Beiträge von CDL

    Nach Berichten verzichtet man vor allem nach Kritik aus der SPD auf die Auswertung von Handy-Daten um Kontakte zu finden. Hauptgrund sind wohl Datenschutzbedenken. In Südkorea lief das ganze wohl sehr gut.

    Aus meiner Sicht vollkommen unverständlich. Natürlich ist es nicht schön, aber jeder wüsste ja, dass das Handy geortet wird. Das nehme ich doch viel lieber in Kauf als die aktuellen Maßnahmen. Zumal es in Südkorea gut gewirkt hat.

    Das große Risiko das aktuell besteht ist, wie sich auch an deinem Beitrag sehr schön ablesen lässt, dass wir vor lauter neuer Maßnahmen aus dem Auge verlieren in welchem Umfang diese Maßnahmen unsere Grundrechte empfindlich beschneiden. Eine Regelung Handydaten einzusehen über die aktuell bereits zulässige Form hinaus- sollte sie kommen- müsste also unbedingt eine unmissverständliche zeitliche Begrenzung enthalten damit sichergestellt ist, dass eine solche Regelung nicht ad infinitum Bestand hat und haben dürfte. Wer hier so laut nach mehr und härterer staatlicher Regulation schreit, sollte sich dessen bewusst sein, dass diese neuen Regularien sehr schnell unsere Gesellschaft dauerhaft verändern werden und uns Menschen letztlich ein Stück weit entmündigen. Das mag nicht alle stören, wie man an den nicht ganz neuen Rufen auch in diesem Forum nach einem "starken Staat" sieht- ich möchte eine solche Veränderung unserer Gesellschaft nicht einfach hinnehmen, schon gar nicht über den Weg der "demokratischen Schnellstraße" in Form von schnellen Abstimmungen zu neuen Gesetzen ohne viel Beratung, die sich derart einschneidend auswirken.

    Es war von Anfang an klar, dass es Schüler geben wird, die die Sache locker sehen und für sich als verlängerte Ferien interpretieren werden. Das hat nichts mit dir, Lehrerin2007, zu tun. Versuche deinen Arbeitsaufwand so gering wie möglich zu halten und erwarte, dass in dieser Zeit bei den Schülern nicht viel bei herumkommt! Dann wirst du von manch einem Schüler vlt. sogar noch positiv überrascht.

    Du scheinst ein ganz schön negatives Bild von Schülerinen und Schülern zu haben was deren Motivation, Interesse und Engagement anbelangt. Das passt zwar gut zu deinem auch sonst nicht unbedingt positiven Menschenbild und deinem Bedürfnis nach einer "starken Hand" und einem "starken Staat" als Kontrollinstanz gegen Zuwiderhandlung, dennoch frage ich mich, woher diese immense Misstrauen in die Güte und den Anstand deiner Mitmenschen kommen mag. Musst du gar nicht beantworten, ich finde es nur auffällig und auch sehr schade- vor allem im Hinblick darauf, dass du als GS-Lehrkraft mit so jungen und ganz besonders beeinflussbaren Menschen arbeitest, denen ein etwas positiveres Menschenbild sicherlich gut täte als Bestärkung und Ermutigung. Ich neige dazu meinen SuS zuzutrauen, dass sie etwas können und mitarbeiten und sich einbringen wollen. Wo das nicht klappt justiere ich nach, werde insgesamt aber nur selten enttäuscht, denn SuS spüren genau wer an sie glaubt, ihnen etwas zutraut und sie positiv sieht und zeigen dann auch deutlich häufiger, dass dieser Vertrauensvorschuss gerechtfertigt war.

    Es geht auch weiterhin im Übrigen nicht um Ausgangssperren, sondern um Ausgangsbeschränkungen (auf kommunaler Ebene als "Betretungsverbote" formuliert). Heute ist ein Bericht der Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften) publik geworden, die Ausgangsbeschränkungen von ca. 3 Wochen für empfehlenswert hält unter Beibehaltung der Möglichkeiten gesundheitserhaltender Aktivitäten (Spaziergänge im Kreise des eigenen Haushalts/Einzelsport an der frischen Luft). Wer das genauer nachlesen möchte, findet hier die ausführliche Ad hoc-Stellungnahme und hier die Kurzfassung.

    Miragaculix : Du hast hier schon wiederholt geschrieben, die Zahlen des RKI seien nicht verlässlich etc. Mach dir doch einfach mal die Mühe nachzulesen, was z.B. auf Seiten der Tageschau zur unterschiedlichen Genese der Zahlen des RKI und der John Hopkins University steht, das hilft Zahlen besser einzuordnen, ohne diesen die Aussagekraft komplett absprechen zu müssen.

    Auf Seiten des SWR findet sich ein kurzer Überblick demzufolge erst um den 29.3 absehbar sei, ob eine tatsächliche Trendwende erfolgt ist.

    Im letzten Jahr sind in den USA rund 30.000 Menschen infolge von Waffengewalt verletzt worden, rund 15.000 wurden getötet (das muss Corona erstmal einholen, was diese Irren sich Jahr für Jahr infolge ihrer laxen Waffengesetze selbst und gegenseitig antun). Ich befürchte insofern das Schlimmste, wenn ich lese, dass Waffen- und Munitionsverkäufe in den USA aktuell explodieren während zeitgleich aus der Panik heraus Hamsterkäufe erfolgen, social distancing gepredigt, aber nicht immer eingehalten wird und ein völlig verantwortungslos agierender Präsident viel zu gleichgültig mit der aktuellen Lage umgeht, was nur teilweise von verantwortlicher handelnden Gouverneuren der Bundesstaaten im Rahmen ihrer rechtlichen Befugnisse aufgefangen werden kann. Die Staaten brauchen nicht noch mehr Waffen in noch mehr Händen (ganz gleich, ob diese nun geübt oder ungeübt sind- am Ende bekommen Kinder die Waffen in die Hände -2019: 695 verletzte und getöte Kinder bis 11 Jahren infolge von Waffengewalt und 3045 Jugendliche bis 17 Jahren- oder panische Nachbarn erschießen versehentlich Nachbarn/Postboten/die eigene Oma, der oder die unvermutet im Dunkeln ans Haus kommt. Von dem, was Menschen sich im Stress von Ausgangssperren an häuslicher Gewalt vermehrt antun ganz zu schweigen.).

    Ich sag mal so: Der Text ist halt deutlich. Sachlich falsch ist er übrigens nicht, er sagt nur nicht, dass ein Spaziergang erlaubt ist.

    Erst wird gemeckert, dass der Umgang zu lasch ist. Nun ist der Ton zu hart. Es ist aber auch schwierig, es euch Recht zu machen 😉

    Für mein persönliches Empfinden macht Bayern es richtig.

    Ich finde es gut, die Menschen über diese Durchsagen- so ungewohnt sie auch für uns sind- auf die neuen Regeln aufmerksam zu machen (wobei die Ergänzung um Englisch-Türkisch/Arabisch sinnvoll wäre vielerorts), bin aber völlig bei keckks , dass das, was offenbar bei ihr durchgesagt wurde bedrohlich klingt infolge der Wortwahl und zentrale Inhalte in einer Form weglässt, die die Lautsprecheraussage sachlich falsch gemacht haben.

    Und ich bin gerade sehr froh, diese Anmerkung von dir zu lesen keckks. Dein klarer Blick für Bürgerrechte, Sprache und soziales Miteinander wird in diesem Forum und diesem Thread (ebenso wie im RL) mehr denn je benötigt!

    Ich habe z.B: auch gesagt, obwohl das mit meinem Mann nicht günstig wäre mit seinem Asthma zu erkranken wird es uns alle eh irgendwann treffen, also könnte ich z.B. bei Ausweitung aufs Wochenende da Notbetreuung machen, denn da kann er die Kinder betreuen. Aber bisher ist davon bei uns nichts bekannt.

    Oder du hältst dich ein wenig zurück im Hinblick auf deinen Mann in dem Wissen, dass wie verrückt nach einem Impfstoff geforscht wird und in der Hoffnung, dass bis dieser zur Verfügung steht der Kelch (Ansteckung) einfach an euch vorüber geht. Asthmatiker gehören zur Risikogruppe, also darfst du dich durchaus zum Schutz deines Mannes etwas mehr heraushalten aus Notbetreuung und Co. :)

    Danke für den Hinweis Fraggles mit den 3 bzw. 5 Jahren je nach Art des Einstellungsverfahren. :rose: Das war mir bislang so nicht bewusst und ist relevant für meine Entscheidung, nachdem mein Vater 69 ist und Ende dieses Jahres (eh sei denn Corona führt auch hier zum Stopp des Nachbesetzungsverfahrens und er darf/muss vom Land aus doch nochmal ein Jahr dranhängen- was er sofort machen würde) pensioniert wird, habe ich schon im Blick zumindest mittelfristig in seine Nähe zu ziehen, um ihn bei Bedarf unterstützen zu können.

    Ich finde es egal, ob ich da in den Ferien hindackle oder davor. Ich möchte, dass es gerecht verteilt wird. Wenn ich auf den Listen sehe, dass junge, kinderlose Kollegen nicht eingesetzt werden und ich habe Kinder mit Asthma frag ich mich schon, wo die Risikogruppe anfängt. Ich habe der SL gesagt, dass sie mich einsetzen kann, damit die Älteren und Vorerkrankten geschützt werden. Wenn sich aber dann andere ganz raushalten ärgerts mich zugegebenermaßen schon. V.a. wenn die Begrüng wie die von Firelilly ist. Frag mal die Kassiererinnen.

    Und jetzt meldest du dich bitte nochmal bei deiner SL und ergänzst, dass, nachdem du Kinder hast die einer Risikogruppe angehören als Asthmatiker, du darum bittest nur dann eingesetzt zu werden, wenn keine jungen, gesunden KuK, die weder selbst einer Risikogruppe angehören, noch mit einer solchen im selben Haushalt leben nicht in ausreichender Zahl eingesetzt werden können.

    Deutlich mehr und noch vielfältigere Quellen als sonst, wobei ich sowieso schon eine recht umfassende Zeitungs- und Newsroutine habe (hatte ich ja schonmal vor Corona beschrieben).

    Wie ist das bei dir?

    Nachtrag zur Unterstützung des Elsass:

    Das baden-württembergische Gesundheitsministerium hatte die Kliniken im Land um Aufnahme von Corona-Patienten aus Frankreich gebeten - die Uniklinik in Freiburg hat auf die Bitte jetzt reagiert. Es sei eine Herzensangelegenheit, den französischen Nachbarn und Freunden in dieser menschlichen Tragödie zu helfen, teilt das Universitätsklinikum mit. Zwei am Coronavirus erkrankte Patienten werde das Krankenhaus übernehmen.

    SO geht Europa und Solidarität!!!

    Zwei Berichte auf der Seite der Tagesschau, die ich gut aufbereitet fand, einmal eine Veranschaulichung, was es bringen kann Abstand zu halten ( https://web.br.de/interaktiv/corona-simulation/ ) und dann ein paar Zahlen zur Verbreitungsgeschwindigkeit in den verschiedenen Bundesländern ( https://www.tagesschau.de/investigativ/n…eitung-101.html ) - wobei mir auch ohne diese Zahlen bereits bewusst war, dass es bei uns in BW leider sehr rasant zunimmt. Aus dem Elsass habe ich gestern Nachrichten gelesen, dass Patienten über 75 Jahren mit Covid-19 mangels Beatmungsplätzen nicht mehr beatmet werden können, eine Bitte um Unterstützung durch grenznahe Krankenhäuser hier in BW wurde ausgesprochen. (Ja, wir sind hier EINE europäische Region, zu der auch der Schweizer Grenzraum gehört, egal, wie viele Grenzen es geben mag und das ist uns verdammt wichtig, dass sich das nie wieder ändert, denn Grenzregionen sind die Regionen, die von den Kriegen der Vergangenheit als erstes und oft am schwersten betroffen waren!) Gestern abend habe ich auf SWR.de im Newsfeed gelesen, dass Kretschmann der Bitte entsprochen hat: https://www.swr.de/swraktuell/bad…nehmen-100.html

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    Der Bund will weitere Kompetenzen an sich ziehen (während die Spanier mit ihrer Ziege, Schweinen, Kanarienvögeln oder auch Plüschhunden Gassi gehen mangels echtem Hund um Spaziergänge unternehmen zu dürfen):

    Der Bund beansprucht im Kampf gegen das Coronavirus nach einem Medienbericht mehr Kompetenzen für sich. Das Infektionsschutzgesetz solle geändert werden, um mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land zu erhalten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Damit würden die Bundesländer zum Teil entmachtet. Das Blatt beruft sich dabei auf einen Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums.

    Demnach solle die Bundesregierung zum Beispiel grenzüberschreitende Personentransporte untersagen, per Handyortung die Kontaktpersonen von Infizierten suchen, die Versorgung mit Arzneien und Schutzausrüstung zentral steuern und medizinisches Personal zwangsrekrutieren können.

    Der Entwurf soll am Montag im Bundeskabinett verabschiedet und kommende Woche gleich in den Bundestag und in den Bundesrat gehen, berichtet die Zeitung. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der FAZ: "Hier bündeln wir Kompetenzen. Und noch wichtiger: Wir können künftig in einer Lage wie dieser binnen Stunden für Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker und alle anderen, die weit über das normale Maß anpacken, Bürokratie wegnehmen, Regeln anpassen, Vergütungen erhöhen."

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    Und noch etwas Erfreuliches, was uns allen etwas Kraft gibt. Ein bundesweiter Aufruf, den es so bereits aus anderen Ländern gibt: musik.jpg

    Ich freue mich, euch zu hören! :rose:

    Ich bin eigentlich nicht unbedingt ein Fan von Oliver Pochers Humor, finde seine aktuellen Videos zur Abrechnung mit dem schönen neuen Beruf "Influencer" und deren teils absurden aktuellen Veröffentlichungen aber ebenso witzig, wie treffend. Darüber hinaus habe ich dort diese kleine Perle entdeckt, Ernie, Bert und das Toilettenpapier:

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