebnis, dass ich nach 2 Jahren meine sämtlichen 5-Jahres-Gesundheitsziele übertroffen hatte. Mit dem Ergebnis, dass ich meine Arbeit wieder aufnehmen konnte, mein Studium wieder aufnehmen konnte, fertig studieren konnte, ein Ref absolvieren konnte und jetzt in der Verbeamtung auf Probe bin. Absehbar war das auf gar keinen Fall, als der Hund zu mir gekommen ist, möglich ist es aber, gerade wenn man so nachhaltig für sich kämpft und alternative Lösungswege für sich sucht, wie auch Nachgedacht das ganz offenkundig für sich macht.

    Lasst Nachgedacht also bitte etwas Raum, für die weitere Entwicklung, statt sie jetzt, an dieser sensiblen Stelle, weiter zu entmutigen. Wenn sie feststellen sollte, dass der Schuldienst nicht ihr Weg sein kann, habe ich keinen Zweifel angesichts ihrer Frage hier, dass sie selbst sich dies eingestehen kann und einen alternativen Weg suchen wird.

    Also bitte 1. hört auf euch auf den Assistenzhund einzuschießen und den zum Ausschlusskriterium (teilweise jedenfalls) hochzustilisieren. Das ist er nicht. Punkt. Wer 2. wissen möchte, wie man was im Schulalltag mit Assistenzhund regeln und organisieren kann (sei es aus meiner persönlichen Erfahrung heraus oder basierend auf den Erzählungen meines Bekannten zu seinem Unterricht), darf gerne einen eigenen Thread dazu eröffnen, damit wir hier nicht von der eigentlichen Frage von Nachgedacht immer weiter wegkommen. Danke. :)

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    Du bist erst 21 Nachgedacht . Was verlierst du, wenn du dir jetzt einfach erst einmal 2 Jahre Zeit gibst in dem gemeinsamen Weg mit dem Hund, um zu sehen, wohin dich das gesundheitlich führen kann? Bis dahin bist du beinahe fertig mit dem Studium mit dann gerade einmal 23 Jahren. Solltest du feststellen, dass der Schuldienst tatsächlich eine Belastung wäre, die dann falsch für dich wäre, könntest du immer noch einen aufbauenden anderen Masterstudiengang absolvieren, wärst danach immer noch jung beim Berufseinstieg und hättest am Ende womöglich genau die Zeit gewonnen, die du und ihr gerade braucht, damit du gesünder werden kannst. Du bist so mutig gewesen bisher, versuch an dieser Stelle noch einmal etwas mutig zu sein und für dich und deinen Wunschberuf zu kämpfen, solange noch gar nicht absehbar ist, wie deine weitere Entwicklung sein wird.

    Danke für die Steilvorlage fossi74 . Ein Bekannter von mir arbeitet als blinder Lehrer mit seinem Blindenhund (immer im Klassenzimmer mit dabei) an einem staatlichen Gymnasium in BW. Vielleicht sollten all diejenigen, die sich weder mit Assistenz-, noch mit Schulhunden auskennen nicht zu diesem Aspekt äußern, sondern auf die eigentliche Frage konzentrieren. Denn euer teilweise lediglich persönliches Bauchgefühl in allen Ehren, aber das ist an der Stelle irrelevant. Wer aus gesundheitlichen Gründen 24/7 auf einen Assistenzhund angewiesen ist hat bereits (oder wird haben) eine Grad der Behinderung größer/ gleich 50 oder eine Gleichstellung für den Schuldienst später. Damit ist der Assistenzhund ein anerkanntes Hilfsmittel und kann nicht basierend auf Bauchgefühl verweigert werden. Ja, der Weg, den Hund duchzubekommen ist dennoch steinig, wird aber immer leichter, weil es immer häufiger auch in Schulen Schul- und Assistenzhunde gibt. Ich will gar nicht behaupten, dass das immer leicht durchzusetzen ist, aber eine Einstellung scheitert angesichts eines GdBs dann nicht am Assistenzhund. Dafür hat man dann die Schwerbehindertenvertretung mit im Verfahren, die genau das sicherstellt.

    Ich melde mich später nochmal von Zuhause aus. Das wollte ich nur gerne direkt loswerden.

    Wir bekommen ab Montag Maskenpflicht :uebel:

    Ist nicht so schlimm, ehrlich. Montag hatte ich auch noch fiese Kopfschmerzen nach dem Schulvormittag komplett ohne Maskenpause, aber inzwischen geht das sehr entspannt. Die ersten paar Minuten, wenn ich das Schulgelände betrete sind noch ätzend, weil mich der Gedanke nervt, dass ich das Ding erst kurz vor zwei wieder werde abnehmen können (abgesehen von mal einem Schluck trinken zwischendurch), das ist aber tatsächlich nur noch Kopfsache, physisch merke ich trotz schwerem Asthma und FFP2-Maske inzwischen nichts mehr. Spaß macht das Ding zwar trotzdem nicht (und wird es auch zu keinem Zeitpunkt), aber ich hatte es mir schlimmer vorgestellt, als es jetzt tatsächlich ist.

    Ich weiß, was du meinst. Bei mir ist es auch arg fad und frontal aktuell. Da war Ethik heute ein echter Lichtblick, weil wir direkt an der Tür ein Zimmer haben und kurz für den Einstieg eine Übung auf dem Pausenhof machen konnten. Das hat den SuS erkennbar gut getan, sich mal etwas bewegen zu können (und für mich war die frische Luft durch die Maske eine Erleichterung, weil ich nicht mal in den Pausen gerade nach draußen komme (Innenaufsicht)).

    Weiß man überhaupt sicher, wer sich aus der Klasse ansteckt? Wenn wir nach wie vor davon ausgehen, dass Kinder eher symptomlos erkranken, werden sie folglich auch nicht getestet. Wie viele Mitschüler angesteckt werden ist deshalb erst einmal völlig unklar.

    Wenn man sich dann im Weiteren anschaut wie wenig (zumindest bei uns) getestet wird, weil es ja nur ein Schnupfen ist... Würde ich sagen die Strategie geht auf, wenig Fallzahlen in Schulen zu produzieren. :ohh:

    Bei uns wurden bislang (noch?) alle Mitschüler positiv getester SuS nicht nur in Quarantäne geschickt, sondern auch getestet (genau wie die Lehrkräfte). Da ist mein Eindruck, dass man das wirklich sehr sehr ernst nimmt und versucht potentielle Infektionsherde an den Schulen hier bei uns so schnell als möglich zu erfassen.

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