Aber ich möchte mich nicht anmassen, irgendwelche Diagnostiken und Förderpläne in einzelnen Bereichen wie Logopädie oder Ergotherapie zu machen.
Und wenn ich sehe, wie viele selbsternannte "Spezialist*innen" nach einem Instakurs die SuS als Autist / ADHS / LRS etc diagnostizieren (und dann selbst anfangen zu werkeln), dann hätte ich gerne, dass man MEINE Kernkompetenz (und die anderen, die zertifiziert sind, und zwar nicht durch Insta & Co, sondern durch anerkannte Weiterbildungsinstitute) anerkennt und die Kompetenze
Da gibt es ja noch einige Schritte davor.
Bis z.B. eine LRS anerkannt wird, ist die Grundschulzeit quasi vorbei.
Aber bei Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben, Rechnen schreiben wir ja durchaus Förderpläne, bei hochbegabten Kindern überlegen wir, was sie herausfordert und bei dem fördert, was sie nicht so gut können, und bei anderen Kindern mit anderen Bedürfnissen ist es auch so.
Ich brauche da nicht unbedingt eine feste Diagnose, nicht alle Eltern kümmern sich und nicht alle Eltern teilen es mit der Schule, aber ich brauche genug Rüstzeug aus allen Bereichen, um den Kindern bestmöglich das Lernen zu ermöglichen.
Der medizinische und therapeutische Bereich kann bei Mediziner:innen und Therapeut:innen bleiben, aber alles, was in Schule relevant ist, braucht Raum dafür. Das ist schon jetzt so, wird aber nicht bedacht und nicht ausgestattet.
Ich denke, das man gerade in den ersten Jahren sehr viel mehr auffangen könnte, was sich sonst später erheblich stärker bemerkbar macht und weiteres nach sich zieht. Dann könnte man sich auch das eine oder andere über Rezepte und SPZ u.a. sparen - nicht immer, aber bei einigen Kindern sicher.
Deshalb: zentralen medizinisch-pädagogischen Dienst, pädagogische Assistent:innen in den Klassen, Therapeut:innen, die zur Einrichtung gehören und zeitnah etwas bewirken können.