Beiträge von Lehrerin2007

    Was hat ein Erwartungshorizont mit einer transparenter Notengebung zutun?

    Ja, an meiner Schule ist es absolut Standard, einen EW anzufertigen (vielleicht in ganz BY?). Die Schulaufgaben werden von der Fachleitung angeschaut und die möchte ja wissen, was eigentlich erwartet wurde oder warum einer "nur" eine 2 hat, obwohl alles beantwortet wurde etc. Außerdem nutze ich den EW gleich für die Besprechung der Schulaufgabe mit der Klasse und schreibe da auch rein, welche Alternativlösungen ich habe gelten lassen (mit voller /reduzierter Punktzahl) - allein schon für mich als Übersicht und damit es für alle anderen (Schüler und Fachleitung) transparenter ist.

    Seit 22 Stunden versuche ich krampfhaft, mich an diese 2. Staatsexamensarbeit zu erinnern. Ich habe sie komischerweise nirgends, auch nicht auf dem PC, während ich noch einen Haufen alte Seminararbeiten aus dem Studium (und die vom 1. StEx) habe. Im Zeugnis habe ich aber eine Note für die 2. StEx-Arbeit stehen.

    Musste man da eine Unterrichtseinheit oder sowas erarbeiten? Es ist komischerweise wie ausgelöscht in meinem Gedächtnis 😬

    Ist diese Arbeit irgendwo hinterlegt? Noch an meiner Seminarschule?

    Ich wundere mich über mich selbst, bin sonst eigentlich eher ordentlich...

    Wie unterschiedlich das gehandhabt wird...!

    Bei uns ist genau das explizit nicht erlaubt (eine Hausaufgabe per se zu bewerten), weil das Kind ja zu Hause i. d. R. allein die Hausaufgabe macht und wenn etwas doch nicht verstanden wurde, die Aufgabenstellung falsch verstanden wird, es einfach Fehler macht, weil es nicht nochmal nachfragen kann, da es zu Hause ist, darf das nicht bewertet werden.

    Andersherum können Eltern oder Geschwister ja helfen und dann hat es eine super Hausaufgabe und bekommt dafür ggf. eine tolle Note.

    Ich habe das so verstanden, dass z.B. auch Hausärzte Kinder ab 12 können bzw. dass es aktiv angeboten wird. Vorher haben ja einige geschrieben, dass, wenn der Kinderarzt eine Impfung verweigert hat, es schwer war, jemanden zu finden. Beim BR stand, dass z.B. auch Impfteams in die Schulen gehen nach den Sommerferien.

    Wenn ich einen Schüler aufrufe, damit er seine Hausaufgaben vorträgt und er sagt, er hat sie vergessen, dann bekommt er die 6.

    Wow. Da müsste man meinen, dass das mit den vergessenen HA seltener passiert. Wir dürfen HA generell nicht benoten, auch nicht nicht vorhandene. Nur eben die Beträge aus dem daraus resultierenden Unterrichtsgespräch (s.u.).

    In der Mitarbeitsnote kann es sich natürlich auch niederschlagen, denn wer nichts zu den Hausaufgaben weiß, kann sich ja auch nicht beteiligen.

    Das trifft allerdings auch bei uns zu.

    Genau, so war es bei mir auch.

    Ansonsten kenne ich es so, dass der tatsächliche Unterrichtseinsatz (bei uns war der auch in der Phase des eigenverantwortlichen Unterrichts im Ref. unterschiedlich) erst zum Beginn des Schuljahres von den Schulen gemeldet wird (bei Teilzeit gibt es da oft noch Änderungen) und die Bezüge dann entsprechend "korrigiert" werden (Nachzahlung oder Abzug, wenn vorher zuviel gezahlt wurde).

    Bei mir stimmte dann meistens die Novemberabrechnung irgendwann mal...

    Macht Ihr eine Strichliste o.ä.?

    Ja. Ich habe in jeder Klasse eine (außer Oberstufe), die ich auch sehr akribisch führe. Bei mir müssen die SuS auch die nicht erledigten HA nachzeigen, sonst gibt es gleich den nächsten Strich.

    , gebt Ihr entsprechende Noten

    Das dürfen wir (BY) nicht.

    Noten im Fach oder in der Kopfnote?

    Bei der "Mitarbeitsnote" auf dem Jahreszeugnis bzw. in den Zeugnisbemerkungen kann man darauf eingehen und das tue ich auch.

    Ansonsten machen es die meisten KuK an meiner Schule so, dass sie eben "Striche machen" und ab 3x pro Halbjahr müssen die SuS zum Nachsitzen kommen. Meist bietet einer einen Termin an und alle können ihre vergesslichen Schülerlein eintragen. Das war jetzt nur während Corona etwas schwieriger, grundsätzlich aber sehr wirksam.

    Ich sortiere in der ersten Wochen erstmal meinen ganzen Schulkram, alles was ich noch an Papierstapeln rumliegen hatte, aussortieren, abheften, digitalisieren, Daten sichern, damit bin ich erstmal beschäftigt.

    Außerdem stehen ein paar reguläre Arzttermine an (Zahnarzt, Kieferorthopäde/Kind etc.), die ersten 1-2 Wochen sind wir gut beschäftigt.

    Aber grundsätzlich kenne ich dieses Sommerloch-Gefühl, wobei mich das eher gegen Ferienende "befällt". Auch, wenn ich wahrscheinlich auf viel Unverständnis stoße, aber mir sind die Sommerferien etwas zu lang. 4 Wochen täten es auch :)

    In meinem LK in BY wurden wir Lehrer nicht in Quarantäne geschickt, wenn ein Schüler in der Klasse positiv war. Ich habe insgesamt 2-3 positive Schüler(innen) unterrichtet (was ich dann natürlich erst hinterher wusste).

    Nur eins meiner Kinder musste 1x in Quarantäne, was jetzt nicht so einfach war (Bewegungsdrang, Langeweile etc.), aber schon irgendwie geht, wenn man es nicht alle Naselang hat.

    Ist es das wert?

    Wenn die Alternative ist, dass man sich eine echte Grippe einfängt und dann mind. 2 Wochen flach liegt und unter Umständen auch hier Folgen wie Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung etc. davonträgt, schon. Aber das weiß man vorher halt nicht. Vielleicht bekommt man auch nie eine Grippe. In der Summe, sofern die Impfung schützt (bei der Grippeimpfung ist es ja mal besser, mal schlechter), ist es das wert.

    Ich hatte nur einen halben Tag Müdigkeit und leichte Kopfschmerzen nach der Grippeimpfung und würde sie auch jedes Jahr machen.

    Hier finde ich es ganz gut zusammengefasst:

    https://www.quarks.de/gesundheit/med…rona-sonderweg/

    “In der ersten Welle ist es den Schweden nicht gelungen, die vulnerablen Gruppen zu schützen”, fasst Andreas Radbruch im Frühjahr 2021 zusammen. “Vor allem mit Blick auf unsere Nachbarländer haben wir eine deutlich höhere Todesrate”, sagt Göran Hansson, Generalsekretär der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften. “Und während der zweiten Welle zeigte sich, dass es noch keinen signifikanten Schutz durch eine natürlich erworbene Herdenimmunität gab.” Gezeigt habe sich laut Hansson, dass die Länder, die schnell reagiert haben – wie Norwegen und Finnland – bisher deutlich besser durch die Pandemie kommen. “Ein Fehler war, dass die Gesundheitsbehörden dachten, wir könnten eine Verbreitung des Virus in der Bevölkerung haben und gleichzeitig die alten Menschen schützen. Das hat nicht funktioniert.”

    Die Situation in den Krankenhäusern habe sich aber seit Beginn der Pandemie deutlich verbessert – das gelte auch für die Behandlung der Covid-19-Patientinnen und Patienten. “Im Vergleich zu manchen anderen EU-Ländern deutet sich inzwischen aber auch an, dass drastische Lockdowns keinen so großen Unterschied machen”, meint Lars Klareskog, schwedischer Immunologe und Rheumatologe.

    Inzwischen wird in Schweden mehr getestet, es gibt mehr Schutzkleidung und es liegen weniger Menschen auf den Intensivstationen als während der ersten Welle. Trotz einer hohen Zahl an täglichen Neuinfektionen haben die Schweden es geschafft, dass in der zweiten Welle im Herbst und Winter 2020/2021 deutlich weniger Menschen an und mit Covid-19 gestorben sind als in der ersten Welle. Das skandinavische Land konnte die Zahl der Verstorbenen in dieser Zeit deutlich niedriger halten als viele andere europäische Länder.

    Außerdem hat Schweden auch nur 14.655 Corona-Tote. .... Oh, auf ca. 10 Millionen Einwohner.

    Genau nach dem Link hat Schweden eine Letalitätsrate die nur etwas mehr als halb so hoch ist (%) wie die Deutschlands?

    Ich glaube ihr redet hier von unterschiedlichen Werten, auf der Website wird die Rate nicht in Bezug auf die Gesamtbevölkerung, sondern die Anzahl der bekannten Infektionsfälle errechnet.

    Natürlich war es immer klar, dass eine Impfung nicht zu 100% vor einer Ansteckung schützt, das tut keine Impfung.

    Aber nach den neuesten Untersuchungen heißt es, sie schützt nur noch zu 39% vor einer Ansteckung - das ist schon sehr wenig. Das ist weit entfernt von den ursprünglichen 95% (beim Wildtyp) und sinkt möglicherweise noch weiter, je länger die Impfung zurück liegt bzw. sobald es noch wieder andere Varianten gibt, die sich durchsetzen.

    https://www.cnbc.com/2021/07/23/del…re-illness.html

    Das klingt also so, als würde man über kurz oder lang trotzdem - auch geimpft - mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit Covid bekommen, allerdings im Schnitt wohl deutlich milder. Ich frage mich nur, ob das auch für die möglichen Langzeitfolgen gilt (was mir persönlich mehr Sorgen macht). Wenn ich trotzdem irgendwann Covid bekomme und es folgenlos überstehe, damit kann ich leben, aber darüber weiß man noch nicht viel.

    Ein Bekannter war mit seinen Eltern im Urlaub (alle voll geimpft, mit AZ und Biontech) und sie kamen doll erkältet zurück. Weil sie diese "Erkältung" als ungewöhnlich empfanden, haben sie sich testen lassen und hatten alle drei Corona. Die Eltern sind zwar recht alt und möglicherweise wirkt die Impfung nicht so gut, auch weil sie schon viel länger zurück liegt, aber dennoch, ich fand das jetzt schon erschreckend.

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